Corps-Geist bei Porsche. Wer auf kriminelle Machenschaften hiweist, soll "abhauen"

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Corps-Geist bei Porsche. Wer auf kriminelle Machenschaften hiweist, soll "abhauen"

Abgeschickt von Hugo am 25.04.2017 09:27
Porsche Geschäftsleitung und Gesamtbetriebsrat rasten aus
oder:
wer kriminelle Abgasmanipulation deckt, was kümmern den Manieren.

Wie wir erst jetzt „aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen“ von empörten Porsche-Kolleginnen und Kollegen erfahren haben, rastete die Geschäftsleitung von Porsche Weissach auf der Betriebsversammlung am 22. März mit an die 4 000 Beschäftigten undemokratisch und aggressiv gegenüber einem Kollegen aus. Was war geschehen?
Ein für seine kritischen und kämpferischen Beiträge bekannter Kollege wagt es, die kriminellen Abgasmanipulationen der VW- und Porsche-Herren und ihre Folgen zum Thema zu machen. In einem Redebeitrag stellte er in Frage, ob die geplante Vernichtung von 30.000 Arbeitsplätzen ein Beitrag zum „Zukunftsvertrag“ sei. Tatsächlich handelt es sich hier um eine Verschärfung der Ausbeutung und die schon sattsam bekannte Sicherung der Boni der Aufsichtsräte, mit Winterkorn und seinen 1,3 Millionen pro Monat vorne dran.
So werde in dem sogenannten „Porsche-Zukunftsvertrag“, obwohl der Profit war noch nie so hoch war, die Belegschaft ohne Diskussion und Abstimmung zu einer „Zwangsabgabe“ für die Entwicklung des Elektro-Porsche verpflichtet. Mit ausdrücklicher Zustimmung der Co-Manager aus der IGM-Führung zu diesem Zwangsvertrag.
Konsequenzen für die Profitmaximierung aus dem Dieselskandal, wo eine Abschaltvorrichtung die giftige Abgase ungereinigt ausstößt und damit unsere Umwelt und unsere Atemluft vergiftet, sollen verhindert werden.
Nicht umsonst klagt die Deutsche Umwelthilfe Autobauer und das Verkehrsministerium unter Dobrindt wegen ihrer kriminellen und verbrecherischen Machenschaften an. Der Kollege selbst wünschte für sich und seinen Mitmenschen eine lebenswerte Zukunft, die nicht durch weiter steigenden Abgase vergiftet wird.
Geschäftsleitung sowie der Betriebsratsvorsitzende von Porsche Weissach, Manfred Pache, versuchten dem Kollegen das Wort zu entziehen. Dabei besonders skandalös: Der Kollege Gesamtbetriebsratsvorsitzende Uwe Hück stellte sich nicht auf die Seite des Kollegen. Statt demokratische Rechte für und Meinungsfreiheit gegenüber der Belegschaft einzufordern und zu verteidigen, behauptete er im Gegenteil, der Kollege lüge und verbreite, wie Trump, Fake-News. Mit seiner abschließenden Aufforderung an den Kollegen : „.... mach einmal in deinem Leben was Richtiges! Kündige! Hau hier ab!“ verlässt er vollends die in der IGM praktizierte Kultur von „Respekt!“ in Richtung Mobbing. Das wahre Gesicht von Manager und Co-Manager zeigt keinerlei Respekt für Kritiker. Für diese unsolidarische Entgleisung gegenüber dem Kollegen fordern wir von unserem GBR-Vorsitzenden genauso eine öffentliche Entschuldigung, wie von Personalstand Haffner.
Wir stimmen mit dem Kollegen darüber ein, dass alle verantwortlichen Abgasmanipulateure wegen Verbrechen an Mensch und Natur bestraft werden!
Statt Boni-Zahlungen für die Vorstände müssen diese mit ihrem persönlichen Vermögen für die Strafen aus dem VW-Skandal haften.
Die Umrüstung auf die neue Euro-6-Norm muss von den Automobilkonzernen bezahlt werden.

Re: Corps-Geist bei Porsche. Wer auf kriminelle Machenschaften hiweist, soll "abhauen"

Abgeschickt von rene am 25.04.2017 22:24
Der mutige Kollege verdient klare Solidarität.

Ebenso ist es notwendig, von dem GBR-Vorsitzenden eine Entschuldigung zu fordern. aber warum nur das? Dieser Mensch, der den Kollegen in so unglaublicher Weise in den Rücken fällt, sollte nicht nur um Entschuldigung bitten, sondern von seinem Posten zurücktreten, und zwar sofort.

Re: Corps-Geist bei Porsche. Wer auf kriminelle Machenschaften hiweist, soll "abhauen"

Abgeschickt von Klaus-Jürgen am 26.04.2017 09:24
Volle Solidarität dem mutigen Kollegen
und allen Kolleginnen und Kollegen im VW Konzern.
Es gehört unwahrscheinlich viel Mut dazu, öffentlich und auf Betriebsversammlungen nicht nur gegen die Geschäftsführung aufzustehen sondern gegen BR Vorsitzende und dazu noch IGM Kollegen. Gerade Uwe Hück ist der Prototyp eines Co Manager der im Schlepptau mit Berthold Huber die Hand zum Schwur hob für Wiedeking und Winterkorn. Auch hat er vor Jahren in der IGM Vertreterversammlung
Stuttgart dem Daimler Kollegen und BR Volker Kraft öffentlich Prügel angedroht. Kollege Kraft wurde damals undemokratisch wegen den unvereinbarkeits Beschlüssen aus der der IGM ausgeschlossen.
Da müssen wir durch in unserer IGM und für eine kämpferische IGM stehen.
Auch ein Weg dazu ist die die Mitarbeit in der Internationalen Automobilarbeiterkoordination.

Mit solidarischen Grüßen

Klaus-Jürgen Von Daimler und IGM Mitglied seit 1970

Re: Corps-Geist bei Porsche. Wer auf kriminelle Machenschaften hiweist, soll "abhauen"

Abgeschickt von Lupo am 05.05.2017 18:38
Als Wolfgang Porsche wegen Aktienzock bei VW pleite war und rumheulte kam ihm Uwe Hück zur Seite und meinte: Die Familie braucht uns und wir brauchen die Familie. Dieser Arbeiterfürst hat nicht kapiert, dass das Proletariat die einzig unabhängige Klasse ist. Die Proleten brauchen die Kapitalisten nicht, aber die Kapitalisten brauchen die Proleten um Profit zu machen. Und von diesem Profit bekommt Hück ordentlich was in die Backen, damit er das Maul weit aufreißen kann wie alle Arbeiteraristokraten.
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