Diskussion zum Fahrverbot in Städten

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Diskussion zum Fahrverbot in Städten

Abgeschickt von Richard am 03.04.2017 23:27

 

Zum Fahrverbot von Diesel-Autos in Stuttgart

Die Grüne/CDU Landesregierung in Baden-Württemberg ist mit dem Fahrverbot für ältere Diesel ohne Euro 6 Norm ab 2018 in Stuttgart einem entsprechenden Gerichtsurteil zuvor gekommen – sie hat sich dabei von Franz Fehrenbach, dem ehemaligen Bosch Chef beraten lassen. Die Meinungen darüber gehen unter meinenKolleginnen und Kollegen darüber auseinander. Ein Teil findet das richtig, andere ärgern sich, weil sie jetzt die Folgen der kriminellen Abgasmanipulationen ausbaden sollen.

Nachdem von den meisten Autos aller Marken seit Jahren die Grenzwerte von Stickoxide, Feinstaub und CO2 nicht eingehalten werden, ist meiner Meinung nach eine Beschränkung der Autos in der Innenstadt unumgänglich. Die „grüne Welle“ für Individualverkehr in Großstädten führen zum Verkehrsinfarkt, verschärfen die Umweltkrise, sind gesundheitsschädlich und tödlich. Die Fahrverbote skeptisch in Frage zu stellen geht in die falsche Richtung.

Autos, welche durch Betrug und strafbare Werbung vorgaben, die Grenzwerte einzuhalten, müssen zurückgenommen und auf Kosten der Hersteller umgerüstet und die Autofahrer entschädigt werden. Mit dem Vorschlag der Einführung einer blauen Plakette für Euro 6 Norm lenken die Grüne/CDU Landesregierung und Stuttgarts Grüner Oberbürgermeister Fritz Kuhn von den Hauptverursachern ab und spalten die Bevölkerung. Außerdem schaffen sie damit Anreize zum Kauf neuer Autos und helfen damit den Autoherstellern. Die Lasten der VW-Krise werden auf die Dieselfahrer und zum Teil auf die Autohändler (durch Wertminderung der Autos) abgewälzt.

Re: Diskussion zum Fahrverbot in Städten

Abgeschickt von Klaus-Jürgen am 04.04.2017 09:16
Ich schließe mich dem vorigen Text an. Inzwischen ist ein Ministerpräsident Kretschmann tatsächlich zum obersten " Autofachmann " der Republik geworden. Er hat damit den Autoboss Gerhard Schröder überholt. Als ob Kretschmann jemals mit Autos gearbeitet hätte. Er geht wie gestern 3.4.2017 zu Daimler nach Untertürkeim, aber nicht zu den Kolleginnen und Kollegen, sondern zum Entwicklungsvorstand auf die Teststrecke. Dort ein paar Runden gefahren und welch Wunder, der Diesel ist sauber. Sollte lieber die die aktuell verkaufte B Klasse 180 D messen lassen. Oh nein, die Deutsche Umwelt Hilfe hat den gemessen, der dreckigste Diesel.

Sache ist aber, die EURO 6 Diesel sind fast alle schlechte wie EURO 5 Fahrzeuge. Deswegen gehören alle Diesel ob EURO 5 oder 6 die im tatsächlichen Betrieb Dreckschleudern sind, aus dem Verkehr gezogen. Aber auf Kosten der Hersteller. Umrüsten oder Rücknahme.
Auch die Umrüstung der EURO 5 Fahrzeuge und dazu eine staatliche Prämie die aus unseren Steuergeldern kommen soll, ist nicht richtig. Die Konzern produzieren bewusst Dreckschleudern, aber zum "saubermachen" sollen die Bürger zur Kasse gebeten werden.

Die "Grüne" Landesregierung Baden-Württemberg überholt politisch die CDU in Baden-Württemberg.

Re: Diskussion zum Fahrverbot in Städten

Abgeschickt von rene am 04.04.2017 17:04
Interessant, hier wird über die Diesel-Fahrzeuge geschrieben. Und wie schädlich die doch sind. Natürlich sind sie es. Aber sind sie denn tatsächlich um so viel schädlicher als andere Mineralölkraftstoffe? Oder anders gefragt: was ist schädlicher, Pest oder Cholera?

Ich glaube, hier muss doch eine ganz andere Diskussion (wieder)belebt werden. Nämlich die Frage der generellen Reduzierung der Schadstoffbelastung durch Abgase und dergleichen.
Das beinhaltet sowohl die Thematik: Förderung von und Forderung nach umweltverträglichen Alternativen zu ALLEN Mineralölkraftstoffen, egal ob Diesel oder Benzin. Die Alternativen gibt es, sie sind jedoch v.a. seitens der Mineralölkonzerne nicht wirklich gewollt.
Und die andere Thematik: insgesamte Reduzierung des Fahrzeugverkehrs, was sowohl beinhaltet, dass einfach zu viele Fahrzeuge täglich unterwegs sind und was auch beinhaltet, dass der profitorientierte Wahnsinn, dass Trucks quer durch die Welt fahren, um genau genommen sinnlose Transporte zu unternehmen, nur weil es dem Profitstreben einzelner Bosse entspricht.

Und was Kretschmann betrifft: Schon ganz ganz kurze Zeit, nachdem er erster grüner Ministerpräsident wurde, da hatte er doch schon sein wahres Gesicht gezeigt, wenn ich nicht irre, damals in Verbindung mit dem Stuttgarter Bahnhof. Über diesen Mann und sein Verhalten wird wohl niemand mehr Illusionen haben, oder?

Re: Diskussion zum Fahrverbot in Städten

Abgeschickt von Dietz am 14.04.2017 11:14
Das Fahrverbot ist doch nichts weiter als eine Nebelkerze der Landesregierung. Statt einen massiven Ausbau des ÖPNV zu fördern, was eine wirkliche Reduzierung der Schadstoffbelastung ermöglicht, wird hier wieder mal reines Greenwashing betrieben. Alte Dieselfahrzeuge raus, neue rein. Die Automobilkonzerne werden Kretschmann und Co. schon für ihr Verhalten fürstlich entlohnen. Nur schade, daß immer noch viele Bürgerinnen und Bürger meinen, die Grünen wären eine Umwelt- und Sozialpartei, welche sich für die kleinen Leute und eine saubere Umwelt einsetzt.
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