Wer zahlt den Dieselschwindel?

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Wer zahlt den Dieselschwindel?

Abgeschickt von Lupo am 07.05.2017 02:16
Ich bekam vom Kraftfahrtbundesamt KBA einen Brief mit dem Angebot meinen Adolf (Volksmund für den Volkswagen) einen Dieselpartikelfilter umzurüsten. Kostenpunkt 1800 €. Dann würde ich 100 € Steuern sparen. Ich bin bald 10 Jahre Biodiesel pur gefahren. Ohne Probleme bis er plötzlich stillstand. Der Mineralölhändler Lother hatte Billigbiodiesel aus Indonesien importiert ohne Emulgator, was dazu führt dass der Tank versifft und sich eine Schmiere ablagert. Zum Glück konnte ich nachweisen, dass ich den Kram bei ihm getankt hatte und er bezahlte die Tanksanierung. Doch dann verschwand der Biodiesel vom Markt. VW entzog die Zulassung für ihre Fahrzeuge und fortan panschte man diesen Dreck mit Mineraldiesel weil der 7 % Anteil notwendig für die Schmierung der Einspritzpumpe ist. Der Motor lief schlechter und härter und es kam beim Beschleunigen die berühmte Dieselwolke hinten raus. Mit Biodiesel war das nicht und der Adolf lief auf der Autobahn gute 190 km/h weil der CETAN Gehalt vom Biodiesel höher ist. Eine Studie der FAL bewies, der reine Biodiesel RME verbrennt im Motor weitaus sauberer und produziert weniger Feinstaub und NOX. Warum kam der Panschdiesel D7 auf den Markt? VW dachte wenn sie die Abgaswerte manipulieren, dann ist der Adolf "sauber". Nun ist der Schwindel aufgeflogen. Viele Bauern konnten keinen Raps mehr abliefern, Ölmühlen gingen platt und RME Raffinerien ebenso. Die von PROKON in Magdeburg samt dieser Zockbude auch. Biodiesel von Ölpalmen aus Indonesien, wo sämtliche Moore verschwinden die Unmengen an CO2 binden, ist nun zu 7 % im Mineraldiesel und man denkt den kann man ohne Emulgator rein panschen. Doch die Dieselfahrer werden sich wundern, dass ihre Motore und Tanks nur etwas später verpeken wenn die Garantie abgelaufen ist. Dieselskandal 2.0. Bei Anfrage bei VW ob sie denn nicht den Dieselpartikelfilter zahlen möchten, lehnten sie ab. Nun quakt die Umwelt-Hendrix SPD der Dieselfahrer darf nicht gelackmeiert werden und die Hersteller müssen die Umrüstung bezahlen. Das ist natürlich so oder so ein tolles Geschäft für die Autoindustrie. Und letztlich wird der Steuerzahler den Schwindel bezahlen. Statt den sauberen Biodiesel wieder auf den Markt zu bringen, wird weiter der Fossilkram von Putin und den Ölscheichs verkauft. Biodiesel ist CO2-neutral und es ist besser den Bauern im Tank zu haben als Putin oder die Ölscheichs. Der Dieselskandal beweist der Kapitalismus kann sich nur noch mit Betrug über Wasser halten. Ob die Arbeiterklasse das mit Arbeitsplätzen bezahlen will hängt davon ab, ob sie sich diesen Betrug gefallen lässt. Der sozial gerechte Schulz jedenfalls trifft keine Anstalten zu verhindern, dass der Arbeiter über den Löffel balbiert wird. Der Dieselskandal muss Wahlkampfthema werden.

Re: Wer zahlt den Dieselschwindel?

Abgeschickt von rene am 08.05.2017 08:29
"... Adolf (Volksmund für den Volkswagen) ..."
Hab ich zwar noch nicht gehört, dass das eine volksmundartliche Bezeichnung für den VW ist, aber naja. Kann ja auch regional bedingt sein.
Gefällt mir trotzdem nicht, denn welcher "Adolf" damit gemeint ist, liegt ja wohl auf der Hand. Und wenn der Name dieses Menschen jetzt als Synonym / Spitzname für ein Auto genutzt wird, da sehe ich doch irgenwo auch eine latente Verharmlosung des Namensgebers.
Sorry, aber ich meine, auch mit volkstümlichen / volksmundartlichen Bezeichnungen sollte man dann und wann kritisch umgehen und drüber nachdenken, ob man ihn selbst auch verwendet.
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