Streik für mehr Lohn bei VW-Slowakei – die richtige Antwort

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Streik für mehr Lohn bei VW-Slowakei – die richtige Antwort

Abgeschickt von Wiebke am 16.06.2017 12:37
Die Gewerkschaft in der Slowakei ruft für nächste Woche zum Streik bei VW für 16% mehr Lohn auf. Sie sagen, Streik - das bedeutet einen völligen Produktionsstopp in der Fabrik. Die Forderung nach 16% mehr Lohn ist eine offensive Forderung der Arbeiter, die sich gegen die niedrigeren Löhne in der Slowakei richtet. Für uns in Deutschland hört sich die Forderung nach 16% mehr Lohn echt viel an. In der Slowakei ist der Durchschnittslohn in der VW Fabrik bei 1800 €. Bei uns kriegt man (mit der Lohngruppe 8) 3378€. Wenn man das vergleicht, kriegen die VW-Arbeiter in der Slowakei nur 53% des Lohns in Deutschland. Der Lebenshaltungsindex liegt aber im Bezug auf Deutschland bei 79,8% (länderinfo.de) Das heißt, im Durchschnitt zahlt man in der Slowakei nur 80% der Preise in Deutschland. Damit wird deutlich, dass ihr Lohn weit unter dem von uns liegt. Das Angebot von VW 4,3% für dieses Jahr und 4% für nächstes Jahr plus eine Einmalzahlung von 350€ pro Mitarbeiter ist gerade mal etwas mehr als ein viertel der Forderung und nicht zu akzeptieren. Die VW Geschäftsleitung sagt, dass der Streik eine mangelnde Bereitschaft zu konstruktiven Verhandlungen sei. Nach der 11. Verhandlungsrunde und mit einem nicht zu akzeptierenden Angebot von VW ist es genau die richtige Antwort.
In dem VW Werk arbeiten 1200 Menschen und sie bauen den VW Touareg, den Audi A7, den VW up, den Skoda Citigo und den Seat Mii und die Karosse des Porsche Cayenne. Laut der Zeitung derstandart.at werden 99% der Produktion exportiert. Klar - wer kann sich schon für 1800€ im Monat ein neues Auto kaufen?
Ich finde es ist genau richtig, sich nicht auf den Weg mit „VW zusammen aus der Krise“ einzulassen. Das bedeutet nichts anderes als dass die Krisenlasten auf die Bevölkerung abgewälzt werden._Ich finde es genau richtig, dass wir für unsere Rechte kämpfen. Deswegen sollten wir den Kampf der Kollegen in der Slowakei unterstützen. Meine volle Solidarität haben die Kollegen. Ich werde das als IGM Vertrauensfrau bei VW auch weiter bekannt machen.
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