Nuklearwaffen

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Nuklearwaffen

Abgeschickt von Rene-G am 09.09.2016 21:52
https://www.rf-news.de/2016/kw36/09.09.16-nordkorea-hat-nuklearbombe-getestet

Der neuester Nuklearwaffentest der Nordkoreanischen Führung zeigt erneut auf, dass nichts losgelöst betrachtet werden kann.

Wir wissen schon längst, was für unabsehbare Folgen solche Waffen nicht nur für den Menschen und den Weltfrieden, sondern auch und besonders für die gesamte Natur, zu der der Mensch ja gehört, haben können. Deshalb gehört das Thema auch immer wieder erneut in ein Forum wie dieses hier, um die Problematik immer und immer wieder zur Sprache zu bringen.

Und dazu gehört dann auch die Feststellung, dass es für Mutter Natur vollkommen unerheblich ist, ob diese Waffen von Nordkorea, Iran, USA oder von wem auch immer verwendet werden. Diese Waffen gehören unwiederruflich vernichtet und Neuproduktion in allen Staaten der Welt verboten.

Und noch eins gehört dazu: solch ein Text zeigt erneut, dass auch Nordkorea alles andere als ein kommunistisches Land ist. Ein Land, das wirklich kommunistisch ist, wird nicht mal ansatzweise in Erwägung ziehen, Massenvernichtungswaffen einzusetzen.
Nordkorea ist eben nicht, wie es unter in meinen Augen weltfremden Gesichtspunkten in der Vergangenheit auch hier im (alten) Forum behauptet wurde, ein kommunistisches Land und wenn ich mich recht erinnere, hatte die RF über den wahren Charakter von Nordkorea mal einen guten Artikel gebracht. (Da war die rede von einem "kim-il-sung-ismus oder sowas ähnlichem)

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von r am 18.10.2016 18:38
Der Krieg in Syrien, das Massensterben der dort lebenden Menschen, nicht nur in Aleppo, geht täglich weiter. Immer mehr zeichnet sich ein Kräftemessen der sogenannten Weltmächte (USA vs. Russland) ab. Dass die USA sich derzeit scheinbar zurückhält, hängt wohl mit dem dortigen Wahlkampf zusammen und dürfte somit auch eine Art Zugeständnis an den Friedenswillen eines großen Teils auch der US-Bürger sein.

Was passiert nach der Präsidentenwahl im Weißen Haus? Unabhängig davon, ob der künftige Präsident der USA nun Mr. Trump oder Mrs. Clinton sein wird. Hat überhaupt schon mal jemand ernsthaft diese Fragestellung behandelt?

Die Gefahr eines 3. Weltkriegs ist zum Greifen nahe, nicht umsonst sowohl die Stationierung von NATO-Truppen an der russischen Grenze, nicht umsonst das aggressive Vorgehen Putins, der sich nicht unberechtigt von der NATO provoziert fühlt, dessen Politik aber ebenso wie die Politik der NATO-Staaten vom proletarischen Standpunkt aus abzulehnen ist.

Es geht in Syrien schon längst nicht mehr nur um den Kampf von Assadgegnern und Assad-Truppen, schon längst nicht mehr nur um den IS, der zudem durch den aufopferungsvollen Kampf von kurdischen und anderen Kämpfern immer mehr in die Defensive gerät.
Nein, es geht in Syrien um das Kräftemessen der Großmächte. Die, wenn es zu einer direkten, unmittelbaren Konfrontation kommt, auch vor dem Einsatz von Atomwaffen nicht zurückschrecken werden.

Mit katastrophalsten, unabsehbaren Folgen für die Menschheit und die gesamte Natur.

In den Auseinandersetzungen der letzten Wochen spielt der Krieg in Syrien, eine der wichtigsten Ursachen für die Flüchtlingsströme, kaum bis gar nicht eine Rolle.
Nicht der Krieg an sich und gleich gar nicht der Zusammenhang Krieg - Umweltzerstörung. Dass dieser Zusammenhang besteht, dürfte aber klar sein.
Es gibt massig Beispiele dafür.

Diese, wahrhaftig existenzbedrohenden Fragen scheinen aktuell zugunsten von - sicher ebenso wichtigen - anderen Themen in den Massenauseinandersetzungen leider keine Rolle zu spielen und selbst unter ansonsten fortschrittlichen Leuten in meinem Umfeld komme ich mir immer wieder wie ein Exot vor, wenn ich das Gespräch auf die Notwendigkeit einer nicht vorhandenen Massenbewegung gegen den Krieg in Syrien (zu Zeiten des US-Kriegs in Irak gab es sowas ...) und auf die Thematik Krieg-Umwelt bringe. Naja, für diese Themen lass ich mich gerne als Exot anschauen ;)



Grüße aus dem (entgegen der Darstellung in den Massenmedien) gar nicht so braunen Dresden

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Peter Ahrens am 19.10.2016 11:28


Sicher einiges richtig !
Nur vergisst "r", dass sowohl Putin als auch die US-Regierung (im Moment noch Obama)aber auch Clinton nicht im geringsten daran denken, einen Krieg mit Atomwaffen zu führen. So blöd ist keiner von beiden (bei Trump bin ich mir allerdings nicht sicher). Aber auch er wird sehr schnell, sollte er in Weiße Haus einziehen, erkennen, dass Politik nicht so funktioniert, wie er im Wahlkampf Glauben machen will.
Man sollte also keine voreilige Panikmmache betreiben. Es ist schließlich nicht das erste mal, dass sich die SU/jetzt Russland und die USA in irgendeinem "Stellvertreterkrieg" gegenüber stehen.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Patrick Vögelin am 19.10.2016 19:32
Ich denke dass man aufpaasen muss was passiert denn ich will nicht ein 2. Hiroshima und Nagasaki erleben das wäre verheerend für unsere Nachgeneration die das alles ausbaden müssten darum bin ich der Meinung dass man die Atombomben zerstören sollte und niemehr eine bauen dafür haben wir die Atomkraftwerke kleine Ironie

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Peter Ahrens am 20.10.2016 09:34
Vom Grundsatz her absolut richtig.
Nur wer macht den ersten Schritt ? Zu viele haben Atomwaffen. Und unterschiedliche Ziele werden damit verfolgt. Wie kann man Staaten wie Pakistan, Indien, Nordkorea, Israel dazu bewegen ihre A-Waffen zu vernichten ? ich sehe da in absehbarer Zeit keine Möglichkeiten.
Auch andere Gesellschaftssystem in diesen Ländern würde wohl nicht ändern. Wir müssen vorerst wohl oder übel mit A-Waffen leben und hoffen, dass sie nie eingesetzt werden.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von rene am 20.10.2016 15:42
"Man sollte also keine voreilige Panikmmache betreiben" - ?????

Mit Panikmache habe ich nichts am Hut, aber wieso ist es Panikmache, wenn die Gefahr eines Atomkriegs gerade in solchen zugespitzten Zeiten wie der unseren auch beim Namen genannt wird?

Ich vergesse NICHT, "dass sowohl Putin als auch die US-Regierung (im Moment noch Obama)aber auch Clinton nicht im geringsten daran denken, einen Krieg mit Atomwaffen zu führen."
Ich vergesse das deshalb nicht, weil ich nicht weiß, ob diese Leute daran denken.
Im Gegensatz dazu ist es andererseits gefährlich, vor der Gefahr die Augen zu verschließen, allein mit der Annahme dass "die" ja nicht so blöd seien würden.
Schon so mancher Staatsführer (dass ich hier das Wort "Führer" mit verwende, hat durchaus seinen Sinn) konnte ungehindert seine aggressive Politik verfolgen, weil viele meinten, so blöd sei er doch nicht, "das" zu tun.

Und selbst wenn es so wäre, dass weder der "Chef" in Moskau noch der "Chef" in Washington gar nicht an den Einsatz von A-Waffen denken, was wie gesagt keiner von uns mit Sicherheit sagen kann, da gibt es dann trotzdem noch andere Atommächte, die sich wohl im Falle offenen Kriegs zwischen den großen Weltmächten gern einmischen werden, um eigene Machtgelüste zu befriedigen. Und selbst wenn Putin und / oder Obama/Clinton/Trump vor einem tatsächlichen Einsatz von A-Waffen absehen, so gibt es doch andere, denen ich es ohne weiteres zutraue, dass sie ein solches gigantisches Kriegsverbrechen begehen würden. (Ich denke da z.B an den "Chef" in Pjöngjang)

Ich halte die Tatsache, dass solche Gedanken wie die von mit hier ausformulierten als "Panikmache" abgetan werden, nicht nur von Peter Ahrens sondern von vielen, für eine wesentliche Ursache dafür, dass es derzeit keine Massenbewegungen gegen den Krieg gibt. Weil wohl zuviele denken: "ist ja weit weg" oder "zu uns wird's schon nicht kommen"

Nebenbei: A-Waffen werden ständig weiterentwickelt, schon die Test´s, in Wüsten oder unter Wasser im Ozean, haben bereits heute unabsehbare Spätfolgen, die zum Teil wohl erst noch eintreten werden. Anders formuliert: auch so ein Test ist - genau genommen - bereits ein Einsatz. Noch nicht zum unmittelbaren, sofort sichtbaren Schaden für die Menschen, aber unbedingt zum Schaden der Tier- und Pflanzenwelt, der gesamten Mutter Natur.

Rene ("r")

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Peter Ahrens am 21.10.2016 09:08
Rene

Natürlich stimmt das was Sie sagen. Natürlich bleibt immer eine gewisse Unabwägbarkeit, die schließlich doch jemanden der Zweit oder Dritt-Mächte dazu verführt, doch mal den "Knopf" zu drücken. Insoweit bleibt das Kriegsrisko in der Tat bestehen. Nur bin ich der Auffassung, dass sich auch diese "Führer" darüber im Klaren sein müssen, dass sie damit ihr Land wohl zerstören werden, denn die USA/Russland werden das nicht tatenlos hinnehmen.
Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Szenario niemals eintreten wird.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Jens-Uwe am 21.10.2016 18:09
>>Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Szenario niemals eintreten wird.<<

Ausser zu hoffen oder zu beten oder einfach zu vertrauen gibt es aber auch noch die
Möglichkeit aktiv den Kampf gegen die räuberischen Kriege und die Gefahr des 3. Weltkrieges an zu kämpfen.
Und dabei kommt es wohl auch sehr darauf an, dass auch in diesem Kampf, wie im Umweltpolitischen Kampf gerade die Industriearbeiter aktiv werden.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Wolfgang am 23.10.2016 20:27
Es ist sehr gut, dass die Gefahr eines weltweiten Atomkrieges, die seit vielen Jahren besteht, hier konkret angesprochen wird.
Der Atomkrieg ist seinem Wesen nach auch die mutwillige, extrem gewaltsame Zerschlagung der Einheit von Mensch und Natur.
Die Argumentation: „ … die werden doch nicht so wahnsinnig sein ...“ , die gab es zur Genüge und unberechtigt auch schon vor dem ersten und vor dem zweiten Weltkrieg!
Wegen der hochgradigen Kybernetisierung und Automatisierung der militärischen Systeme ist ein Krieg heute sogar ausgelöst durch technische Defekte oder Hackeraktivitäten vorstellbar.
Daher ist der Kampf für den Frieden untrennbarer Bestandteil des Kampfes gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur.

Noch eine Bemerkung zum Wahlkampf von Donald Trump.
Ich halte alle Tendenzen, ihn als neureichen Egomanen hinzustellen und abzutun, der sich zum Glück durch seine Escapaden genügend selbst disqualifiziert,
für falsch und auch gefährlich.
Er verbreitet und verankert in der Gesellschaft der USA und nicht nur dort, den Wahlkampf als Hilfsmittel nutzend, jene ultrareaktionären Positionen, die von Teilen des Monopolkapitals schon seit Jahren entwickelt wurden, für den Fall, dass die globale Umweltkatastrophe in ihrer vollen Härte hereinbricht.
Näheres dazu kann man nachlesen im Buch „Katastrophenalarm“ im Kapitel IV/1 unter der Überschrift „Imperialistisch-ökonomistische Machtpolitik“.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Reiner Müller am 31.10.2016 12:09
Rene-G am 09.09.2016 21:52
Und noch eins gehört dazu: solch ein Text zeigt erneut, dass auch Nordkorea alles andere als ein kommunistisches Land ist. Ein Land, das wirklich kommunistisch ist, wird nicht mal ansatzweise in Erwägung ziehen, Massenvernichtungswaffen einzusetzen.
Was hat Kommunismus mit Landesverteidigung zu tun?
Noch eine Frage zur KVDR - wie viele Staaten hat die KVDR bisher überfallen?

Peter Ahrens am 20.10.2016 09:34
Zu viele haben Atomwaffen. Und unterschiedliche Ziele werden damit verfolgt.
Wie kann man Staaten wie Pakistan, Indien, Nordkorea, Israel dazu bewegen ihre A-Waffen zu vernichten ? ich sehe da in absehbarer Zeit keine Möglichkeiten.

Diese Liste ist sehr Kurz, wo bleiben die restlichen Atom-Waffen Staaten? - Die Frage für einen MLPD Mitglied - wie kann man den Imperialismus dazu bewegen, die Atomwaffen abzuschaffen?
Wer hat als erster Staat Atombomben eingesetzt und warum?

Jens-Uwe am 21.10.2016 18:09 Das würd ich ebenso sehen. Hoffen und beten sind schlechte Ratgeber und bringen keinerlei Veränderungen.
Nur wenn die Produktionsmittel dem Volk gehören können Änderungen geschaffen werden.
Marx,Lenin,Engels und Stalin haben dies bereits frühzeitig erkannt.

Peter Ahrens am 21.10.2016 09:08
Wer oder was gibt der USA oder Russland das Recht über andere Länder zu bestimmen?
Die 2 Staaten mit dem größten Arsenal an Atomwaffen haben das Recht anderen Staaten zu diktieren was sie zu tun und zu lassen haben?

Wenn ich mir die Foren-Beiträge so ansehe muss ich sagen, dass nur Mainstream-Propaganda beschönigt wird.
Ein Frage an die MLPD Foren-Mitglieder: Warum sollte ein Land wie Nordkorea ein anderes Land überfallen? Nordkorea ist ein kommunistisches Land !!!
Nur einen Grund !!!!!!
Warum bedrohen die USA Nordkorea (Sanktionen, milit.Bedrohung usw.) Der selbsternannte Weltpolizist mit einer riesigen Militärmaschinerie bombardierte das kleine Nordkorea in Schutt und Asche.
Es gibt auf der Erde nach 1945 nur noch einen Kriegsverbrecher und dieser mir zunehmend agressiever.
Was ich hier lese sind Wunschträume oder besser Utopien. Der Kapitalismus wird nie auf senen Profit verzichten, denn Profit (Neudeutsch "Wachstum") ist die Lebensgrundlage des Kapitalismus.
Die Weltweiten Kriege des Imperialismus erinnern schon an einen 3.Weltkrieg (Afgahnistan,Irak,Lypien usw.) nur die Austragungsorte sowie die Durchführung sind anders.
Als "Angriffswaffe" sind Atombomben unbrauchbar, als Defensivwaffe bieten sie einen gewissen"Schutz". Ein radioaktiv verseuchtes Land ist für den Agressor wertlos.
Kriege brechen auch nicht einfach aus wie oft vermittelt werden soll. Kriege werden vorbereitet und haben kurz zusammengefasst nur ein Ziel, mehr Profit, mehr Macht.
`Diese Ziele sind z.B. für das kommunistische Nordkorea völlig abwegig.
Die Gründe, also dass WARUM kann man bei Marx und Lenin nachlesen.

reiner





Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Rene-G am 01.11.2016 19:02
@ reiner:
Du fragst speziell mich:

"wie viele Staaten hat die KVDR bisher überfallen?"

Gar keine. Allerdings ist das nicht der einzige Maßstab dafür, ob ein Land nun kommunistisch ist oder nicht.

Ich schrieb weiter oben: "Ein Land, das wirklich kommunistisch ist, wird nicht mal ansatzweise in Erwägung ziehen, Massenvernichtungswaffen einzusetzen." ,
und daran halte ich fest. es ist nun mal ein Fakt, dass auch Nordkorea Atomwaffentests betreibt. Und die Atomwaffen hat auch ein Kim bestimmt nicht nur um des Besitzens willen. Jeder Besitzer einer Waffe hält sich mehr oder weniger offen auch immer die Option des Einsatzes dieser Waffen offen, alles andere ergibt keinen Sinn.

Der für mich wichtigste Punkt ist aber der des Idealbildes von einem "kommunistischen Land". Wohlgemerkt: kommunistisch, schon nicht mehr nur sozialistisch. (Sozialismus = Übergangsstadium zum Kommunismus, der klassenlosen Gesellschaft - hier stark verkürzt geschrieben)

Ich sags mal mit meinen eignen Worten (und nebenbei: ich bin parteilos, setze mich gern mit MLPDlern und auch mit anderen über wichtige Dinge auseinander)
Eine klassenlose Gesellschaft kennt keine Unterschiede mehr zwischen den Menschen, alle sind gleichberechtigt, alle leben unter den gleichen Bedingungen auf höchstem Standard.

Jetzt schau mal nach Nordkorea: die Staatsführung lebt auf hohem materiellen Niveau. Die Volksmassen, gerade in ländlichen Gebieten fern der Hauptstadt nicht. Da gibt es Armut. Das ist nicht wegzureden, denn darüber berichtet nicht nur BILD.


Ein kommunistischer Staat erhebt auch die vollkommene Einheit der gesamten Natur (Menschen - Tiere - Pflanzen usw.) und deren unbedingten Schutz und Erhalt zum Prinzip. Wir wissen heute weltweit, dass die Atomenergie, ob nun für friedliche oder kriegerische Zwecke, diesem Schutz und Erhalt unversöhnlich gegenübersteht. Atomenergie ist nicht beherrschbar.

Du wirst wohl beim Lesen merken: ich bin Idealist. dazu stehe ich.



Kriege brechen nicht aus, schreibst du, das stimmt. Kriege brechen nicht einfach mal aus wie ein Neturereignis, Kriege werden begonnen, und da ein Krieg nach Clausewitz nichts anderes ist als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, verfolgt ein Krieg immer die Interessen desjenigen, der ihn begonnen hat.

Du schreibst: "Der selbsternannte Weltpolizist mit einer riesigen Militärmaschinerie bombardierte das kleine Nordkorea in Schutt und Asche." - Stimmt, das ist die Masche der USA und das haben sie schon oft gemacht. Korea, Vietnam, Japan (Hiroshima/Nagasaki) Irak usw.



"Es gibt auf der Erde nach 1945 nur noch einen Kriegsverbrecher und dieser (wird) zunehmend agressiever." - Damit meinst du ja wohl auch die USA.
Da sag ich: stimmt nicht.

Sind das, was der IS tut, keine Kriegsverbrechen???
Sind die russischen Angriffe auf Aleppo und das Massensterben von Kindern, das Zerstören von Krankenhäusern KEINE Kriegsverbrechen???
Geschahen im Jugoslawienkrieg keine Kriegsverbrechen??? Zählen nicht auch unwiederbringliche Zerstörungen von Kulturschätzen (nicht nur durch die USA, auch u.a. durch die Taliban und den IS) unter die Kategorie "Kriegsverbrechen"? Ich könnte noch weiter aufzählen. Bringt nichts, die Beispiele sollten genügen. UND: alle aufgeführten Beispiele sind NACH 1945 geschehen bzw. geschehen noch.

Ich nehme die USA nicht in Schutz, im Gegenteil. Neben dem bestialischen Völkermord an den Juden durch Nazideutschland und dem vorhergegangenen Völkermord durch deutsche Kolonialtruppen im damaligen "Deutsch-Südwestafrika" stehen die USA mit ihrem Völkermord und Vertreibung an den Indianern mit ganz vorn in der Rankingliste und auch die bisher einzigen Atomwaffeneinsätze im Krieg gehen auf das Konto der USA und passen irgendwie mit in diese Kategorie. Ich nenne auch die Türkei und ihrem Völkermord an den Armeniern und den Völkermord des IS an den Jesiden.
(Nein - ich stelle hier keine Wertung auf und nein, ich verharmlose auch nicht ansatzweise den Hitlerfaschismus (auch wenn mir das, wenn ich genau diese Dinge benannt habe, schon unterstellt wurde), jedes dieser Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist gleich schlimm und barbarisch und jegliche Wertung nach dem Motto: "dieser Völkermord war schlimmer als der andere" wäre eine Verhöhnung der Opfer)

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Peter Ahrens am 02.11.2016 10:33
Rene-G zeigt es sehr deutlich auf, woran die Welt krankt. Aber als "Idealist" weiß er auch, dass der Kommunismus nicht das allein selig machende ist. Diese Gesellschaftsforum ist in der Welt bis auf ein, zwei ernst zunehmende Länder längst auf dem Müll der Geschichte gelandet.
Ganz andere Formen des Zusammenlebens ohne "Zwangsbeglückung" sind heute gefragt.
Die Menschheit muss schlicht und ergreifend zu Einsicht kommen, dass es in allen Lebensbereichen so nicht weiter gehen kann, will sie auch noch die nächsten Jahrhunderten überleben.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Maritte Friedrich am 03.11.2016 13:43
Es wäre sehr schön, wenn die Menschheit zu dieser Einsicht käme. Leider nur teilt sich diese Menschheit in Klassen:in Ausbeutet und Ausgebeutete. Erstere leben mit profitablen Gewinnen sehr gut und auch am Kriegsgeschäft lässt sich ordentlich verdienen. Der andere und wesentlich größte Teil muss leider immer noch seine Arbeitskraft verkaufen, um zu überleben. Einsicht ist schon da, nur mangelt es dem ersten Teil am Wollen und ddem zweiten Teil an Organisation, Zusammenschluss und vereinheitlichte Denkweise.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Peter Ahrens am 04.11.2016 10:54
Sicher in der Gesamtheit mag das zwar stimmen, insbesondere in den Entwicklungsländern. In den westlichen Ländern dürfte das aber kaum Konsens sein. Da lässt sich offenbar die Arbeiterklasse, die Werktätigen gerne "ausbeuten", hat sie doch ein relativ gutes Leben mit hohem Lebensstandard dabei.Lebt in Freiheit, kann hinfahren wohin sie will (vorausgesetzt sie hat das nötige Kleingeld), wird nicht bevormundet und gegängelt. Jeder ist, soweit das möglich ist, für sein "Glück" selbst verantwortlich. Natürlich gibt es gerade auch in Deutschland viel Armut, Abgehängte, die nicht teilhaben an der Lebensqualität der meisten. Für die muss mehr getan werden. Ob das in einer globalen Welt ausgerechnet der Sozialismus sein kann, bezweifele ich stark nach dem Debakel 89/90.
Ohne die nötige Einsicht der Menschheit wird das nichts werden. Und die kann man lernen. Wenn man von klein auf (im Kindergarten, in der Schule) daraufhin wirkt, dass nur ein gedeihliches Miteinander uns Menschen überleben lässt wird das in 50-100 Jahren Früchte tragen. Der Sozialismus/Kommunismus ist da keine Alternative mehr. Neue Gesellschaftssystem müssen gefunden werden.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Maritte Friedrich am 07.11.2016 15:59
Welche neu erfundenen Gesellschaftssysteme sollten das denn sein? In 50- 100 Jahren ist der Umschlag in die globale Umweltkatastrophe viell. soweit fortgeschritten, dass die gesamte Existens der Menschheit bedroht ist, wenn weiterhin ohne Rücksicht auf Verluste produziert wird. Schon heute erleben wir diese Bedrohung...Zunahme der Unwetter und Katastrophen, Umweltverschmutzung und Vernichtung der Lebensräume. Millionen Menschen weltweit sind bereits auf der Flucht. Wie lange kann man sich noch davon abschotten und Zeit zum Ausklügeln neu erfundener Modelle nehmen, ganz zu schweigen davon, wie sie umsetzbar wären. Es ist jetzt notwendig zu handeln und gegen dieses Debakel anzugehen. "Rettet die Erde vor der Profitgier!"...denn Profitgier wird nicht durch Einsicht verschwinden.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Pedro am 08.11.2016 14:54
"Sozialismus oder Barbarei" fragte Rosa Luxemburg, zwar in einem anderen Zusammenhang.
Dieses Motto gilt heute für die Umweltfrage.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Das Moderatorenteam am 11.11.2016 09:14
Vom Moderatorenteam:
Wir haben verschiedene Beiträge in diesem Thema wieder zurückgezogen, weil sie nicht mehr den Regeln des Forums entsprechen. Hier geht es um das Thema "Nuklearwaffen". Wer zu etwas anderem etwas sagen möchte muss ein neues Thema aufmachen. Alle Themen müssen sich aber auf das Gesamtthema des Forums beziehen.
Und das heißt "Strategiedebatte im Kampf um die Einheit von Mensch und Natur" auf Basis des Buchs „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ von Stefan Engel.

Selbstverständlich ist es gut über die Frage des Gesellschaftssystems und des Sozialismus zu diskutieren. Und es ist natürlich nahelegend, dass man da immer wieder auf die Frage einer Alternative zum Kapitalismus und des Sozalismus kommt.
Aber auch das sollte in Zusammenhang mit dem Hauptthema stehen. Das Buch weist ja nach, dass es im Kapitalismus nicht mehr möglich ist, die drohende Umweltkatastrophe aufzuhalten. Und es zeigt auch welche konkreten Fortschritte die Umweltpolitik in früheren sozialistischen Ländern gemacht hat, aber auch was wir aus Fehlern die da gemacht wurden, lernen müssen.

Wer hier diskutieren will, sollte sich mit solchen Fragen auch sachlich auseinandersetzen.
Unabhängig davon ob jemand die o.g. Aussagen des Buchs richtig oder falsch findet, gilt immer:
Wenn Beiträge in persönliche Angriffe übergehen und nicht mit sachlichen Argumenten geführt werden, werden wir diese nicht veröffentlichen.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Wolfgang am 12.11.2016 19:30
Bisher wurden Atomwaffen nur einmal eingesetzt, nämlich von den Vereinigten Staaten von Amerika in Verfolgung ihrer imperialistischen Interessen.
Spekulationen, wer aus welchen Gründen mit welcher Wahrscheinlichkeit in der Zukunft Atomwaffen einsetzen könnte, helfen nicht politisch und schon gar nicht umweltpolitisch weiter.
Dass die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen nicht durch die breiten Massen demokratisch, sondern faktisch durch die Regierungen der mächtigsten (kernwaffenbesitzenden!) Mächte überwacht wird, zeitigt alle nachteiligen Folgen, die das haben muss.

Zur dialektischen Betrachtung des Themas Atomwaffen gehört auch, dass zumindest in den vergangenen 30 Jahren durch die sogenannte friedliche Nutzung der Kernenergie der Einheit von Mensch und Natur mehr Schaden zugefügt wurde als durch Kernwaffen.
Ich beziehe mich nicht nur auf Tschernobyl und Fukushima, sondern auch auf die kleinen, daher zumindest teilweise vertuschbaren Störfälle.
Auch ist der Schaden, der durch Einsatz von Uranmunition in sogenannten konventionellen Kriegen, die nur strahlt, für Menschen und Umwelt entsteht, nicht zu vergessen.
Wieder einmal zeigt es sich, dass der Kampf für den Frieden und für eine saubere Umwelt völlig untrennbar sind.


@ Peter Ahrens

Es ist doch auffallend, das diejenigen, die den Sozialismus/Kommunismus verwerfen, die die Engelssche Schrift „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“ wegwerfen (nicht kritisieren, schon gar nicht widerlegen, sondern einfach wegwerfen!) , gefragt nach der Alternative , mit Versatzstücken des UTOPISCHEN Sozialismus um die Ecke kommen.
Dessen Blütezeit vor ca. 200 Jahren endete mit dem Kommunistischen Manifest von Marx und Engels.
Der Ansatz, dass man durch eine Art „Super-Waldorf-Pädagogik“ der Kapitalistenklasse die Profitgier aberziehen könne, gehört in die Welt des utopischen Sozialismus, sie hat in der realen kapitalistischen Gesellschaft keine Basis.
Tatsächlich wird in unseren bürgerlichen Schulsystem doch jeder auszugebende Cent kritisch beäugt, ob er denn auch wirklich nötig und sinnvoll ist im Interesse der Herrschenden.
Das lernt man schon durch Mitarbeit in einer Elternvertretung, man muss kein Lehrer sein.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Peter am 25.11.2016 23:48
@Peter Ahrens
Ich verstehe diese Diskussion nicht:

- Wenn Russland, wie vor wenigen Wochen geschehen, eine Notstandsübung mit 40.000.000 (in Worten: vierzig Millionen!) Teilnehmern durchführt, bei der der Bevölkerung die nächsten Schutzräume gezeigt wurden usw.

- wenn Russland andererseits seine Bürger im Ausland aufgefordert hat, nach Russland zurückzukehren und zwar ausdrücklich auch mitten im Schuljahr und gegebenenfalls ein Studium im Ausland abzubrechen

und wenn all dies damit begründet wird, dass ein Atomkrieg mit den USA drohe,dann kann man es, glaube ich, nicht "Panikmache" nennen, dass wir tatsächlich am Rande eines Atomkrieges gewandelt sind! Zu erinnern ist auch daran, dass Killary Clinten im Wahlkampf den Russen, denen sie den Hack ihres E-Mail-Accounts anlastete, ohne allerdings den geringsten Beweis dafür zu bieten, mit militärischen Schlägen gedroht hat. Soweit ich das auf den wenigen US-Seiten beurteilen konnte, die ich zu der Zeit besucht habe, haben auch viele Amerikaner das genauso gesehen und wahrscheinlich hat das zumindest bei einigen dazu geführt, Trump zu wählen, der ja schon im Wahlkampf gesagt hatte, dass er das Verhältnis zu Russland wieder verbessern wolle. Und tatsächlich hat sich die Situation ja seitdem wirklich spürbar entkrampft.

Fakt ist, die USA haben rund um Russland einen Raketenschild aufgebaut und waren (und sind vielleicht sogar immer noch) der Meinung, in dessen Schutz einen atomaren Erstschlag führen zu können. Wegen dieser Wirkung gab es ja ursprünglich einen ABM-Vertrag zwischen den USA und der UdSSR, um die Destabilisierung des Gleichgewichts des Schreckens zu verhindern. Diese ABM (Raketenabwehr) Systeme sind aber zwar in der Lage, anfliegende ICBM (Interkontinentalraketen) zu zerstören, bevor es zu einer Atomexplosion kommt, aber die Radionukleide der Sprengköpfe dieser Raketen werden dabei nur in die Atmosphäre freigesetzt, die keine Grenzen kennt. Alles was sie bewirken ist also, dass sie aus einer "sauberen" Bombe eine "schmutzige" Bombe machen. Nichts zeigt besser, wie unglaublich unfähig die Politiker, aber auch die Militärs sind und dass man diese Fragen nicht den Spezialisten überlassen darf.

Re: Nuklearwaffen

Abgeschickt von Harald Wilhelm am 18.10.2018 08:06
Zu dieser Diskussion moechte ich Folgendes anmerken: Ich bin weiss Gott kein Freund der Regines von Syrien, Iran, Nordkorea usw.aber: die zwei groessten Kriegstreiber sind doch die USA und Russland.Solange dies so ist, werden Kriege unvermeidlich sein.Und es muss endlich klipp und klar gemacht werden, dass imperialisten Demokrstie und Menschenrechte schnurzpiepe sind. Es geht um rein wirtschaftliche und militaerische Interesse.Dies muss die jeweilige Zivilbevoelkrrung mit dem Leben, der Natur und somit der Lebensgrundlagen bezahlen. Was nicht rewaehnt wird, ist die Rolle der EU und insbesondere unserer Bundesregierung. Mit Waffenexporten und unverantwortlicher Kriegsunterstuetzung wird ja hinreichend unterstrichen, dass von deutschem Boden wieder Krieg ausgeht. Sich von Kapitalismus und Imperialismus zu befreien, das ist eine Angelegenheit der Voelker fuer sich.
Dass die Reaktion in Deutschland merkt, wie das Ansehen der MLPD waechst, zeigt sich durch Beschneidung der Demokratischen Rechte und Freiheiten. In diesem Sumpf fuehlen sich Faschisten gut geschuetzt.
Es wird erst im echten Sozialismus keine Kriege mehr geben!
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Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?

Katastrophenalarm! Immer mehr lokale und regionale ökologische Katastrophen drangsalieren die Menschheit. Sie kennzeichnen einen Prozess des beschleunigten Umschlags der Umweltkrise in eine globale Umweltkatastrophe.

Weil ihre Hauptursachen in der kapitalistischen Profitwirtschaft liegen, erfordert die Umweltfrage heute einen gesellschaftsverändernden Kampf. Dazu brauchen wir eine neue Umweltbewegung, die einen klaren Trennungsstrich gegen den imperialistischen Ökologismus zieht, sich organisiert, kämpferisch, zielstrebig und weltumspannend gegen die mutwillige Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen durch die Herrschenden Front macht.

So ist das Buch ausdrücklich eine Streitschrift, die sich in die Strategiedebatte um die Lösung der Umweltfrage einmischt und unmissverständlich positioniert.

 

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