Unwetter in Asien und Europa

Zurück zu Strategiedebatte im Kampf um die Einheit von Mensch und Natur

Unwetter in Asien und Europa

Abgeschickt von Rene-G am 01.06.2016 23:05
Neulich behandelte (auch) rf-news das Thema "Unwetter in Asien und Europa"
Wenn ich das richtig sehe, ist rf-news/RF die einzige Presse, die die Hauptverursacher an der begonnenen weltweiten Umweltkatastrophe benennt.
Allein schon in Deutschland sind die Auswirkungen schlimm, weltweit betrachtet sind sie verheerend.
Ebensowenig, wie es für uns die Aufteilung von Menschen in Nationalitäten geben sollte (getreu dem von mir vollumfänglich unterstützten Slogan „Meine Nationalität? - Mensch“) , darf es ein Umterscheiden zwischen Naturkatastrophen hier oder dort geben. Weil es nur eine Natur gibt.

Auch in meinem Heimatbundesland Sachsen gab es in den vergangenen Tagen wieder – neben BaWü und Bayern – Auswirkungen der Neturkatastrophe. U.a. Sclammlawinen im Kirnitzschtal in der Sächsischen Schweiz. Die immer wieder ganz besonders von derartigen Auswirkungen betroffen ist.

Und gerade heute, auf Arbeit war auch ich betroffen – darüber, wie schnell sich doch manche Leute auch an sowas gewöhnen, selbst bei sowas eine Gleichgültigkeit an den Tag legen, die eigentlich unvorstellbar ist.
Das ist leider kein Witz.
Das ist tatsächlich so – nämlich die Feststellung von ein paar Kollegen, dass doch solche Dinge wie die Schlammlawinen im Kirnitzschtal, die Überschwemmungen in BaWü usw. inzwischen normal seien. Und das das halt so ist. Und dass es uns ja nicht passieren kann wie in andern Gegenden, wo alles großflächig überflutet ist …

Wohl gemerkt, da war „von Gegenden“ die Rede, nicht von den Menschen, die darunter leiden und wirklich alles verlieren außer das nackte Leben – und viele verlieren selbst das

Nun ja, letzteres hat mich nun nicht mehr verwundert – woher soll bei Leuten, die in PEGIDA- und AfD-Manier gegen Flüchtlinge hetzen, auf einmal Mitgefühl für nichtdeutsche Opfer der Naturkatastrophe kommen … :(

Und um es nochmal eindeutig festzuhalten – die, die sowas von sich geben, sind (auch) Industriearbeiter. Und ich denk mir manchmal: irgendwo im MLPD-Progarmm heißt es sinngemäß, dass die Industriearbeiter die führende Kraft sein sollen.

Ganz ehrlich – von solchen Industriearbeitern wie denen, die sowas wie das hier von mir geschilderte vertreten, will ich gar nicht geführt werden. Da hätte ich Angst, dass meine Ideale von einer von Ausbeutung und Unterdrückung befreiten Gesellschaft, mein Ideal von einer intakten Natur – dass all das, was mir lebenswert erscheint, aber noch nicht erreicht ist, auf der Strecke bleiben.




Re: Unwetter in Asien und Europa

Abgeschickt von Wolfgang am 16.07.2016 21:55
Das von der "führenden Rolle der Industriearbeiterschaft" resultiert unter anderen daraus, dass Marx und Engels im Kommunistischen Manifest nachgewiesen haben, dass nur die Arbeiterklasse der herrschenden Bourgeoisie von einem revolutionären Standpunkt gegenübersteht.
Das heist garnicht, dass sich alle Industriearbeiter dieser Sache bewusst sind, im Ergebnis des Kampfes zwischen der herrschenden kleinbürgerlichen Denkweise und der sich entwickelnden proletarischen Denkweise ist das derzeit eine aktive Minderheit.
Aber wegen dieser richtig aufgezeigten Probleme ist ja Resignation die ganz falsche Reaktion, sondern im Gegenteil muss man doch in Sachen Kampf gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur aktiv werden.

Re: Unwetter in Asien und Europa

Abgeschickt von Rene-G am 18.07.2016 22:02
Resignation wäre die ganz falsche Reaktion, dem stimme ich zu.

Und deshalb werde ich auch weiterhin mit jedem zusammenarbeiten, der gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur was tun möchte. Egal ob Industriearbeiter oder nicht. (Natürlich klammere ich bei diesem "mit jedem" Faschisten aus.) Und wenn dann z.B. ein Studierter, der kein Industriearbeiter ist, der Geeignetste ist, die Führung in diesem Kampf zu übernehmen, dann werde ich mich bestimmt nicht dagegen aussprechen

Re: Unwetter in Asien und Europa

Abgeschickt von Wolfgang am 21.07.2016 20:49
Ja, die breite Zusammenarbeit auf antifaschistischer Grundlage ist ein wichtiger Aspekt in der Umweltarbeit.

Man darf nur nicht die Augen davor verschliessen, dass es bald prinzipielle Probleme gibt, wenn jemand mit kleinbürgerlichen Führungsanspruch die Führung übernimmt, das zeigen die sozialen und politischen Kämpfe der letzten Jahrzehnte.

Re: Unwetter in Asien und Europa

Abgeschickt von Peter Ahrens am 22.07.2016 10:37
Klaro, Wolfgang, hat recht ! Es geht nur mit fortschrittlichem Gedankengut. Kleinbürgerlicher Führungsanspruch führt nur zu Verbesserung der kapitalistischen Kräften. Das muss mit aller Macht verhindert werden. Hoch dem internationalen Sozialismus !!

Re: Unwetter in Asien und Europa

Abgeschickt von Rene-G am 22.07.2016 14:30
Es scheint mir hier eine absolut geltende Entgegensetzung von "Studierten" und "Industriearbeitern vorzuliegen.

Ich habe geschrieben: "... ein Studierter, der kein Industriearbeiter ..." ist
Daraus wird bei euch sofort das "prinzipielle Problem eines kbgl. Führungsanspruches"

Natürlich gibt es das Problem mit dem kbgl. Führungsanspruch, der nicht wegdiskutiert werden darf.

Von vornherein jedem Studierten gleich den kbgl. Führungsanspruch zu unterstellen, halte ich für bedenklich. Das wäre nämlich dasselbe, wie wenn jemand sagen würde, dass alle Industriearbeiter fortschrittlich wären und das dem nicht so ist habe ich in meinem hier vorliegenden Eingangsbeitrag geschildert. Wolfgang spricht sogar von einer "aktiven Minderheit".

Und ich weiß genau, dass auch in euerer Partei Studierte und andere Nicht-Industriearbeiter sind. Und bei prinzipieller Eignung würde ich auch bei diesen Mitgliedern nicht zögern, ihnen die Führung zu übertragen. Wahrscheinlich ist das sogar schon so in der Praxis. Also egal, ob Industriearbeiter, Professor oder was auch immer - die Denkweise ist entscheidend und eine prolet. oder kbgl. Denkweise liegt nicht automatisch durch einen Berufs- oder Studienabschluß vor.

Und die breite Zusammenarbeit auf antifaschistischer Grundlage ist nicht nur EIN wichtiger Aspekt in der Umweltarbeit, sondern gerade in der Umweltarbeit ist es DER wichtigste Aspekt.


Re: Unwetter in Asien und Europa

Abgeschickt von Wolfgang am 24.07.2016 20:43
Ja, ein automatischer Zusammenhang zwischen Ausbildung UND Tätigkeitsbild einerseits und Denkweise andererseits besteht natürlich nicht, so einfach war und ist die gesellschaftliche Entwicklung denn doch nicht.

Das heisst aber nicht, dass keine gruppenspezifischen Abhängigkeiten erkennbar wären.
Beispiel: Das Tätigkeitsbild von jungen angestellten Klinikärzten im Schichtdienst und der Überwachungstätigkeit von Arbeitern im Schichtdienst nähert sich durch Organisationsprinzipien, Überwachungselektronik, EDV-Erfassung durchaus einander an.
Aber welcher Arzt möchte mit einem Facharbeiter verglichen werden (!)
Jedoch ist auch dieses im Fluß - noch vor 20 Jahren sprach man beim "Marburger Bund" mit fast heiligem Schauer von einer ärztliche Ständevertretung; heute geht aber doch schon der Begriff "Ärztegewerkschaft" glatt über die Lippen .......


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