Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

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Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von Werner am 11.09.2014 19:59
Wie passt der umweltbewusste Sozialismus in der Ex-UDSSR mit der Zündung einer 50 Megatonnen TNT - Atombombe (gleich 3846 Hiroshima-Atombomben), entwickelt von SACHAROW und gezündet ueber der Arktisinsel NOVAJA ZEMLYA am 30.Oktober 1961, die "Zarenbombe", geworfen aus einem Flugzeug. Ein perverses Geschehen und Verbrechen an der unberührten Natur. Die mächtigste Explosion der Menschheitsgeschichte war unerwartet unglaublich gewaltig. Die Zarenbombe explodierte damals in 4 Kilometern Höhe und führte wie alle solche Bomben zum radioaktiven "Fall Out" mit fruchtbaren Auswirkungen auf Mensch und Natur. Es gab damals radioaktiven Regen, Menschen starben an Krebs.

Die US-AMERIKANER zündeten am 1 . März 1954 auf dem Bikini-Atoll eine 15 Millionen Tonnen TNT (gleich 1153 Hiroshima-Atombomben). Der radioaktive "Fall Out" war damals entsetzlich.

Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von Wolfgang am 17.09.2014 13:03
Die von Werner gelieferten Beispiele von Atomtests durch den sowjetischen Sozialimperialismus bzw. dem amerikanischen Imperialismus zeigen NOCH ein weiteres mal das menschenverachtende Wesen des Imperialismus.

Allerdings begannen einige Kräfte schon in der noch sozialistischen Sowjetunion auf die bis heute riskante Atomtechnologie zu setzen.
Die gesellschaftlichen Zusammenhänge sind in dem Buch "Katastrophenalarm" besonders unter IV. 5. abgehandelt.

Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von Janixk Lehnert am 09.11.2014 06:36
Der "Wahnsinn des kalten Krieges" würde ich sagen. Keine Weltmacht hätte auf eine solche Aufrüstung verzichten wollen, jedoch tat die Sowjetunion mit der Einrichtung von Systemen wie der "Toten Hand" oder dem drohen von Gegenreaktionen das bestmögliche um den Weltmacht Status zu erhalten. Politik ist halt oft nicht so einfach und naiv/nur positiv. Vor allem nicht der Sozialosmus

Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von Uwe am 09.11.2014 19:13
@ Jannix "Wahnsinn des kalten Krieges", falsch liegst du ja wohl, der Sowjetunion in diesen Zeiten noch Sozialismus zu unterstellen. Die atomare Hochrüstung wurde von Chruschtschow in die Wege geleitet. Dazu hat er alle Generäle aus der Zeit des großen Vaterländischen Krieges vorher mit Intrigen beseitigt, hat den Sozialismus beseitigt, wenn er ihn auch in Worten beibehalten hat. Der atomaren Hochrüstung ging also der Verrat am Sozialismus voraus.

Bisher hat nur der US-Imperialismus auf die zwei Städte Hiroshima und Nagasaki Atombomben abgeworfen, mit der zynischen Begründung, es gehe darum, das Leben amerikanischer soldaten zu retten. Es war wohl eher die Furcht davor, dass die UdSSR in Japan einmarschieren und sich dort ein sozialistisches System entwickeln würde. Für China war es ja abzusehen, dass dort die Volksbefeiungsarmee unter der KPChinas siegen würde.

Die USA, Frankreich, Großbritannien, Israel, Indien, Russland haben zusammen immer noch soviele atomare Waffen, dass hiermit die Weltbevölkerung mehrere Male vernichtet werden könnte und auf Jahrtausende, wenn nicht länger unbewohnbar wäre.

Im Buch "Katstrophenalarm" wird sowohl auf die Frage der Atomwaffen wie auf die sogenannte friedliche Nutzung der Atomenergie eingwegangen und die Abschaffung aller atomaren, chemischen und biologischen Waffen gefordert wie auch die Stillegung und Beendigung aller Atomaanlagen weltweit, unter anderem wegen der jahrtausendelang existierenden Strahlung
durch Atommüll, mal ganz abgesehen von den Katastrophen in Three Miles Island,USA,
Tschernobyl(Ukraine) und Fukushima(Japan), wovon letzeres strahlendes Material über den Pazifik in sämtliche Ozeane verstreut. Die Ursache ist nicht 'Kalter Krieg', sondern die Profitgier der Energiemonopole, die ihre Machenschaften sehenden Auges verrichten.
Grüße
Uwe

Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von Rene-G am 10.11.2014 17:20
"Die atomare Hochrüstung wurde von Chruschtschow in die Wege geleitet."

Das sehe ich nun doch anders.
Wie Du, Uwe, richtig schreibst, hat bisher nur der US-Imperialismus auf die zwei Städte Hiroshima und Nagasaki Atombomben abgeworfen. Damit war auch SEITENS DER USA mit der atomaren Bedrohung anderer Staaten begonnen worden. Aufgrund der Furcht, dass die UdSSR in Japan einmarschieren und sich dort ein sozialistisches System entwickeln würde. Das war 1945, der Verrat am Sozialismus in der UdSSR stand also noch bevor.
Die Tatsache, dass die USA über einsatzfähige Atomwaffen verfügten und es als wahrscheinlich galt, dass sie diese auch weiterhin einsetzen würden, führte für die UdSSR zur Notwendigkeit, sich ebenso mit Atomwaffen zu versorgen, um ein mindestens gleichwertiges Gegengewicht an Kriegsgerät zu bekommen. Das war in der konkreten Situation unverzichtbar.
Also ist der BEGINN der atomaren Wett- oder Hochrüstung ins Jahr 1945 zu datieren, später wurde das dann, auch unter Chruschtschow, weitergetrieben.
Das heißt aber auch, dass Chruschtschow nicht DER Schuldige schlechthin war für das atomare Wett- und Hochrüsten und schon gar nicht war er der einzige Schuldige daran.


Die Behandlung der Atomwaffenthematik in dem Buch Katastrophenalarm ist unbedingt richtig. Die Abschaffung aller atomaren, chemischen und biologischen Waffen UND IHR GENERELLES WELTWEITES VERBOT ist eine Kernforderung, die nur durch den internationalen Kampf durchgesetzt werden kann.
Dasselbe gilt natürlich auch für die sogenannte friedliche Atomernergie.

Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von uwe am 10.11.2014 18:28
@ rene
Es ging nicht darum, Chruschtschow als den allgemein Schuldigen darzustellen, sondern als den, der das Programm für atomare Interkontinentalraketen in der SU voran getrieben hat. Das alles unter der heuchlerischen Maske der "friedlichen Koexistenz". In Wirklichkeit ging es um knallharte Konkurrenz als aufsteigende imperialistische Macht. Erster Schritt die Abschaffung des Sozialismus, worauf du nicht eingehst. Der hingerichtete Geheimdienstoffi- zier Penkowski berichtete ausführlich in seinem Tagebuch, er wurde unter Chruschtschow in einem geheimen Prozess hingerichtet, damit es keine Debatte über die Hochrüstung mit Interkontinentalraketen gab. Dass Chruschtschow eben den Sozialismus abgeschafft hat, ist dir keine Zeile wert. Dies führt dann dazu, dass man dessen Heuchelei einer friedlichen Außenpolitik auf den Leim geht.
Die Folge dieser wahnwitzigen atomaren Aufrüstung waren ja unter anderem auch der Atomunfall von Majak, der Region, die heute wegen ihrer bestehenden Verstrahlung entgegen dem Willen der Bevölkerung dort den europäischen Atomenergiemonopolen als Platz für ihren Atommüll angeboten wird.
Du gehst auch nicht darauf ein, dass er sämtliche Generäle aus der Zeit des Großen Vater-ländischen Kriegs mit Intrigen verjagt hat. waren das einfach nur Zufälle?

Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von Rene-G am 11.11.2014 17:40
Uwe: "Erster Schritt die Abschaffung des Sozialismus, worauf du nicht eingehst."
Ich, vorher: "Das war 1945, der Verrat am Sozialismus in der UdSSR stand also noch bevor." (Zitat Ende) --- Bin ich also nicht auf den Verrat am Sozialismus eingegangen? Natürlich, eine längere Ausführung habe ich nicht gemacht, dazu ist a) schon oft auch hier im Forum diskutiert worden, und b) ist hier, an dieser konkreten Stelle, nicht der Platz.

Uwe: "... der das Programm für atomare Interkontinentalraketen in der SU voran getrieben hat. Das alles unter der heuchlerischen Maske der "friedlichen Koexistenz""
Ich, vorher: "Die Tatsache, dass die USA über einsatzfähige Atomwaffen verfügten und es als wahrscheinlich galt, dass sie diese auch weiterhin einsetzen würden, führte für die UdSSR zur Notwendigkeit, sich ebenso mit Atomwaffen zu versorgen, um ein mindestens gleichwertiges Gegengewicht an Kriegsgerät zu bekommen. Das war in der konkreten Situation unverzichtbar." (Zitat Ende) --- Dass das Wett- bzw. Hochrüsten mit ehrlichem Friedenswillen (auf allen Seiten) nichts zu tun hat, das glaubte ich, nicht besonders erwähnen zu müssen, weil ich die Erwähnung derartiger Selbstverständlichkeiten für nicht notwendig hielt. Hab mich wohl geirrt.
Ich betrachtete das hier nur im historischen Kontext. Um knallharte Konkurrenz als aufsteigende imperialistische Macht ging es Chruschtschow, mag sein, aber selbst wenn er oder ein anderer nach Stalin - der GARANTIERT ebenfalls auf die US-Bedrohung mit A-Waffen mit atomarer Aufrüstung geantwortet hätte - in einem vielleicht weiterhin sozialistischen Staat gelebt und gewirkt hätte, wäre - leider !!! - die Aufrüstung nötig gewesen. Weil ein einseitiger Verzicht darauf in der knallharten Auseinandersetzung Sozialismus - Imperialismus selbstmörderisch gewesen wäre.
Und darauf gehst du wiederum nicht ein, auch nicht darauf, dass die Problematik, wie von mir benannt, bereits 1945 ihren Anfang nahm als BEGINN der atomaren Wett- oder Hochrüstung. Ausgehend von den USA, notwendigerweise beantwortet durch die SU unter Stalin. Zunächst seitens der UdSSR unter sozialistischen Bedingungen, später unter den Bedingungen als "aufsteigende imperialistische Macht".
Aber hier nochmal ganz glasklar: Ich verteidige nicht das Atomwaffenprogramm und hab das nie auch nie getan.

Uwe: "Du gehst auch nicht darauf ein, dass er sämtliche Generäle aus der Zeit des Großen Vaterländischen Kriegs mit Intrigen verjagt hat."

Ob er das getan hat, weiß ich nicht, der Geheimdienstoffizier Penkowski und sein Tagebuch sind mir ebenfalls nicht bekannt.


Der Atomunfall von Majak ist eines von inzwischen vielen Beispielen, und wohl auch eines der gravierendsten, neben Hiroshima und Nagasaki (beides allerdings keine Unfälle sondern bewusster Massenmord), dass Atomenergie mörderisch und nicht beherrschbar ist. Unabhängig vom jeweiligen Gesellschaftsystem. Dass in einer zukünftigen sozialistischen Gesellschaft die Atomenergiefrage gelöst sein wird, davon gehe ich einfach mal aus. Dass vor einem Dreivierteljahrhundert, vor 1945, auch im damals noch bestehenden Sozialismus auch die Atomenergie als Alternative betrachtet wurde, mangels Erfahrungen, kann man niemandem aus jener Zeit vorwerfen.

Ach ja, neben Majak ist auch Tschernobyl zu nennen; die Reaktorkatastrophe und ihre Folgen für Mensch und Natur sollte auch zunächst vertuscht werden. Mit sozialistischen Prinzipien hatte auch das nix zu tun.

Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von Uwe am 12.11.2014 16:43
rene:

Die Hochrüstung mit atomar bestückten Interkontinentalraketen wurde sehr wohl von Chruschtschow betrieben und alle führenden Militärs in der Sowjetunion, die dagegen waren, wurden mit Intrigen aus dem Amt vertrieben.

Chruschtschow ersetzte den proletarischen Internationalismus als Huapseite der Außenpo- litik der Sowjetunion, ja des sozialistischen Lagers durch die "friedliche Koexistenz" als Haupt-seite. Die USA gaben darauf die passende antworrt, indem sie in die SU mit Spionageflug-zeugen eindrangen(Affäre Powers.
die "friedlioche Koexistenz", wie sie chruschtschow benutzte, bezeichne ich gerade wegen der atomaren Hochrüstung als Heuchelei. In Wirklichkeit richtete sich dass gegen Revo- lutionen insbesondere in ehemals kolonialen Ländern. Chruschtschow meinte, "ein Funke kann einen Steppenbrand entzünden", dass sei sehr gefährlich und bezog sich z.B. auf die damals bestehende Bewegung gegen den Kolonialismus wie im Kongo, die vom US-Imperialismus u. Belgien brutal unterdrückt wurden. Er dienerte sich also einerseits dem US-Imperia- lismus an, andrerseits bereitete sich auf den Kampf um die Weltherrschaft, aber nicht des Sozialismus vor.

Was die Umweltpolitik angeht, so wurde das Waldministerium, was unter Stalin betand, 14 Tage nach dessen Tod aufgelöst. Es ging darum, dass die Bürokraten nach dem Gewinn aus der Ausbeutung des Wald lechzten, während vorher streng darauf geachtet wurde, dass er seine Funktionen zum Schutz vor Polarstürmen und als Feuchtigkeitsspeicher beibehielt. Das war eine vorausschauende Politik gewesen, die jetzt aus Profitstreben aufgegeben wurde. Wird in der Studie "Katastrophenalarm ..." erläutert, erhältlich beim Verlag Neuer weg und auch im Buchhandel gelistet.
Man kann diese Änderungen nur verstehen, wenn man auch das Motiv, das Streben der Büro- kraten nach Gewinn und dann auch einem Leben im Luxus begreift. Auch die Frage der Umwelt hängt also mit dem fortdauernden Klassenkampf im Sozialismus zusammen.

Oleg Penkowskij: 'Geheime Aufzeichnungen' war hochrangiger Offizier des Außernnachrichtendienstes der UdSSR und beschreibt in seinem Tagebuch auch die dekadente Lebensweise der höheren Kader und Kinder höherer Kader, denen er immer Luxusartikel von seinen Dienstreisen mitbringen musste, damit sie in ihren Kreisen damit protzen konnten.
(Kap. 7: Die großen Tiere), im folgenden ab S. 253 zur UdSSR-atombewaffnung. er beschreibt auch den Kult, den Chruschtschow um sich selbst betrieb.
Zum Verräter an seiner revisonistischen Heimat wurde er, weil er sich vom Westen, England und den USA insbesondere einen noch größeren Erfolg für sich selber erhoffte und gleichzeitig der Illusion erlag, eine atomare Konfrontation größten ausmaßes durch seinen Verrat zu verhindern. Bezeichnend ist seine Darstellung, welche kleinbürgerliche Denk- und Lebensweise sich unter den Bürokraten entwickelt hatte und ganz unverblümt geäußert wurde, wenn sie sich unter ihresgleichen fühlten.
Diese Weltanschauung der kleinbürgerlichen Bürokratie hatte natürlich entsprechende Auswirkungen, sobald diese Schicht entfesselt war und das Parte-, Staats- und wirtschaftsruder in die Hand bekommen hatte. auch in der Frage der Wechselbeziehung von wirtschaft und Natur.
Man sollte sich diese Lehren genau betrachten, denn die arbeiterfeindlichen Strömungen auch in der Umweltpolitik lasten ja solche Sachen wie unter chruschtschow dem angeblich noch existierenden Sozialismus an und betreiben so das Geschäft der Monopole heute. Eine Perspektive zum Sozialismus, in dem die Beziehung von Mensch und Natur auf eine höhere, völlig neue Stufe soll so unmögich erscheinen.

Soweit erst mal

Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von Werner am 26.07.2015 12:49
Ich habe mal früher eine Wirtschaftswissenschaftliche Vorlesung ueber Umweltoekonomik gehört und da wurde gesagt, dass demokratisch geführte Länder wie Kalifornien vor 1990 einen weitaus besseren Umweltschutz betrieben haben als die diktatorisch geführte DDR mit dem uebel verschmutzten Bitterfeld und die UDSSR. Woran liegt das ? Kalifornien war schon immer kapitalistisch und wies einen wesentlich besseren Umweltschutz auf als dir sozialistischen Länder des Ostblocks ? Oder liegt es einfach daran, dass im Hinblick auf das politische System der Grad des Umweltschutzes umso besser ist, je mehr Einfluss die arbeitende Bevölkerung auf wichtige politische Entscheidungsprozesse hat ? In einer Diktatur der Angst und Einschüchterung kann es keinen Umweltschutz geben.
Der Kapitalismus als Wirtschaftssystem betrachtet alles Lebendige, alles Leben, ja die gesamte Biosphaere des Planeten Erde als auszubeuten profitables Geschaeftsfeld. Und das ist fatal.

Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von uwe am 29.07.2015 11:13
@ Werner:

Fahr mal nach Kalifornien und beobachte, wie auf 4-spurigen Autobahnen - jede Richtung massenweise Autos mit je nur einer Person morgens in Städten wie Los Angeles oder San Diego zur Arbeit fahren. Was soll an solch einer Umwelt- und Ressourcenverschleuderung und -vergiftung denn gute Umweltpolitik sein? Von San Diego aus kann man die Smogwolke im Gebiet von Los Angeles mehr als 100 km entfernt mit bloßem Auge sehen. Alles Folge der rücksichtslosen Erdölförderung dort.
Jetzt hat Kalifornien eine immense Dürre. Die Privatverbraucher werden aufgefordert, ihren Rasen nicht mehr zu sprengen und Dickblattgewächse haben Hochkonjun
ktur. Aber es wurde nicht ein einziger Golfplatz gesperrt, die verbrauchen sehr viel Wasser. Kalifornien ist dabei, einen Süßwassersee in den kommenden Jahren komplett zu verbrauchen, und was dann? Außerdem können selbst einzelne Umweltschutzgesetze die Klima-katastrophe nicht abwenden, wenn nicht wirklich der CO2-Ausstoß weltweit massiv gesenkt wird, was bisher auf allen diesbezüglichen internationalen Konferenzen mit nichtsagenden allgemeinen Erklärungen auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben wurde. Solche Politik ist schlicht und einfach verbrecherisch, besonders gegenüber den kommenden Generationen.
Soweit zur kapitalistischen Logik und der Umwelt. Kalifornien ist ein gutes Beispiel für Geenwashing, nicht für Umweltschutz.

Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von Bernd am 31.07.2015 15:12
Hallo Werner,

seit wann kann die Bevölkerung im Kapitalismus über die Umweltpolitik demokratisch entscheiden? Meine Erfahrung ist: Im Kapitalismus wird alles von oben vorgegeben und Wahlversprechungen gehen selten in Erfüllung.

Und sehr viele Menschen glauben, dass man die Politiker durch Demonstrationen, Wahl der Linkspartei und Sachargumente zur Einsicht bringen kann?

Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von Peter am 25.11.2016 23:16
@ Werner
Das erklärt sich doch einfach aus der technischen Überlegenheit der USA, die wiederum zumindest zunächst aus der längeren kapitalistischen Entwicklung erwuchs. Auf der anderen Seite führte aber auch die schon auf Marx zurückgehende Idee der Planwirtschaft (deren Sinn eigentlich nur in der Überwindung des Marktes bestand, die sich aber viel einfacher realisieren lässt) im Zusammenhang mit dem Problem der Akkumulation im Sozialismus zu dessen technischer Unterlegenheit:

- Die erstere führt durch den gesellschaftlich und technisch unsinnigen personellen Aufwand der Planungsbürokratie zu einer Verteuerung der Produktion, die unweigerlich zur ökonomischen Unterlegenheit gegenüber dem Kapitalismus führt.

- Die letztere führt zu gesellschaftlichen Ungleichgewichten zwischen den Produktionsbereichen (bei Marx: Abteilungen der Produktion) und damit zur zwingenden Notwendigkeit des Marktes (die aber schon in der Planung der Produktion angelegt ist und auch tatsächlich in der sozialistischen ökonomischen Wissenschaft zur Forderung nach der Vereinigung von Planwirtschaft mit der Marktwirtschaft führte) oder, wenn man dieses Problem löst, zu einer Verlangsamung der Entwicklung und darüber zur technischen Unterlegenheit.

Das Schlimme ist, dass diese Probleme der sozialistischen Theorie immer noch nicht wahrgenommen werden, wodurch im Grunde nur dasselbe System noch einmal angestrebt wird, was aber natürlich für viele Menschen wenig Attraktivität besitzt und mit Sicherheit wieder scheitern würde.

Re: Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein

Abgeschickt von Vladimir am 25.06.2017 09:33
Neunzehnhundert siebzehnte...

übrigens das Jubiläum der Revolution! Vor hundert Jahren gab es ein Ereignis verändert die
Weltgeschichte. das Jahr 1917.

Kommunismus, Lenin und Sichel. Alles, was war und was passiert ist. Kostenlose Bildung, Armee U-Boot und kreuzen den Menschen mit dem Schimpansen. Ein ganzes Jahrhundert vergangen.

Katalog der wichtigsten Ereignisse der sowjetischen 1917-2017.
http://1917.gq/de/deindex.htm
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Katastrophenalarm! Immer mehr lokale und regionale ökologische Katastrophen drangsalieren die Menschheit. Sie kennzeichnen einen Prozess des beschleunigten Umschlags der Umweltkrise in eine globale Umweltkatastrophe.

Weil ihre Hauptursachen in der kapitalistischen Profitwirtschaft liegen, erfordert die Umweltfrage heute einen gesellschaftsverändernden Kampf. Dazu brauchen wir eine neue Umweltbewegung, die einen klaren Trennungsstrich gegen den imperialistischen Ökologismus zieht, sich organisiert, kämpferisch, zielstrebig und weltumspannend gegen die mutwillige Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen durch die Herrschenden Front macht.

So ist das Buch ausdrücklich eine Streitschrift, die sich in die Strategiedebatte um die Lösung der Umweltfrage einmischt und unmissverständlich positioniert.

 

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