Stalin

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Stalin

Abgeschickt von Sebastian Kuhn am 11.09.2009 21:29
Auf der Homepage der MLPD steht:

"Marx, Engels, Lenin, Stalin und Mao Tsetung verkörperten im besonderen Maße den Kampf um die Ziele der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung."

Bei allem was recht ist - aber wenn Stalin im besonderen Maße den Kampf umd die Ziele der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung verkörpert hat, dann will ich diese Ziele lieber nicht kennen... Bei Lenin und Mao würde ich darüber noch streiten, aber Stalin hat in der Reihe nun wirklich überhaupt nichts zu suchen. Beim besten Willen...

Grüße.

Re: Stalin

Abgeschickt von jürgen am 13.09.2009 22:20
warum hat stalin da nihts zu suchen??

ER HAT aus einem bauernstaat ein imperium geschaffen , und er hat nur das land und das volk gesehen und nicht dabei an sich gedacht , währendessen seine nachfolger manche ideale verkauften

Re: Stalin

Abgeschickt von Uwe.K am 17.09.2009 13:27
"Stalin-Wahrheit"

"6 Millionen Menschen sterben Hungers in der Sowjetunion"
Chicago American am 18.2.1935 v. Thomas Walker

Richtiger Name Robert Green, entlaufener Strafgefangener aus dem Staatsgefängnis von Colorado, gab vor Gericht zu, niemals in der Ukraine gewesen zu sein.

1953 erschien in den USA ein Buch mit dem Titel "Black Deeds of the Kremlin" (Die schwarzen Taten des Kreml), finanziert von in die USA geflüchteten ukrainischen Nazi-Kollaborateuren.

1986 erschien ein weiteres Buch von einem ehemaligen Agent der Desinformationsabteilung (Information Research Department (IRD)) des britischen Geheimdienstes, Robert Conquest, mit dem Titel "Harvest of Sorrow" (deutsch: Ernte des Todes) mit Fotos von hungernden Kindern, die nachweislich aus dem Jahre 1922 stammen - Folgen des Interventionskrieges gegen die Sowjetunion!
Dafür erhielt er 80.000 US-Dollar von der faschistischen Ukraine National Organisation, die 1942 in der Ukraine eine bewaffnete Bande zur Unterstützung der Nazis aufbaute und deren Mitglieder zum größten Teil als Polizisten, Hinrichtungskommandos, Partisanenjäger und örtliche Verwaltungsbeamte für die Gestapo oder die SS gearbeitet hatten.

Diese Organisation finanzierte auch 1986 den Film "Harvest of Despair" (deutsch: Ernte der Verzweiflung), der u.a. auf Conquests Material basiert. Zu jenem Zeitpunkt hatten die angeblichen Hungertoten der Ukraine bereits eine stattliche Zahl von 15 Millionen erreicht.

Robert Conquest, war der eigentliche Erfinder aller Mythen und Lügen, die nach dem Zweiten Weltkrieg Verbreitung fanden. Seine bekanntesten Bücher sind "The Great Terror" (Der große Terror) von 1969 und 1986 "Harvest of Sorrow". Danach sind nicht nur Millionen Menschen in der Ukraine Hungers gestorben, sondern ebenso in den Arbeitslagern des Gulag und im Zuge der Moskauer Prozesse 1936-38.

Quellen von Conquest sind geflüchtete Ukrainer in den USA, die den rechtesten Parteien angehören und die die Nazis im Zweiten Weltkrieg unterstützten. Viele sind bekannt als Kriegsverbrecher, die am Vernichten der jüdischen Bevölkerung in der Ukraine 1942 beteiligt waren, darunter der verurteilte Kriegsverbrecher Mykola Lebed, ehemaliger Sicherheitschef in Lwow während der deutschen Besatzung. Er wurde später von der CIA als "Informationsquelle" geführt.

Nicht zu vergessen: Solschenizyn, mit seiner unendlichen und allseits bekannten Sympathie für das ehemalige Zarenregime, die russisch-orthodoxe Kirche und seine pro-faschistischen Äußerungen, die ihn als antisozialistischen Propagandisten schließlich selbst in den Augen imperialistischer Meinungsmacher erheblich an Wert verlieren ließ.

E n d l i c h wurden nach dem Verschwinden der UdSSR die Archive geöffnet, die allen Todesopferspekulanten die endliche Bestätigung ihrer mühsamen Rechnereien verheißen hatte.
Aber plötzlich Grabesstille, Desinteresse und sichtliche Ignoranz in den sonst so "allwissenden" imperialistischen Massenmedien! Und das obwohl die herbeigeeilten Forscher dem imperialistischen Lager zuzurechnen sind, es sich um bürgerliche, zum Teil offen reaktionäre "Forscher" handelt!

Hier die deshalb fast unbekannten T a t s a c h e n, die diese "Forscher" an´s Tageslicht befördert haben:

1940 gab es 53 Arbeitslager und 425 Arbeitskolonien. In den Kolonien arbeiteten die "Gefangenen" mit kürzeren Haftstrafen, als weitestgehend gleichberechtigte Bürger in Fabriken oder auf dem Land und bildeten einen Teil der Zivilgesellschaft. Nur in den Lagern herrschte eine strenge Aufsicht.
Die Kolonien waren größtenteils landwirtschaftliche Gebiete, in die vorwiegend Kulaken (Großbauern) verbannt wurden die Kolchosfarmen überfielen, Bauern und Parteiarbeiter töteten, Felder anzündeten und Vieh abschlachteten, um Hungersnöte zu provozieren.
Von ca. 10 Millionen Kulaken wurden 1,8 Mill. verbannt oder verurteilt.

nach Robert Conquest:
1939 12 Mio. politische Gefangene in Arbeitslagern, nach Archivdaten 454.432
1937-39 3 Mio. tote politische Gefangene nach Archivdaten 166.424 Tote
1950 12 Mio. politische Gefangene nach Archivdaten 578.912

Insgesamt befanden sich nachweislich in den genannten Zeiträumen 2 bis 2,5 Millionen Sowjetbürger in Gefangenschaft, d.h. 2,4% der erwachsenen Bevölkerung.
1996 USA: 5,5 Millionen Gefangene, d.h. 2,8% der erwachsenen Bevölkerung.

Der prozentuale Anteil der Verstorbenen variiert im angegebenen Zeitraum zwischen 0,3% und 18%. Die Todesursachen waren im wesentlichen auf die allgemeine Mangelsituation im Lande zurückzuführen, insbesondere die medizinische Versorgungslage zur Bekämpfung von Epidemien. Das betraf damals allerdings nicht nur die Sowjetunion, sondern auch alle anderen entwickelten Länder. Erst mit der Erfindung des Penicillin während des Zweiten Weltkrieges wurde ein wirksames Mittel gegen ansteckende Krankheiten geschaffen.

Robert Conquest behauptet, die Bolschewiken hätten 12 Millionen politische Gefangene in den Arbeitslagern zwischen 1930 und 1953 getötet. Davon sei 1 Million bei den Säuberungen 1937 und 1938 umgekommen. Solschenizyn spricht gar von zig Millionen Toten in den Arbeitslagern, davon 3 Millionen allein 1937/38.
Nach Informationen, die im Februar 1990 der Presse freigegeben wurden, sind in den 23 Jahren zwischen 1930 und 1953 786.098 Menschen wegen Verbrechen zum Tode verurteilt worden, davon 681.692 in den Jahren 1937 und 1938.
Tatsächlich vollstreckt wurden 1937-38 ca. 100.000, der größte Teil wegen Verbrechen wie Mord oder Vergewaltigung.

Zu den "Säuberungen" von 1937:

Die Moskauer Prozesse waren der Endpunkt langjähriger Auseinandersetzungen mit Trotzki und seinen Anhängern, die die Beschlüsse der Partei, umgingen, sabotierten und grundsätzlich nicht die innerparteilichen Mehrheitsverhältnisse akzeptierten. Das führte schließlich zu Kampfmitteln jenseits offizieller Diskurse: Industriesabotage, Spionage für den potentiellen Kriegsgegner (Deutschland, Japan) und schließlich Landesverrat.
Es ging im Wesentlichen um die Verhinderung bzw. Vernichtung der sog. "5 Kolonne", die der Hitler-Faschismus auch in anderen okkupierten Ländern nachweislich installiert hatte.
Hier fielen - und das ist sehr bedauerlich !!! - auch durch Verleumdung, Irrtümern, Karrierismus u.ä. Unschuldige zum Opfer. Sie aber alle Stalin anzulasten ist sehr fraglich.

Weitere konterrevolutionäre Aktivitäten fanden in der Armee um Marschall Tuchatschewski statt, die eine Säuberung in der Roten Armee nach sich zog.

Conquest Horrorzahlen: 15.000 Offiziere und 20.000 Kommissare (d.h. die Hälfte der angeblich 70.000 Offiziere und politischen Kommissare der Roten Armee) wurden gefangen genommen und entweder hingerichtet oder zu lebenslanger Haft in den Arbeitslagern verurteilt.

Von den "Forschern" gefundene Fakten:
Im Jahre 1937 gab es 144.300 Offiziere und politische Kommissare in Armee und Luftwaffe.
1937/38 wurden 34.300 Offiziere und Kommissare aus politischen Gründen entlassen
1940 wurden allerdings 11.596 rehabilitiert und wieder in ihre Posten eingesetzt.
Nur ein geringer Teil wurde als Verräter verurteilt, während der Rest ins zivile Leben zurückkehrte.

Soweit nur ein kleiner "Einblick" in die wahren Tatsachen. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sollten nur zum Nachdenken anregen und dem unüberlegten "Nachplappern" langsam ein Ende bereiten.

Re: Stalin

Abgeschickt von Fabian am 18.09.2009 19:06
Hallo,
ich möchte in gewisser hinsicht in die selbe Kerbe einschlagen wie der Ersteller dieses Themas, aber natürlich nicht über die bürgerlichen Lügen bedienen, es geht mir eher darum, dass die linke Opposition (Bucharin, Trotzki usw. usf.) nun bekanntlich wirklich verfolgt wurden und z.T. getötet(vielleicht auch nicht, lasse mich dahin gerne belehren).
Mit Stalin war die politische Aussrichtung klar, erstmal weiter industrialisieren, und
dann mal Sozialismus aufbauen, nun das ist ja auch Lenins Theorie zum Weg eines unterenwickelten (nichtkapitalistischen)Landes zum Kommunismus, natürlich ein bisschen verkürzt dargestellt.
Damit habe ich auch kein Problem, aber zur Zeit Stalins war es möglich den bürokratischen Staat zu verhindern wie er 1956, nach Meinung der MLPD, entstanden ist, dies haben damals auch progressive Kräfte thematisiert, selbst Lenin vor seinem Schlaganfall.
Stalin hat diese Entwicklung nicht verhindert, da sehen ich es so, dass der bürokratische Staat schon zu Stalins Zeit entstand, er war auch Teil des neuentstanden bourgoisen Staatsapperat hat er ihn sogar mit aufgebaut. Der Aufbau des Sozialismus war damit schon 1924 vorbei.

Das alles ist erstmal nur kurz umrissen worum es mir geht. Daraus habe für mich die Lehre geschlossen, dass undemokratisch-zentralistische Mechanismen nicht entstehen dürfen, sondern sie unter demokratische Kontrolle zu bringen d.h. die politische und wirtschaftliche Macht liegt beim Volk, in Form von Räten, natürlich mit ständiger Abwählbarkeit der einzelnen Vertreter.
Die Verteilung der Ressourcen muss "leider" zentral ablaufen, aber soll unter demokratischer Kontrolle sein.
Damit finde ich ist der Rahmen geschaffen, das niemand sich bereichern kann.

"Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut."

Mit sozialistische Grüßen
Fabian

Re: Stalin

Abgeschickt von Gianpaolo Nogarole am 19.09.2009 11:12
Guten Tag,

ich glaube, da versuchen Menschen, Gräueltaten eines Diktators zu verneinen. Es erinnert mich stark an das Leugnen des Holocaustes einer ähnlich extremen Gruppierung.

Ich finde es erschreckend, das die gleichen Argumente wie bei den Nationalsozialisten herhalten müssen. Da werden besondere "Fortschritte" einer Gesellschaft aufgeführt als Rechfertigung für die "Beseitigung" Andersdenkender. Da war doch mal etwas mit Autobahnen und Vollbeschäftigung.
Woher kennen wir aus der Geschichte diese Vorgehensweise? Sie sind genauso extrem und verblendet wie die Anhänger der Rechten!!!

Des Weiteren finde ich Wahlplakate mit Slogans wie "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" oder "Freiheit für Palästina" einfach nur plump und nicht angemessen. Ausserdem, Deutschland plagen gravierendere aussenpolitische Probleme als die "Freiheit Palästinas".

Für mich sind sie, ähnlich wie die NPD, die DVU oder andere extreme Grüppchen, eine Ansammlung frustrierter Menschen, die in unserer Gesellschaft nicht angekommen sind und dies nicht akzeptieren möchten.

Freundliche Grüsse aus Bochum,
Dipl. Ing. Gianpaolo Nogarole (ja, ich weiss....bourgeoiser Ingenieur...)

P.S.: Merkwürdig finde ich nur, das sich alle Befürworter in diesem Forum nur hinter dem Vornamen verstecken, statt offen zu den eigenen Überzeugungen zu stehen, das ist schon ein Armutszeugnis und zeigt wie sehr Sie öffentlich für Ihre Überzeugungen eintreten.

Re: Stalin

Abgeschickt von Stefan am 20.09.2009 12:44
@ Moderator: zu den Ausführungen von "Gianpaolo Nogarole"

muss man, bei soviel vorangegangenen Argumenten, so einen Mist ins Forum stellen?
- außer Vorurteilen, Beschimpfungen und hohles Gequatsche (ohne Argumente/Beweise für oder zu irgendetwas). Was soll das in der Diskussion bringen? ich habe jedenfalls keine Lust mich mit solchem Schwachsinn zu beschäftigen!

Viele Grüße

Re: Stalin

Abgeschickt von Hermann am 20.09.2009 17:05
Sehr geehrter Herr Nogarole,

nachdem Sie es uns mal so richtig gegeben und tatsächlich kein Vorurteil ausgelassen haben, wünsche ich Ihnen alles Gute in ihrer heilen Kapitalisten-Welt!
Auf Ihre geballten Hetztiraden einzugehen erspare ich mir, weil es irgendwo Grenzen gibt. Außerdem ist Ihnen ja offensichtlich nur daran gelegen, Ihrer bürgerlich "demokratischen" Empörung Ausdruck zu verleihen! Selbst das ist in diesem unseren Forum möglich. Das unterscheidet uns von den bürgerlich "demokratisch" gelenkten Massenmedien, die es z.B. fertig bringen, Veranstaltungen mit ca 18.000 oder mehr Teilnehmern mit keinem Wort zu erwähnen, weil den Redakteuren die politische Richtung nicht passt. Diese Art von "Demokratie" und Pressefreiheit gönne ich Ihnen von Herzen!

Re: Stalin

Abgeschickt von Jürgen Binder am 20.09.2009 22:02
Hallo,

Deine Totalitarismus-Doktrin, die du hier aufmachst, verurteile ich zutiefst. Der Kommunismus ist unter keinerlei Umständen mit dem Faschismus gleichzusetzen. Fand doch Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft, anfänglich fast nur von kommunistischer Seite aus statt. Und die anderen politischen Kräfte (mit Ausnahme der Sozialdemokraten), ermöglichten gar die Machtergreifung der Nationalsozialisten.

Und bekanntlich paktierten England und Frankreich mit dem Dritten Reich (Münchener Abkommen 1938), wohlbegründet mit der Absicht, dass sich die Sowjetunion und das Dritte Reich in einen Krieg verzetteln, nachdem sich der geschwächte Sieger (Drittes Reich), in die kapitalistische Weltordnung einfügen ließe.Diesem Vorhaben wurde mit dem Nichtangriffspakt ein Riegel vorgeschoben.

Hier kommen wir zu einem weiteren Aspekt deiner ahistorischen Herangehensweise. Einte doch dasselbe ökonomische System (Kapitalismus), England, Frankreich und das Dritte Reich. Darüber solltest du mal nachdenken. Und Hitler hatte auch, bei amerikanischen Konzernen wie IBM eifrige Befürworter. Auch Henry Ford (überzeugter Antisemit), zählte zu den glühendsten Verehrern schlechthin.

Nun fanden zwar die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse statt, aber die amerikanischen Konzerne wie IBM, wurden nie wegen ihrer Teilnahme am Holocaust belangt.

Weiters finde ich Ansichten extrem, die da lauten: 3% (Kapitalisten)der ganzen Bevölkerung, hätten das Recht dazu, den Reichtum den die Lohnarbeiterschaft produziert und erwirtschaftet, bis zur Gänze zu kassieren.

Zum Schluß noch dies: Der Roten Armee unter Stalin gebührt der Verdienst, dass der Nationalsozialismus besiegt, ja ihm das Genick gebrochen wurde. Die Rote Armee trug die Hauptlast in diesem Krieg gegen die faschistischen Regime.

Gruß
Jürgen Binder (Proletarier)

Re: Stalin

Abgeschickt von Rolf Becker am 21.09.2009 04:32
Hallo!

Auch ich will hier ein Beitrag schreiben

1.Gab es eine Säuberung während der Zeit Stalin?
Ja sie gab es und sie waren auch notwendig gewesen, weil sich in der Partei KPdSU (B)
Feinde eingeschlichen haben die die Partei von innen heraus zerstören wollten
und das Rad der Geschichte rückständig zu machen um den Kapitalismus wieder herzustellen
deshalb war es eine Notwendigkeit.
2. Gab es auch unschuldige unter den Säuberungen?
Ja sie gab es!
3. Wurden diese Verleugnet bzw. werden sie heute noch geleugnet?
Nein!
„Im Jahre 1938 veröffentlichte das Zentralkomitee der KPdSU (B)eine Resolution über den Ablauf der Säuberung. Sie bekräftigte die Notwendigkeit der Wachsamkeit und der Repression gegen die Feinde und Spione. Aber sie kritisierte vor allem die „falsche Wachsamkeit“ gewisser Parteisekretäre, die die Basis angreifen, um ihre eigene Position zu sichern. Zu beginn der Resolution heißt es: „Das Plenum des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der UdSSR (Bolschewiki) schätzt ein , das es notwendig ist, die Aufmerksamkeit Der Parteiorganisationen und ihrer Führer auf die Sachlage zu lenken, dass
sie , wenn sie in im wesentlichen ihre Anstrengungen ganz auf die Säuberung ihrer Reihen trotzkistischen und rechten Agenten des Faschismus lenken, auch Irrtümer und ernsthafte Entstellungen begehen, die der Säuberung der Partei von Doppelagenten, Spionen und Saboteuren schaden. Trotz der Direktiven und wiederholten Warnungen des Zentralkomitees nehmen die Parteiorganisationen in Zahlreichen Fällen in zahlreichen Fällen eine völlig fehlerhafte Haltung ein und stoßen Kommunisten mit geradezu kriminellen Leichtsinn aus der Partei aus“ Quelle : Resolution and Decision of the CPSU: (Beschlüsse und Entscheidung der KPdSU) Ebenda S. 188.
„ Die Resolution signalisierte zwei große organisatorische und politische Probleme, die der Säuberung entgegenstanden. Die Existenz von Kommunisten, die einzig und alleine Karriere machen wollten, sowie die Existenz von infiltrierten eingeschleusten Feinde under den Kadern.
„Unter Kommunisten gibt es immer eine bestimmte Anzahl von Karriere-Kommunisten , die nicht aufgedeckt und enttarnt werden . Sie suchen Bedeutung zu erlangen und eine Beförderung zu erreichen, indem sie Parteiausschlüsse empfehlen und Mitglieder der Partei tadeln und angreifen; sie suchen sich gegen eventuelle Anklagen wegen mangelnder Wachsamkeit zu schützen, und zwar dadurch, dass sie undifferenzierter Weise Mitglieder der Partei tadeln und bekämpfen(...) Diese Art von Karriere-Kommunisten verbreiten immer in der Suche nach Vorteilen in unangemessener Form Panik in bezug auf Volksfeinde: Auf Parteiversammlungen sind sie immer bereit mit großem Trara den Ausschluß von Mitgliedern der Partei aus verschiedenen formalistischen Gründen oder grundlos zu fordern.“
„Mehr noch, in zahlreichen Fällen waren sie verdeckte Feinde des Volkes, Saboteure und Doppelagenten, die mit provokatorischen Zielen die Erhebung verleumderischer Anklagen gegen Mitglieder der Partei unter den Schein der „verstärkten Wachsamkeit“ orgarnisieren und aus der Partei ehrliche und der Sache ergebene Kommunisten auszuschließen suchen . Sie können so Schläge von ihrer eigenen Person abwenden und ihre Position in den Reihen der Partei behalten.(...) Durch repressive Maßnahmen wollen sie unsere bolschewistische Kader schlagen, Unsicherheit ausstreuen und übertriebene Verdächtigungen in unseren Reihen verbreiten.“

Teil zwei Folgt

Re: Stalin

Abgeschickt von Gianpaolo Nogarole am 22.09.2009 02:36
Ich werde den Eindruck nicht los, das man sich darüber empört, das ich einen Massenmord im Namen einer Doktrin verurteile!!! Das kann doch wohl nicht wahr sein, das Leute hier allen Ernster behaupten, Säuberungen wären notwendig. Wer um alles in der Welt gibt einzelnen das Recht, über das Leben anderer zu urteilen??? Und bevor hier wieder ein paar Leute mit Bush (abgewählt), Blair (zurückgetreten) und Sharon (ausser Dienst) anfangen....mit keiner Silbe habe ich den Einmarsch im Irak gebilligt, der Einsatz in Afghanistan ist jedoch von der UNO gebilligt...oder herrscht hier auch die Meinung, das wir die Afghanen sich selbst und damit Warlords und den Taliban überlassen sollten???
Und nur weil die Gulags laut sowjetischen Rechtes legal waren, sind sie in keinster Weise besser als die illegalen Gefängnisse der Amerikaner heute! Sie sind moralisch ebenso auf das schärfste abzulehnen. Sie messen mit zweierlei Maß Herr Sarpass. Ausserdem finde ich das Vorgehen gegen Unschuldige selber verachtenswert.
Soviel Kurzsichtigkeit ist erschreckend!!!
Ich lasse mir ungern Dinge in den Mund legen oder verdrehen, aber in diesem Forum scheint das ja nichts unübliches zu sein, vielleicht ein Klischee, welches extremen Kleinstgruppierungen anhaftet, welches ich hier aber zu 100% bestätigt sehe.
Beweisen Sie mir doch einfach mal das Gegenteil!!
Mit keinem Wort habe ich die Leistung der roten Armee herabgesetzt, auch das wieder eine Bestätigung des oben genannten Klischee.
Und das Münchener Abkommen, welches heute noch als absolutes Negativbeispiel für Appeasement-Politik gilt, sehe ich ebenfalls sehr kritisch, nur kann man mit dem Blick auf die Geschichte heute gross tönen, welch ein Fanal das war, wenn man es aus der damaligen Perspektive betrachtet, muss man sehen, das Europa die Augen vor einem erneut drohenden Kontinentalkonflikt verschlossen hat und damit hoffte, Deutschland zu besänftigen und weitere Territorialansprüche damit hinfällig würden (was sich leider als Trugschluss erwies).
Sie verurteilen diesen Pakt hier, erwarten aber, das die Welt Appeasement gegen die Taliban führt? Erklären sie mir diese bigotte Einstellung doch bitte mal, oder besser noch, erklären Sie sie den Afghanen (die ja schon unter der grossen Sowjetunion leiden mussten...kein Ton aber darüber...merkwürdig).
Im Übrigen möchte ich den Hitler-Stalin-Pakt erwähnen, der hier auch überhaupt keine Bemessung findet (grosse gemeinsame Interessen zwischen dem dt. Reich und der Sowjetunion). Des Weiteren war das Münchener Abkommen kein Pakt, sondern ein Abkommen, den Unterschied sollten sie sich anhand des Inhaltes des Hitler-Stalin-Paktes vergegenwärtigen, bevor Sie Dinge schreiben, die allein schon begrifflich nicht stimmen!!!
Und damit wir uns nicht missverstehen, zu behaupten, der Widerstand gegen die Nationalsozialisten sei fast nur von den Kommunisten ausgegangen, finde ich ungeheuerlich, damit werden die Opfer aller anderen Gegner des NS-Regimes geschmälert und ein Exklusivitätsanspruch behauptet, der einfach nicht der Wahrheit entspricht. Das das NS-Regime gerne Sabotageakte, egal von wem sie ausgeführt wurden, aus politisch-taktischer Sicht, den Kommunisten oder den Juden anhaftete, das wird auch nicht erwähnt.

Stefan, Sie müssen sich ja nicht mit mir streiten, wenn Ihnen das was ich schreibe nicht passt, dann schweigen Sie lieber und überlassen das Diskutieren Leuten, die auch etwas sinnvolles schreiben!
Vielleicht war meine Ausführung gegen "frustrierte" und "nicht in der Gesellschaft angekommene Menschen" unpassend und aus meiner Emotion heraus gesagt, das tut mir Leid! Aber ich kann es nicht so stehen lassen, das ein Massenmörder zurecht verurteilt wird (Hitler) und ein anderer (Stalin) auf ein Podest gestellt wird. BEIDE HABEN MILLIONEN MENSCHEN AUF DEM GEWISSEN UND MACHT BEIDE IN GLEICHEM MASSE SCHULDIG! Da zitiere ich gern einen Vers aus dem Koran: "Tötest Du einen Menschen, tötest Du die ganze Menschheit"

Hermann möchte ich im Übrigen mitgeben, das ich hier niemandem etwas "so richtig geben" will, sondern einfach nur von meinem Recht auf Meinungsäußerung gebrauch mache, welches mir laut Verfassung zugebilligt wird. Dieses und andere grundlegende Rechte gab es aber unter Stalin nicht, und die, die es doch taten, wurden Opfer der hier als allgemein notwendig angesehenen "Säuberungen". Und um Ihnen einfach mal ein Stückchen Realität zu geben, im NS-Rgime wurden Kritiker auf die gleiche Art und Weise zum schweigen gebracht, und das können Sie mir einfach nicht leugnen, das ist eine Tatsache, eine Schnittmenge zwischen beiden Systemen!!
Muss ich im Falle einer Machtergreifung der MLPD, welche glücklicherweise zugegebenermassen recht unwahrscheinlich ist, auf meine verfassungsmässig verbrieften Grundrechte verzichten oder gar um mein Leben bangen, da ich einfach andere Ansichten vertrete und somit ein Kandidat einer "Säuberung" wäre? Würde es von Seiten der neuen Machthaber ein neues "Ermächtigungsgesetz" geben?
Vielleicht sollte ich Ihnen die Lektüre des Buches "Der Archipel Gulag" von Alexander Solschenizyn empfehlen, oder schreibt er auch nur imperialistische Propaganda?

Grüsse,
Gianpaolo Nogarole



Re: Stalin

Abgeschickt von Rolf Becker am 23.09.2009 17:22

Hier der 2. Teil der Resolution von 1938 und deren Schlußfolgerung


"Es ist an der Zeit, zu begreifen, daß die bolschewistische Wachsamkeit vor allem in der Fähigkeit besteht, einen Feind zu demaskieren, welche Intelligenz und List er auch anwenden mag und wie er sich auch zu tarnen versteht, und nicht in undifferenzierten und willkürlich erfolgenden Parteiausschlüssen von Dutzenden und Hunderten von Personen sowie auch nicht in der Nutzung kleiner Chancen, einem anderen eins auszuwischen, wenn man die Gelegenheit dazu hat. Man muß mit den massenweisen und undifferenzierten Parteiausschlüssen Schluß machen und ein wirklich individuelles und differenziertes Herangehen in den Fragen des Ausschlusses aus der Partei oder bei der Wiederaufnahme von ausgestoßenen Personen als Mitglieder mit vollen Rechten praktizieren." Man muß "solche Parteiführer von ihren Posten entfernen und sie für ihre Handlungen zur Verantwortung ziehen, die Mitglieder ausstoßen, ohne sorgfältig alle Materialien zu prüfen, und die Willkür gegen die Mitglieder an den Tag legen."
Tokajew glaubte sicherlich, daß die antikommunistischen Oppositionellen Exzesse während der Säuberung provoziert haben, um die Partei zu diskreditieren und zu schwächen. Er schreibt:
"Die Angst, der mangelhaften Wachsamkeit verdächtigt zu werden, trieb
die Fanatiker vor Ort dazu an, nicht nur die Bucharinisten, sondern auch
Malenkowisten, Jeschowisten und selbst Stalinisten zu denunzieren. Sicher
lich ist es nicht auszuschließen, daß sie auch zu solchen Handlungen durch
heimliche Oppositionelle angetrieben wurden! (...) Berija erklärte anläßlich
einer geschlossenen Sitzung des Zentralkomitees und der Zentralen Kon-
trollkommission, die im Herbst 1938 stattfand, daß wenn Jeschow kein be
wußter Naziagent war, er es sicherlich unbewußt gewesen ist. Er hatte die
zentralen Dienste des NKWD in eine Tarnorganisation faschistischer Agenten
verwandelt."
Tokajew schreibt weiter:
"Gardinaschwili, einer meiner besten Kontaktmänner, hatte ein Gespräch mit Berija geführt, kurz bevor dieser zum Polizeichef, (d.h. zum Nachfolger Jeschows als Volkskommissar des Inneren, des NKWD) ernannt wurde. Gardinaschwili fragte Berija, ob Stalin nicht die Verwirrung sehen würde, die durch solche Exekutionen hervorgerufen würden und ob er nicht bemerke, daß die Herrschaft des Terrors schon zu weit gegangen und kontraproduktiv geworden wäre; hochgestellte Personen fragten sich, ob nicht Naziagenten in den NKWD eingedrungen seien und ihre Position nutzten, um unser Land zu schwächen und zu diskretitieren. Die der Realität entsprechende Antwort von Berija war, daß sich Stalin dessen voll bewußt sei, daß es aber eine technische Schwierigkeit gäbe: Die schnelle Wiederherstellung von 'Normalität' in einem zentral kontrollierten Staat von der Dimension der UdSSR wäre eine gewaltige Aufgabe. Mehr noch, es bestünde eine reale Kriegsgefahr und die Regierung müßte somit große Weisheit an den
Tag legen., wenn es sich darum handele, das Vorgehen zu lockern und zu entspannen.
2Teil


Der Dritte Teil beschäftigt sich mit Stalin der die Übertriebene Säuberung Verurteilte und Kritisierte.
PS: Die quelle gebe ich zum schluß im Dritten Teil bekannt.

Re: Stalin

Abgeschickt von Hermann am 25.09.2009 01:25
Hallo Herr Nogarole,

Ich werde meinerseits den Eindruck nicht los, dass Sie vor allem ein Opfer antikommunistischer Propaganda sind! Wenn man liest, womit Sie rechnen wenn die MLPD "an die Macht kommt", drängt sich einem dieser Eindruck auf. Und das ärgert mich gewaltig! Was glauben Sie denn, wer wir sind? Die Abgesandten des Leibhaftigen? Durchgeknallte, rachsüchtige Blutsäufer? Sie brauchten im Falle eines Falles kein "Ermächtigungsgesetz"? zu fürchten! Das Recht auf freie Meinungsäußerung wird Ihnen auch in der neuen - der sozialistischen - Verfassung garantiert. Ihre Buchempfehlung spricht allerdings Bände! Wer sich bei "Zeitzeugen" a la Solschenyzin "informiert", der kann wahrscheinlich nicht mehr anders als derart panisch ("muß ich um mein Leben bangen?") zu reagieren wenn das Wort Marxismus-Leninismus fällt. Das Einzige, um das Sie "bangen" müßten wäre, dass sich Ihre liebgewonnenen Vorurteile Stück für Stück als unsinnig herausstellen würden!

Gruß

Hermann Rupp

Re: Stalin

Abgeschickt von gianpaolo nogarole am 27.09.2009 14:51
Hermann, es ist schon grossartig, wie sie alle Argumente die ich anführe, komplett ausblenden, übergehen, ignorieren....
Und wenn ich mich hier umsehe, dann sollen ja alle konterrevolutionären Meinungen ausgeschaltet werden, nun, ich wäre sicher kein Konformist ihrer Sache, also, was wäre dann? Konterrevolutionär einfach machen lassen scheint hier nicht auf Gegenliebe zu stossen. Und im Falle eines Sieges der MLPD habe ich, wenn Sie sich mal meinen Beitrag richtig durchgelesen hätten, festgestellt, das ich Fragen formuliere. Also, erst lesen, dann antworten.

Und ich bin sicher kein Opfer antikommunistischer Propaganda, sondern ich informiere mich nicht nur über eine Quelle, sonst wäre ich sicherlich nicht in diesem Forum gelandet...und ich habe eine Meinung zu diesen "Säuberungen", und die äußere ich hier.
Und wenn ich mich in dem einen oder anderen Forumsbeitrag umsehe, dann ja, dann habe ich tatsächlich den Eindruck, das der eine oder andere hier ein blutsaufender Durchgeknallter ist (allein die, die mit Nordkorea und der Kim-Bande sympathisieren). Und diesen Eindruck hat mir bisher niemand hier oder anderswo nehmen können.
Ich bin ein Freund einer ordentlichen politischen Auseinandersetzung, aber bisher hat keiner hier meine Argumente widerlegen können, es kommt nur emotional Aufgeladenes zurück. Wenn Argumente nicht vorhanden sind, muss eben die Emotion herhalten.
Und ich gebe zu, ich habe meine lieben Vorurteile, um sie ein Stück weit abzubauen wollte ich mich hier mal umsehen, leider ist genau das Gegenteil eingetreten, ich bin nun mehr denn je davon überzeugt, das man einer Partei, Gruppe oder Vereinigung, die Massenmorde leugnet und oder für legitim hält, auf das Schärfste ablehnen MUSS!!! Früher beschränkte sich meine Sicht diesbezüglich auf den rechten Rand der Parteienlandschaft, seit kurzem ist der linke Rand hinzugekommen.
Ich bin überzeugter Sozialdemokrat, mit der Betonung auf DEMOKRAT. Stalinisten, Maoisten und alle anderen haben nie auf Demokratie Wert gelegt, freie Meinung gab es dort nicht, und auch das verschweigen Sie hartnäckig. Also Hermann, bleiben Sie bei den Tatsachen und vergessen Sie mal Ihre Vorurteile und Wunschvorstellungen des gelebten Sozialismus. Stattdessen kommt ein ständiges "...aber Du!!" statt ein: "nun gut, Deine Argumente habe ich gehört und werde sie entweder widerlegen (blieb bisher aus) oder zumindest das eine oder andere in Frage stellen". Denken Sie nach. Und was Solschenyzin angeht, glauben Sie, jemand der Insasse eines Gulags war und Opfer eines Systems war, wir danach dieses System loben und verteidigen? Wohl kaum, er wird es bekämpfen, er wird gegen das Unrecht kämpfen, das ihm widerfahren ist. In ihren Augen ist Solschenyzin ein Propagandist der Imperialisten, aber er hat durch seine Feder keine Menschen getötet, der Stalinismus, den Sie hier befürworten kostete viele Menschen das Leben.
Im Gegensatz zu Ihnen greife ich Ihre Argumente auf und äußere mich dazu, Sie hingegen scheinen das, wie ihre Genossen, nicht nötig zu haben, auch ein Grund, warum Sie ein Nischendasein fristen und weiter fristen werden.

freiheitliche Grüsse,
Gianpaolo Nogarole

Re: Stalin

Abgeschickt von Jürgen Binder am 27.09.2009 15:11
Hallo Herr Nogarole,

Indem du dich der Totalitarismus-Doktrin bedient hast, hast du inderekt nicht nur den Einsatz der Roten Armee herabgesetzt, sondern auch den Widerstand der deutschen Kommunisten. Daher verbietet verbietet sich eine Gleichsetzung des Kommunimus mit dem Nationalsozialimus nicht nur, sondern ist historisch gesehen einfach falsch. Dasselbe gilt für Stalin. Trug er doch als unmittelbarer Oberbefehlshaber nicht unwesentlich zum Sieg über den Faschismus teil.

Außerdem, hätte der Faschismus schon während des Spanischen Bürgerkrieges niedergerungen werden können. Bemühte sich doch die sowjetische Führungsspitze und die gewählte spanische Regierung darum, England und Frankreich als Bündnispartner zu gewinnen. Stattdessen, schlossen mitten in diesem Kriege gegen den Faschismus, England und Frankreich lieber das Münchener Abkommen mit den Nazis, 1938. Deshalb bezeichne ich dieses Abkommen als einen Pakt mit den Nationalsozialisten.

Hatten die daran maßgeblich beteiligten Politiker doch die Absicht, dass sich die Sowjetunion mit dem Dritten Reich in einen Krieg verwickeln möge, aus dem das Dritte Reich als geschwächter Sieger hervorgehen sollte, der sich in die kapitalistische Weltordnung einfügen ließe. Haben doch faschistische Regime und parlarmentarische Demokratien, dasselbe ökonomische System zur Grundlage: den Kapitalismus.
Diesem Plan konnte die Sowjetunion nur mit einem Nichtangriffspakt mit dem Dritten Reich beikommen.

Siehe auch: http://www.randzone-online.de/?p=3639

Und um auf den Spanischen Bürgerkrieg zurückzukommen: das faschistische Franco-Regime, wurde dann ja auch vollkommen in die westliche Wertegemeinschaft integriert.
Hat der Kapitalismus also doch mit dem Faschismus mehr gemeinsam als ihm lieb ist? - Ich erlaube mir mal die Frage mit einem Ja zu beantworten.

Gruß
Jürgen Binder

Re: Stalin

Abgeschickt von Franz am 27.09.2009 20:36
Wie bin ich denn hier hergekommen...?
Ja ich dachte mir mal bei der MLPD nachzuschauen, was sie zur Bundestagswahl von sich geben und ich fand dann einen Link (Forum) zum "echten Sozialismus", nicht den, den es im alten Ostblock gab. Das Gerede vom "echten Sozialismus" hatte ich schon mal gehört in einem Kinderferienlager der Rotfüchse (oder so ähnlich), als mir ein Gärtner auseinandersetzte, was alles am Sozialismus in der DDR falsch war und was man besser machen kann. Ich dachte sofort man ist das ein übriggebliebener Ewiggestriger?
Nun sehe ich, dass es davon offenbar noch viel mehr gibt: hier in der MLPD. Schade eigentlich, ich hatte gehofft das es hier sachkundige Mitmenschen gibt, die nicht nur die allgemeine Meinungsmache nachplappern sondern sich ernsthaft mit dieser auseinandersetzen. Aber nee, hier wird über Stalin & Co. und irgendwelcher historischer Sachen dogmentiert, die eh keiner mehr beweisen kann (oder doch?), aber an denen eine ganze politische Überzeugung festgemacht wird.

Leute Leute, das klingt wie in alten Zeiten der Parteiversammlungen. Kaum äußert sich einer mal nicht lienientreu wird er diskreditiert, wird draufgehauen, verunglimpft... Ich weiß nicht wer ihr seid, was euer Vorleben ist. Ich jedenfalls war in der SED und Politoffizier in der NVA. Ich habe tatsächlich solch einen Rotz von mir gegeben wie ihr ihn heute immer noch pflegt. Der Unterschied ist, dass ich zu DDR Zeiten mir die Informationsquellen nicht selbst aussuchen konnte (und hoffnungslos überzeugt war) und so haben wir uns mit den selben Parolen gegenseitig befruchtet was darin mündete, dass wir auf jede Frage eine fertige Antwort hatten. Wer anders dachte, wurde ausgegrenzt. Selbst denken war in diesem Konzept nicht vorgesehen. Aber ihr, ihr plappert selbst immer noch nach, was die Altkommunisten (oder die sich dafür hielten) von sich gaben - amen. Wenn ihr solche Stalin oder UDSSR Verehrer seid, geht doch selbst dorthin, lernt Russisch, lest die Quellen und bringt eigene Publikationen heraus. Denkt selbst nach und bringt brauchbare Argumente in die Diskussion als nur über jene herzuziehen, die das gemacht haben. Mag sein, dass da einige eine gefärbte Brille haben. Aber es gibt genügend verschiedene Abhandlungen über die alte Zeit, die eine ausgewogene Meinung zulassen. Jedenfalls habe ich im Westen viel mehr über mich als DDRler mit meiner Ideologie gelernt als ich je in der DDR vermuten hätte können.

Euer dummes Gequake von den anderen die euch in den Medien nicht erwähnen oder die Anfeindungen mit anderen Meinungen bringen euch keinen Schritt vorwärts. Ihr diskreditert euch selbst! Schade eigentlich. Ich habe gehofft hier sachliche Inhalte zu finden, wie man sich Sozialismus vorstellt. Ihr wißt es aber einfach selbst nicht. Ihr habt nur eine nebulöse Vorstellung und wißt das offenbar - deswegen schlagt ihr so wild um euch, wenn jemand nicht in die Linie mit seiner Meinung passt. Wenn ihr wirklich Anhänger finden wollt, müsst ihr schon erklären können, warum euer Gesellschafts / Lebenskonzept besser ist. Leute sind nicht mehr so blöd und lassen sich von Ideologisten mitziehen die nix inhaltlich zu bieten haben, die sind einem doch nicht geheuer. Da sind ihnen CDUCSUSPDFDPLINKE schon nachvollziehbarer auch wenn die am Ende einen manchmal verarschen - das hat Politik an sich. N' bissl tricksen muss man halt um was zu bewegen. ABER: diese Parteien haben es bis heute jedenfalls geschafft, die Massen hinter sich zu stellen. Das ist nun mal Demokratie - mit all den Problemen der Entdemokratisierung die es grad gibt.

Hier mal was aus dem Nähkästchen:
ein ganz normales Vorgehen wie es in einer Parteiversammlung im Mai 1989 vor sich ging: als Genossen nach Aufforderung ihre Meinung zu diversen aktuellen Themen an das sogenannte schwarze Brett zu hängen folgten und ein Artikel zum gestörten Verhältnis von Honecker und Gorbatschov auftauchte kam es zu folgender Reaktion: alle Genossen, die das gelesen haben sagten "man der hat recht". Als dann irgend ein Heißsporn diesen Artikel gelesen hat brüllte er gleich dieser Verräter (ich dramatisiere etwas). Was aber dann folgte war die Einberufung eines Parteiausschlussverfahrens.
Zunächst ging es darum den Verfasser ausfindig zu machen... das schwarze Brett war ja gedacht als eine anonyme Wandzeitung, wo brennende Themen angesprochen werden sollten gemäß Glasnost. Im Parteiausschlussverfahren wurden sogleich alle Genossen durch eine scharfe Vorverurteilung durch den Parteisekretär auf Linie gebracht. Nachdem sich niemand fewiwillig zur Meinung melden wollte, wurden Genossen aufgefördert Stellung zu beziehen. Alle sprachen gegen das Fehlverhalten mit der Empfehlung Ausschluss aus der SED. Die Folge wäre: unehrenhafte Entlassung aus dem Dienst und größere Schwierigkeiten im künftigen Leben - das darzustellen dauert mir jetzt zu lange. Jedenfalls wäre das ein Einzelschicksal. Die Genossen die sich für den Ausschluß aussprachen hatten folgende Meinung: recht hat er ja aber wieso soll ich ihn decken und selbst Probleme riskieren. Soviel zur Kameradschaft unter Genossen. Nebenbei bemerkt, die härtesten und "überzeugtesten" Genossen waren die ersten, die das sinkende Schiff verlassen haben. Austritt aus der SED, die Truppe verlassen und heute forschen sie über DDR Verbrechen. Drecksarschlöscher. Die würden in jeder Diktatur nach oben kommen. Deswegen darf sowas nie wieder kommen. Diktaturen bringen immer Auswüchse mit. Der Kapitalismus hat deswegen solange überlebt, weil er sich schlau immer wieder anpasst. Der Ostblock hat verloren, weil er dogmatisch war und sich nicht anpassen konnte - das hätte ja nötig gemacht, sich mit verschiedenen Ideen auseinandersetzen zu müssen. Aber bei dieser Paranoia blieb man lieber bei seinen selbstbefruchteten Ideen. Nur dreht sich die Welt weiter. Wer sich nicht entwickelt bleibt stehen und scheidet irgendwann eben aus -- Evolution ist das.

Mein Fazit nach dem Besuch eurer Seite:
Ich söbere mal noch weiter in eurem Forum. Vielleicht ist ja der Stalin Beitrag nur ein Ausrutscher... Bisher jedenfalls habt ihr euch nicht empfohlen als Gesprächspartner. Ich kann nix von euch lernen. Ihr helft nicht, aktuelle Probleme aus einem neuen Standpunkt zu betrachten umd mögliche Lösungen anzugehen.

Re: Stalin

Abgeschickt von gianpaolo nogarole am 28.09.2009 01:30
Oh, Herr Binder schaltet sich jetzt auch ein mit neuen Baustellen und Vorwürfen, aber ohne sinnvollen Inhalt, der Bezug nimmt auf das, was ich schreibe, lieber wird ein Zitat einer wirklich objektiven Seite verlinkt. Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.
Übrigens, Franco ist Geschichte, Spanien heute eine Demokratie, also hat die Geschichte alles geregelt, und ich glaube, so schlimm es unter Franco war, dort sind nicht so viele Menschen ums Leben gekommen wie in der Sowjetunion, oder in China, oder in Nordkorea oder oder oder...

Sie verstehen einfach nicht, was ich von Ihnen will....wenn Sie mit mir diskutieren wollen, machen Sich nicht ständig neue Baustellen auf, sondern gehen Sie doch ein einziges Mal auf das ein, was ich geschrieben habe....oder reicht Ihr kommunistischer Geist nicht bis dorthin? Nun, das Klischee wird doch nur von Ihnen verstärkt, welches ich vorher von Ihnen allen hatte.

Franz, ich danke Ihnen für Ihren wirklich guten Beitrag, aber ich befürchte, das es für die meisten hier einfach eine Portion Realität zuviel ist, davor macht man lieber die Augen zu, denn es entspricht ja der Realität, und die ist in diesen Foren hier so unendlich weit weg...

Re: Stalin

Abgeschickt von Jürgen Binder am 28.09.2009 13:24
Hallo Franz,

äußere dich doch mal bitte zur Sache. Ich z.B. bin der Meinung dass auch im Ostblock eine Evolution stattgefunden hat, nur eben in die verkehrte Richtung. Restaurierte sich doch in den realsozialistischen Ländern, ab 1956 langsam aber sicher der Kapitalismus.

Deine Meinung zu diesem Thema würde mich mal interessieren.

Weiters halte ich (im Gegensatz zu dir) wahrhaftige Demokratie für unvereinbar mit dem Kapitalismus. Ist doch z.B. der bundesweite Volksentscheid bis heute per Grundgesetz verboten. Und dies nicht ohne Grund. Hätte doch die Realisierung des Volksentscheids von 1946, nicht nur die Verstaatlichung der Schlüsselindustrien mit sich gebracht, sondern die Enteignung der Kapitalisten überhaupt.

War sich doch die Mehrheit darin einig, dass sich mit der nationalsozialischen Herrschaft, der Kapitalismus selbst diskreditert hat.

Über aktuelle politische Themen wird hier sehr wohl diskutiert, und auch über die dazugehörigen Alternativen der MLPD (z.B. die 30-Stundewoche). Aber auch historische Debatten sind nicht überflüssig, sondern geradezu notwendig.

Gruß
Jürgen Binder

Re: Stalin

Abgeschickt von Hermann Rupp am 28.09.2009 15:15
Zunächst mal Franz: was denkst du eigentlich, mit wem du es hier zu tun hast? Du brauchst UNS nicht davon zu überzeugen, dass in der DDR nur noch die Fassade "sozialistisch" war. Wenn du dir die Mühe gemacht hättest, dich über die Geschichte der MLPD und ihre politische Linie zu informieren, hättest du dir zum Beispiel deine "Empfehlungen", sich zuerst mal mit der Geschichte der SU und der DDR zu beschäftigen, sparen können. Der Schlussfolgerung einer Handvoll Genossen aus der alten KPD und einigen jungen unerfahrenen Genossen, die Vorläuferorganisation "Kommunistischer Arbeiterbund Deutschlands überhaupt zu gründen, beruhte auf einer gründlichen Analyse dessen was sich immer noch Sozialismus oder "real existierender" S. nannte, und nichts anderes war als ein grandioser revisionistischer Betrug! Die Arbeiterklasse in ALLEN Staaten des Wahrschauer Vertrags war systematisch entmündigt worden und stattdessen hatte, ausgehend von der Chruschtschow-Clique, die Bürokratie in Partei, Staat und Wirtschaft die Macht an sich gerissen und wieder kapitalistische Produktionsverhältnisse eingeführt. Von der Grundvoraussetzung jedes sozialistischen Staates, der Diktatur des Proletariats, konnte keine Rede mehr sein. Den Arbeitern in der DDR "gehörten" die Betriebe schon lange nicht mehr (und wenn da noch so oft "VEB" draufstand), sie hatten darüber hinaus nur noch den sogenannten und in Hauptsache von den einzelnen Betriebsleitungen selbst aufgestellten "Produktionsplan" zu erfüllen, am besten aber überzuerfüllen. Zum Schluß rissen sich die, von oben eingesetzten Betriebsdirektoren und "Experten" 40 Prozent des Mehrwerts unter den Nagel und die Kollegen wurden mit einem niedrigen Grundlohn genötigt, Prämien zu schinden. Das ganze beruhte auf manipulierten "Kennziffern" die der obersten Planungsbehörde gemeldet wurden, um den Profit der Betriebsleitungen nach oben zu treiben und auf deren "Grundlage" dann wiederum die Volkswirtschaftspläne beruhten. Folgen: Es wurden immer mehr Ladenhüter und Ausschuß produziert. Also haarscharf am Bedarf der Bevölkerung vorbei! Ich war 1976 als Mitglied einer Delegation der westdeutschen IG Druck und Papier (die Reise war von einem DKP-Kollegen organisiert worden) in der DDR und wir besichtigten u.a. die Firma "Planeta" einen, auch im Westen renommierten, Druckmaschinenhersteller in Plauen. Als erstes prangte einem im Haupteingang die große Tafel mit den Bildern und der Aufzählung der "vorbildlichen Produktionsleistungen" der sog. "Helden der Arbeit" entgegen. Das in Einheit mit der Prämienschinderei waren Antreibermethoden, die sich zum damaligen Zeitpunkt nicht einmal die Privatkapitalisten im Westen getraut hätten anzuwenden. Beim Gespräch mit dem Bertriebsdirektor und dem stellvertetenden BGL-Leiter habe ich u.a. die ganz einfache, bzw. in deren Augen naive, Frage gestellt, wie es denn konkret bei Planeta mit der Diktatur des Proletariats aussähe. Wie die "Arbeitermacht" dort organisiert werde. Das war, zugegebenermaßen eine ziemlich hinterfotzige Frage da ich damals schon genau wußte, dass es das schon lange nicht mehr gab im "Arbeiter und Bauernstaat". Das anschliessende parteiamtliche Geschwafel war derart peinlich, dass es sogar dem stolzen DKP-Kollegen zunehmend unbehaglich wurde in seiner Haut. Der Tenor der beiden "Genossen" war, dass wie Gewerkschaftler aus dem Westen doch ziemlich wirklichkeitsfremde oder "romantische" Vorstellungen von der Wirklichkeit im "real existierenden" Sozialismus in der DDR hätten! Wenn du dich also darüber beschwerst, dass du als strammer Politoffizier das gleiche pseudo-marxistische Geschwafel, das mit der Realität nicht das geringste zu tun hatte, auf die Menschen losgelassen hast, dann beschwere dich gefälligst bei deinen ehemaligen Partei-"Genossen" und mache für deine eigene Blindheit nicht die MLPD verantwortlich. Tatsache ist auch, dass in der DDR Marxisten-Leninisten im Knast saßen. Weshalb brauche ich dir sicher nicht zu erklären!
Du gibst hier, wie viele "Ehemalige", den "geläuterten" Kronzeugen gegen den Sozialismus. Obwohl du spätestens heute wissen könntest, dass das mit dem Regime in der DDR nicht das geringste zu tun hatte. Aus einem vielversprechenden Anfang in der DDR (den 17. Juni 1953 erwähne ich hier nicht besonders, obwohl das schon eine Warnung hätte sein müssen) wurde spätestens seit der berüchtigten "Geheimrede" Chruschtschows auf dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 die Weichen gestellt für die faktische Eroberung der Macht durch die revisionistisch entartete Bürokratie in Partei, Staat und der Wirtschaft die dann, systematisch, die Arbeitermacht, die Diktatur des Proletariats, beseitigte und durch den revisionistischen Schwindel vom "Staat des ganzen Volkes" ersetzte. Vor der Gefahr des überhandnehmenden Bürokratismus, (besonders vor den Bürokraten "mit dem Parteibuch in der Tasche) hatten Lenin und Stalin von Anfang an gewarnt aber besonders Stalin hat mit den denkbar ungeeignetsten Mitteln , z.B. mit einem damals selbst schon bürokratisch verseuchten Geheimdienst, diese Pest zu bekämpfen versucht! Die fatalen Auswirkungen der sogenannten "Wirtschaftsreform" unter Chruschtschow habe ich weiter oben schon KURZ erwähnt. Im März 1972 veröffentlichte unser theoretisches Organ "Revolutionärer Weg" die erste Ausgabe des Titels "Die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion". Seitdem haben wir uns - notwendigerweise - intensiv mit dem revisionistischen Verrat am Sozialismus auseinandergesetzt.

Re: Stalin

Abgeschickt von Hermann am 28.09.2009 16:47
Wenn Sie, Herr Nogarole ehrlich sind, dann wollen Sie doch garnicht wiederlegt werden. Was für einen Sinn hätte es denn, wenn ich Ihnen andere historische Quellen empfehlen würde, die die antikommunistische Propaganda ad absurdum führen? Für Sie wäre doch von vornherein klar, dass diese Quellen unglaubwürdig sind. Alles was Stalin und Mao Tsetung NICHT als Massenmörder und mit Hitler auf einer Stufe stehend schildert, passt doch einfach nicht in Ihr verschrobenes, unerschütterlich antikommunistisches Weltbild. Es könnte Ihnen so passen, mich in die Defensive zu drängen. Den Gefallen werde ich Ihnen natürlich nicht tun. Weil dazu nicht der geringste Anlass besteht! Wenn Sie zu erkennen geben, dass Sie sich überhaupt ERNSTHAFT mit diesen Quellen auseindersetzen WOLLEN, können wir weiter streiten. Andernfalls gehe ich davon aus, dass Sie hier lediglich Ihren Unmut los werden wollen und auch noch erwarten, dass ich oder andere auf ihre "hieb-und stichfesten Beweise"? widerspruchslos eingehen. Nebenbei bemerkt gibt es reichlich Literatur und Analysen von durchaus nicht kommunistisch angehauchten Historikern, Politikern, bürgerlichen Soziologen, Journalisten und Schriftstellern, die sich zwar nicht unkritisch aber ohne antikommunistische Voreingenommenheit um Objektivität bemühen. Aber wie gesagt: ich habe da meine Zweifel, ob Sie zu dieser Lektüre überhaupt bereit sind. Weil nicht sein kann was nicht sein darf!

mit freiheitlich revolutionären Grüßen

Hermann Rupp

Re: Stalin

Abgeschickt von Jürgen Binder am 29.09.2009 02:58
Herr Negropole,

ich bin wie von ihnen gewünscht, auf den Nichtangriffsvertrag zwischen der Sowjetunion und dem Dritten Reich eingegangen. Auch über sein Zustandekommen seit dem Münchener Abkommen, habe ich Sie unterrichtet. Und an einer objektiven Quelle (Link), fehlt es Ihnen auch nicht mehr.

Aber eine Antwort von Ihnen steht vielmehr noch aus.

Und bitte belästigen Sie mich nicht mehr mit ihrer Totalitarismus-Doktrin (Gleichsetzung von Kommunismus mit Faschismus).Auch die von Ihnen dargebotene Verniedlichung eines faschistischen Regimes (Franco), spricht für sich.

Deshalb nochmal: Parlamentarische Demokratie und Faschismus, sind beide politische Herrschaftsformen des Kapitalismus. Ein konsequenter Antifaschist bricht deshalb mit diesem Sytem, und setzt sich für eine humanere Gesellschaft, eben den Sozialismus ein.

Und wenn Sie nicht konstruktiv diskutieren können oder wollen (weil Sie ihre antikommunistischen Klischees, Vorurteile und Dogmen weiterhin pflegen wollen), dann frage ich mich schon was Sie hier wollen.

Bestätigung werden Sie von uns gewiss nicht erfahren.

Noch was: Die Gesellschaften, die vor den Revolutionen in China, Nordkorea, und der Sowjetunion bestanden, waren es nicht wert, dass sie noch einen Tag länger überlebten. Deshalb sollte jeder progessive Mensch hinter ihnen stehen.

Jürgen Binder

Re: Stalin

Abgeschickt von Rolf Becker am 29.09.2009 07:08

Hier nun der 3.Teil


„Anzufügen ist folgendes: Stalin hat sich von Anfang an entschieden für die Einhaltung der Gesetzlichkeit und sich auch sehr schnell für eine Rehabilitierung unschuldig Verfolgter eingesetzt, wobei er sich in zahlreichen Fällen sogar persönlich bei den Betroffenen entschuldigte. Für Gesetzesverletzungen wurden NKWD-Chef Jeschow sowie einige NKWD-Offiziere streng bestraft. Dennoch gelang es, die tatsächlich vorhandenen Verschwörergruppen und Volksfeinde zum größten Teil zu zerschlagen oder unschädlich zu machen. Daß dabei auch Unschuldige leiden mußten, ist auf die schon genannten Faktoren zurückzuführen. Eine Rolle spielten dabei auch bestimmte exzessive Vorgehensweisen und Unerfahrenheit bestimmter NKWD- und Parteifunktionäre sowie Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft, aber auch Täuschungsmanöver der Verschwörergruppen selbst. Auch böswillige Anzeigen blieben nicht aus.
Es muß auch berücksichtigt werden, daß die Formen des Kampfes der Feinde der Sowjetmacht in den 30er Jahren im Inneren des Landes relativ neu waren und bei ihrer Bekämpfung erst Erfahrungen gewonnen werden mußten.“
Die Berichtigung
Am 11. November 1938 unterzeichneten Stalin und Molotow einen kategorischen Beschluß, um mit den im Laufe der Säuberung aufgetretenen Exzessen Schluß zu machen. "Die allgemeinen Operationen, die zur Ausrottung und Zerschlagung von feindlichen Elementen durch die Organe des NKWD in den Jahren 1937-1938 durchgeführt wurden, ebenso wie das vereinfachte Verfahren der Untersuchung und der Verurteilung mußten zwangsläufig zum Auftreten zahlreicher ernsthafter Fehler in der Arbeit der Organe des NKWD und der Staatsanwaltschaft führen. Mehr noch, Volksfeinde und Spione ausländischer Geheimdienste sind in die Organe des NKWD sowohl auf zentraler als auch lokaler Ebene eingedrungen. Sie haben versucht, mit allen Mitteln die Untersuchungsdossiers durcheinanderzubringen. Agenten entstellten wissentlich die sowjetischen Gesetze, schritten zu massiven und ungerechtfertigten Verhaftungen und schützten gleichzeitig ihre Helfershelfer, insbesondere diejenigen, die in die Organe des NKWD eingedrungen waren. Die in der Arbeit der NKWD-Organe und Staatsanwaltschaft festgestellten absolut unerträglichen Fehler waren nur möglich, weil die Feinde des Volkes, die sich in die Organe des NKWD und der Staatsanwaltschaft eingeschlichen haben, alle Mittel nutzten, um die Arbeit der Organe des NKWD und der Staatsanwaltschaft von den Parteiorganen zu trennen, sich der Leitung der Partei zu entziehen und so für sich selbst und für ihre Helfershelfer die Fortsetzung ihrer Antisowjetischen Aktivitäten zu erleichtern.
Der Rat der Volkskommisare und das Zentralkommitee der KP(B) der UdSSR beschließen:
1. den Organen der NKWD und der Staatasanwaltschaft jegliche massive Operation der Verhaftung und Deportation zu untersagen(...) Der Rat der Volkskommisare und das ZK der KPdSU(B) warnen Mitarbeiter des NKWD und der Staatsanwaltschaft,daß geringste Verltzung der der sowjetischen Gesetze und der Direktiven der Partei und Regierungen jeder Mitarbeiter ungeachtet seiner Person nach den Rechtsnormen streng verfolgt wird.
W.Molotow, J.Stalin."Quelle :(Nowells de Moscou Nr, 26/1992 vom Juni 1992. Seite 15.
Hauptquelle der drei Teile:"Stalin anders betrachtet" von Ludo Martens.
Epoverlag.



Zum Schluß noch persönliches: Auch Ich war mal der Meinung das Stalin oder Mao Tsetung ein Verbrecher war, bis ich mir überlegt habe selber meine Gedanken eizuschalten, ob da wirklich was dran ist was einige bürgerliche Historiker so da niedergeschrieben hatten. Und dann ist da auch noch etwas auffälliges, immer wenn Menschen sich für den Sozialismus Interessieren kommen sie mit ihre antikommunistischen Dukomentationen
wenn es um Stalin oder Mao Tsetung handelt. Das ganze hat den Effekt uns an dieses kapitalistisches System zu binden das ja sooo "Demokratisch" ist.Dennoch hat die antikommunistische Propaganda etwas positives; Es bestätigt nähmlich was August Bebel mal gesagt hat "Wenn dich deine Feinde loben,kannst du sicher sein, einen Fehler gemacht zu haben."
Mit Kommunistischen Gruß Rolf

Re: Stalin

Abgeschickt von gianpaolo nogarole am 29.09.2009 09:30
Lieber Herr Binder (ich bemühe mich im Gegensatz zu Ihnen, Ihren Namen richtig zu schreiben) und lieber Herrmann,

eine Diskussion hat etwas mit Respekt zu tun, was hier an Respektlosigkeit an den Tag gelegt wird, sprengt alle Diskussionsregeln.
Herr Binder, eine Antwort zu den Münchener Abkommen möchte ich Ihnen gerne noch geben, obwohl ich dazu eigentlich am 22.09. dachte, alles dazu geschrieben zu haben.
Hitler wollte dieses Abkommen nicht, er und seine Militärs drängten auf einen schnellen Krieg, seine Ziele lagen im Osten, somit wäre die Sowjetunion ebenfalls früher ein Opfer seines Überfalls geworden. Ihr Einwand oder besser Ihre Wunschvorstellung, das Abkommen von München wäre nur ein Plan der "kapitalistischen Westmächte" gewesen, halte ich für einfach absurd. Denn wenn der Westen doch eine Eingliederung des deutschen Reiches in Ihr "Wertesystem" erreichen wollten, hätten sie niemals auf das Münchner Abkommen gedrängt. Ich weiss nicht, wie Sie sich Ihre Meinung dazu gebildet haben, aber das Kontinentaleuropa Angst vor einem Konflikt hatte und das Gespenst des ersten Weltkrieges in den Köpfen der meisten Menschen noch präsent war, das scheint hier überhaupt keine Bedeutung in Ihren Ansichten zu haben.
Nun, meine Antwort haben Sie nun wieder mal bekommen, Sie schulden mir aber noch mehr Antworten, statt heisser Luft und Unterstellungen sind Sie aber scheinbar nicht in der Lage, konstruktiv zu diskutieren, ich weiss nicht, ob sie es überhaupt mal nach den anerkannten Regeln gelernt haben, aber vllt. ist es in Ihrem Sozialismus so, das einer redet und die anderen brav alles abnicken!
Um nochmal auf die Respektlosigkeiten einzugehen:
Sie werfen mir vor, ich würde den Faschismus von Franco verniedlichen...und möchten nicht mehr damit belästigt werden, das ich Sozialismus und Faschismus auf eine Stufe stellen?
DAS HABE ICH NIEMALS GESAGT....Herr Binder, wer lesen kann ist glasklar im Vorteil und ich VERBITTE mir, das Sie mir die Worte im Munde WIEDERHOLT verdrehen, auch dazu hatte ich schon etwas geschrieben, aber wenn Sie nicht in der Lage sind, darauf einzugehen, dann haben Sie Recht, dann sollten wir das Diskutieren sein lassen, denn Sie sind zu einer Diskussion nicht fähig, ich weiss nicht woran es Ihnen mangelt...doch, warten Sie, es mangelt Ihnen an Respekt, und ich möchte soweit gehen, das es Ihnen, Angesichts Ihrer glühenden Verehrung für Stalin, Mao und wie sie alle heissen, auch an Respekt vor dem Menschen als Individuum mangelt, denn was ist schon ein Leben, 10 Leben, 1000 Leben, wenn man doch mit aller Härte und Kampf den Sozialismus durchsetzten kann?? Träumen Sie weiter!
Im Übrigen, Menschen wurden auch in Europa ausgebeutet, ähnlich wie in Russland und China vor den Revolutionen...wenn ich mir heute anschaue, in welchen Ländern die Menschen wirklich frei sind und wo sie immer noch unterdrückt werden, dann bin ich sehr glücklich, in Europa zu leben, denn hier darf ich sagen, was mir passt, hier habe ich Nahrungsmittel, für die ich mich weder anstellen muss noch Essensmarken beziehen muss, hier kann ich mir die Zeitung aussuchen, hier darf ich frei wählen und hier darf ich dem Beruf nachgehen, der mir gefällt. Wenn Ihnen dieses Land oder ein anderes europäisches Land nicht passen, Herr Binder, dann wandern Sie doch einfach nach China, Nordkorea, Kuba oder nach Russland aus!! Dort können Sie dann in den Kollektiven (bis auf Russland) mit den Arbeitern und Bauern ja gerne Ihre Ansichten diskutieren.

Herr Rupp, ich wusste ja nicht, das sie Psychologe sind und wissen, was ich will? Beruf verfehlt? Ich weiss, das Sie mir keinen Gefallen tun werden, der auch nur ansatzweise in die Richtung geht, von Ihrem Weltbild abzusehen, dafür nennt man es Weltbild, man glaubt eben daran und man möchte unter keinen Umständen etwas verändern, was einem warm ummantelt wie ein schützender Cocon, so argumentieren aber fanatische Anhänger von Religionen. So muss ich Sie nicht damit nerven, den Faschismus mit dem Sozialismus auf eine Stufe zu stellen, was ich auch nicht getan habe, aber was hier wohl scheinbar gesehen wird....bitte, lassen wir den Faschismus dann eben einfach weg, Sie sind Gläubige, und diskutieren Sie mal mit einem fanatischen Gläubigen, da kommen die gleichen Mauern und Argumente wie hier.
Aber auch Ihnen geben ich dann den gleichen Rat wie Herrn Binder, wandern Sie aus, wenn es Ihnen hier nicht passt, denn Sie werden es nicht schaffen, ein sicherlich jammerndes Volk, aber im Grossen und Ganzen und verglichen mit anderen Ländern doch zufriedenes Volk für Ihre Sache zu überzeugen, die Wahl hat es ja wieder gezeigt, wohin die Reise geht. Ab nach China, Herr Rupp, dort können Sie dann mit Herrn Binder über die Vorzüge von sozialen Utopien diskutieren, während irgendwo dort Demonstrationen für mehr Freiheit niedergeknüppelt werden.

Re: Stalin

Abgeschickt von Paul-Alwin Stemmler am 29.09.2009 12:46
Ich bin auch nach den Bundestagswahlen hier gelandet, um mal zu sehen wie "links" die MLPD ist. Die Argumaentationen der Vertreter dieser Partei schlägt dem Faß den Boden aus.

Der Stalinismus ist der gemeinste und bösartigste Auswuchs in der Geschichte der Arbeiterbewegung und wer das nicht erkennt, hat mit Verlaub auf diesem ideologischem Feld nichts zu suchen.

Und jetzt zu Eurer "realitätsnahen" Wahrheitsfindung.

Überraschung, ich war fast 10 Jahre in der Druckmaschinenfabrik Planeta beschätigt. Und war auch in dieser Zeit als ehrenamtlicher (also kein Profi) Partei- und Gewrkschaftsfunktionär tätig. Der Herr Herrman Rupp mag schon in der DDR gewesen sein, aber nicht in der Druckmaschinenfabrik Planeta. Die befindet sich nämlich in Radebeul bei Dresden. Die Firma in Plauen hieß Plamag. Und nun mal zur Prämienschinderei, es gab einen Witz über die Panetarier und der war auch in der Umgebung bekannt, " Wenn die Planetarier früh zur Arbeit kamen erhielt jeder vom Pförtner (so hieß bei uns der Betriebsschutz) ein Brötchen (Semmel oder wie es anders wo heißt) in die Hand, damit wenigstens der Magen etwas zu tun hatte". und für die die jetzt nicht lachen können, es gab Zeiten im Betrieb da konnte aus den verschiedensten Mängel nicht gearbeitet werden und man saß herum oder spielte Skat oder vertrieb sich anderweitig die Zeit. Soviel zu einer Variante der Prämienschinderei. Die Planeta war ein sogenannter Exportförderbetrieb, das bedeutete die Produkte waren auch im (westlichen) Ausland begehrt. Also trotz mangelder Arbeitorganisation Top Produkte und er wurde nach der Wende für ein Äppel und ein Ei von der Treuhand verschläudert. Die Firma gibt es heute noch.

Und was die Ladenhüter und den Ausschuß betrifft, ist eine westliche Progaganda um die Qualität der Produkte der DDR zu defamieren. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß die "soziale" Marktwirtschaft der 70/80 iger Jahre auf die billig produzierten Produkte aus dem Ostblock möglich machte (Versandhäuser und andere). Es galt als rentabel wenn ein Produkt das in der Herstellung ein DDR-Mark kostete für 0,15 DM Ertrag exportiert werden konnte. Da brachte man sich nicht wundern, wenn die Verschuldung immer größer wurde.

Werter Herr Rupp bitte nehmen Sie es nicht persönlich, aber von den ökonomischen Abläufen in der DDR haben sie nicht die geringste Vorstellung, denn das was Sie darüber von sich geben ist völliger Unsinn.

Die hier so geschmähte Planwirtschaft war ja keine Planwirtschaft im wörtlichen Sinne. Es war eine Staatswirtschaft (ob man das so bezeichnen kann weis ich nicht). Jedenfalls wurden von dem Ministerium für Wirtschaft des Herrn Mittag die Kennziffern "erarbeitet" und dann waren sie gültiger Plan für jeden Betrieb und und nur das mußten die Betriebsleiter umsetzen, koste es was es wolle. Natürlich auch über finanzielle Anreize auch wenn sie nicht bezahlbar waren.

Aber nicht die stalinistische Ideologie war Ausschlag für das Scheitern des Systems. Es war der Grundirrtum der leninistisch-stalinistischen Ideologie. Nur die Arbeitsproduktivität entscheidet über die Entwicklung einer Gesellschaft und die läßt sich in keiner Form von Gewalt oder Diktaturen jeglicher Art erzwingen. Und sollten Sie mir nicht glauben, denn vergleichen sie doch mal die Entwicklung der Arbeitsproduktivität von der frühen Urgesellschaft bis zum modernen Kapitalismus. Weder die griechische Philosophie noch die Marxsche Philosophie hatten darauf einen Einfluß. Oder was hatte Marx mit der Entwicklung der Dampfmaschine oder der Elektrizität zu tun? Und auch die Arbeitsproduktivität wird wieder der Faktor sein die die bürgerliche Ideologie mit ihrem Kapitalismus überwindet wird. Und schon garnicht wird es eine Diktatur sein, auch nicht die des Proletariats. Wobei auch diese Begriff mal neu deffiniert werden müßte. Auch die Relegionisten interpretieren ihre Bibel den Umständen entsprechend neu.

Und jetzt noch zu Franz seinen Beitrag. Seine Schilderungen sind absulut vorstellbar (dh. authentisch) und wer das System nicht miterlebt hat, mit allen seinen Widersprüchen Illusionen umd Emutionen, der sollte es auch nicht versuchen das zu beurteilen. Den Anteil an humanistischen Tendenzen und stalinistischer Willkür muß man erlebt habe um eine Meinung dazu haben zu können.

Wenn Stalin von seinem eigene Politbüro demaskiert wurde, sollte niemand versuchen die Verunglimpfung der sozialistischen Idee zu beschönigen.



Re: Stalin

Abgeschickt von Hermann am 29.09.2009 16:23
Lieber Rolf,

dein Versuch, die Vorgänge in der SU unter Stalin wahrheitsgetreu wiederzugeben in allen Ehren aber glaubst du wirklich, dass du Leute wie Nogarole damit erreichen könntest? Für Leute seines Schlages sind einzig und allein die Greuelmärchen aus den "Quellen" derer er sich bedient, "authentisch"! Dazu gehören die antistalinistischen Giftküchen des CIA und anderer kapitalhörigen "thinktanks", "Zeitzeugen" wie der klerikal-faschistische A. Solschenyzin (dessen Buch "Archipel Gulag" mir in Form eines Hörspiels in den 1960er Jahren als "spannender" Augenzeugenbericht über den "Stalinismus" in schlechtester Erinnerung geblieben ist!) und anderer in der Wolle gefärbter "Ehemaliger", die als "geläuterte" Kronzeugen gegen den "Stalinismus" auftreten. Von Stalin schwafeln sie, meinen aber den Sozialismus oder wie es auch so schön heißt: "Sie prügeln den Sack und meinen den Esel!" DIE "Steilvorlage" für die westlichen "Historiker", Politologen, Soziologen ect. lieferte der größte Speichellecker, Opportunist und "Hartliner" zu Stalins Lebzeiten, N. Chruschtschow mit seiner berüchtigten "Geheimrede" auf dem XX. Parteitag der KPdSU.
Endlich hatte der Westen einen "Insider" der "aus dem Nähkästchen" plauderte und Stalin als wahnsinnigen Massenmörder denunzierte. Was konnte es für die westlichen Hofberichterstatter schöneres geben? Daraus konnte man doch phantastische, "authentische" Greuelmärchen stricken, die später dann mit "obkjetiven" Auswertungen aus allerlei Staatsarchiven garniert und "bestätigt" wurden. Diese Art von bürgerlicher "Historie" durfte meine Generation dann in den Schulen geniessen. Natürlich blieb das nicht ohne "Erfolg" und wir plapperten brav diesen antikommunistischen Bockmist nach. Kinder sind eben am leichtesten zu beeinflussen!
Und die Westalliierten, Adenauer, Schuhmacher und Konsorten hatten natürlich nicht die geringsten Hemmungen, den Deutschen die gleiche Greuelpropaganda zu bieten wie ein paar Jahre vorher die Nazis!

Re: Stalin

Abgeschickt von Knuth Meseke am 29.09.2009 17:09
Oh mein Gott, wo ist man denn hier gelandet?
Bin zufällig auf dieses Forum gestoßen und habe mitgelesen, wie hier
mit Herr Negropole "diskutiert" wurde.
Argumente Andersdenkender sind per se als von "bürgerlichen Historikern"
verfasst, falsch. Genehme Behauptungen sind Argumente und natürlich wahr.
Nur der glorreiche Kommunist hat Recht. Der Kommunist versteht die Welt.
Als einziger. Das gefällt mir. So kann man sich ein kleines Universum basteln.
Mir gefällt auch das Wahlplaket mit dem Slogan "30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich".
Toll!! Könntet Ihr bitte noch eines dazupacken - etwa so: "Gebratene Spanferkel
mit Flügeln für alle. Immer."
Arbeit als Einsicht in die Notwendigkeit? Nein, der gemeine Kommunist betreibt lieber
Weltanschauung - Lebensmittel gibts im Laden und Häuser bauen tut auch jemand anderes.
Ich finds auch schade, dass wir kein Väterchen Stalin mehr haben, dann würde es uns bestimmt
allen besser gehen. Da hätte bestimmt jeder Proletarier seinen Mercedes, erarbeiten bräuchte er ihn unter dem Großen Führer der Völker auch nicht. Hätte es bestimmt so gegeben. Und Maos Blaumann-Drillich-für alle-Initiative hat bestimmt auch jedem Chinesen gefallen. Ich fands jedenfalls total schick!

Und damit einen proletarischen Gruß an das gestern!

Knuth

Re: Stalin

Abgeschickt von Stefan Pech am 29.09.2009 18:43
Lieber Rolf Becker
Deine Hautquelle ist also "Stalin anders betrachtet".Das Buch wird vom Ernst Tählemann Verlag vertrieben!Dies Qulle hat nichts mit objektivität zu tun.Warum versuchst du nicht einmal mit unabhängigen Historikern? Warum verweist du nicht darauf das andere Quellen auf ganz andere Ergebnisse kommen? Wenn du natürlich nur linke,kommunistische Literatur als einzige Wahrheit betrachtest nenne ich das Schwarzweißdenken übelster weise.Wegen Leute wie dir wird ein kommunistische Gesellschaft nie funktionieren, da ihr nicht reflektionsfähig seit,also auch nicht lernfähig.Schade

Trotzdem liebe Grüße
Stefan Pech

Re: Stalin

Abgeschickt von Michael Schweitzer am 29.09.2009 22:09
Hat Stalin Verbrechen begangen, das ist meine Frage.
Uwe K., wie Sie möchte ich auch "zum Nachdenken anregen und dem unüberlegten "Nachplappern" langsam ein Ende bereiten".
Franz, Sie haben sehr offen und selbstkritisch Ihr "Nachplappern" unter dem SED-Regime geschildert und haben dafür meinen Respekt.
Hat Stalin Verbrechen begangen?
Letzte Woche hat mir ein sogenannter Russland-Deutscher folgendes erzählt:
Als "Wolgadeutsche" wurde seine Familie wie viele Tausende Landsleute nach dem Angriff Hitlers auf die Sowjetunion der kollektiven Kollaboration beschuldigt und nach Sibirien deportiert. Es war mitten im Winter. Der Zug hielt in einer verlassenen Gegend an. Es wurde ihnen gesagt, sie werden abgeholt. Sie wurden auch abgeholt. Aber erst am nächsten Morgen. Es lag hoher Schnee, es war 30 Grad Minus. Am nächsten Morgen konnte nur noch die Hälfte der Menschen abgeholt werden, die anderen waren inzwischen erforen.
Ähnliche Geschichten habe ich schon öfter von diesen Landsleuten gehört. Wer will, kann sicher leicht zu den Überlebenden Kontakt bekommen. Sie wohnen ja mitten unter uns.
Ich bin sicher, wenn wir ehrlich zu uns selber sind, wissen wir sehr genau, was die Wahrheit ist.

Re: Stalin

Abgeschickt von Franz am 30.09.2009 00:51

Hallo Jürgen & Hermann!

Meine Absicht ist nicht zu belehren oder zu überzeugen, sondern Erlebtes mal darzustellen. Denn jeder schaut durch seine Brille und ist ein Kind seiner Zeit, seiner persönlichen Entwicklung. In der Tat kann man als "ehemaliger" und "geläuterter Kronzeuge" sich gegen das Altsystem stellen aus Wut, Einsicht oder beliebig vielen anderen Gründen. Dass hatte mir mal vor einigen Jahren ein Prof. erzählt - so was sind oft die Reaktionen. Ich habe da verschiedene Stadien durchlebt. Totales Unverständnis wegen der "Arschlöcher" die ich oben erwähnte (die zuerst voran marschierten und als erste das Schiff verließen), übelste Beschimpfungen über die Verantwortlichen in der DDR weil sie sich "kampflos" ergeben haben - die Truppenführung um den 8/9 November war praktisch 0, zögerliches Erlernen des "Westens" bis hin zum einigermaßen Begreifen wie es hier läuft (ich denke, dass ich voll im "Westen" - im aktuellen Deutschland - angekommen bin) zum Bejubeln der Demokratie, da sie Leistungen und Errungenschaften hervorgebracht haben die ihresgleichen suchen bis zum erneuten Enttäusch-Sein, da sich die Demokratie nun selbst demontiert und einen Staatsumbau in Gang setzt, den man lieber nicht haben sollte (Umbau der Bundeswehr, Bundespolizei, Spreizung zwischen arm und reich ... die Bunte Republik D. war aus meiner Sicht doch gerade deswegen so potent in der Vergangenheit, weil sich hier viele viel leisten konnten - gute ehrliche Arbeit gab es. Heute wird ohne Not die Arbeitskraft verbilligt bei steigender Effizienz - was wenn nicht mehr genügend Leute vernünftiges Geld verdienen um es ausgeben zu können... das kostet irgendwann auch mal meinen sehr gut bezahlten Job. Dann werde ich auch weniger konsumieren und so geht’s weiter: Abwärtsspirale.).

Bei allem auf und ab oder hin und her im Finden der eigenen Welt-Anschauung denke ich dennoch, das der Sozialismus keine Chance hat (schade eigentlich).
Warum? Wenn ich das wüsste könnte man loslegen daran zu arbeiten, die Gründe zu beseitigen... :)
Rein aus meiner Erfahrung sehe ich das so - ohne irgendeine Theorie zu bemühen - nur pragmatisch. Keiner weiß was Sozialismus ist. Ich hab da mal was gelesen bei den diversen "Klassikern" die es in der DDR zu lesen gab. Wie aber wird Sozialismus beschrieben. Keine Ahnung, vielmehr nicht fassbar. Das dumme nur ist, dass das was als Sozialismus existierte jede glaubhafte Idee, Hoffen und Glauben an den Sozialismus verbrannt hat. Deswegen ist es auch einfach zu sagen... na ja, man muss es halt nur richtig machen. Ich denke, wenn es Zeit für den Sozialismus ist, dann wird er kommen. Er lässt sich nicht "einführen". Wenn die Zeit nicht reif dafür ist, dann kommt er halt nicht. Also kann man hoffen auf sehr schlechte Zeiten in Deutschland um den Sozialismus Gedanken Vorschub zu leisten (was doch schlecht für die Menschen wäre dem sich der Sozialismus doch besonders widmet) oder man kann das System, die Regierung, die Parteien, die Gewerkschaften etc. auf Trapp bringen, dass sie wieder Volkes Wille umsetzen. Das liegt aber an uns allen. Das kosten Zeit, Kraft, Energie… wer bringt die schon auf. Uns geht es derzeit noch zu gut, Solidarität ist uns allen fremd geworden. Ein paar Demos oder Kundgebungen bringen gar nichts. Was hat die DDR hinweggefegt: Massen. Hat irgendjemand gelesen, dass wir eine solche Situation in Deutschland gegenwärtig haben? Ich denke nicht.

Jürgen, deine These vom restaurierten Kapitalismus in der DDR finde ich irgendwie amüsant. Meiner Meinung nach hat man doch gerade in der DDR (wenn nicht im ganzen Ostblock) Unternehmertum ausgemerzt bis auf einige „Private“ wie PGH’s etc. Und was ist denn bitte Kapitalismus. Ist mir genauso pauschal wie Sozialismus. Grundsätzlich finde ich Unternehmertum toll. Lasst doch Tüftler die den Fortschritt bringen auch viel Geld mit ihren Firmen verdienen, sie bringen ja auch Jobs. Die angestellten Manager (Vorstand / AR) sind / waren doch das Grundübel in vielen großen Firmen… Machen wir mal eine Fusion um Synergien zu kreieren, welche die Kosten sparen und & oder neue Ideen bringen. Mit einer Fusion wird die Firma zunächst größer, also es gibt mehr Kohle für den Vorstand / AR – aber nur wenn auch mehr Gewinne sprudeln. Eine Fusion allein bewirkt aber keine Erhöhung seiner Marktanteile. Also: Leute raus, das spart Kosten und steigert den Gewinn. Und nun habe ich eine Leistung vollbracht und verdiene eine Belohnung. Oft passiert. Übrigens verdienen ja noch eine Reihe andere mit. Z.B. die Beratungsfirmen. Schaut doch mal wie viele Methodenwechsel in den letzten 20 Jahren propagiert wurden. Erst hieß es mehrere Standbeine aufbauen, falls eine Branche einbricht, rettet die andere den Gewinn. Also Firmen, kauft andere Standbeine (Branchen) hinzu. Einige Jahre später – Besinnen aufs Kerngeschäft. Also alle überflüssigen Standbeine raus. Dann kamen die Fusionen. Dann die Heuschrecken… Und die Berater verdienen, die Kanzleien… das gehört abgeschafft. Aber ein Unternehmer der seine Firma selbst voranbringt gehört unterstützt.

Und in der DDR wurden alle auf Linie gebracht. Es gab doch kaum irgendwo Eigeninitiative, weil man befürchtete aus der Reihe zu fallen. Guckst du vorne aus der Reihe bekommst ein paar in die Fresse, beugst du dich nach hinten einen Tritt in den Arsch. Also schön in der Reihe bleiben und nicht auffallen, nur das machen was gesagt oder erwartet wird. Deswegen ging es auch so schleppend in der DDR Volkswirtschaft voran. Ja, auch 1000 andere Gründe gab es. Die fehlende Eigeninitiative ist aber schon recht systemimmanent. Bewegst du heute nicht deinen Hintern bist du verlassen – das schafft einen gewissen Druck sich zu bewegen. Frag doch mal ältere Leute in der DDR wie das tägliche Arbeiten aussah. Oder jüngere die loslegen wollten … „wat’n, willste die Norm versaun. Mach mal halblang.“ Also ein „restaurierter Kapitalist“ in der DDR würde alles daran setzen, seinen Betrieb, Kombinat auf Trapp zu bringen. Die erwirtschafteten Gewinne wurden doch eh abgeführt. Wenn ein Kombinatsdirektor 3000, 5000 Ostmark verdiente und andere Vorzüge hatte – na und. Das war doch kein Reichtum der einen „restaurierten Kapitalist“ zur Ehre reichen würde. In der DDR haben Ingenieure meist weniger verdient als Arbeiter. Sie müssen heute nicht dass 3-6 fache vom Leiharbeiter verdienen. Das gehört abgeschafft. Leistung lohnte sich aber nur um auf eine Bestentafel zukommen aber auch nur dann, wenn du die richtige Meinung an der richtigen Stelle platziert hast „Alles zum Wohle des Volkes, sehr geehrter Genosse xyz“.

Wahrhaftige Demokratie – was ist schon wahrhaftig. Ich hoffe nix ist starr und alles entwickelt sich je nach Bedarf. Jetzt sehe ich starken Bedarf nach einer Re-Sozialisierung in Deutschland, sagen wir mal so; ich mag kein Schmarotzertum aber die von der Politik unnötige Entsozialisierung gehört abgeschafft. Es kann nicht angehen, dass sich Deutschland Billigstlohnarbeiter leistet. Schon moralisch nicht. Ökonomisch ebenso nicht. Wenn eine Firma nur mit Billigstlohnarbeitern überlebt dann hat sie keine Berechtigung. Aber eine Arbeit mit wenigen € pro Stunde zuzulassen wird um seine Statistiken zu schönen auf den Rücken der Schwächsten ausgetragen. Da mag ich lieber die DDR – Arbeit haben und kein Material zum Arbeiten – also auf Arbeit sein und nix machen (Scherz).
Was jedenfalls in Deutschland gut funktioniert ist die Tatsache, dass mal diese oder jene Partei das Zepter in die Hand nimmt und die Gesellschaft gestalten kann. Je nachdem wer grad gewählt wird. Schlecht ist ja gerade nur, dass man sich zwischen Schlendrians entscheiden muss, außer man wählt die MLPD ;) Dieses Thema ist recht umfangreich und ich würde gerne eure Positionen dazu kennen lernen. Wo kann man diese bitte nachlesen?

Volksentscheide sind gut – wo sie passen. Man muss auch Minderheiten schützen. Was wäre, wenn man die MPLD weg entscheiden würde?

Sozialismus oder "real existierender" S…. nichts anderes … als ein grandioser revisionistischer Betrug. Was sollte revisioniert werden? Gab es die DDR schon mal vorher? Herrmann, wer will schon eine Arbeiter und Bauernmacht? Ich nicht. Arbeiter und Bauern haben die DDR hinweggefegt. Nicht weil sie stärker am VEB oder am Volkseigentum beteiligt werden wollten. Sie wollten das was den Westen ausmachte ohne zu wissen was er ist. Das waren ganz banale Dinge… nix neues. Dem Arbeiter und Bauern ist das Hemd näher als die Hose. Wahrscheinlich eh den meisten.
Diktatur des Proletariats – wer will das schon haben? Ich nicht. Deutschland ist kein Arbeiter und Bauern Staat und hat auch keine Proletarier. Falls doch, erklärt mir bitte mal die Sozialstruktur und wie dann die Diktatur heißen müsste und welche Interessen sie vertreten sollte. Diktatur ist halt eine Diktatur, egal welches Vorzeichen. Was können die echten Sozialisten besser machen als die unechten oder die Demokraten? Diktatur hat meines Erachtens bei der Einführung immer folgende Auswüchse mit sich gebracht (3. Reich, UDSSR, DDR, Chile): alle die sich das Denken nicht verkneifen können und das Maul aufmachen, werden „verschlossen“ oder „vernichtet“: Künstler, Intellektuelle, Ärzte etc. Diese Personen sind immer suspekt und gefährlich… Zum Schluss bleibt übrig, was sich eingereiht hat. Aber ohne Meinungsaustausch, Austragen von unterschiedlichen Positionen gibt es kein Vorankommen. Es gibt nie eine einzelne Personengruppe oder einzelne herausragende Persönlichkeiten welche die Geschicke lenken können. Das passiert nur im ständigen Auseinandersetzen, im Finden und Verwerfen neuer Ideen, Wege etc. Kann das eine Diktatur leisten?

Pseudo-marxistische Geschwafel – Hermann, das stimmt. In der DDR haben die Gesellschaftswissenschaftler über die Pseudo-Marxisten im Westen abgelästert. Also nun steht es 1:1. Aber im ernst, ich kann auf Theoriebasis nicht mitreden bzw. unterlasse es, weil ich eingesehen habe, dass es recht dahin verbogen wurde, wie es grad in der DDR passte auch wenn oft von „Gesetzmäßigkeiten“ die Rede war. „Den Sozialismus in seinen Lauf halten weder Hund noch Esel auf…“ War es der Hund oder ein anderes Getier? Naja.

Ich habe auch ein paar Fragen.
Was würde denn die MPLD machen mit Unternehmern – dürfte es welche geben?
Wer wäre eurer Meinung nach die Triebkraft für gesellschaftlichen Fortschritt – was wären die Motivationen dafür, denn bisher habe ich gesehen das der monetäre Anreiz besser funktioniert als der von etwas Diffuses überzeugt zu sein. Echte Überzeugungen hingegen versetzen Berge. Wie wollt ihr so was schaffen.
Wen würde denn ein echter Sozialismus, eine xyz Diktatur vertreten? Alle Interessen wird man nie ausgleichen können geschweige vertreten? Wer würde hinten runterfallen?
Wie würde sich der echte Sozialismus weiterentwickeln, wer darf ihn hinterfragen, reformieren etc. oder hat der echte Sozialismus so was nicht mehr nötig?
Und was bitte ist echte Sozialismus?

Mit freundlichen Grüßen Franz

Re: Stalin

Abgeschickt von Franz am 30.09.2009 00:53
Sorry übrigens, dass ich das Thema Stalin hier mit anderen Themen überlagert habe.

Re: Stalin

Abgeschickt von Paul-Alwin am 30.09.2009 10:46
Mal eine grundsätzliche Bemerkung zum Grundtenor.

Es hat in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft noch NIE eine gegeben die sozialistisch oder gar kommunistisch war. Das sind bevorzugte Wortwahlen von Leuten die sich schon immer und nach wie vor, vor den Tendenzen in diese Richtung fürchten und die dazugehörige Ideologie nennt man Antikommunismus. Weder im sogenannten Ostblock noch sonstwo auf der Welt hat es eine Staatsform gegeben die ausschließlich auf der Basis einer sozialistischen Demokratie bzw. einer sozialen Demokratie im ursprunglichen Sinne der Arbeiterbewegung gegeben. Oder gab es irgendwo auf der Welt eine, durch eine enorme Arbeitsprodutivität gestaltete Überproduktion, so das die erzeugten Produkte kostenlos verteilt werden konnnten (eine kommunistische Tendenz)?

Wenn man eine Kuh als Rennpferd bezeichnet und sie vielleicht auch zum traben bringt und nun alle schwören jetzt ist es ein Rennpferd, bleibt es trotzdem eine Kuh.
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