Kampf der globalen Klimakatastrophe?

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Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Lothar am 02.04.2010 03:04

Hallo Leute,

globaler Klimawandel ist ja immer noch ein "heisses" Thema ;)
Ich würde gerne wissen was ihr zu der These sagt:
Ein Teil der Wolkenbildung und damit auch ein Teil des Klimas wird durch die Sonne beeinflusst. Ein dänischer Wissenschaftler Henrik Svensmark hat diesen Zusammenhang entdeckt.

Hier ein Link zum Video:
http://www.youtube.com/watch?v=dKoUwttE0BA

Noch ein Link zum Thema:
http://www.thecloudmystery.com/The_Cloud_Mystery/Home.html

Wobei sich mir schon, unabhängig davon, vorher die Frage aufwarf: Kann der Mensch einen Kampf gegen die Klimakatastrophe führen? Gegen den (globalen) Klimawandel?

Die Wissenschaft streitet immer noch über die Ursachen des Klimawandels.

Wenn das GLOBALE Klima tatsächlich hauptsächlich durch die Sonne beeinflusst wird, kann der Mensch rein gar nichts dagegen tun.

Leider wird der Dänische Wissenschaftler in der Wissenschaftswelt überhaupt nicht ernstgenommen. Das heisst also, keine Kontroverse, geschweige den Bestätigung oder Widerlegung der These.
Interessanterweise wird in dem Verschwörungsfilm "The Obama Deception" darauf erwähnt, das nach der "New World Order" welche die US-Finanzoligarchen anstreben, eine Steuer nötig ist, die möglichst global von jedem eingefordert werden kann: die CO2-Steuer. Könnte hierin das große medial Interesse stecken, den globalen Klimawandel auf CO2 zurückzuführen, und andere Erklärungen tunlichst zu ignorieren?

Wie auch immer... ich bin der Meinung, man sollte für den Schutz der Umwelt kämpfen, jedoch nicht übers Ziel hinausschießen und gleich das Klima, das komplexeste System der Welt verbessern. Wenn man gar nicht sicher weiß wie?

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Jens-Uwe Springer am 05.04.2010 19:28
Hallo Lothar,
ist es wirklich eine sooo neue Erkenntnis das die Sonne etwas mit unserem Klima zu tun hat und auch für die Wolkenbildung mit verantwortlich ist ?

Die ganze Entwicklung der Natur hing seit jeher davon ab das es eine Sonne gibt die ihre Wärme auf die Erde strahlt und somit überhaupt erst Leben möglich gemacht hat. Diese Erkenntnis ist aber schon ewtas älter.

Soll uns dass nun zur Schlussfolgerung führen wie du sie anführst ?

"Wenn das GLOBALE Klima tatsächlich hauptsächlich durch die Sonne beeinflusst wird, kann der Mensch rein gar nichts dagegen tun."

Tatsächlich muss man sich mit der WECHSELWIRKUNG auseinandersetzen, zwischen dem wie die Menschen unter den Bedingungen der kapitalistischen Industrieproduktion Schadstoffe, wie CO2, in die Atmosphäre blasen und dem wie die Sonne und ihre Wärme darauf wirkt.
Es sind also minimum zwei Seiten.

Die Sonne beeinflusst das Klima gerade in der Weise wie wir die Atmosphäre verändern.
Würden wir z.B. kein CO2 u.a. Schadstoofe mehr in die Atmosphäre blasen, so würde die Sonne ein anderes Klima erzeugen. In sofern können wir sehr viel für das Klima tun.
Die kapitalistische Profitgier ist da allerdings der Stein im Wege, der überwunden werden muss.
Die Konferenz von Kopenhagen hat wunderbar vor Augen geführt wie sehr sich das Kapital für das Klima der Erde interessiert. Eine Veränderung ja, aber nur unter der Maxime das daraus Profit zu machen ist.
Also stört sich das Kapital nicht daran, das die Polarkappen schmelzen und der Meeresspiegel steigt, wodurch ganze Länder von der Landkarte verschwinden mit entsprechenden Massen an Todesopfern, da ja dafür das ÖL unter der Arktis zugänglich gemacht wird.
Dem muss sich eine weltweite Umweltbewegung entgegenstellen und ein Verbot des CO2 Austsoßes durchsetzen.

"Wie auch immer... ich bin der Meinung, man sollte für den Schutz der Umwelt kämpfen, jedoch nicht übers Ziel hinausschießen und gleich das Klima, das komplexeste System der Welt verbessern. Wenn man gar nicht sicher weiß wie?"

Da hast du absolut Recht.

RETTET DIE UMWELT VOR DER PROFITGIER !!!!!!!!!!!!!

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefano am 06.04.2010 14:12
Jens-Uwe Springer schreibt: "Dem muss sich eine weltweite Umweltbewegung entgegenstellen und ein Verbot des CO2 Austsoßes durchsetzen."

Ein weltweiter Verbot des CO2 Austsoßes bedeutet aber auch ein absolutes Rauchverbot Jens-Uwe. Da werden wir auch alle einen Hustenanfall bekommen, wenn wir zwar einatmen aber dann nicht mehr ausatmen dürfen :)

Der Kohlendioxidausstoß einer Zigarette entspricht 448-759 Nanogramm. Weltweit werden pro Jahr ca. 5.000.000.000.000 (5 Billionen) industriehergestellten Zigaretten in die Luft geblasen. Im Schnitt werden also jedes Jahr Rund 3000 Tonnen CO2 ausgestoßen, zuzüglich der CO2-Ausstoß der Holzverbrennung für die Tabaktrocknung. Siehe hierz "Afrikas Wälder rauchen" http://www.regenwald.org/regenwaldreport.php?artid=24

Anbei auch der Kurzbericht von Dr. Ludwig Lindner vom 22.11.2005 zum Thema:
CO2-Abgabe an die Atmosphäre durch menschliche Atmung
http://www.buerger-fuer-technik.de/body_co2-abgabe_an_die_atmosphare.html

Die eingeatmete Luft enthält:

20.9 % Sauerstoff,
78,1 % Stickstoff ,
0,93 % Argon und
0,035 % CO2.

Nach Pschyrembel, Medizinisches Wörterbuch, 257. Auflage, 1994 S. 130 enthält

die ausgeatmete Luft:

16 % Sauerstoff,
80 % Stickstoff + Argon und
4 % CO2.

Die Atemfrequenz beträgt beim Erwachsenen 16 - 20/min.

Das Atemzugvolumen (Atemvolumen) beträgt beim Erwachsenen in Ruhe 400 - 600 ml.

Das bedeutet rund 9 l Atemvolumen pro min und damit einen CO2-Ausstoß eines Menschen von rund 0.7 g/min oder 380 kg CO2 pro Jahr.

Hochgerechnet auf 82 Mill. Bürger in Deutschland ergibt dies eine Emission durch die Menschen von rund 30 Mill. t CO2 pro Jahr.

Zum Vergleich dazu: die energiebedingten CO2-Emission betrugen 2004 in Deutschland rund 870 Mill. t CO2, weltweit 28,2 Mrd. t CO2.

Auf der Welt leben rund 6,5 Mrd. Menschen. Nach gleicher Rechnung atmen daher die Menschen auf der Erde 2,4 Mrd. t CO2 im Jahr aus, d. h. die Menschen atmen weltweit fast 10 % der CO2- Menge aus, die die Industrie emittiert.

Hinzu kommt die CO2-Emission der Tiere, die etwa in der gleichen Größenordnung liegen dürfte.

Das Heißt, ein weltweiter Verbot des CO2 Austsoßes ist gar nicht möglich.

Hochatmungsvoll :)
Stefano

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefan am 07.04.2010 20:35
Du meine Güte Stefano,

dein Einsatz für eine rauchfreie Welt in Ehren, du hast sicherlich Recht, dass es eine CO2-freie Erde nicht geben kann (und du weißt sicher selbst, dass jens-Uwe dies auch nicht behauptet hat) Deinen eigenen Berechnungen zu Folge sind etwa 80 % des CO2-Ausstoßes beeinflußbar, wieso gehst du dann nicht darauf ein? Ich denke du musst aufpassen, dass du nicht mit "Scheuklappen" durch die Welt gehst? Oder glaubst du wirklich, dass bei den Rauchern :) die Ursache für die drohende Klimakatastrophe (und was sonst noch so alles) zu suchen ist?

Das Profitstreben, auch bei der Abholzung des Regenwaldes, ist Hauptverursacher der Umweltzerstörung, Maximalprofit über alles, ohne Rücksicht auf die Umwelt...

Gruß

Stefan H.

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefano am 08.04.2010 10:17
Ja, ja Stefan, immer die Anderen sind schuld an der Umweltzerstörung!
Nicht einmal die Tabakkonzerne bestreiten, dass die Tabakproduktion auch für die Verwüstung der Natur und die soziale Misere in den Anbauländer der so genannten "3. Welt" mitverantwortlich ist. Für die Trocknung des Tabaks wird das Holz von mindestens 1,2 Millionen Hektar (12.000 km2) Wald pro Jahr verbraucht. Sie würden halt nur das produzieren, was die Verbraucher haben wollen, so ein Teilnehmer des "Social Report 2004" (B.A.T.-Veranstaltung).
„Ein deutscher Durchschnittsraucher vernichtet alle drei Monate einen Tropenbaum“. http://www.regenwald.org/regenwaldreport.php?artid=24

Was versuchst aber mir anzudichten Stefan, mit: „Oder glaubst du wirklich, dass bei den Rauchern die Ursache für die drohende Klimakatastrophe (und was sonst noch so alles) zu suchen ist?“. Die selbe zynische Frage könntest du auch für die „Autofahrer“ stellen. Die Zeit der Ozonwarnungen steht bald wieder in den Medien! Umweltschutz beginnt also vor meiner unbestechlichen Nase. Denn ein Umweltschützer der täglich mind. 5,- Euro in blaue Qualmkringelchen verwandelt, ist m. E. mit ein Staatsanwalt vergleichbar, der Ladendiebstähle begeht. Weniger, ist mehr!

Gut hust
Stefano

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Jens-Uwe Springer am 09.04.2010 08:42
Stefano und seine Methode, die Notwendigkeit der Rettung der Umwelt vor der Profitgier herunter zu spielen.

1. entdeckt Stefano scharfsinnig eine kleine Ungenauigkeit, da ich in meinem Beitrag nicht von "industrieellem" Austoß von CO2 geschrieben habe, was ja schon mal eine enorme Auffassungsgabe verlangt.

2. nimmt sich nun Stefano diese Ungeanuigkeit zum Anlass, um mal wieder sein profundes Wissen bezüglich der Zigaretten zum Besten zu geben. (Doch woher will nun Stefano wissen dass ich rauche. Werde ich womöglich bespitzelt ?)

3. statt nun eine Korrektur oder Verbesserung beizutragen, bemüht sich Stefano redlich die Notwendigkeit des industriellen !!! Austoßes von CO2 entweder zu übersehen oder nicht zu begreifen aber letztlich damit um sich über die Rettung der Umwelt vor Profigier lächerlich zu machen.

Wen Stefano nun mit seinem profunden Zigaretten-Wissen beeindrucken will ist wohl sein Geheimnis. Mich bewegt so ein billiger Eklektizismus allerdings weniger, sich einfach irgendein Agriffspunkt aussuchen, um dann die eigentliche Fragestellung oder Diskussion auf ein absolut nebensächliches Gleis zu lenken.

Objektiv stellt sich Stefano damit auf die Seite derjenigen, die einer internationalen Umweltbewegung Steine in den Weg legen, weil ihnen der Prfoit mehr am Herzen liegt als die Rettung der Umwelt.

Ob das wirklich in Stefanos Sinne ist kann er uns ja mal ganz offen verraten.

Lieben Gruß
Jens-Uwe

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefan am 11.04.2010 15:06
Stimmt genau, Stefano,

genau so abwegig, blödsinnig (entschuldige) wäre es, die Autofahrer und nicht die Automobilindustrie für die Umweltverschmutzung verantwortlich zu machen, denn die (und nicht der Benutzer des Autos) weigert sich aus Profitgründen umweltschonendere Autos zu produzieren, geschweige denn in einen bezahlbaren (!) öffentlichen Nah- und Fernverkehr zu investieren...

Oder willst du auch hier behaupten: wer Auto fährt kann kein Umweltschützer sein? Wenn ja, was ich nicht so richtig glauben mag, wäre Jens-Uwes letztem Kommentar wirklcih nichts mehr hinzuzufügen, ausser, dass es sich nicht lohnt mit dir ernsthaft zu diskutieren...

Viele Grüße

Stefan H.

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefano am 18.04.2010 10:53
Hallo Stefan,

du schreibst die Automobilindustrie sei für die Umweltverschmutzung verantwortlich - und nicht die Autofahrer! Das ist nicht ganz richtig, denn die Automobilindustrie produziert nur ein Produkt, was der Konsument kaufen möchte. Mag sein, dass sich die Automobilindustrie aus Profitgründen weigert, umweltschonendere Autos zu produzieren, niemand wird aber gezwungen ein Auto zu kaufen!

Der Fisch schwimmt, der Vogel fliegt, die Schlange kriecht, der Mensch geht zu Fuß oder fährt mit dem Fahrrad. Daher bin ich jeden Tag zur Arbeit, 12 km hin und 12 km zurück, mit dem Rad gefahren. Im Jahr sind so ca. 6000 km zusammen gekommen.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf eine PDS-Veranstaltung vom 10. Mai 2003 in Stuttgart hinweisen, zum Thema: "Verkehr und Mobilität", Referent Prof. Hermann Knoflacher. Er ist für seine Kritik am Automobil und seinen Folgen für die Umwelt des Menschen Bekannt. http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Knoflacher
Das Auto ist für Knoflacher „wie ein Virus“: „Wir ziehen uns mehr oder weniger freiwillig in abgedichtete Häuser mit Lärmschutzfenstern zurück, um den Außenraum dem Krach, dem Staub und den Abgasen der Autos zu überlassen“...

Aus GUTKNECHT, 1973, S. 28 ist dagegen zum "Nulltarif" folgendes zu entnehmen:
http://www.uni-trier.de/fileadmin/forschung/ZES/Schriftenreihe/022.pdf

Eines der bekanntesten Nulltarif-Experimente ist das der Verkehrsbetriebe von Rom. Versuchsweise wurde der Nulltarif in der Zeit vom 30. Dezember 1971 bis zum 7. Januar 1972 eingeführt. Das Experiment hatte zwar eine 50prozentige Fahrgastzunahme, aber gleichzeitig nur eine minimale Abnahme des Individualverkehrs um knapp zwei Prozent zum Resultat. In Bologna gab es ab April 1973 begrenzte Nulltarifangebote. Während des Berufsverkehrs konnten die Busse kostenlos benutzt werden. Für ältere BürgerInnen mit geringen Einkommen wurde zusätzlich ab 1974 ein genereller Nulltarif eingeführt. Zählungen zeigten, daß der Verkehr im Stadtzentrum von Bologna zwischen 1972 und 1974 um mindestens 20 Prozent zurückging. Während dieser Zeit stieg die Zahl der Busbenutzer um rund 50 Prozent von 320.000 auf 482.000 an. (...).

Auch für den Züricher Universitätsprofessor Peter Bohley - eigentlich ein vehementer Befürworter der unentgeltlichen Beförderung - entstammt der Nulltarif u.a. einem Denkprozeß, der - ausgelöst durch die Orientierungskrise der Wachstumsgesellschaft - marxistische Gesellschaftskritiker veranlaßt habe, über den Nulltarif eine grundlegende Veränderung des Gesellschaftssystems herbeizuführen.

Soviel zum Thema "bezahlbaren öffentlichen Nah- und Fernverkehr"

Zu deiner Zusatzfrage: "Oder willst du auch hier behaupten: wer Auto fährt kann kein Umweltschützer sein?" Stelle ich dir die Gegenfrage, findest du es etwa Umweltfreundlich, wenn jemand das Auto benutzt, nur um sich ne Packung Zigaretten um die Ecke zu kaufen? Eine Strecke von ca. 1,5 Km zu laufen, ist für jeden gesunden Menschen zumutbar! Offensichtlich willst du aber hier nur über die Umweltverschmutzung durch die Industrie diskutieren, anstatt ernsthaft selber dagegen was zu tun.
Umweltverschmutzung beginnt nämlich vor meiner eigenen Haustür bzw. vor meiner unbestechlichen Nase! :)

Gut hust
Stefano

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Jens-Uwe Springer am 20.04.2010 14:41
Die Methode Stefano bleibt doch noch dieselbe.

Man nehme sich einen Punkt heraus, um dann sogleich von der eigentlichen Hauptfrage abzulenken bzw. die Hauptumweltverbrecher aus der Schußlinie zu nehmen.
Was will uns Stefano eigentlich beweisen mit seinen Hinweisen auf die Versuche den öffentlichen Nahverkehr "bezahlbar" anzubieten, wobei die Forderung eigentlich lauten müsste kostenloser öffentlicher Nahverkehr.
Das allein ist es aber auch nicht sondern muss in Zusammenhang mit anderen Forderungen gesehen werden, wie die Verlagerung des LKW Verkehrs auf die Schiene (soweit wie möglich), den Bau von KFZ´s mit Solar oder Stickstoffantrieb usw.

Dass wir es heute mit einem derartigen Problem, wie dem Widerspruch zwischen Natur und Umwelt, zu tun haben liegt sicher nicht vor der Haustür des Einzelnen und hat wohl auch kaum etwas mit der Nase zu tun.
Vielmehr hat sich die Umweltproblematik in Zusammenhang mit der kapitalistischen Industrie entwickelt und soweit zugespitzt dass dass wir Gefahr laufen in einen Antagonismus zwischen Natur und Mensch zu geraten oder wie es ausgedrückt wird einer globalen Umweltkatastrophe.
Natürlich kann und sollte jeder nach seinen Möglichkeiten etwas zum Schutz der Umwelt beitragen. Doch ohne den Kampf gegen die industriellen Umweltverbrecher werden das Wirkunglose Rettungsversuche bleiben.

Wer lässt denn Müllbrennungsanlagen, Kohlekraftwerke oder AKW´s bauen, die Regenwälder abholzen, Giftmüll in die Meere kippen usw. ???
Und wer verhindert dringende Sofortmaßnahmen und Alternativen ?
Lässt protestierende Umweltschützer wie in Kopenhagen niedeknüppeln ?
Es sind die Damen und Herren des Monopolkapitals und ihre willfährigen Diener in der Regierung und "anderswo" (!?)
Doch davon will Stefano natürlich nichts wissen und gibt sich zufrieden dass vor SEINER Haustür die Umwelt geschützt ist, damit SEINER Nase ja nichts in die Nähe kommt was da nicht hin soll.
Ich allerdings habe die Nase gestrichen voll von den Umweltverbrecher a´la Vattenvall E-Nergie, Bayer, BASF oder wie sie alle heißen.
Und bleibe dabei.
RETTUNG DER UMWELT VOR DER PROFITGIER.

beste Grüße
Jens-Uwe

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Gabriel Seiffert am 22.05.2010 16:57

Hallo Zusammen
Ich hab mal bei einer Dokumentation gesehen, dass die Durchschnittstemperatur auf der Erde der Sonnenaktivität folgt und nicht dem Co2-Gehalt der Atmosphäre. Zb im Nachkriegsaufschwung c.a 1945-70 stieg zwar das Co2 aber die temperatur sank. Interresant oder? Zumal unter den Bejahern dieser These auch dutzende Nobelpreisträger gehören...
Demzufolge bin ich etwas enttäuscht davon dass sich eine revolutionäre Partei(wohl nicht als die einzige) der Klimahysterie (die ja auch noch von der UNO geschürt wird und wohl primär die Akzeptanz für AKWs steigern soll ) bedingungslos anschliesst.
Dies soll aber nicht heissen dass ich ein Freund fossiler Brennstoffe (Schlagwort Künstliche Knappheit) und anderen Eingriffen (zb Chemtrails, sonstige chemische Emissionen) bin, im Gegenteil. Auch ich verlange von der Gesellschaft der Zukunft/Gegenwart eine nachhaltige Energiepolitik (Schlagwort erneuerbare Energien)
Dennoch schätze ich Ihr Engagement für eine gesündere Umwelt. Jedoch weiss ich nicht ob man da primär beim Co2 ansetzen soll. Wohl aber bei der kapitalistischen Profitgier!!

Solidarisch-Kritische Grüsse von Gabriel Seiffert

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefan P. am 28.05.2010 07:30
Interessante Diskussion. Vom Thema her, als auch wie diskutiert wird.

Was der dänische Wisenschaftler vorbringt, ist doch nicht völlig abwegig! Darf das nicht sein, weil eine verminderte Schuld der industriellen Verursacher nicht in den Kram der MLPD passt?
Wenn diese These für mich auch noch nicht bewiesen ist, kann man sie doch nicht grundsätzlich, ohne weitere Analyse, ablehnen! Das ist nicht wissenschaftlich!

Ich denke trotzdem, eine Reduzierung des CO2 Ausstosses sollte unser Ziel sein! Es reicht schon, dass zahlreiche Gründe für CO2 als Verursacher sprechen. Auch ohne endgültigen Beweis, wir sollten kein Risiko eingehen!

Es ist natürlich leicht, alles dem Kaptitlismus unterzuschieben. Keine persönlichen Opfer und Unbequemlichkeiten, beschränken wir uns auf den politischen Kampf...

War ist, dass ein beträchtlicher Teil der Umweltverschmutzung durch (änderbaren) privaten Konsum und Nutzungsverhalten entsteht. Wie sieht es aus mit Energiesparlampen, den erwähnten Kurzstrecken mit dem Auto, Einwegverpackungen?

Natürlich sind Industrie und die Profitgier EIN grosser Hauptverursacher für Umweltschäden!

Es ist aber geradezu sträflich, nur dorthin zu zeigen, und uns Verbraucher / Arbeiter als machtlose Opfer hinzustelen. Warten wir auf den Sozialismus und tun solange nichts?

Sowohl im Kapitalismus als auch im Sozialismus ist das bewusste herangehen jedes einzelnen an Umwelfragen gefragt! Im grossen Rahmen, wie auch im persönlichen Umfeld!

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefan am 29.05.2010 08:35
Hallo Stefan P.

hat dies jemand bestritten (die Verantwortung des Einzelnen) ?

es geht aber um die HAUPTVERURSACHER der Umweltverschmutzung und der drohenden Klimakatastrophe....ob gewollt oder ungewollt: auch du legst in deinen Ausführungen den falschen Schwerpunkt. Auch sind für viele Hindernisse, Umweltschutz im "privaten" Bereich umzusetzen, die Hauptverursacher verantwortlich, sei es durch Preisdiktate für den Nahverkehr, Aushebelung der Mülltrennung und anschließende Müllverbrennung usw. (ich empfehle dir unter anderem die Informationen der "Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz e.V." www.total-recycling.de = dort geht es auch um Eigeninitiative und Verantwortung, aber auch darum wie dies aufgrund von Profitgier auf Widerstand stösst....

Gruß
Stefan H.

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Jens-Uwe Springer am 31.05.2010 12:44
Zu der Frage der Wolkenbildung und den Erkenntnissen des Herrn Svensmark.

Zu Recht kann man sich damit befassen und es auch so anerkennen, dass die Sonne einen bestimmten und vielleicht sogar erheblichen Anteil an der Wolkenbildung und damit auch am Klima hat.
Ändert das irgendetwas daran, das sich das Klima aus einer ganzen Reihe von Faktoren bildet und dabei die Sonne ein Faktor darstellt ?
Zu nennen sei hier z.B. der Regenwald, der Golfstrom u.a., Wasserkreislauf, atmosphärische Veränderungen (OZON-Loch) usw.
Ich bin natürlich zugegebener Maßen kein Experte was das Klima angeht. Muss ja auch nicht wenn man logisch an die Sache rangeht. Und gewisse Prozesse sind bereits soooo offensichtlich, dass selbst der größte Laie verstehen kann welche Gefahr droht.

Dass es heute einen derartigen WIDERSPRUCH zwischen Mensch und Natur gibt hat seine Ursache unzweifelhaft in der kapitalistischen Produktionsweise und der Profitgier als Triebkraft.
Verklappt der Einzelne vielleicht zig Millionen Barrel ÖL und Gift in die Meere ?
Was ist das gerade mit der Bohrinsel und dem gigantischen Ölteppich ?
Der Einzelne ?
Wer holzt die Regenwälder ab um Weideflächen für Steakhausrinder zu bekommen ?
Der Einzelne ?
Wessen Chemie war es in Bopal und Seweso ?
Des Einzelnen ?

DER EINZELNE !!!!!
Einfach nur Naiv sich ernsthaft auf so eine Fährte locken zu lassen.

Ist das Leben der Menschheit ein derartiges Experiment wert, abzuwarten ob nicht vielleicht doch die Sonne ganz allein und ohne menschliche Handlung unser Klima wieder ins wunderbare harmonische Gleichgewicht bringt und wir uns um unsere und unser Kinder Zukunft keine Sorgen machen müssen ??????????
Wem sollen wir es danach sagen wenn das EXperiment leider schief gegangen ist ??

Es bleibt dabei.
RETTET DIE UMWELT UND DIE MENSCHHEIT VOR DER PROFITGIER!!!!!!!!!!!!!

beste Grüße
Jens-Uwe




Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Joachim am 25.06.2010 12:57
Ich finde es auch wichtig, dass viel für den Umweltschutz getan wird, aber ich denke, dass die Regierungen das falsch angehen. Es wird viel zu viel im Detail und im Kleinen gemacht und ich vermisse die großen Aktionen, die eine echte Wirkung zeigen. Da werden Umweltzonen eingeführt und die KFZ Steuer und Versicherungen - http://www.autoversicherung-online.info/Autoversicherung/Umwelttarife - richten sich an den Abgasen aus, aber das sind meiner Meinung nach Kleinigkeiten, die dem einzelnen Bürger das Leben erschweren. Die großen Konzerne verursachen Abgase im riesigen Ausmaß, auch die langen Transportwege via Flugzeug fallen da ins Gewicht. Da sollte mal vorher angesetzt werden und nicht dort, wo es für die Regierungen am angenehmsten ist.

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefano am 26.06.2010 12:22
>>>Die Methode Stefano bleibt doch noch dieselbe.
Man nehme sich einen Punkt heraus, um dann sogleich von der eigentlichen Hauptfrage abzulenken bzw. die Hauptumweltverbrecher aus der Schußlinie zu nehmen. <<<

Ach Jens-Uwe, vom Reden zum Handeln ist ein Riesenschritt! Für den Umweltschutz gehört also viel mehr dazu, als die Umwelt nur vor der Profitgier zu schützen. Durch mein „kümmerliches Dasein“ versuche ich z.B., mich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. Ist es also nicht sonderbar Jens-Uwe, dass viele Menschen „DIE UMWELT UND DIE MENSCHHEIT VOR DER PROFITGIER RETTEN“ wollen, aber nicht danach leben?

Sind es z.B. nicht die vielen, vielen EINZELNEN, die Begehrlichkeiten bei den Profiteure wecken? Werden die Autobahnen etwa nicht auch für die Mobilität vieler, vieler EINZELNER gebaut? Werden die Tropenwälder etwa nicht für die egoistische Befriedigung vieler EINZELNER abgeholzt/abgefackelt? (Tabak, Kaffee, Palmöl, Steaks usw.)

„Ein deutscher Durchschnittsraucher vernichtet alle drei Monate einen Tropenbaum“.
http://www.regenwald.org/regenwaldreport.php?artid=24

und "Warum wir PALMÖL aktiv bekämpfen"
http://www.regenwald.org/regenwaldreport.php?artid=307

sowie "Fleisch schmeckt dem Klima nicht"
http://www.regenwald.org/regenwaldreport.php?artid=225

„Ein Umweltminister der raucht, ist mit ein Staatsanwalt vergleichbar, der Ladendiebstähle begeht!“ so äußerte sich z.B. Joschka Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) gegenüber der Presse, als er 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde. Oder „Weniger, ist mehr!“ lautet konsequenterweise der Slogan der ÖDP. Du dagegen lenkst vom individuellen Fehlverhalten ab, wovon die Profiteure eigentlich existieren. Alles was Spaß macht wird z.B. von der Zigarettenmafia dominiert: Formel 1-Rennen, die Rallye Dakar, die ägyptische Pharaonen-Rallye, die Orpi Maroc Marokko Rallye, die Australian Safari oder die UAE Desert Challenge. Musik- und Gastronomie-Branche!

Umweltbelastend finde ich auch, dass viele EINZELNE mit dem Auto zwischen 5 und 9 km zur Arbeit fahren, statt das Fahrrad zu benutzen. Du wolltest wissen, was ich eigentlich beweisen wollte, mit dem Hinweisen auf die Forderung nach einem kostenloser öffentlicher Nahverkehr? Hmm! Mitte der 70er Jahren hat die DB damit geworben, dass durch den Fahrpreis lediglich 40% der Kosten gedeckt werden würden. Als logische Konsequenz habe ich daher bei den „Werbestrategen“ der DB,, einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr angeregt. Antwort: in den Wagons wurden sämtliche widersprüchlichen Werbeplakate entfernt und der Fahrpreis erhöht.

Übrigens, wenn wir so leben würden wie die Yanomami-Indianer
http://www.brasilien.de/volk/staaten/yanomami.asp dann könnte unser Globus leicht 30 Milliarden Menschen ernähren und die kapitalistischen Industrie ginge pleite. Wenn wir aber so weiter konsumieren wie bisher, dann wird sich die kapitalistischen Industrie weiter entwickeln und wir benötigen bald 5 Globen!
Die Forderung nach kostenloser öffentlicher Nahverkehr, sowie die Verlagerung des LKW Verkehrs auf die Schiene und den Bau von KFZ´s mit Solar oder Stickstoffantrieb usw. sollte daher umgehend umgesetzt werden. Doch außer blaue Qualmkringelchen in die Luft zu blasen, ist in dieser Hinsicht viel zu wenig zu erfahren. Leider!

Meinst du nicht auch Jens-Uwe, dass die "RETTUNG DER UMWELT VOR DER PROFITGIER" durch eine nachhaltige Veränderung unserer Konsum- und Lebensgewohnheiten maßgeblich beeinflußt werden könnte?

Hochatmungsvoll
Stefano


Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefan am 27.06.2010 23:06
Ach Stefano,

...immer wieder das gleiche, ich will nicht unhöflich werden, aber so langsam nervt es nur noch

nehmen wir uns ein Beispiel an den Yanomami-Indianern...wenn dies ironisch gemeint wäre könnte man ja mit viel Wohlwollen noch darüber "lächeln"

setz`dich einfach mal mit den Argumenten anderer, mit den Umweltpolitischen Zielen, auseinander. Es geht gerade NICHT darum, dass wir/der Einzelne nachhaltig die Konsum- und Lebensgewohnheiten verändern...und schon brauchen wir uns nicht mehr um die drohende Umweltkatastrophe zu kümmern...= du kannst dir auch deine Hinweise auf weitere Internetseiten als Antwort sparen...ich denke, ich bin nicht der Einzige, der das nicht mehr liest!?

Stefan H.

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Jens-Uwe Springer am 08.07.2010 20:52
Vielleicht gelingt es dir Stefano ja gelegentlich zur eigentlichen Frage (siehe den ganz ersten Beitrag) etwas beizutragen bzw. Stellung zu nehmen.

Dass du besonderen Wert auf die Aktivität vieler Einzelner wert legst, ist ja schon mal ganz wunderbar und da sind wir uns sogar einig.
Die Frage die sich dabei stellt ist nur, mit welchem Ziel, welchen Forderungen und welchen Inhalt die Aktivität verbunden ist.
Zig-Millionen Nichtraucher mögen zwar der Zigarrettenindustrie THEORETISCH das Wasser abgraben können aber der Regenwald wird deswegen trotzdem weiter abgeholzt.usw.
Solange die internationalen Monopole und ihre Regierungen in Ruhe weiter agieren könnenn
wie es ihnen beliebt ohne ernsthaft um ihre Macht fürchten zu müssen, wird sich wohl nicht viel ändern.

"Ist es also nicht sonderbar Jens-Uwe, dass viele Menschen „DIE UMWELT UND DIE MENSCHHEIT VOR DER PROFITGIER RETTEN“ wollen, aber nicht danach leben?"
Wollen würde ich schon gern ein KFZ mit Solarantrieb fahren, doch wer entscheidet nur darüber ob die Dinger produziert werden ? Hmmm ? Was meinst Du ?
Ich gebe dir absolut recht das Wort und Tat übereinstimmen müssen soweit das im Rahmen dieses System überhaupt möglich ist. Es gehört aber auch einiges an Überzeugungs- und Erziehungsarbeit dazu. Kritik und Selbstkritik. Streitkultur.
Von allein passiert es jedenfalls nicht.

"Meinst du nicht auch Jens-Uwe, dass die "RETTUNG DER UMWELT VOR DER PROFITGIER" durch eine nachhaltige Veränderung unserer Konsum- und Lebensgewohnheiten maßgeblich beeinflußt werden könnte?"
Glaubst du wirklich dass durch unser Kunsumverhalten die AKW´s oder Kohlekraftwerke durch Solar und Windenergie ersetzt werden ?
Mal sehen. Werde mal meinen Stromanbieter anrufen und dem sagen, dass ich darauf bestehe in Zukunft nur noch mit einwandfreien Öko-Strom aus Wind oder Sonnenenergie versorgt zu werden.
Dein Engagement in Sachen Umwelt und Massenverhalten in allen Ehren, doch ohne politischen Kampf gegen die Hauptumweltverbrecher wird sich wohl kaum was ändern.

beste Grüße
Jens-Uwe

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefano Marinello am 04.08.2010 14:38
>> „Vielleicht gelingt es dir Stefano ja gelegentlich zur eigentlichen Frage (siehe den ganz ersten Beitrag) etwas beizutragen bzw. Stellung zu nehmen.“ <<

Was gibt es an „RETTET DIE UMWELT VOR DER PROFITGIER“ zu rütteln, Jens-Uwe?
Wir können aber nicht so lange warten, bis dies im Sozialismus verwirklicht wird. Daher begrüße ich es sehr, dass die noch vor einigen Jahrzehnten starke Verschmutzung der Luft in Deutschland durch Schwefeldioxid inzwischen Geschichte ist. Hierfür sind nicht allein die grundlegenden strukturellen Veränderungen in diesen einstigen Problemgebieten verantwortlich. Gezielte Maßnahmen zur Verringerung der Belastung wie die Festsetzung strenger Schadstoffgrenzwerte, die Einführung von Rauchgasentschwefelungsanlagen und der Einsatz schwefelarmer Treibstoffe haben entscheidend zur Verbesserung der Luftqualität beigetragen. Nicht nur im „Ruhrpott”, auch im Osten Deutschlands ist der Himmel heute wieder blau.

Bleifreies Benzin gibt es in Deutschland seit ca. 30 Jahren, leider ist die Atemluft nun mit Benzol geschwängert. Tja Jens-Uwe, warum du noch kein Elektroauto besitzt, kann ich nicht nachvollziehen. Die Akkus können nämlich mit Solar- oder Windenergie geladen werden.
„Wollen würde ich schon gern ein KFZ mit Solarantrieb fahren,“ Deine Worte

>> „doch ohne politischen Kampf gegen die Hauptumweltverbrecher wird sich wohl kaum was ändern.“ <<

Habe ich das irgendwo bestritten oder in Frage gestellt, Jens-Uwe? Meine Kritik richtet sich auf das individuelle Fehlverhalten vieler Umweltaktivisten, die „gerne“ das Lungenkrebs-Risiko durch das Luftschadstoffgemisch Tabakrauch in Kauf nehmen, aber nicht wenn dieser durch den Profit der Hauptumweltverbrecher ausgelöst wird. Wie mir auch einige Teilnehmer des 8. Waldfest im Truckenthal zu verstehen gaben. Diese Logik mag verstehen wer will, ich jedenfalls nicht!
Im Zelt zur Podiumsdiskussion "Nehmt Ihnen die Hand aus der Welt, eh sie verbrannt" lagen u.a. auch Broschüren zum Thema BSE aus. Als sich im Zelt ein gewisser Klaus eine ansteckte, meinte ich: „wer raucht braucht sich über die Creutzfeldjakob-Krankheit keine Gedanken zu machen, weil der Lungen-Krebs viel Wahrscheinlicher ist.

Man mag daher zum Buch „Die Panik-Macher“ ISBN 3-492-04355-0 http://home.arcor.de/g.mackenthun/panik.htm stehen wie man will, zutreffend finde ich jedoch folgende Zeilen: ob Genkartoffeln, Hormonfleisch oder Thrombosen auf Langstreckenflügen: viele Menschen haben falsche Vorstellungen von dem, was wirklich gefährlich ist. Ängstlich verscheuchen sie die Fliege auf ihrem Arm und merken nicht, dass ein wutschnaubender Elefant auf sie zugerannt kommt. Was die Öffentlichkeit am meisten aufregt - radioaktive Molke, Radium im Mineralwasser oder Tributylzinn in Sporttrikots - bietet wenig Grund zur Sorge. Deswegen sind wir nicht in Gefahr, und sterben tut daran schon überhaupt niemand. Um so seltsamer, dass die größten Gefahren mit einer unverständlichen Gleichgültigkeit hingenommen werden: Bluthochdruck, ungünstige Ernährung, Rauchen, Übergewicht, Bewegungsarmut, Alkohol sowie der Straßenverkehr.

Von 100 Bundesbürgern stirbt pro Jahr im Durchschnitt einer. Unter 82 Millionen Einwohnern sind das rund 820.000 Menschen. Mit rund 420.000 Toten, über der Hälfte aller Verstorbenen, führen die Krankheiten des Kreislaufsystems die Liste der Todesursachen an. (...)

Die Frage rauchen oder nicht-rauchen überlagert alle anderen Gesundheitseinflüsse wie Luftverschmutzung und Radon. Betrachtet man auf der Suche nach Lungenkrebssterblichkeit bzw. Lungen- und Bronchialerkrankungen nur die Luftverschmutzung oder nur die Radonbelastung, kommt man zu völlig falschen Ergebnissen, wenn das Rauchverhalten ausgeklammert bleibt. Bei jeder Meldung über einen Zusammenhang von Lungenkrankheiten und Luftverschmutzung bzw. Radon muss gefragt werden, ob auch der Zigarettenkonsum mit berücksichtigt wurde.

Beim Thema BSE hatten z.B. die Medien in kürzester Zeit ein ganzes Volk zum umdenken gebracht. Doch wo bleibt da die Konsequenz? Die Chance, an Creutzfeldjakob zu erkranken, steht im Verhältnis zur Chance, an Lungenkrebs zu sterben, etwa bei eins zu einer Million. Auf die Idee, deshalb Zigaretten, Zigarren und Tabak, die mit wissenschaftlicher Sicherheit erkannten Mitverursacher von Lungenkrebs sind, aus Automaten und Verkaufsregalen zu verbannen oder gleich zu vernichten, kommt indes keiner. Tabakkonsumenten, darauf angesprochen, zucken höchstens mit den Schultern und saugen genüsslich weiter am "Sargnagel": Na ja, weiß nicht. Main Opa wurde 80 und rauchte wie ein Schlot. Nichts da von Angst, dass was passieren könnte, Massenpanik oder gar Kaufverweigerung, egal übrigens wie teuer die Packung ist.
Gegen die Dummheit kämpfen halt selbst die Götter vergebens! Mit Hysterie und Gleichgültigkeit wird man jedoch weder BSE noch Lungenkrebs, noch Maul- und Klauenseuche, noch die nächsten Heimsuchungen bekämpfen können. Wer also raucht, hat sehr gute Chancen nicht an den Folgen der Bovine Spongiformen Enzephalopathie zu erkranken.

Weltweit werden jährlich ca. 137 Mrd. EUR über die Tabaksteuer eingenommen, das sollten Kohlenmonoxid-Genießer vor Augen haben, anstatt sich von ihren egoistischen Gelüsten leiten zu lassen.

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Jens-Uwe Springer am 05.08.2010 07:32
Stefano, Stefano.
Da erleben wir gerade wie in Pakistan 100 000nde Menschen ums Überleben kämpfen, da erleben wir die Arroganz von BP gegenüber der Verantwortung für die Öl-Katastrophe.

Einer wirklichen Wende in der Umweltpolitik stellt sich das internationale Monopolkapital entgegen und du hast nichts besseres im Kopf als dich über Raucher aufzuregen.
Du willst einfach nichts gegen die Herrschaft des Kapitals unternehmen, vielleicht weil du selber ein Nutzniesser von Aktien oder anderen Anlagen bist. Vielleicht weiß ich nicht.

"Habe ich das irgendwo bestritten oder in Frage gestellt, Jens-Uwe? Meine Kritik richtet sich auf das individuelle Fehlverhalten vieler Umweltaktivisten, die „gerne“ das Lungenkrebs-Risiko durch das Luftschadstoffgemisch Tabakrauch in Kauf nehmen, aber nicht wenn dieser durch den Profit der Hauptumweltverbrecher ausgelöst wird."

Du brauchst es garnicht mehr explizit bestreiten oder in Frage stellen Stefano, da du durch deinen Kampf a´la Don Qui Shotte gegen Nebelwolken der Raucher kämpfst zeigst du ja bereits zur Genüge wer dein persönlicher Gegner ist.

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefan am 06.08.2010 00:16
noch eine Ergänzung zu Jens-Uwe (auf die unendliche Geschichte "Raucher" gehe ich nicht mehr ein, da fehlt mir die Geduld von Jens-Uwe)

"Rettet die Umwelt vor der Profitgier" = "wir können aber nicht so lange warten, bis dies im Sozialismus verwirklicht ist"???? Aha, da liegt also "der Hund begraben", da habe ich (haben wir) ja bisher aus Deiner Sicht völlig falsch argumentiert!? Es ist also unmöglich/aussichtslos im Kapitalismus gegen die Umweltverbrechen der Konzerne zu kämpfen, Widerstand zu leisten? Das bedeutet dann natürlich in Deiner Logik beschränken auf die Einstellung/das Verhalten des Einzelnen und als Konsequenz Einstellung des Kampfs um Tagesforderungen (wir müssen ja erst den Kapitalismus abschaffen) Deshalb auch an anderer Stelle die "gut gemeinten Ratschläge" für die Hartz IV-Empfänger wie sie am besten über die Runden kommen?

auch wenn ich anders argumentiere wie Jens-Uwe, das Ergebnis ist das gleiche: Du wirst (ob Du es auch nicht "willst" weiss ich nicht, und das mit den Aktien, na ja, was soll das?) nichts gegen die Herrschaft des Kapitals unternehmen, freust Dich vielleicht wenn andere dies tun...und schaltest Dich dann evt. ein wenn es soweit (im Sozialismus) ist...

Stefan H.

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefano am 06.08.2010 10:43
Jens-Uwe, Jens-Uwe.
Täglich verhungern nach Angaben des ehemaligen UN-Sonderberichterstatters Jean Ziegler 47.000 Menschen auf der Welt, alle fünf Sekunden stirbt ein Kind an Hunger. Und du verschließt die Augen davor, dass weltweit jährlich mind. 180 Mrd. EURO in blaue Qualmkringelchen verwandelt werden, statt in Kleidung und Nahrung.

Laut einer Studie des Medizinsoziologe Andreas Mielck vom Institut für Medizinische Informatik und Systemforschung (MEDIS) der Uni-München, wird nämlich in der „Unterschicht“ etwa zwei- bis dreimal soviel geraucht als in der „Oberschicht“.
Im Klartext: Arme verwandeln mehr Geld in blaue Qualmkringelchen um, als Reiche.

Was unternimmst du eigentlich, um die Menschen in Pakistan zu helfen,
die gerade zu 100 000nde ums Überleben kämpfen, Jens-Uwe?

Was tust du gegen die Arroganz von BP, die die Öl-Katastrophe zu Verantworten haben?
Warum hast du noch kein Elektroauto, Jens-Uwe, wenn du so gern ein KFZ mit Solarantrieb fahren möchtest?

Re: Einer wirklichen Wende in der Umweltpolitik stellt sich das internationale Monopolkapital entgegen und du hast nichts besseres im Kopf als das Geld in blaue Qualmkringelchen zu verwandeln. Du willst einfach nichts gegen die Herrschaft des Kapitals unternehmen, vielleicht weil du dich selber an der Häufung des internationale Monopolkapitals beteiligst? Nutzniesser von Benzin und Tabak bist? Vielleicht weiß ich nicht.

Warum siehst du also den Splitter im Auge deines Bruders, Jens-Uwe,
aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?

„RETTET DIE UMWELT VOR DER PROFITGIER“

Warum aber die Gier der Tabakmonopolisten weiterhin gesättigt werden soll,
wird wohl dein Geheimnis bleiben. Soviel zum "Kampf a´la Don Qui Shotte"

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefano am 07.08.2010 18:43
(auf die unendliche Geschichte "Raucher" gehe ich nicht mehr ein, ...)

Das die meisten Kohlenmonoxid-liebhaber die Qualmerei, als Mittel zum Ausdruck von gesellschaftlichem Rang, Gelassenheit und Überlegenheit positiv besetzt sehen, ist ja nix neues Stefan.
Es geht aber hier nicht um die unendliche Geschichte "Raucher", wie du diese Unhöflichkeit, diese stinkende, aufdringliche Ungeselligkeit, positiv personifizierst, bzw. die Menschen in "Raucher" und "Nichtraucher" spaltest. Sondern um die untrennbare Einheit von Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz.
Folgerichtig meinte auch Stefan Engel, Vorsitzenden der MLPD: "Marxisten-Leninisten wie überhaupt die ganze Bevölkerung sollten ihre Gesundheit schützen - und schon aus diesem Grund nicht rauchen!"

(("Rettet die Umwelt vor der Profitgier" = "wir können aber nicht so lange warten, bis dies im Sozialismus verwirklicht ist"???? ))

>> Aha, da liegt also "der Hund begraben", da habe ich (haben wir) ja bisher aus Deiner Sicht völlig falsch argumentiert!? Es ist also unmöglich/aussichtslos im Kapitalismus gegen die Umweltverbrechen der Konzerne zu kämpfen, Widerstand zu leisten? <<

Das du aus meinem Kontext nix anderes lesen willst, war ja klar! Ich habe lediglich zum Ausdruck bringen wollen, dass im Kapitalismus die Profitgier im Vordergrund steht und nicht der Mensch! Die Einführung von Rauchgasentschwefelungsanlagen und der Einsatz schwefelarmer Treibstoffe sind immerhin im Kapitalismus durchgesetzt worden.

>> Das bedeutet dann natürlich in Deiner Logik beschränken auf die Einstellung/das Verhalten des Einzelnen und als Konsequenz Einstellung des Kampfs um Tagesforderungen (wir müssen ja erst den Kapitalismus abschaffen) Deshalb auch an anderer Stelle die "gut gemeinten Ratschläge" für die Hartz IV-Empfänger wie sie am besten über die Runden kommen? <<

Ach Stefan, Marxisten-Leninisten müssen glaubwürdig sein und mit gutem Beispiel voran gehen. Sonst laufen sie Gefahr nicht mehr beachtet zu werden.

>> Du wirst (ob Du es auch nicht "willst" weiss ich nicht, und das mit den Aktien, na ja, was soll das?) nichts gegen die Herrschaft des Kapitals unternehmen, freust Dich vielleicht wenn andere dies tun...und schaltest Dich dann evt. ein wenn es soweit (im Sozialismus) ist... <<

Es wäre schlimm, wenn du mit deiner verqualmten Einschätzung recht hättest!
Im übrigen verweise ich dich auf die Broschüre "Klimaschutzprogramm der MLPD", besonders Punkt 9. Ach ja, in diesem Zusammenhang fällt mir Willi Dickhut ein, als er verlauten lies: "ich habe mir das Rauchen abgewöhnt, um mir Bücher kaufen zu können!"

Gut hust
Stefano

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Mario am 07.08.2010 19:26
Was Jean Ziegler Zitat angeht, Stefano, ist eine Anklage gegen den Kapitalismus, der eben nicht in der Lage ist aus Profitgier die Menschheitsfrage zu lösen.
Ergo wird hier also nicht der Konsument (Raucher angeklagt)

Der Tabakmonopolist wird nicht gesättigt, weil es Raucher gibt die sich zum Genuss Zigaretten kaufen, sondern er sättigt sich durch Ausbeutung der Arbeitskraft der Lohnarbeiter die die Zigaretten herstellen.
Da kann man jeden Xbeliebigen Unternehmer nennen.

Übrigens finde ich es zu langsam albern hier ständig die Raucher zu nennen im zusammenhang mit das Thema um was es eigentlich geht.
Natürlich ist Rauchen ungesund genauso ist es für manchen auch ungesund wenn er Alkohol oder auch Kaffee in Mengen trinkt oder auch Schkolade, das sind alles Genussmittel.Das sind Laster die sich der Mensch angewöhnt hat in laufe der Jahre, das kann man sich aber abgewöhnen durch selbstgewusstes Denken und Handeln.

Ach ja Stefano, hast Du schon mal darüber nachgedacht wie es wäre Wenn der Staat die Fahrpreise für Nah und Fernverkehr nich ständig die Preise erhöhen würde, würden die Menschen sicherlich anstatt mit Auto lieber mit der öffentliche fahren, des halb fordert die MLPD nicht umsonst das der ÖPNV kostenlos sein muss, natürlich ist man daran nicht interessiert, geht es doch hier auch wieder um Maximalprofit.Auch ein Elektroauto ist für ein Normalen Lohnarbeiter unbezahlbar, wer soll sich soetwas leisten?
bei die sinkenden Löhne.

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Jens-Uwe Springer am 08.08.2010 11:28
Nunja Stefano,

Gut das wir dich im Forum haben, denn sonst würden wir uns noch länger den Kopf darüber zerbrechen, wie wir die Massen von der Notwendigkeit des Sozialismus überzeugen können, wo doch das eigentliche Übel sooo nahe liegt, quasi vor der eigenen Nase.
Ja selbst der Hunger und die zunehmende Armut in der Welt liegt nicht an der Art der Verteilung, sondern daran dass es (zu viele) Raucher gibt.
Jetzt hat es wohl auch der letzte verstanden und wir können endlich daran gehen die Veränderung der welt in Angriff zu nehmen.
"NIEDER MIT DEN RAUCHERN"
(((zu deiner Info nebenbei : >>>> ICH BIN NICHTRAUCHER <<<< und besitze kein Auto sondern ein Fahrrad )))
Aber im Gegensatz zu dir, trotz deiner offensichtlichen Intelligenz, verfüge ich über etwas was du entweder nie hattest oder verloren hast.
relative Klarheit für die Verhältnisse und KLASSENBEWUSSTSEIN
Und was ich tue Stefano ?
Ich gebe meinen Beitrag im Klassenkampf, auf der richtigen Seite.
Und nur als kleinen Sahneklecks zum Abschluß für dich Stefano,
obwohl ich glaube das es dich nicht erreicht,
Egal wie viel Geld die Raucher auch ausgeben für ihren Genuß oder ihre kleine Sucht, es gibt bereits soviel an Nahrung und Kleidung und sonstigen Reichtum in der Welt dass eigentlichen keiner mehr hungern müsste. Die Produktivkräfte sind überreif für den Sozialismus.

Servus aus Nürnberg
Jens-Uwe


Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Stefan am 08.08.2010 15:26
Ja Stefano,

ich hätte es auch lassen können, war mir fast klar, viel Blabla (und wie immer auch viel Text mit vielen Wiederholungen...) nur keine konkreten Antworten oder Nachdenken darüber was die anderen meinen, wie sie argumentieren ....

Stefan H.

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Jens-Uwe Springer am 11.08.2010 23:06

Aus RF-News vom 11.08.2010
>>Nach einem Bericht der „Süddeutschen“ hat das 31 Jahre alte Atomkraftwerk Isar 1 bei Landshut Spannungsrisse infolge von Korrosion. Dies ergebe sich aus einem Gutachten des TÜV Süd vom Juli. Bis 2009 habe es ca. 3.000 Änderungen an der Anlage oder an der Betriebsweise gegeben. Es würde dort eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt, „um die verschiedensten Alterungsphänomene kontinuierlich zu überwachen und deren Auswirkungen zu beherrschen“, so der TÜV. Bei aller Überwachung bleibt allerdings ein veraltetes AKW eine gigantische Gefahr für die Bevölkerung.<<

Der sofortige Ausstieg aus der Atomenergie ist einfach zwingend.

Nun werden die dafür Verantwortlichen nicht von der Vernunft und Sorge um das Wohl der Bevölkerung getrieben sondern mehr von Börsenkursen und Aktienanteilen.

Vielleicht irre ich mich ja auch aber unser enträucherter Stefano wird uns sicher aufklären wie die Gefahr eines atomaren Unglücks unter Umständen besonders durch die Raucher verursacht wird.

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von dietmar kupfer am 12.08.2010 13:22
Mir ist aufgefallen, das auf die Eingangsthese von Lothar noch nicht eingangen wurde. Er schreibt u.a „ Wenn das GLOBALE Klima tatsächlich hauptsächlich durch die Sonne beeinflusst wird, kann der Mensch rein gar nichts dagegen tun.“
Der Einfluss der Sonne auf das Klima ist unbestritten, und auch nicht neu wie sein Posting nahelegt.
Zum einen ist die Umlaufbahn der Erde um die Sonne eine Elipse. Ja nach Abstand zur Sonne wird es auf der Erde kälter oder wärmer. Das sind die sogenannten Milanković-Zyklen die bereits 1920 durch den Namensgeber entdeckt wurden.
Zum anderen sind es die Aktivitäten auf der Sonne selber (die sich in den Sonnenflecken ausdrücken) die das Erd-Klima beeinflussen.
Beide Faktoren spielen aber bei den jüngsten Klimaveränderungen keine Rolle.
So kann man auf der Homepage des Bundes Umwelt Amts lesen : „ Für den Zeitraum seit der Industrialisierung bis zur Gegenwart ergab diese Analyse, dass die Änderung der Sonnenstrahlung eine weniger wichtige Rolle spielt. Die Forscherinnen und Forscher schlussfolgerten, dass der größte Teil des beobachteten Anstiegs der mittleren globalen Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts sehr wahrscheinlich durch den beobachteten Anstieg der anthropogenen Treibhausgaskonzentrationen verursacht wurde „

Die These vom angeblichen aktuellen Einfluß der Sonnenstrahlen gehört zu den Standard Argumenten der „Klimaskeptiker“ die sich größten Teils gut von der Industrie zahlen lassen. (Hier zu ein interessanter Link aus der Sueddeutschen Zeitung : http://www.sueddeutsche.de/wissen/kampagne-gegen-klimaforscher-wo-wuesten-hokuspokus-sind-1.13981 )

Zu weiteren Standard Thesen der Klimaskeptiker und den Gegenargumenten
empfehle ich einen Artikel aus Focus-online, der gut verständlich geschrieben ist. Er ist hier zu finden. :
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/tid-8638/diskussion_aid_234319.html

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Jens-Uwe Springer am 13.08.2010 07:23
Hallo Dietmar,#ist wohl nicht ganz richtig was du schreibst.
Es gab bereits Antworten auf die Eingangsfrage.
Siehe erste Antwort von mir z.B.
Was du als Antwort dazu verfasst hast finde ich sehr gut und treffend.

Hier noch ein kleines Zitat von Norbert Wiener, dem Urvater der Kybernetik.

„Wir haben unsere Umwelt so radikal verändert, daß wir uns jetzt selber ändern müssen, um in dieser neuen Umwelt existieren zu können.“ (!!!!!!!!)

Wie wahr wie wahr !

Beste Grüße
Jens-Uwe


Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von Jürgen Binder am 13.08.2010 11:07
Hallo Stefano,

die Illusion zu erwecken, die Konsumenten könnten durch ein verändertes Verhalten, einen enormen Beitrag zur Rettung der Umwelt beitragen ist reformistischer Natur. Diese These will eher davon ablenken, dass die Ausbeutung und Verschmutzung unserer Umwelt in unmittelbaren Kontext zu diesem menschenverachtenden System steht, und die Rettung unserer Natur, und der dazugehörigen Flora und Fauna den einzelnen Individuen überlassen.

Wieviele Bürgerinnen und Bürger, aber auch nun ihr Leben aufgrund dieser These, ihr Leben total umgekrempelt haben, ob sie sich nun vom Auto aufs Fahrrad umgestellt haben, oder aufgehört haben zu rauchen. Sie tun sich damit allenfalls selbst etwas Gutes, ihrer Gesundheit meine ich.

Aber ihr angeblicher "Beitrag" zur Rettung der Umwelt, wird durch die Ölkatastrophe am Golf von Mexiko und die vielen anderen Umweltverbrechen, eigentlich mehr als zunichte gemacht.

Und dass gerade Kommunisten wie du Stefano solchen Illusionen auch noch anhängen, und sie nachbeten überrascht mich doch sehr. Bin ich dies doch eher von Parteimitgliedern der Grünen, der SPD und von Greenpeace gewohnt.

Gruß
Jürgen Binder

Re: Kampf der globalen Klimakatastrophe?

Abgeschickt von dietmar Kupfer am 14.08.2010 15:36
Zu Jens-Uwe springer

Stimmt. Du bist auf Lothar bezüglich seiner These des AKTUELLEN Einflusses der Sonne auf das Klima eingegangen. Allerdings sind deine Ausführungen dort zwar nicht falsch aber unpräzise.
Der Einfluss der Sonne auf das Erdklima ist unbestritten. Für die Entstehung des speziellen Erdklimas spielen aber noch andere Faktoren eine ausschlaggebende Rolle wie die chemische Evolution die u.a zum Entstehen der Biomasse geführt hat.

Es ist eine bestimmte Methode der Klimaleugner einzelne Faktoren aus dem Zusammenhang zu reißen und daraus eine einfache Kausaltität abzuleiten, die der Komplexität der Natur nicht gerecht wird.
So wie es der von Lothar in einem Link zitierte Henrik Svensmark macht.
Er behauptet das der Einfluss der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbildung die Ursache für die aktuelle Kilmaveränderungen ist. Diese These ist im Übrigen nachweislich falsch und mit zweifelhaften Messmethoden ermittelt worden.
Wobei die Aussagen von Svensmark in ihrer Methodik noch vergleichsweise harmlos sind.
Die Theorie von der kosmischen Strahlung und der Sonne als Antrieb der globalen Erwärmung ist so etwas wie die letzte Verteidigungslinie der Klimaskeptiker.
Auf diesem Gebiet wird nicht davor zurück geschreckt zu lügen und seriöse Wissenschaftler persönlich zu verunglimpfen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Intenetblogs und etliche obskure Web Sites wo solche Theorien verbreitet werden. Darunter auffällig viele aus dem Rechten bis rechtsradikalen Lager wie
Lyndon LaRouche oder „ Politically Incorrect“.
Die weltweite Leugnungs-Maschine läuft auf Hochtouren, stellte die Zeitschrift „Newsweek“ vor einiger Zeit fest. Das sich die Klimaskeptiker zur Zeit wieder verstärkt formieren hat was etwas mit den Folgen der Wirtschafts -und Finanzkrise zu tun, w die Monopole beim Umweltschutz sparen wollen.
Das werden wieder verstärkt große Geldmengen in psychologische Kriegsführung gegen den Umweltschutz gesteckt.
Lieber Jens -Uwe,
ich habe dein Posting zum Anlass genommen, etwas ausführlicher auf die Methoden der Klimaleugner einzugehen. Das hat erst mal nicht unmittelbar mit deinen konkreten Ausführungen zu tun.





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Literaturtipps

Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?

Katastrophenalarm! Immer mehr lokale und regionale ökologische Katastrophen drangsalieren die Menschheit. Sie kennzeichnen einen Prozess des beschleunigten Umschlags der Umweltkrise in eine globale Umweltkatastrophe.

Weil ihre Hauptursachen in der kapitalistischen Profitwirtschaft liegen, erfordert die Umweltfrage heute einen gesellschaftsverändernden Kampf. Dazu brauchen wir eine neue Umweltbewegung, die einen klaren Trennungsstrich gegen den imperialistischen Ökologismus zieht, sich organisiert, kämpferisch, zielstrebig und weltumspannend gegen die mutwillige Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen durch die Herrschenden Front macht.

So ist das Buch ausdrücklich eine Streitschrift, die sich in die Strategiedebatte um die Lösung der Umweltfrage einmischt und unmissverständlich positioniert.

 

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