Kommando Freisler

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Kommando Freisler

Abgeschickt von Frank Angerstein aus Braunschweig am 25.10.2010 03:09
Na und
Da treibt eine rechtsradikale
Band aus Kassel ihr Unwesen
Text;
In Belsen in Belsen,da hängen
sie an den Hälsen
Wiederalla,wiederralla
In Ausschwitz weiß ein
jedes Kind,daß Juden nur zum
Heizen sind
Wiederalla,wiederalla
Und den Rabi dieses alte
Schwein,schieben wir in den
Ofen rein
Wiederalla,wiederalla
Weiter;
Du altes Judenschwein,niemand
hat dich gern
Egal was du auch machst, du
wirst nur ausgelacht
In Nanineck in Manineck
nachen wir aus Juden Speck
Und aus deiner Haut wird
ein Lampenschirm gebaut
---
Dies wird über You Tube
unter geheime Reichsache
verbreitet
Ich habe die Videos an die
Polizei und Staatsanwaltschaft
gesandt
Auch gingen sie an die Antifa
Die Kripo suchte mich auf und sagte,daß
sie dagegen nichts machen
kann
Ich habe auch die Videos an
den Zentralrat der Juden
geschickt
Auch an die Bundesregierung
gingen diese Videos
Fehlanzeige
Ich denke gar nicht daran
jetzt aufzugeben
Wenn ich keine Solidarität
von Antifaschisten bekomme, mache
ich im Alleingang weiter um
dieser Band Kommando Freisler
das Handwerk zu legen
Parag 130 StGB ist Volksverhetzung
Ich werde Anzeige erstatten
Warum muß ich dies im Alleingang
machen,um gegen Neo Nazis
vorzugehen?
Wo bleibt Eure Solidarität?
Ich gebe nicht auf
Ich werde gegen diese Faschos
weiter vorgehen
Dabei bleibt es
Wenn ihr Angst vor der rechten
Szene habt,gut
Ich beuge mich nicht gegen
diese menschenverachtende
Propaganda
Ich werde dieser Band das
Handwerk legen
Dazu stehe ich
Dies ist auch eine Frage der
Zivilcourage

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von rene am 26.10.2010 12:30
wie wärs auch mit einer saftigen Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Kripobeamten (hast doch hoffentlich die namen?), wenn die da wirklich behauptet haben, nichts machen zu können?
und - mal abgesehen von der konkreten Sache, allein bist du nicht im kampf gegen die faschos, dass solltest du eigentlich wissen

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Frank Angerstein aus Braunschweig am 27.10.2010 00:00
Danke rene für Deine
Zustimmung im Kampf gegen
Rechts
Die Kripo suchte mich unangemeldet
auf
Ich hätte vielleicht meine
Agitation mit der Partei
absprechen müssen
Ich habe den Parteivorstand
der MLPD informiert
Ich habe gegen diese Band
Anzeige erstattet
wegen Volksverhetzung
Warum hat die Antifa hier
in Braunschweig auf meinen
Hinweis nicht reagiert?
Auch habe ich die Hotline
gegen Rechts ebenfalls
in Kenntnis gesetzt
Keine Antwort
Ich werde weiter dran bleiben
Ich habe mit der Polizei in
Kassel telefoniert
Es bleibt jetzt abzuwarten,
ob ich allein gegen diese
Faschos stehe
Ich hoffe,daß ich meine
Partei die MLPD hinter mir
weiß
Der Zentralrat der Juden
will etwas unternehmen
Ich bleibe am Ball
Gruß Frank

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Frank Angerstein aus Braunschweig am 30.10.2010 03:08
Zwischenzeitlicht hat
auf meine Anfrage sich
der Verfassungsschutz
eingeschaltet
Ich habe werte dies als
positives Zeichen,um die
Behôrden nicht aus der
Verantwortung zu entlassen
Wir werden weiter gegen
Rechtsradikalismus kämpfen
müssen
Wer allerdings der Meinung ist,daß
die Behörden in der Exekutive
nicht in der Lage sind,
gegen rechte Idelogien nicht
in der Lage sind,weiter gegen
faschistische Idelogien vorgehen
zu können,bleibt der Druck weiter
von Links das Ultima ratio
um den Faschos zu zeigen,daß
wir ihre menschenverachtende
Idelogie nicht tragen werden
Dies gilt uns alle an,die
für eine bessere Welt kämpfen,
jenseits von Rassismus und
Ausländerfeindlichkeit
Niemals darf sich das wiederholen,
was von 1933-1945 Gesetz war
Eine multikultuerelle Gesellschaft
ist eine Bereicherung für jedes
Land
Hoch die Internationale
Solidarität!
Die MLPD hat dazu ihren Beitrag
geleistet
Jetzt liegt es an Euch diese
Prinzipien weiter zu manifestieren

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner Hoffmann am 11.02.2012 12:03
Es sind ja nicht nur die Juden gewesen, die man tötet. Nach dem Volksschädlingbekämpfungsgesetz wurden während der Nazizeit Volksschädlinge eliminiert und dazu gehörten auch Hans und Sophie Scholl. Man tötete Zigeuner, Behinderte, psychisch erkrankte Menschen, körperlich beeinträchtige Menschen, "Arbeitsscheue", Kommunisten usw. Ein Glück das dieser abartige perverse Wahnsinn 1945 zuende war ? Wirklich ? Ich denke der Geist des Faschismus brodelt in Deutschland immmer noch und man kann nicht hart genug dagegen vorgehen.

Hitler war übrigens selbst krank und behindert: Er hatte das Parkinson´sche Syndrom, Goebbels einen Klumpfuß usw. Hermann Göring hatte Übergewicht, war viel zu fett - was waren denn das für abartige Gestalten damals ? Man denke nur an Antijuristen bzw. Unjuristen wie Herr Dr. (!) Roland Freisler mit seiner ekelerregend widerlichen Stimme:
http://www.youtube.com/watch?v=x_bwucQ7l3g

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner am 13.02.2012 20:33
Kaum jemand kennt Herrn Prof.Dr.med.Dr.Phil. Johann Paul Kremer, den "Chirurgen von Birkenau", einem berüchtigten, grausamen KZ-Arzt und Chirurgen in Auschwitz-Birkenau, der Tausende KZ-Häftlinge entstellt und umgebracht haben soll. "...Kremer sollte im Januar 1948 hingerichtet werden. Kurz vor dem Hinrichtungstermin wurde er zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe begnadigt und im Januar 1958 wegen guter Führung entlassen. Er wurde in die Bundesrepublik Deutschland abgeschoben, und die Westfälische Wilhelms-Universität bereitete dem „Spätheimkehrer“ einen feierlichen Empfang...." (Zitat: Wikipedia).

Professor Kremer, der "Chirurg" von Birkenau konnte also noch seinen Ruhestand genießen, nicht aber seine zahlreichen Opfer. Der in deutschland erschienene Kinofilm "Eine offene Rechnung" (Länge: 113 Minuten | Land/Jahr: USA/2010) beschäftigt sich unter der Regie von John Madden mit der Aufarbeitung der Geschichte dieses ehemaligen NSDAP- und SS - Mitgliedes, der bis 1945 Vorlesungen in Medizin, insbesondere in Anatomie und menschlicher Vererbungslehre hielt- Sicherlich sind in seinen Vorlesungen die Juden, die Zigeuner und "rassisch minderwertige Völker" nicht gut dabei weggekommen.

Die faschistische Vergangenheit wird in der BRD gern totgeschwiegen, vielmehr "hackt" man auf die politisch Linke herum, um diese in Mißkredit zu bringen.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner Hoffmann am 16.02.2012 19:54
Eine gewagte Hypothese:

Hat Friedrich der Große bereits im 18. Jahrhundert die Grundlagen für den späteren deutschen Faschismus gelegt ? Ich behaupte, dass Friedrich der Große ein grausamer Schlächter war. Seine Schlachtfelder hinterließen jedesmal bei seinen zahlreichen Schlachten mindestens 30.000 Tote Soldaten, insbes. in den 50er Jahren des 18. Jahrhunderts.
In den nächsten 200 Jahren hörte das bestialische Gemetzel in Europa nicht mehr auf. Nach seinem Tod machten andere "Wahnsinnige" weiter wie z.B. Napoleon, der ebenso gegen Moskau zog wie später Hitler. Sie hinterließen eine fürchterliche Blutspur. Keiner von ihnen hat auch nur ansatzweise irgendetwas Sinnvolles und Nützliches für die Gesellschaft und menschliche Gemeinschaft geleistet, sondern nur Schaden angerichtet. Sie konnten ihre Terrorregime errichten, weil die Mehrheit der Menschen sich von einer Diktatur der Minderheit obrigkeitshörig schikanieren ließ. Je mehr Menschen aber ein zunehmend sozialistisches Bewußtsein entwickeln, desto weniger haben derartige "Terroristen" eine Chance an die Macht zu kommen. Für dieses neue Bewußtsein, die neue Denkweise in der Bewölkerung sich einzusetzen mit allen Kräften, trägt wesentlich zum Frieden bei.

Im Übrigen muss ich anmerken, geht die BRD viel "zu lasch" gegen den internen Faschismus in der Bevölkerung vor. Ich hätte schon längst Parteien wie die DVU oder NPD verboten und wäre konsequent gegen Faschisten vorgegangen. Statt dessen greift man die MLPD an, lässt sie vom Verfassungsschutz überwachen und toleriert großzügig die Faschisten in der BRD und deren Parteien.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Frank am 18.02.2012 08:03
Werner
Der Faschismus wird in der BRD nicht totgeschwiegen.In letzter Zeit überschlagen sich
die TV-Sender mit Reportagen,Dokumentationen und Biographien der faschistischenZeit und Personen.Ab und zu auch mal von den genehmigten/geduldeten Faschisten aus den USA,Polen,der ehemaligen UDSSR und andere Länder.
Ich vermisse immer wieder die Anfragen/Antworten an die Alliierten,die uns ja vom Faschismus befreit haben,was diese gedenken zu tun,um diese zu eliminieren/verbieten.
Hier in und für Deutschland wäre es definitiv,von heute auf morgen durchsetzbar.
Da wir,nach wie vor,von unseren "Befreier" unter Verwaltung stehen.Nicht in die Selbstständigkeit entlassen sind.Wie und was wir zu tun und zu lassen haben,bestimmen immer noch die Alliierten.
Was Wahrheiten sind kann keiner ignorieren.Auch die MLPD nicht.Aber auch von dieser kommen keine Anfragen,auf Antwort bestehende,aktionen.An die jeweiligen Regierungen der Alliierten.Das macht mich stutzig.Veranlasst mich zum Nachdenken.Warum solche Fragen nicht öffentlich gestellt werden.Eine Feststellung das diese Neofaschisten/NPD
helfer und "Kanonenfutter" bei Ausbruch der Revolution sind,dürfte nicht alles sein.Kann nicht befriedigen.Meiner Meinung nach.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner Hoffmann am 18.02.2012 13:48
Sehr zu empfehlen ist der auch in deutscher Sprache erschienene Film "Unbeugsam" Länge: 137 Minuten | Land/Jahr: USA/2008. Der Regisseur Edward Zwick hat mit Daniel Craig einen guten antifaschistischen Film vpn über zwei Stunden Dauer hinbekommen. Obwohl der Film erstaunlicherweise aus den imperialistischen USA kommt, zielt er auf den deutschen Faschismus zur Zeit des Kriegsjahres 1941 ab und ist dennoch als gut gelungener antifaschistischer Beitrag auch Jugendlichen zu empfehlen.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Alexander am 19.02.2012 02:01
@ Werner

1. Faschismus kann man nicht verbieten. Man kann gegen die parteien vorgehen, ohne frage. Die freien Kameradschaften und die vielen Einzel/Gruppentäter die immer noch ihr menschenverachtenes Gedankengut verbreiten und gewaltätig werden wirst du aber durch "verbote" oder "haftstrafen" nicht aufhalten. Ehr wirst du ihre interpretation der BRD als "verbrecherstaat" und "antideutsch" futter geben. Ich denke wir müssen noch lange davon ausgehen das in bestimmten bevölkerungsteilen ein unterschwelliger antisemitismus, eine unterschwellige ausländerfeindlichkeit oder ein anders gearteter faschismus vorherrschen.
D.h. nicht dieses zustand einfach hinnehmen,sondern gegen ihn aktiv vorgehen, mit aufklärung und überzeugungsarbeit über alle politischen und gesellschaftlichen gruppen hinweg.
Gedanken lassen sich nicht verbieten,man kann ihnen nur mit eigener argumentation entgegenkommen.

2.
Dein Geschichtsbild bzw deine hypothese hinkt auf vielen ebenen, was vermutlich acuh mit deinen scheinbar kurzgefassten geschichtswissen zusammenhängt. das ist nicht schlimm bedarf aber der kritik.

a) es ist mehr als fragwürdig wenn du friedrich den großen als "Schlächter" hinstellst bzw das als ein Novum in der Weltgeschichte siehst. Überall wo herrschaftsverhältnisse auftraten kam es auch zu gewalt und krieg. Von der antike und dem Mittelalter will ich ga nich reden,schauen wir uns einfach mal nur das jahrhundert VOR Friedrich II. an. Da gab es den 30-jährigen Krieg mit hundertausenden von toten, die spanischen "Expeditionen" nach Süd-und Lateinamerika welche gleich mehrere große Kulturen auslöschte und in Japan das sog. "Zeitalter des Krieges".
Friedrich II. war ein Kind seiner Zeit wie wir alle.

b) Es ist ebenso falsch Friedrich II. und Napoleon nichts gutes zu attestieren und ihre herrschaft als "terrorregime" zu bezeichnen. Erstens fehlt mir da deine definition eines "terrorregimes" zweitens hast du wohl von ihren "Führungsstilen" keine Ahnung gehabt.
Friedrich II. :
Anders als sein Vater Friedrich Willhelm verabscheute Friedrich II. besonders in seiner Jugend den preußisch-millitärischen Drill und war sehr interessiert an aufklärerischen Ideen und Kunst.
An seinem Hof waren später die größten Köpfe seiner Zeit versammelt, u.a. auch Voltaire. Außerdem versuchte er die versorgungslage der Bevölkerung zu verbessern, förderte die allgemeine Bildung und führte verschiedene Nutzpflanzen ein um die Lebensmittelsituation zu verbessern.
DAs täuscht natürlich nicht darüber hinweg das er krieg geführt hatte etc, womöglich waren seine reformen auch nur mittel zu zweck. Das ist aber kein herausstechendes Merkmal und macht ihn sicher nicht zum vorreiter des Faschismus. Vielmehr widersprechen die aufklärerischen Tendenzen diesem Trend.
Noch krasser ist es bei Napoleon.
Napoleon:
Napoleon führte in den besetzten Gebieten den "Code Napoleon" ein, eine Art "Grundrecht" die jeden Bürger die gleichen Rechte gab etc. Außerdem förderte er demokratische Strukturen (z.b. in Mainz) und brachte die Idee der Menschenrechte in die besetzten Gebiete. Napoleon erschütterte die alten Monarchien und untergrub ihr fundament, was im weiteren verlauf zu Revolutionen in ganz Europa führen sollte.

ich könnte jetzt noch weiter machen aber das wird mir zulang. Mein Anliegen sollte klar sein.

Du stellst hier Leute als "Terroristen" dar, welche für ihre Zeit unglaublich fortschrittlich dachten und handelten. Diese Wertung nimmst du aus einer höchst arroganten, heutigen Position vor,welche die damals gegebenen Situationen völlig mißachtet.
Beispielweise sah sich das Republikanische Frankreich nahc der Revolution praktisch ganz Europa gegenübergestellt. (Es ist vergleichbar mit der Situation Russlands 1920-21) Napoleons Außenpolitik wiederum diente zur verbreitung der bürgerlichen Ideale und des französischen Einflusses und ist damit vergleichbar der Hegemonialpolitik der UdSSR nach 1945.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Bernd am 19.02.2012 14:09
"1. Faschismus kann man nicht verbieten. Man kann gegen die parteien vorgehen, ohne frage."

Wobei der Kampf um das Verbot faschistischer Organisationen wie der NPD zB. mittels Unterschriftenlisten zur gesellschaftlichen Isolierung der Faschisten beiträgt und das Verbot einer faschistischen Organisation selbst die (legalen) Finanzierungsmöglichkeiten der Faschisten beschneidet.

Der Kampf gegen neofaschistische Tendenzen muß "aktiv , mit aufklärung und überzeugungsarbeit über alle politischen und gesellschaftlichen gruppen hinweg" geführt werden. Was auch Linie der MLPD ist und er ja auch wird. Nicht zu vergessen, dass es in Deutschland aufgrund jahrelanger Aufklärungsarbeit bereits ein tief verwurzeltes antifaschistisches Bewußtsein und einen aktiven antifaschistischen Kampf gibt.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner am 15.03.2012 21:40
Ein durchaus sehenswerter antifaschister Film heisst in deutscher Bearbeitung:
Die Grauzone. Länge: 108 Minuten | Land/Jahr: USA/2001
Regie: Tim Blake Nelson
Es geht um Auschwitz. Uwe Boll, Dr. phil., hat übrigens auch einen schonungslosen Auschwitzfilm gedreht.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner am 15.03.2012 21:48
Alexander schreibt:


"...Du stellst hier Leute als "Terroristen" dar, welche für ihre Zeit unglaublich fortschrittlich dachten und handelten. Diese Wertung nimmst du aus einer höchst arroganten, heutigen Position vor,welche die damals gegebenen Situationen völlig mißachtet...."

Aber Napoleon und Friedrich der Große haben Kriege geführt und aus heutiger Sicht für ihre "fortschrittlichen" Ideen unglaublich viele Menschenleben geopfert. Dies ist und bleibt verabscheuungswürdig. Wo bleiben die Menschenrechte Napoleons, wenn dieser Kerl vor Moskau und auch vor Ägypten nicht halt machen wollte und Europa mit einer Blutspur überzog. Die Schlachtfelder Friedrich des Großen sind ebenso zu verabscheuen, sinnlose Gemetzel.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner Hoffmann am 17.03.2012 16:42
Ein zu empfehlender antifaschistischer Film ist "Black Book" Länge: 145 Minuten | Land/Jahr: 2006 Regie: Paul Verhoeven.
Inhalt:
Die in Berlin gefeierte jüdische Revuesängerin Rachel Stein (Carice van Houten) findet in Holland Zuflucht vor den Nazis. Beim Versuch, sich in den sicheren Süden zu retten, gerät ihre Familie in einen Hinterhalt und wird bis auf Rachel ermordet. Um sich an denen zu rächen, die ihre Angehörigen verraten haben, schließt sie sich dem Widerstand an. Sie lässt sich als Spionin Ellis de Vries bei den Nazis einschleusen. Der deutsche Offizier Müntze (Sebastian Koch) fasst Vertrauen zu ihr, und als eine Befreiungsaktion brutal scheitert, taucht sie mit ihm unter.

Dauert über 2 Stunden, aber sehenswert.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Alexander am 18.03.2012 01:33
@ Werner

Ja. Wie du schon sagst, aus heutiger sicht. Aber Clausewitz schrieb noch 100 Jahre später das Krieg die fortsetzung der Politik mit anderen mitteln sei.
Natürlich waren es gemetzel. Aber war der Feldzug Alexander des Großen nicht auch ein gemetzel nach dem anderen? Und hat er nicht dennoch in seinem reich religionsfreiheit durchgesetzt, die Heirat verschiedener Kulturen gefödert und homosexualität offen angesprochen und auch ausgelebt? War er denn troz alle dem für dich nicht fortschrittlich?

Meiner Meinung nach war er kein Terrorist und auch Napoleon und Friedrich waren keine. Kriegstreiber - möglich, aber das war wie schon erwähnt keine seltenheit.
Und MEINER Meinung nach war auch der sowjetische Überfall auf Finnland fingiert(gibt aber auch hier im Forum abweichende Meinungen,beides soll gestattet sein) aber nehmen wir an das stimmt, war die sowjetunion deswegen in allen teilen schlecht?
Wohl nicht.

Und noch etwas provokantes:

Ist Wertung ohne den historischen Kontext zu betrachten nicht auch ein Mittel des von euch so verachteten Antikommunismus? ;)

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner am 18.03.2012 18:32
„Unzweifelhaft fremdenfeindliche Tat“ -die Ermordung der jungen schwangeren Mutter in Dresden durch deutsche Neo-Faschisten.

Marwa El-Sherbini: 07. Oktober 1977 bis 01. Juli 2009 (+)

Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, sagte, es habe sich um eine „unzweifelhaft fremdenfeindliche Tat“ gehandelt. Er sprach von einem „Klima im Land“, in dem Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus selbst bei nichtorganisierten Kräften zu Handlungen und Taten führten.

http://islam.de/12733.php

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner am 23.03.2012 20:03
"Kommando Freislr" gibt es in anderer form auch in den imperialistischen USA. Auch hier blüht immer noch der Faschismus. Die Amerikaner haben Minderheiten massiv dezimiert, zuerst die Indianer, dann die Schwarzen. Erst neulich wurde wieder ein unschuldiger 17jähriger Schwarzer in den Südstaaten, die im 19. Jahrhundert reichlich Negersklaven hielten, abgeknallt wie Vieh. Gerade in den amerikanischen Kleinstädten blüht Rassenhass und Faschismus.

http://www.rp-online.de/panorama/ausland/17-jaehriger-schwarzer-erschossen-1.2764125


In Erinnerung an Trayvon Martin aus Florida.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner am 24.03.2012 12:02
Dieses typisch deutsche „Gestapo-Verhalten“, dieses „Menschen wie den letzten Dreck behandeln“, mit Worten „zu töten“ mit widerwärtiger ekelhafter Überheblichkeit des „deutschen Vorgesetzten“ gibt es immer noch in Deutschland. Es ist das totale Versagen im Führungsverhalten der leitenden Personen in Unternehmen, die demotivierend egozentristisch "um sich selbst kreisen". Obrigkeitshörigkeit und "Speichelleckerei" wurde bereits immer schon im deutschen Berufsbeamtentum "gezüchtet", gibt es aber auch als Betriebsklima immer in vielen Unternehmen in Deutschland. Dies alles ist obsolet und längst nicht mehr zeitgemäß.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner am 25.03.2012 15:00
Für Jugendliche zu empfehlen ist auch der antifaschistische Film "GOOD" Länge: 96 Minuten | Land/Jahr: UK, Germany/2008 Regie: Vicente Amorim.

Stell dir vor, du wachst auf und bist ein Nazi. So ergeht es Literaturprofessor John Halder, als er sich eines Tages in SS-Uniform in einem Konzentrationslager wiederfindet. Dabei hatte alles so harmlos angefangen. Nur ein kurzer Aufsatz zum Thema aktive Sterbehilfe, ein kleiner Gefallen für die Parteipropaganda um die prekäre Familiensituation zu erleichtern, ein erster Karriereschub, der Parteieintritt, die Aufnahme in die SS als Lohn für erwiesene Dienste, weiter nach oben auf der Karriereleiter. Irgendwann ist es zu spät, um noch Nein zu sagen. Dabei ist John Halder kein Teufel, sein Abstieg in die Hölle besteht aus vielen kleinen Kompromissen.

Es handelt sich um einen sehr einfühlsamen Film ohne Schiesserei und Actionszenen, setzt sich aber mit der Ideologie der NSDAP auseinander.
Es handelt sich um einen interessanten Ansatz zum Thema Nationalsozialismus im Dritten Reich Adolf Hitlers. Wie kann jemand in die Partei reinschlittern und dort mitmachen, obwohl er wie Du und ich eigentlich ein ganz normaler Mensch ist ? Die Alternative ist wohl die Aburteilung durch den Richter Roland Freisler im Volksgerichtshof und die Enthauptung durch die Guillotine wie bei Hans und Sophie Scholl bzw. das Erhängen oder Erschiessen oder man macht eben mit und tritt der NSDAP bei, um sein Haut und die seiner Familie zuretten.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner am 01.05.2012 16:42
Deutschland ging mit den Altlasten des Dritten Reiches sehr wohlwollend um. Altnazis konnten mitunter jahrzehntelang ihren Ruhestand in Deutschland geniessen wie z.B. der Altnazi und Kindermedziner des Dritten Reiches Häßler.

Mit der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ trat Häßler in die die SA ein, in der er zum Sanitätssturmführer aufstieg.Ebenso wurde er Mitglied der NSDAP. Zudem wurde er Sachbearbeiter und Schulungsredner im Rassenpolitischen Amt Leipzig und Obmann des NS-Dozentenbundes. Während der NS-Zeit war er in die Kinder-Euthanasie verstrickt. In einem 1939 veröffentlichten Werk „Die Pflege des gesunden und kranken Kindes“, zu dessen Co-Autoren er gehörte, werden unter anderem Juden als „wurzelloses Parasitentum“ beschrieben.
Am 15. Oktober 1953 berief die Universitätsklinik Jena Häßler zum Direktor der Kinderklinik und Ordinarius. Als ältester Bewohner Thüringens starb er im Alter von 106 Jahren in Jena.
Häßler war zweimal verheiratet und hatte insgesamt neun Kinder.
(Wikipedia zu Erich Häßler)

So machte ein Altnazi und wohl auch Kindermörder unter den jüdischen Kindern in Sachen Kinder-Euthanasie (wurzelloses Parasitentum) Karriere in Deutschland. Wäre er Kommunist gewesen, hätte er keine Karriere machen können, weil er keine Arbeitsstelle gefunden hätte.

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner am 01.05.2012 17:03
Es gibt viele Beispiele von Altnazis, die nach dem Dritten Reich Karriere in Deutschland gemacht haben. Belastende Unterlagen ließ man verschwinden, so dass zunächst nichts nachgewiesen konnte. So zum Beispiel auch der frühere Chef von Erich Häßler, der Kindermörder Werner Catel. Im Stasi-Archiv wurden inzwischen Briefe von Catel gefunden, die seine Tätigkeit bei der Euthanasie belegen.:

Werner Julius Eduard Catel (* 27. Juni 1894 in Mannheim; † 30. April 1981 in Kiel) war ein Kinderarzt, der an der Kinder-„Euthanasie“ in der Zeit des Nationalsozialismus beteiligt war.
1949 wurde er in Hamburg beim Entnazifizierungs-Tribunal freigesprochen und 1954 Professor für Kinderheilkunde an der Universität Kiel. Die Tötung unheilbarer behinderter Kinder hat er gerechtfertigt und jede Schuld geleugnet. Noch 1964 behauptete er, dass es jedes Jahr fast 2000 „vollidiotische“ Kinder gebe, die wegen ihrer Fehlbildungen oder Behinderungen getötet werden sollten. Er war einer der drei Gutachter, die anhand der „Aktenlage“ über Leben oder Tod der von den Gesundheitsämtern des Reiches gemeldeten behinderten Kinder entschied. In Leipzig tötete er Kinder, die er für hoffnungslos behindert hielt („lebensunwertes Leben“).
siehe Wikipedia zu Werner Catel

Re: Kommando Freisler

Abgeschickt von Werner am 22.06.2012 11:22
Als antifaschistischen Film kann ich zudem empfehlen:

DUELL - ENEMY AT THE GATES
Länge: 131 Minuten | Land/Jahr: USA, Germany, UK, Ireland/2001
Regie: Jean-Jacques Annaud

Es geht um die siegreiche rote Armee im Kampf gegen die Faschisten an der Wolga/Stalingrad.
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