Der Plan

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Der Plan

Abgeschickt von Christiaan am 05.06.2012 09:38
Marktwirtschaft für Syrien

DAMASKUS/BERLIN
(Eigener Bericht) - Berlin startet Vorbereitungen für den Umbau Syriens zu einer liberalen Marktwirtschaft. Ende letzter Woche hat unter deutschem Vorsitz eine multinationale "Working Group" die Arbeit aufgenommen; sie soll unmittelbar nach dem Sturz des Assad-Regimes ökonomische Sofortmaßnahmen in die Wege leiten, darunter die Koordinierung von Hilfsprojekten, aber auch die Durchführung von Wirtschaftsreformen. Gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten richtet die Bundesregierung dazu nun ein "Sekretariat" ein. Es wird von einem Deutschen mit Afghanistan-Erfahrung geführt. Die Entstaatlichung der syrischen Wirtschaft hatte Berlin schon in Kooperation mit dem Assad-Regime gefördert; die beginnende Liberalisierung trieb jedoch Teile der Bevölkerung in den Bankrott, was zum Aufstand gegen das Regime beitrug. Erste Entwürfe für eine neue syrische Wirtschaftsordnung liegen Berlin mittlerweile vor. Verfasser ist ein Aktivist des Syrian National Council (SNC), der von zahlreichen Oppositionellen scharf kritisiert wird, weil die Muslimbruderschaft in ihm eine starke Stellung innehat. Führende SNC-Positionen halten syrische Exilpolitiker aus Washington, die eine westliche Intervention à la Kosovo verlangen und als Vorbild für die syrische Opposition die UÇK benennen.

Selbstermächtigt

Unter deutschem Ko-Vorsitz ist Ende letzter Woche in Abu Dhabi erstmals eine multinationale "Arbeitsgruppe" zusammengekommen, die ökonomische Sofortmaßnahmen für die Zeit nach dem Sturz des Assad-Regimes in die Wege leiten soll. Eingesetzt wurde die Arbeitsgruppe ("Working Group on Economic Recovery and Development of the Friends of the Syrian People") am 1. April in Istanbul von der "Gruppe der Freunde des syrischen Volkes" ("Group of Friends of the Syrian People"). Bei dieser handelt es sich um ein Bündnis westlicher und prowestlicher Staaten, die sich im syrischen Bürgerkrieg auf die Seite der Opposition geschlagen haben und vorwiegend mit dem Syrian National Council (SNC) kooperieren, einer Exilorganisation. Über eine Legitimation durch den UN-Sicherheitsrat verfügt die "Gruppe der Freunde des syrischen Volkes" nicht. Dasselbe gilt für ihre "Arbeitsgruppe" zum ökonomischen Wiederaufbau Syriens, die als "zentrales Forum" für die notwendigen Wirtschaftsmaßnahmen dienen soll - selbstermächtigt.[1]

Deutschland federführend

Wie der deutsche Diplomat Clemens von Goetze erklärt, der gemeinsam mit einem Kollegen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten die Zusammenkunft Ende letzter Woche leitete, geht es der "Working Group" nicht nur um unmittelbare Nothilfe nach dem Sturz des Regimes. Vielmehr sei jetzt "eine gute Zeit, um eine langfristige Perspektive für das Land zu öffnen".[2] Als Modell gilt dabei der Marshall-Plan, mit dem die Vereinigten Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa die materielle Grundlage für den Aufbau des westlichen Bündnisses legten. Die "Working Group" hat mehrere Untergruppen eingerichtet, die sich jeweils speziellen Themen widmen sollen. In der internationalen Arbeitsteilung, auf die sich die Mitgliedstaaten nun offiziell geeinigt haben, ist Deutschland federführend mit "Wirtschaftspolitik und Reform" befasst. Dabei gehe es explizit um "langfristige Strategien" [3], die dem Übergang Syriens "von einer zentral geleiteten Wirtschaft in eine Marktwirtschaft" dienen sollten, heißt es in Berichten. Die "Working Group" richtet dazu ein Sekretariat ein, für das Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate jeweils 600.000 Euro zur Verfügung stellen wollen. Als Leiter ist der Deutsche Gunnar Wälzholz vorgesehen. Wälzholz leitete zuletzt die Filiale der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Afghanistan.

Zuckerbrot und Peitsche

Wie ein Teilnehmer der letztwöchigen Zusammenkunft bestätigte, geht es bei den Maßnahmen, die nun unter deutscher Führung auf den Weg gebracht werden sollen, allerdings auch um kurzfristige Ziele. So sollen Wirtschaftsprojekte diejenigen Kräfte in Syrien anziehen, "die sich an der Revolte noch nicht in vollem Umfang beteiligen oder noch zögern, sie zu unterstützen".[4] Damit bilden sie eine Art Gegenstück zu den Wirtschaftssanktionen, die - allerdings nicht per Anreiz, sondern durch Druck - ebenfalls regimetreue Unternehmer zum Überlaufen bewegen sollen. Entsprechend erklärt die "Working Group", die Sanktionen könnten aufgehoben werden, "sobald ihre Ziele erreicht sind" - also nach Assads Sturz, den ein Seitenwechsel interessierter Wirtschaftskreise begünstigen würde.[5]

Die Folgen der Liberalisierung

Die Entstaatlichung der syrischen Wirtschaft, die der "Working Group" obliegt, wurde von Berlin schon vor Jahren gefördert - lange Zeit in enger Kooperation mit dem Assad-Regime. Die deutsche Entwicklungsorganisation GTZ (heute: GIZ) startete im Jahr 2006 eigens ein Programm mit dem Titel "Unterstützung der syrischen Wirtschaftsreform". "Die syrische Regierung hat 2000 den Übergang zur sozialen Marktwirtschaft beschlossen", hieß es zur Erklärung; allerdings mangele es "den beteiligten Institutionen (...) an Kenntnissen", weshalb die GTZ sie unterstütze.[6] "Durch die erwarteten Einkommens- und Beschäftigungseffekte" werde die Reform "die Lebenssituation der syrischen Bevölkerung" verbessern, hieß es weiter - eine Ankündigung, die schlicht nicht eintraf. Ganz im Gegenteil: Die Öffnung des syrischen Marktes habe höchst "schädliche Auswirkungen" auf das einheimische Handwerk, bestätigte letztes Jahr die International Crisis Group. Dies treffe zum Beispiel auf Duma zu, einen Vorort von Damaskus, in dem zahlreiche Handwerker lebten; sie stünden aufgrund der Liberalisierung vor dem Ruin und hätten dem Regime deshalb ihre Loyalität aufgekündigt.[7] Tatsächlich gilt Duma heute als Protesthochburg und wurde im Januar kurzzeitig sogar vollständig von Aufständischen kontrolliert.

Visionen

Entsprechend heißt es in der "National Economic Vision", die der Chef des "Economic Bureau" des SNC, Usama al Qadi, vergangene Woche der unter deutscher Führung stehenden "Working Group" in Abu Dhabi vorgestellt hat, die Liberalisierung werde erst "auf lange Sicht" den Lebensstandard heben. Zunächst müsse man zuverlässige Rahmenbedingungen für Auslandsinvestitionen schaffen, die "Produktivität" der syrischen Arbeiter erhöhen, die Ansiedlung von Industriebetrieben forcieren, den Bankensektor reformieren und sich insbesondere im Ausland um neue Geschäfte bemühen. Der "Marshall Syrian Recovery Plan", der möglichst schnell kommen müsse, werde Direktinvestitionen aus dem Westen in größerem Maße anlocken können. Bei der Umsetzung wird künftig das deutsch geleitete "Sekretariat" der "Working Group" behilflich sein, sobald Assad gestürzt und das Regime in Damaskus ausgetauscht ist.

Wie damals im Kosovo

Der SNC, der im Rahmen der "Working Group" auf syrischer Seite eng mit dem Westen kooperiert und dessen Personal sich für künftige Führungstätigkeiten anbietet, ist unter Oppositionellen in Syrien heftig umstritten. Er wird von Mitgliedern der Muslimbruderschaft dominiert, deren starke Stellung im SNC bei vielen säkular orientierten Regimegegnern auf entschlossenen Protest stößt. Außerdem ruft es bei großen Teilen der syrischen Opposition Unmut hervor, dass führende SNC-Mitglieder offen auf eine Militärintervention des Westens setzen. Entschieden gegen westliche Kriegsoperationen hat hingegen etwa das National Coordination Committee (NCC) plädiert, ein Zusammenschluss oppositioneller Organisationen innerhalb Syriens, der vom Westen nicht besonders beachtet wird. Radwan Ziadeh, "Direktor für auswärtige Beziehungen" des SNC und wie SNC-Wirtschaftsfachmann Usama al Qadi für das in Washington beheimatete Syrian Center for Political and Strategic Studies tätig, hat sich seinerseits bereits mehrfach für Operationen à la Kosovo ausgesprochen. "Kosovo zeigt, wie der Westen in Syrien intervenieren kann", erklärte Ziadeh, der bereits im Juli 2011 im Berliner Auswärtigen Amt zu Gast gewesen war, im Februar in der Financial Times.[8] Kurz darauf äußerte er, den Milizen der Free Syrian Army komme dieselbe Rolle wie der kosovarischen UÇK zu.[9] Erst kürzlich hielten sich dann syrische Oppositionelle im Kosovo auf, um dort genaue Erkundigungen über das Vorgehen der UÇK im Jahr 1999 einzuholen (german-foreign-policy.com berichtete [10]). Bleibt man im Bild, dann könnte dem "Massaker von Hula" eine Bedeutung zukommen, wie sie Anfang 1999 das "Massaker von Račak" besaß. Beim "Massaker von Račak" waren allerdings schon bald Hinweise bekannt geworden, dass es fingiert worden war, um einen Kriegsgrund zu schaffen. Zuverlässig entkräftet wurden sie nie; der Militärintervention der NATO stand dies allerdings nicht im Wege.
Weitere Informationen und Hintergründe zur deutschen Syrien-Politik finden Sie hier: Kriegsdrohungen gegen Syrien, Irans Achillesferse, Kriegsszenarien für Syrien, Kriegsszenarien für Syrien (II) und Mit der UNO zur Eskalation.
[1] Chairman's Conclusions. Second Conference of The Group of Friends of the Syrian People, Istanbul, 1 April 2012
[2] Donors Mull Marshall Plan for Post-Conflict Syria; www.naharnet.com 25.05.2012
[3] Assad verbreitet Zuversicht; www.faz.net 24.05.2012
[4] Donors Mull Marshall Plan for Post-Conflict Syria; www.naharnet.com 25.05.2012
[5] Chairmen's Conclusions of the International Meeting of the Working Group on Economic Recovery and Development of the Group of Friends of the Syrian People, Abu Dhabi, 24 May 2012
[6] Unterstützung der syrischen Wirtschaftsreform; www.gtz.de
[7] Popular Protest in North Africa and the Middle East (VI): The Syrian People's Slow Motion Revolution; International Crisis Group Middle East/North Africa Report No 108, 6 Juli 2011
[8] Kosovo shows how the West can intervene in Syria; www.ft.com 14.02.2012
[9] Radwan Ziadeh: Have We Learned Nothing From the Nineties? Syria is the Balkans All Over Again; www.tnr.com 22.03.2012
[10] s. dazu Mit der UNO zur Eskalation


http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58338?PHPSESSID=mvsglo0otvfubq56lu84d6g9r1

Re: Der Plan

Abgeschickt von Alexander am 08.06.2012 16:06
Das die Westmächte Syrien nicht zu einem sozialistischen Staat umbauen wollen ist doch sicherlich jeden klar. Eine liberale Marktwirschaft sollte aber jedem die bessere Option zu einer faschistoiden Millitär-und Cliquendiktatur sein.

In der Geschichte haben sich Kommunisten und die Arbeiterschaft auch immer wieder für bürgerliche Demokratien stark gemacht, wenn diese einen Fortschritt versprachen.DAs wäre m.M. nach hier der Fall.

Re: Der Plan

Abgeschickt von Christiaan am 10.06.2012 13:31
Es handelt sich hier eindeutig um KEINE Revolutionäre Gruppen sondern um Wirtschaftliche Lobby Gruppen die im Auftrag oder mit wohlwollen des Westens Agieren...

Hinter dem Wort "Liberale Marktwirtschaft" versteckt sich das Wort "Ausplünderung von Syrien" das sollte man nicht vergessen, hier geht es doch nicht um das Volk!

Und welche Kommunisten machen sich hier stark für die EU oder der Nato in Syrien, die sollten mal ganz schnell erkennen worum es eigentlich geht!

Re: Der Plan

Abgeschickt von Alexander am 11.06.2012 13:32
@ Christiaan

Du hast meinen EInwand überhaupt nicht verstanden.
NAtürlich geht es um eine Ausbeutung Syriens. Aber die geschieht doch jetzt auch schon. Zur zeit sind die herrschende Clique unter Assad die Ausbeuter. Durch eine Umgestaltung wären es ausländische Großkonzerne. Das syrische Volk wird von beiden nicht an den Ressourcen des landes im geeigneten Maße teilhaben. Das heißt eine soziale Umgestaltung bliebe auch dann noch notwendig. Der unterschied ist aber, das es unter den Ausbeuter Assad keine Meinungfreiheit,keine Pressefreieheit, nichts gibt. Diese Menschenrechte würden in einer liberalen Marktwirtschaft schonmal besser zum tragen kommen. (Und jetzt behaupte bitte nicht die Pressefreiheit gäbe es hier nicht. Natürlich folgt sich im Großteil Kapitaliinteressen,aber die herausgeber der roten Fahne bspw würden in Syrien gefoltert oder umgebracht werden, es besteht also sehrwohl ein qualitativer Unterschied)

Re: Der Plan

Abgeschickt von willi am 11.06.2012 23:18




Hallo Christian,

meine volle Zustimmung!


@Alexander,
bist Du Kommunist oder doch ein Radieschen?
Eine liberale Marktwirtschaft....?ich muß lachen!
Dann gibt es wohl auch eine soziale Marktwirtschaft?Kannst Du antworten,oder
muß ich K.Marx fragen?

Und wo haben sich Kommunisten für bürgerliche Demokratien stark gemacht?

Kommunisten und Bürgerliche was für Gegensätze.!!!!!!

Ich bleibe dabei,Du scheinst sehr verblendet und hast immer noch nicht
ausgeschlafen.Hast scheinbar noch immer nicht begriffen wo die EU-Mafia,inklu-
sive Nato hinmarschiert?(man sagt und schreibt schon wieder (legetiem)Danzig
und Lemberg!)
Und denk ich an Deutschland in der Nacht......
Solange Kommunisten,wenn es denn welche sind wie Du diese Thesen verbreiten wie
Du sie oben angeführt hast,wird es nie eine Einigung bzw.Vereinigung der kommunis-
tischen Gruppierungengen in Deutschland geben.
Mit deine Zitate über das Kommunistische Manifest,Werke von Marx,Engels und Lenin
brauchst Du mir nicht kommen,wenn Du sie vielleicht nicht verstanden und ideologisch
in der Praxis nicht auf die Reihe bekommst.
Noch eins:Als älterer Kommunist,40 Jahre DDR gelebt,sage ich Dir heute:"Der Ruf
1989-WIR SIND DAS VOLK"war falsch!! Es hätte lauten müssen (sollen!)WIR SIND DIE
ARBEITERKLASSE!Da es aber von Außen ein in die Mssen hineingetragender Ruf war,
wurde die historische Stunde ein demokratisch geintes Deutschland zu schaffen
vertan.
Beigetragen hat auch die Uneinigkeit der kommunistischen Parteienlandschaft,
inklusive der MLPD in der ehemaligen BRD,sowie der schwerwiegende Verrat eines
kleinen DICKEN an der sozialistischen,kommun.Sache,und somit Verrat an den Völkern
der Welt.
Nun ist aber erst einmal die Europameisterschaft im Fußball.Der Pöbel ist vom
politischen Geschen in der Welt abgelengt!

Gute Nacht
VENCEREMOS
willi die alte rote Socke



Re: Der Plan

Abgeschickt von Christiaan am 12.06.2012 15:44
@Alexander

Hier geht es aber garnicht darum welches System besser ist, sondern was Deutschland in Syrien für Interessen hat und wer welches Spiel spielt...

Und woher hast Du denn die Behauptung das die Baath Partei so böse ist, konnte dazu keinen Artikel finden der nicht aus einer Absolut Bürgerlichen Quelle stammt.

Heute stand etwas ganz Wertvolles im SPON Forum: Die EU betreibt Propaganda, aber nur der Mensch der zu faul ist selber mal zu recheschieren fällt darauf herrein, dies zu erkennen hat aber auch bei mir eine Zeit gedauert...


Grüße
Chris

Re: Der Plan

Abgeschickt von Alexander am 12.06.2012 17:08
@ Willi

Ich bin KEIN Kommunist. Allerdings finde ich das besser als wenn jemand wie DU sich als Kommunist bezeichnest und keinerlei Plan hat. Anscheinend hast du es nicht mal für nötig gehalten 60Seiten des "Mainfest der kommunistischen Partei" von dem von dir erwähnten Marx zu lesen!

Du fragst wo sich Kommunisten für eine bürgerliche Demorkatie stark gemacht haben? Die Antwort bietet dieses Werk!

"Nach Abschnitt II versteht sich das Verhältnis der Kommunisten zu den bereits konstituierten Arbeiterparteien von selbst, also ihr Verhältnis zu den Chartisten in England und den agrarischen Reformern in Nordamerika.
Sie kämpfen für die Erreichung der unmittelbar vorliegenden Zwecke und Interessen der Arbeiterklasse, aber sie vertreten in der gegenwärtigen Bewegung zugleich die Zukunft der Bewegung. In Frankreich schließen sich die Kommunisten an die sozial-demokratische Partei an gegen die konservative und radikale Bourgeoisie, ohne darum das Recht aufzugeben, sich kritisch zu den aus der revolutionären Überlieferung herrührenden Phrasen und Illusionen zu verhalten.
In der Schweiz unterstützen sie die Radikalen, ohne zu verkennen, daß diese Partei aus widersprechenden Elementen besteht, teils aus demokratischen Sozialisten im französischen Sinn, teils aus radikalen Bourgeois.
Unter den Polen unterstützen die Kommunisten die Partei, welche eine agrarische Revolution zur Bedingung der nationalen Befreiung macht, dieselbe Partei, welche die Krakauer Insurrektion von 1846 ins Leben rief.
In Deutschland kämpft die Kommunistische Partei, sobald die Bourgeoisie revolutionär auftritt, gemeinsam mit der Bourgeoisie gegen die absolute Monarchie, das feudale Grundeigentum und die Kleinbürgerei.
Sie unterläßt aber keinen Augenblick, bei den Arbeitern ein möglichst klares Bewußtsein über den feindlichen Gegensatz zwischen Bourgeoisie und Proletariat herauszuarbeiten, damit die deutschen Arbeiter sogleich die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen, welche die Bourgeoisie mit ihrer Herrschaft herbeiführen muß, als ebenso viele Waffen gegen die Bourgeoisie kehren können, damit, nach dem Sturz der reaktionären Klassen in Deutschland, sofort der Kampf gegen die Bourgeoisie selbst beginnt."

und weiter:

"Mit einem Wort, die Kommunisten unterstützen überall jede revolutionäre Bewegung gegen die bestehenden gesellschaftlichen und politischen Zustände."



Beantwortet das deine Frage? Wenn nicht, kannst du auch gern bei Lenin nachschauen. Unterstützen nicht auch die Bolschewiken die bürgerliche Revolution im Februar?
Du nennst dich Kommunist? Anscheinend kann das jeder und das tut mir verdammt leid für diese klugen Köpfe und für all jene die sich ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzen. Du und dein Freund Christiaan, ihr seid weniger Kommunisten, als viel mehr Verschwörungstheoretiker. Die Welt wird nicht von einzelnen Köpfen gemacht, denn die Losung heißt "das Sein bestimmt das Bewusstsein" und nicht andersrum!



PS:
"Und denk ich an Deutschland in der Nacht..." ist von einem gewissene Heine. Und schrieb dieser nicht über die Kommunisten:


„Dieses Geständniß, daß den Communisten die Zukunft gehört, machte ich im Tone der größten Angst und Besorgniß, und ach! diese Tonart war keineswegs eine Maske! In der That, nur mit Grauen und Schrecken denke ich an die Zeit wo jene dunklen Iconoklasten zur Herrschaft gelangen werden: mit ihren rohen Fäusten zerschlagen sie als dann alle Marmorbilder meiner geliebten Kunstwelt, sie zertrümmern alle jene phantastischen Schnupfeifereyen die dem Poeten so lieb waren; sie hakken mir meine Lorbeerwälder um und pflanzen darauf Kartoffeln […] und ach! mein Buch der Lieder wird der Krautkrämer zu Düten verwenden um Kaffe oder Schnupftabak darin zu schütten für die alten Weiber der Zukunft – Ach! das sehe ich alles voraus und eine unsägliche Betrübniß ergreift mich wenn ich an den Untergang denke womit meine Gedichte und die ganze alte Weltordnung von dem Communismus bedroht ist – Und dennoch ich gestehe es freymüthig, übt derselbe auf mein Gemüth einen Zauber, dessen ich mich nicht erwehren kann, in meiner Brust sprechen zwey Stimmen zu seinen Gunsten, die sich nicht zum Schweigen bringen lassen […]. Denn die erste dieser Stimmen ist die der Logik. […] und kann ich der Prämisse nicht widersprechen: »daß alle Menschen das Recht haben zu essen«, so muß ich mich auch allen Folgerungen fügen […]. Die zweite der beiden zwingenden Stimmen von welchen ich rede, ist noch gewaltiger als die erste, denn sie ist die des Hasses, des Hasses den ich jenem gemeinsamen Feinde widme, der den bestimmtesten Gegensatz zu dem Communismus bildet und der sich dem zürnenden Riesen, schon bey seinem ersten Auftreten entgegenstellen wird – ich rede von der Parthey der sogenannten Vertreter der Nazionalität in Deutschland, von jenen falschen Patrioten deren Vaterlandsliebe nur in einem blödsinnigen Widerwillen gegen das Ausland und die Nachbarvölker besteht und die namentlich gegen Frankreich täglich ihre Galle ausgießen.“

– Heines Entwurf zur Préface für die französische Ausgabe der Lutezia (1855)


PPS:

Also die Bitte an dich Willi, belese dich erstmal bevor du andere unwissen und verblendung bescheinigst.

@ Administratoren
Mein Post war direkt aber nicht beleidigt. Hoffe deswegen auf freischaltung.

Re: Der Plan

Abgeschickt von willi am 13.06.2012 18:50



@ ALEXANDER
Noch mal....hast Du noch nicht ausgeschlafen?

"Diese MENSCHENRECHTE würden in einer liberalen Marktwirschaft schon mal besser zum
Tragen kommen."So in Syrien nach Deiner Meinung.

SYRIEN

Wo Menschen aus relativ geordneten Verhältnissen vom Westen in den Bürgerkrieg
und ins ELEND getrieben wurden,ein nur "Failed State"herbeigebobt werden soll,
den man(WER?)anschließend -wie andere Staaten vorher-befrieden muß"???????

Wo Hass sähende Fanatiker,jeden Tag Frauen und Kinder schlachten(!),von der
DEUTSCHEN REGIERUNG bezahlt werden??
Die "diplomatischen Vertreter"dieser MÖRDERBANDE(!)durften sogar ein Büro in
Berlin eröffnen!
DEUTSCHER IMPERIALISMUS 2012!!
DEUTSCHER IMPERIALISMUS-2012 abgrundtief verlogen,bar jeder Moral,eiskaltzynisch,
das Grundgesetz als Klopapier, mit dem der präsidentielle braune Arsch ge-
puzt wird!Das ist Deine lieberale Marktwirtschaft!!!!!!!
Alexander,mach endlich die Augen auf!Sie,die IMPERIALISTEN lügen wie gedruckt!
Und der neue BUNDESPRÄSIDENT....?Wenn wir den nicht an die Kette legen,erleben
wir noch unser braunes Wunder!!!!
Noch eine Frage,obwohl Du ja nicht auf Fragen antwortest.Erfüllt die BRD
mit ihrer von Dir so gelobten liberalen Marktwirtschaft denn selber im eigenen
Land aller Menschen RECHTE? Auch das RECHT auf FRIEDEN,auf ARBEIT für JEDEN,auf
WOHNUNG für JEDEN?
Die (politische) Fallgrube in die Du auf dem besten Wege bist zu fallen
ist sehr tief und schmutzig!
Alexander,soll wieder gesungen werden,"WIR sind die MOORSOLDATEN"?

Aus tiefsten Herzen
VENCEREMOS und ROT FONT
WILLI die alte ROTE SOCKE


Re: Der Plan

Abgeschickt von Ralph am 14.06.2012 06:25
Es ist historisch gesehen richtig, dass sich Kommunisten gegenüber der monarchistischen Diktatur für die bürgerliche Republik als die bessere Kampfform für die kommunistische Bewegung aussprachen. Spätestens seit dem Eintreten des Kapitalismus in sein imperialistisches Stadium gelten jedoch andere Grundsätze: Es geht vor allem darum, zu verhindern, dass sich die die imperialistischen Vampire weiterhin am Blut und dem Schweiß fremder Völker ernähren bzw. ihre "Speisekarte" sogar noch ausweiten können. Jedes Land, das zur Kolonie (wenn auch nicht im wörtlichen Sinne des Wortes) der imperialistischen Metropolen wird, verliert völlig seine Unabhängigkeit und wird unbarmherzig ausgeplündert. Für uns wiederum bedeutet das, dass die Imperialisten riesige Extraprofite einstreichen und sich damit nicht zuletzt ein gutes Stück sozialen Friedens "kaufen" und mit den letzten Resten revolutionärer Agitatoren (oder was sie auch nur dafür halten) umso repressiver umgehen können. So oder so, der Imperialismus führt immer nur zur Ausbeutung fremder Völker in den "Kolonien", zur "Bestechung" der Werktätigen in den Metropolen und zu einer gleichzeitig reaktionären, repressiven Herrschaft in beiden Bereichen. Insofern ist mir ein souveräner "Schurkenstaat" dreimal lieber als eine "demokratische" Halbkolonie.

Re: Der Plan

Abgeschickt von Alexander am 14.06.2012 18:16
@ Ralph

Ok, das ist eine Argumentation die man verstehen KANN. Ich würde es trotzdem anders sehen.
1. Spielen auch die "souveränen Schurkenstaaten" das kapitalistische Spiel mit solang es ihrem Regime dient. Siehe jahrelang Lybien,Syrien,Saudi-Arabien und die faschistischen Diktaturen Südamerikas.
2. Man könnte außerdem überlegen inwiefern nicht auch einige Regime im nah-östlichen Raum faschistisch sind. Die vermischung von Theokratien und faschistischen Authokratien konnte man bspw. auch in Portugal und unter Franco in Spanien beobachten. Wer sich als Sozialist(um mal sowohl Kommunisten als auch andere Linke einzubeziehen) aufeinmal für faschisten ausspricht, nur um den gehassten Kapitalismus ein wenig zu picksen verliert für mich die glaubwürdigkeit.
3. ISt das ein ähnliches Thema wie auch im Thread um Griechenland. Du sagst du hast so einen Schurkenstaat lieber als eine demokratische HAlbkolonie(um mal bei deinem Terminus zu bleiben). Meiner Meinung stellt sich aber in anbetracht der internationalen Solidarität mit den Unterdrückten im Allgemeinen (und der Arbeiterklasse im Speziellen) zu aller erst die Frage was für die Menschen vorort "besser" (das kleinere Übel) ist. Bestimmen wir nun eurozentrisch "wo der weg hinzugehen hat" dann hat das was von Sozial-imperialismus (Terminie der MLPD). Meiner Meinung nach ist die demokratische Halbkolonie aus der Position heraus das kleinere Übel. DAs kann man auch schön daran erkennen,wie es den menschen in den "halbkolonien" geht und wie denen in den "schurkenstaaten". (sowohl halbkolonie als auch schurkenstaaten sind nicht meine worte,will ich nur klarstellen für leute wie willi. finde aber die unterscheidung passt sehr gut,danke ralph)


PS: @ Admin
meine beiden Beiträge wurden immer noch nicht veröffentlicht. Kann man mir hier in diesem thread eine öffentliche erklärung geben,damit ich mich wenn nötig irgwo verbessern kann?
Vielen dank im vorraus.

Re: Der Plan

Abgeschickt von Ralph am 15.06.2012 13:14
Alexander, ich denke, ich verstehe durchaus, was Du meinst. Mein Eindruck ist, dass wir uns gegenseitig verstehen, aber einfach die Gewichtung unserer Hauptaspekte eine andere ist. Aus Deinem obigen Post lese ich vor allem drei Hauptargumente heraus, auf die ich kurz eingehen will.

1.) Selbstverständlich spielen die besagten "Schurkenstaaten" das kapitalistische Spiel mit. Man darf ja auch nicht davon ausgehen, dass das sozialistische Staaten wären - Libyen war eine Zeit lang sowas ähnliches, aber das ist eine andere Geschichte. Das bedeutet, dass die dortige Bevölkerung ausgebeutet wird von der "eigenen" Bourgeoisie. Schlimm genug, freilich - doch darf man nicht vergessen, dass das Abrutschen zur "Halbkolonie" nicht etwa eine Form der Ausbeutung durch eine andere ersetzt, sondern die eine auf die andere addiert. Die Bevölkerung in Syrien würde dann doppelt ausgebeutet - von der internen Bourgeoisie und von der Bourgeoisie aus den Staaten, deren Marionetten die neue syrische Führung wäre. Unter Saddam wurde das irakische Volk auch ausgebeutet, aber jetzt geht es ihm schlechter denn je. Das heißt nicht, dass die "einfache" Ausbeutung generell besser wäre, temporär vorzuziehen ist sie aber wohl schon.

2.) Die Bewertung der entsprechenden Staaten als faschistisch kann ich durchaus nicht mittragen. Bezüglich Libyen und Syrien will ich nur daran erinnern, wie viel Kriegs- und Gräuelpropaganda in solchen Fällen immer verbreitet wird. Da kann man zum Beispiel schon Bismarck zitieren, der einst im Zuge der deutschen Kolonialpolitik und der Rechtfertigung derselben fragte, ob man "nicht schaurige Details über Menschenquälerei auftreiben" könne. Klar, dass "dem Regime" da alle möglichen Verbrechen angeheftet werden, während die bewaffneten Angriffe der Rebellen oder gar das Agieren der eigenen Agents Provocateurs (anzunehmen, solche wären nicht anwesend, widerspricht theoretischen Erwägungen wie auch praktischer Erfahrung) verschwiegen werden. Auch Saudi-Arabien, obwohl sicher nahe dran, würde ich nicht als faschistisch einordnen, einfach, weil "faschistisch" als Synonym für "repressiv" doch ein bisschen zu allgemein gegriffen ist und die speziellen Eigenarten sowohl des Faschismus als auch des mit ihm verglichenen Landes außer Acht lässt.

3.) Schließlich sagst Du - und das mit Recht -, wir sollten bedenken, was für die Menschen vor Ort besser ist. Bei einer solchen "Berechnung" ist nun das vorhandene Regime die Konstante, die Opposition die Variable, mehr noch, die Unbekannte. Nach ihrem Charakter richtet sich die Einschätzung der Lage. Ein Beispiel: Ich würde einen sozialistischen Umsturz gegen die bestehende Bundesrepublik begrüßen, gegen einen faschistischen Putschversuch hingegen würde ich selbst das "Merkel-Regime" (um mal im Medien-Slang bzgl. Syrien zu bleiben) verteidigen. Wenn wir es nun in Syrien mit einem breiten Volksaufstand zu tun hätten, der demokratische und soziale Forderungen stellt wie in Ägypten (wobei auch das nach hinten losgehen kann, aber das Risiko hat man bei jedem Aufstand), wäre ich ohne zu zögern dafür. Die Tatsache aber, dass die bewaffnete Opposition in vielen Fällen als Aggressor agiert, dass jegliche Kompromisse abgelehnt wurden, dass die Aufständischen vom Westen bewaffnet werden, dass derselbe allgemein klar gegen das syrische Regime Stimmung macht (während in Ägypten "Mäßigung" das Wort der Stunde war und Bahrain einfach ignoriert wird), dass der dschihadistische, islamistische Charakter weiter Teile derselben inzwischen auch im Westen unbestritten ist, zweifle ich stark daran, dass ein Sieg der Rebellen ein Fortschritt wäre. Im Gegenteil, der Lauf der Dinge lässt eher "Libysches" erahnen.

Re: Der Plan

Abgeschickt von Willi am 15.06.2012 18:24


Hallo Alexander,
hier ist noch einmal der Leut - Willi -

ich antworte (für Leute wie) Alexander,
was sind Halbkolonien? Ich kenne nur Kolonien.
Egal,so oder so, KOLONIEN ...fremdes erobertes Staatsgebilde,zwecks Ausbeutung
der vorhandenen Rohstoffe und damit verbunden das Morden und Ausbeutung der
einheimischen Bevölkerung.
Für das deutsche Kaiserreich haben deutsche Truppen unter der Losung:"Ein Platz an
der Sonne" Kolonien in Afrika erobert.Deutscher imperialismus!Diesen Slogen gibt
es heute noch in der freiheitlich demokratische BRD!Pfui!
Nun sag Du mir bitte,wie geht es den Menschen in den "Halbkolonien"?
Und erst eine demokratische Halbkolonie- was für ein Wort!Brrrrrr.

Halbschwanger gibt es doch auch nicht........!

Nun,ich freue mich,das Du mein politischen Wissen erweitern möchtest,kommst so
glaube ich, damit viel zu spät.Jemand,der so argumentiert,nicht nachvollziehbare
Theorien über Kolonien-Halbkolonien und Schurkenstaaten verbreitet wird es sehr
schwer haben,zumal er es noch auf Umwege versucht.Weiter!
"Deine"Internationale SOLIDARITÄT ist vor dem A.r...wenn sie nicht dem ganzen Volk
dient,sonder wie Du es ausdrückst,"mit den Unterdrückten im allgemeinen und der
AK im speziellen".Du willst also den Unterdrückten allgemein helfen und der AK
im Speziellen.Das verstehe ich nicht!Allgemein u.speziell?
Du machst also Unterschiede!Klasse!Was machst Du mit den Bauern,
dem kleinen Handwerker?Bist mir ein komischer Kommunist.Wenn nun Halbkolonien und
Schurkenstaaten nicht Deine Worte sind...(?),dann gebrauche sie auch nicht(!),
um andere damit zu belegen oder aufklären zu wollen,bzw.erkläre mir doch bitte,
wer oder was ist ein Schurkenstaat?Vielleicht ein Staat dessen Volk seine Unabhän-
gigkeit,seine politische u.wirtschaftliche Freiheit,ohne die sogenannte westliche
DEMOKRATIE verteidigt und behalten möchte?Aber Du wirst wieder nicht antworten,da
Du ja mit meinen Texten nicht zurecht kommst,ich Dir also zu kompliziert schreibe.
Wie auch immer,man muß nicht alles verstehen.
Zumal Du ja auch,weil Du den Sinn eines Beitrages von mir nicht erfaßt hast,
mich,einen älteren Kommunisten in die RECHTE Ecke gestellt hast.Das tat weh und
schmerzt auch heute noch.



Nebenbei Alexander,die KP Chiles wurde 100 Jahre alt.(4.Juni 1912)

Pablo Neruda,"Canto General"hat ein Gedicht für seine Partei geschrieben.
Ich verzichte darauf es hier abzutippen.Würde Dich vielleicht langweilen.(?)

Dafür aber etwas anderes.Ich werde mit dem Begriff Schurkenstaaten nicht fertig.!?
Aber!
Es gibt Menschen und Organisationen die GEWALT ausüben!
Die Gewalt heißt:
OBAMA,CAMERON,HOLLANDE und MERKEL!(= IMPERIALISMUS / EROBERUNGSKRIEGE)
Sind das vielleicht die Schurken(staaten)????
Alexander,
ohne diese "GEWALT"könnten die Machthaber auf der arabischen Halbinsel,Erdogan,
der jordanische HiWi-König,die antisyrischen Kräfte im Libanon,im Irak und in Ly-
bien ihre Rolle bei der Agression gegen Syrien icht spielen.
Gewalt= eine Erfindung der Propagandisten des Krieges,der Gewalttäter(GAUCK !)
gegen die VÖLKER der WELT.

10.JUNI 1942 - 2012
70.Jahrestag
DIE OPFER VON LIDICE MAHNEN NOCH IMMER!

NIE WIEDER FASCHISMUS NIE WIEDER KRIEG!

Alexander,
ich werde nun zum Ende kommen.

Als Kommunist möchte ich Dir aber noch folgendes mit auf den
Weg geben:
"Die Unwissenheit läßt die Völker nicht nur in
Schlaffheit versinken,sondern erstickt in ihnen
selbst das Gefühl der Menschlichkeit"!

LOCKE 1632 - 1704
(Helvetius)

Das Zitat habe ich bei Karl Marx gefunden!

Ein sonniges Wochenende,sowie ein herzliches,ehrliches VENCEREMOS
und ROT FRONT


Willi die alte ROTE SOCKE


















Re: Der Plan

Abgeschickt von Christiaan am 18.06.2012 08:36
@Alexander

Du bist ein Gutmensch hier geht es doch garnicht darum was für ein System diese Länder haben sondern was die EU dort möchte!!!

Selbst wenn es ein Faschistische Diktatur wäre, gibt es doch kein Recht das die EU übrigens selber eine "Technokratische Diktatur" dort eine Regierung und den Staat zerstören darf?!

Deine Argumentation ist im übrigen echt Lustig Du kannst doch nicht behaupten, das das Volk einen Aufstand möchte, wenn im Grunde Westliche Interessen dahinter stehen, wer bekommt Waffen wer wird Logistisch unterstützt usw usw...

Merkst Du eigentlich noch das Du dich auf der Seite der Regierung stellst?!

Re: Der Plan

Abgeschickt von Alexander am 18.06.2012 17:36
@ Willi

1. Meine erste Antwort auf deinen Beitrag ist immer noch nicht aufgetaucht. deswegen hier normal eine kurzfassung.
Ich zitiere dich:
"bist Du Kommunist oder doch ein Radieschen?
Eine liberale Marktwirtschaft....?ich muß lachen!
Dann gibt es wohl auch eine soziale Marktwirtschaft?Kannst Du antworten,oder
muß ich K.Marx fragen?

Und wo haben sich Kommunisten für bürgerliche Demokratien stark gemacht?

Kommunisten und Bürgerliche was für Gegensätze.!!!!!!"


Nur weil du viele Ausrufezeichen machst,heißt das nicht das es dadurch richtiger wird. Schauen wir doch beide was Marx in aller ausführlichkeit zu dem Thema im 4. Kapitel des "Manifest der kommunistischen Partei" dazu schreibt:


"Nach Abschnitt 2 versteht sich das Verhältniß der Kommunisten zu den bereits konstituirten Arbeiterparteien von selbst, also ihr Verhältniß zu den Chartisten in England und den agrarischen Reformern in Nordamerika.
Sie kämpfen für die Erreichung der unmittelbar vorliegenden Zwecke und Interessen der Arbeiterklasse, aber sie vertreten in der gegenwärtigen Bewegung zugleich die Zukunft der Bewegung. In Frankreich schließen sich die Kommunisten an die socialistisch-demokratische Partei an gegen die konservative und radikale Bourgeoisie, ohne darum das Recht aufzugeben sich kritisch zu den aus der revolutionären Ueberlieferung herrührenden Phrasen und Illusionen zu verhalten.
In der Schweiz unterstützen sie die Radikalen, ohne zu verkennen, daß diese Partei aus widersprechenden Elementen besteht, theils aus demokratischen Socialisten im französischen Sinn, theils aus radikalen Bourgeois.
Unter den Polen unterstützen die Kommunisten die Partei, welche eine agrarische Revolution zur Bedingung der nationalen Befreiung macht. Dieselbe Partei, welche die Krakauer Insurrektion von 1846 in’s Leben rief.
In Deutschland kämpft die kommunistische Partei, sobald die Bourgeoisie revolutionär auftritt, gemeinsam mit der Bourgeoisie gegen die absolute Monarchie, das feudale Grundeigenthum und die Kleinbürgerei.
Sie unterläßt aber keinen Augenblick bei den Arbeitern ein möglichst klares Bewußtsein über den feindlichen Gegensatz zwischen Bourgeoisie und Proletariat herauszuarbeiten, damit die deutschen Arbeiter sogleich die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen, welche die Bourgeoisie mit ihrer Herrschaft herbeiführen muß, als eben so viele Waffen gegen die Bourgeoisie kehren können, damit, nach dem Sturz der reaktionären Klassen in Deutschland, sofort der Kampf gegen die Bourgeoisie selbst beginnt.
Auf Deutschland richten die Kommunisten ihre Hauptaufmerksamkeit, weil Deutschland am Vorabend einer bürgerlichen Revolution steht, und weil es diese Umwälzung unter fortgeschritteneren Bedingungen der europäischen Civilisation überhaupt, und mit einem viel weiter entwickelten Proletariat vollbringt als England im siebenzehnten und Frankreich im achtzehnten Jahrhundert, die deutsche bürgerliche Revolution also nur das unmittelbare Vorspiel einer proletarischen Revolution sein kann.
Mit einem Wort, die Kommunisten unterstützen überall jede revolutionäre Bewegung gegen die bestehenden gesellschaftlichen und politischen Zustände." (K.Marx, "Manifest der kommunistischen Partei")

Zu deiner Frage,was ich für ein Kommunist sei, ich bin keiner, ich bezeichne mich als Sozialist, aber wenigstens habe ich das Manifest gelesen und verstanden. Traurig das Leute wie du die sich Kommunist nennen das anscheinend nicht, oder nicht richitg getan haben.


Zu der Begrifflichkeit "Halbkolonien" und "Schurkenstaaten":
Willi, ich musste mich ernsthaft zusammenreißen nicht ausfallend zu werden. Ich habe KLAR und DEUTLICH (!!!!!!!) geschrieben das das nicht MEINE Begriffe sind, sondern die von Ralph, einen Post über meinen!
Du schreibst hier wirre sachen, beleidigst mich auf eine Art und Weise die sich einfach nicht gehört, UNTERSTELLST mir Dinge die ich nicht gesagt habe und nimmst dir dann auch noch die frechheit heraus zu bestimmen wer ein "guter Kommunist" ist und wer nicht. Das ist beschämend(!) und ich kann mir nicht vorstellen das die MLPD oder vernünftige Kommunisten so ticken wie du.
ES macht aus meiner Sicht keinen Sinn mit dir über Sachen zu diskutieren wenn du nicht einmal ein Mindestmaß an Respekt gegenüber den anderen Diskutanten hast. (Nebenbei ist deine Ausdrucksweise so unterirdisch das ich manchmal Probleme habe deinen Gedankengang überhaupt nachvollziehen zu können) (@ Admin: warum wurde Willis Post aufgrund von Beleidigungen eig nicht zensiert?)



@ Christiaan

Wenn die Existenz einer faschistischen Diktatur kein Grund für eine Intervention ist, dann frag ich mich was Truppen der Komintern damals im spanischen Bürgerkrieg zu tun hatten? NAtürlich ist die Existenz einer faschistischen Diktatur ein Grund einzugreifen, ob dies auch getan wird und ob es der wirkliche Grund der Intervention ist steht auf einen anderen Blatt.
zu deinem Passus:

"Deine Argumentation ist im übrigen echt Lustig Du kannst doch nicht behaupten, das das Volk einen Aufstand möchte, wenn im Grunde Westliche Interessen dahinter stehen, wer bekommt Waffen wer wird Logistisch unterstützt usw usw..."

Natürlich kann ich das behaupten, es wiederspricht sich doch auch nicht. Es kann doch einen Volksaufstand geben der von den westlichen Staaten unterstützt wird mit dem Hintergedanken(!) das man dort nach dem Krieg eine kapitalistische Gesellschaftsform installieren kann. Uns beiden ist klar das die westlichen Staaten da nicht aus "Nächstenliebe" oder "Gutmenschentum" intervenieren(zumindest nicht primär),sondern weil sie (Wirtschaftliche)interessen haben. Das schließt doch aber nicht aus,das ein bestimmter teil des syrischen Volkes das Assad-Regime beseitigen will. Ob dies die Mehrheit ist, ist ja eben die Gretchenfrage. Ehrlich gesagt: ich weiß es nicht. Aber ich bezweifle auch das du es weißt.
Ich kann nur sagen was aus meiner Sicht für die syrische Bevölkerung besser ist und ich glaube das eine bürgerliche Demokratie einer Militär und/oder faschistischen Diktatur immer vorzuziehen ist.

Re: Der Plan

Abgeschickt von Christiaan am 20.06.2012 09:19

@Alexander

Nein weil das legt wer fest? Du oder die USA oder SOV oder die EU?

"Ehrlich gesagt: ich weiß es nicht. Aber ich bezweifle auch das du es weißt."

Eben so mit ist es nur noch lächerlicher und wo bitte hat Russland Spanien angegriffen?!

Und Nein die "EU" erzählt uns den lieben langen Tag das alle und jeder gegen das jetzige Syrien ist, deswegen sollst Du dich ja mal selber erkundigen gib mal "Christoph hörstel syrien" ein der Berichtet wirklich Unabhängig.


"Natürlich kann ich das behaupten, es wiederspricht sich doch auch nicht."

Na klar wiederspricht sich das, ein RICHTIGER Sozialist oder Kommunist erkennt einen Richtigen Aufstand anhand seinem Charakters!

Ich sag mal so wenn in Libyen Französische Spezial Einheiten mit den "Aufständischen" mitfahren und ihnen Koordinaten geben, Aufständische in Krankenhäuser unterkommen die durch den Westen bezahlt werden, Nato Flugzeuge den Weg frei Bomben und Libysche Aufständische auf einmal in Syrien gesichtet werden und durch Saudi-Arabien bezahlt werden handelt es sich für mich um einen Putsch, das man in jedem Land der Erde immer Menschen finden wird die da mitmachen weil sie etwas anderes wollen ist ja auch klar.

Was sind daraus die Lehren? Nun erst hinterfragen dann für etwas sein!

Re: Der Plan

Abgeschickt von Alexander am 20.06.2012 18:31
@ Christiaan

Kurze Antwort dazu:

1. Ich hab gesagt Truppen der Komintern, nicht Russlands, da du das aber gleich setzt sieht man wenigstens das diese von den Sowjets dominiert wurde. Es ist allgemein bekannt das Komintern-truppen im spanischen Bürgerkrieg gegen Franco gekämpft haben. Damit haben sich die Kommunisten doch jahrelang gerühmt und tuen es auch heute noch.

2. Warum sollte der Bericht von Christoph Hörstel "unabhängig" sein? Er ist möglicherweise Pro-Assad aber deswegen doch nicht unabhängig.

3. schön das du wieder die keule des "richtigen" und "falschen" sozialisten bringst.
Es ist doch lächerlich anzunehmen das Aufstände nicht durch ausländische Kräfte unterstützt wurden. Selbst das Musterbeispiel der Oktoberrevolution wurde doch noch durchs Kaiserreich unterstützt in der Hoffnung Frieden an der Ostfront zu erlangen.

Re: Der Plan

Abgeschickt von Uwe Ahrens am 21.06.2012 17:50
Die ganze Diskussion um Syrien lässt einen bestimmten Aspekt vermissen, nicht einfach nur den der Frage der Demokratie. Die gibt es so gar nicht. Entweder ist es eine Demokratie für die breiten Massen oder es ist eine eingeschränkte, wo die Mehrheit letztlich nichts zu sagen hat, sondern malochen und ansonsten den Schnabel halten soll, ausbeutung, Hunger usw. einfach so hinnehmen. Es gibt definitiv massive Menschenrechtsverletzungen von Seiten des syrischen Regimes und massive Einmischung des Westens.
Östlich Syriens geht's Richtung Aserbaidschan-Baku, usw. ein immer noch und immer mehr umkämpftes Gebiet, wegen seines enormen Öl- und Gasreichtums. Es sind Pipelines von dort ans Mittelmehr geplant, jede große Energiefirma möchte dort den Finger drauf haben.
Das sollte man als 'guter' oder 'unguter' Kommunist nicht vergessen.
Die Sowjetunion gibt's nicht mehr, wurde unter Gorbatschow ja aufgelöst, nachdem die Herrschaft des bürokratischen Kapitalismus nicht mehr aufrecht zu erhalten war. Wegen enormer wirtschaftlicher Schwierigkeiten, der Überrüstung und zunehmender Verarmung und Ausbeutung der sowjetischen Werktätigen, aber auch gescheiterter Militärabenteuer wie Besetzung Afghanistans 1980 durch die 'Sowjet'union. Die inzwischen imperialistische Sowjetunion hatte im Rennen um die Weltherrschaft gegenüber den USA damals eine Schlappe erlitten. Heute gibt es krasse Konfrontation zwischen den BRICs-Staaten und dem Westen, weil z.B. China sich wirtschaftlich weiter nach vorne schiebt. Syrien ist also ein Schauplatz verschiedener imperialistischer Interessen. Und die Massen sollen den Kampf bezahlen - für imperialistische Interessen!!
Jeder ernsthafte Kommunist sollte sich hier für das Selbstbestimmungsrecht der Nationen, die Respektierung der nationalen Souveränität und Integrität einsetzen, die zumindest formal Grundlage der UN-Charta sind, aber natürlich von den imperialistischen Mächten fast immer mit Füßen getreten werden. Das zeigen auch jüngere Konflikte um Seegebiete bei den Philippinen, die von China beansprucht werden. Auf imperialistischer Grundlage kann es nur ein Verteilung nach der jeweiligen wirtschaftlichen und militärischen Macht geben, es sei denn,die Völker, z.B. die Weltfriedensbewegung, die internationale Arbeiterbewegung und auch andere breite Teile der Massen setzen sich dem entgegen.
Solidarische Grüße Uwe

Re: Der Plan

Abgeschickt von WILLI am 21.06.2012 22:18



@ALEXANDER,

ICH WERDE,WENN DU ES MÖCHTEST;(?) NOCH ANTWORTEN.
IM MOMENT GEHT ES ABER NICHT.
BITTE ANTWORTE MIR.ICH DENKE,WIR HABEN UNS VIEL ZU SAGEN.
KANN ABER EINE WEILE DAUERN;MEINE RECHTE HAND IST RUHIG GESTELLT:
ICH MÖCHTE UNSEREN MEINUNGSSTREIT MEINERSEITS NICHT ABBRECHEN.

(DAS SEIN BESTIMMT DAS BEWUSSTSEIN-UND DAS IST DOCH DIE ENTSCHEIDENE FRAGE)(!)
O;ICH HABE EIN -!- GESETZT;KANNST DU MIR VERZEIHEN?


BIS DENNE

VENCEREMOS


WILLI DIE ALTE ROTE SOCKE

Re: Der Plan

Abgeschickt von Christiaan am 22.06.2012 09:26
@Uwe Ahrens


Eben!:)

Verstehe aber nicht warum wir in Deutschland belogen werden?!, zur EU sagt man uns ja auch nicht die Wahrheit das es den Politikern garnicht um die Völker geht.
Sondern man braucht EIN Europa um gegen China und Indien Wettbewerbsfähig zu sein, darum geht es!
Die Löhne passt man ja auch schon mal so langsam an...

Re: Der Plan

Abgeschickt von Alexander am 23.06.2012 00:38
@ Uwe
volle zustimmung
@ Christiaan

Naja doch,also ich hab schon öfters von offizieller stelle gehört das es bei der EU auch darum geht wettbewerbsfähig gegenüber USA,China und Japan zu bleiben.
Das ist wenn man so will die konsequente Folge eines globalen Kapitalismus. Der Fehler unserer "Eliten" ist nicht das sie dieses System nicht in Frage stellen sondern Institutionen schaffen um es irgendwie am laufen zu halten.

Re: Der Plan

Abgeschickt von Christiaan am 26.06.2012 10:33


Ein Krieg in Syrien wird immer wahrscheinlicher. Nicht nur ein Bürgerkrieg, sondern durch das Eingreifen von außen -- vor allem durch westliche Kräfte -- wird es aller Voraussicht nach in Kürze zu kriegerischen Auseinandersetzungen unter internationaler Führung kommen. So, wie letztes Jahr in Libyen geschehen. Oder wie es im Irakkrieg Anfang 2003 der Fall war, ebenso, wie es sich wahrscheinlich demnächst im Iran entwickeln und unser Weltfrieden dadurch erheblich gefährdet werden wird. Unser US-Korrespondent Webster Tarpley und zahlreiche weitere unabhängige Journalisten, zunehmend jetzt sogar die Massenmedien, sprechen von einem nahenden Dritten Weltkrieg.

http://www.youtube.com/watch?v=XXhQwi1KmF4&feature=relmfu
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Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?

Katastrophenalarm! Immer mehr lokale und regionale ökologische Katastrophen drangsalieren die Menschheit. Sie kennzeichnen einen Prozess des beschleunigten Umschlags der Umweltkrise in eine globale Umweltkatastrophe.

Weil ihre Hauptursachen in der kapitalistischen Profitwirtschaft liegen, erfordert die Umweltfrage heute einen gesellschaftsverändernden Kampf. Dazu brauchen wir eine neue Umweltbewegung, die einen klaren Trennungsstrich gegen den imperialistischen Ökologismus zieht, sich organisiert, kämpferisch, zielstrebig und weltumspannend gegen die mutwillige Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen durch die Herrschenden Front macht.

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