Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

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Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Volker Herbst am 23.05.2012 17:44
Seit 30 Jahren führt Genosse Stefan Engel erfolgreich die Geschicke der MLPD.
Wir haben allen Grund, ihm für die bisher geleistete Arbeit sowie seinen unermüdlichen Kampf für Frieden und Sozialismus Respekt und Anerkennung zu bekunden!

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Matthias von Weitershausen am 28.05.2012 17:55
Wäre es nach 30 Jahren nicht mal an der Zeit, das Amt in andere Hände zu übergeben? Es gibt doch innerhalb der MLPD noch andere Leute mit großer poliotischer Begabung.
Über 30 Jahre das Amt eines Parteivorsitzenden innezuhaben - das kennt man anderswo nur bei Diktatoren, die sich für unersetzbar halten.
Um jeden Irrtum auszuschließen: Ich schätze Stefan Engel und seine Arbeit sehr, und gerade deswegen möchte ich nicht, dass irgendwann mal über ihn "Der ewige Vorsitzende" oder dergleichen gesagt wird.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Peter Spieß am 06.06.2012 00:07
Als eine Partei, die sich dem von Grund auf demokratischen Marxismus verschrieben hat (allerdings auch dem in der Praxis alles andere als demokratischen Leninismus), sollte es auch so viel innerparteiliche Demokratie geben, dass kein Parteivorsitzender mit 30 Jahren Amtszeit nötig ist. Aber das ist lediglich meine bescheidene Meinung als Demokratischer Sozialist...

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Jörg Weidemann am 08.06.2012 12:03
Die Wahl von Stefan ist - im Gegensatz zu den üblichen Mauscheleien in den bürgerlichen Parteien - gerade Ausdruck der Demokratie in der MLPD. Die Frage wurde schon einmal vor einem jahr aufgeworfen. Damals schrieben wir: "Bei der MLPD bekleidet niemand ein Amt auf Lebenszeit. Stefan wurde auf acht Parteitagen in geheimer Wahl in das Zentralkomitee gewählt. Er wurde, wie alle Mitglieder dazu von seiner Parteigruppe vorgeschlagen und der Kreisdelegiertentag Gelsenkirchen stimmte dieser Kandidatur zu. Das Zentralkomitee wiederum hat Stefan jeweils zum Parteivorsitzenden gewählt, ebenfalls in geheimer Wahl übrigens. Das zeigt, dass Stefan in der Partei tatsächlich für diese Funktion der derzeit am besten geeignete Genosse ist.
Davon unabhängig betreibt die MLPD immer und auf allen Ebenen eine intensive Nachwuchsarbeit. Wir machen uns nicht nur Gedanken über eine Nachfolge, sondern arbeiten überall darauf hin, neue Genossinnen und Genosse für unsere wachsenden Aufgaben zu entwickeln. Wenn du dir unser Zentralkomitee auf der Homepage anschaust, wirst du sehen, dass hier auch eine Reihe jüngerer Genoss/innen Mitglied sind. Seit dem letzten Parteitag haben wir auch erstmals eine stellvertretende Parteivorsitzende gewählt.
Ich finde gut, dass du deine Frage frei heraus stellst, aber auch sachlich und ernsthaft. Du kannst mir glauben, dass wir uns viele Gedanken machen, über die Entwicklung neuer Genossen. Stefan ist im übrigen, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, ein Genosse, der ausgesprochen viel Wert darauf legt, dass er bei allen seinen Tätigkeiten immer auch eine Kaderarbeit macht. Also so arbeitet, dass dabei viele Genossen mit herangezogen werden, etwas lernen und sich so weiter entwickeln können."

das Moderatorenteam

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Alexander am 08.06.2012 16:02
@ Jörg Weidemann

Ich denke niemand leugnet das der Herr Engel demokratisch gewählt wurde. Ich glaube nur das eine so extreme personelle Kontinuität (wie sie komischerweise auch bei allen anderen sich als marxistisch-leninistischen Parteien zu sehen ist, genauso wie bei euren vorbildern, sei es Stalin,Hohxa usw.) ausdruck einer im Kern dogmatischen Linie ist. Ich will das veranschaulichen:

Wie sollen sich denn Richtungsentscheidungen ergeben wenn bestimmte Dinge in dieser Partei einfach nicht hinterfragt werden dürfen. An der Phrase "Diktatur des Proleteriats" darf nicht gerüttelt werden, und damit man sowohl demokratische als auch authoritäre Mitglieder weiter bindet, wird diese Phrase dann halt verwaschen, mal heißt es Diktatur im eigentlichen Wortsinn, mal ist es die Demokratie der Mehrheit(die hat man ja komischerweise auch in der bürgerlichen Demokratie aber mal plump gesagt: die Mehrheit ist dann hier eurer meinung nach nicht richtig gebildet, man muss ihnen also erst sagen wofür sie als Mehrheit sein muss)
Genauso die Phraserei der "Wissenschaftlichkeit". Nehmen wir an man kann eine Gesellschaft wirklich in einer alles beantwortenden Wissenschaft eingliedern, dann kann es doch auch nur EINE Wissenschaftliche Antwort geben oder? Folglich auch nur eine Position, folglich brauch man auch keine richtungsentscheidung.
Alles was diesem Dogma nicht entsprechen würde, ist dann Revisionismus. Siehe historisch: Trotzki,Bucharin..später: Chrustschow.

Eine Antowrt hierauf würde mich freuen. Ich habe bewusst auf alles verzichtet was "beleidigend" wirken könnte, von daher dürfte es jetzt auch keine Probleme bei der veröffentlichung geben.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Bernd am 10.06.2012 05:24
"An der Phrase "Diktatur des Proleteriats" darf nicht gerüttelt werden"

Die Diktatur des Proletariats" ist keine Phrase. Karl Marx und Friedrich Engels entwickelten die Lehre der Diktatur des Proletariats in der sozialistischen Gesellschaft als notwendige Antwort auf die Diktatur der Bourgeoisie im Kapitalismus. Der Grundgedanke ist einfach und wurde von Lenin in "Staat und Revolution" auf den Punkt gebracht:

"In Wirklichkeit ist diese Periode unvermeidlich eine Periode unerhört erbitterten Klassenkampfes, unerhört scharfer Form dieses Kampfes, und folglich muß auch der Staat dieser Periode unvermeidlich auf neue Art demokratisch (für die Proletarier und überhaupt für die Besitzlosen) und auf neue Art diktatorisch (gegen die Bourgeoisie) sein." (Lenin, Werke, Bd. 25, S. 425, http://www.mlwerke.de/le/le25/le25_413.htm )

Die Diktatur des Proletariats bedeutet die Fortführung des Klassenkampfes, zunächst zur Niederhaltung der alten Ausbeuter, dann immer mehr mit dem Ziel der Schaffung allseitiger ideologischer, politischer, ökonomischer und ökologischer Voraussetzungen des Übergangs zur klassenlosen Gesellschaft des Kommunismus.

"Alles was diesem Dogma nicht entsprechen würde, ist dann Revisionismus."

1. Nur die Theorie und Methode des dialektischen und historischen Materialismus versetzen die Arbeiterklasse und ihre Verbündeten in die Lage, die Erscheinungen und Entwicklungen der objektiven Wirklichkeit zu analysieren und daraus Schlußfolgerungen für den Klassenkampf zu ziehen.

"Und bei der Arbeiterklasse besteht der deutsche theoretische Sinn unverkümmert fort. Hier ist er nicht auszurotten; hier finden keine Rücksichten statt auf Karriere, auf Profitmacherei, auf gnädige Protektion von oben; im Gegenteil, je rücksichtsloser und unbefangener die Wissenschaft vorgeht, desto mehr befindet sie sich im Einklang mit den Interessen und Strebungen der Arbeiter." ("Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie", Marx/Engels, Werke, Bd. 21, S. 307, http://www.mlwerke.de/me/me21/me21_291.htm )

2. Das Wesen des Revisionismus ist die Verwischung des Unterschiedes zwischen Sozialismus und Kapitalismus, des Unterschieds zwischen Reform und Revolution. Letztlich will der Revisionismus (als Sonderform des Reformismus) einen evolutionären Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus. Das soll dann eine allmähliche Entwicklung sein, in der noch Elemente des Kapitalismus und schon Keimformen des Sozialismus vorhanden sind.

3. Der demokratische Zentralismus vereinigt demokratische Initiative und einheitliche Führung, Freiheit und Disziplin. So geht die Vielfalt der praktischen Erfahrungen und theoretischen Erkenntnisse in die Festsetzung und Weiterentwicklung der ideologisch-politischen Linie der Partei ein. Die einheitliche ideologisch-politische Linie wird wiederum entsprechend den unterschiedlichen Verhältnissen durch die jeweiligen Organisationseinheiten schöpferisch in die Praxis umgesetzt.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Marion am 10.06.2012 09:58
^@ Peter Spieß
es ist ein unerklärlicher und unverständlicher Antagonismus der Wortwahl in sich, den demokratischen Marxismus, dem demokratischen Leninismus der Praxis, was immer dies bedeuten mag, entgegenzusetzen. Gewisse Leute sind einfach nicht in der Lage, Begriffe mit Inhalten zu füllen oder geschichtlichen Erkenntnissen zu kombinieren oder konkret auseinanderzuhalten, was der Apfel und was das Ei ist. Der Marxismus ist die Wissenschaft der Entwicklungsgesetze der menschlichen Gesellschaft für die Stufe der freien Konkurrenz. während der Leninismus, die Entwicklungsgesetze für die Stufe des parasitären, faulenden Kapitalismus, des Staatsmonopolistischen Kapitalismus darstellt, der die Weiterentwicklung des Marxismus beinhaltet. "Demokratie" bedeutet aus dem griechischen übersetzt "Volksherrschaft" und ist nur innerhalb der gesellschaftlichen Zustände erfassbar und erklärbar. Demokratie ist in der Klassengesellschaft immer klassengebunden definiert. Geht man ihr auf den Grund, dann muss also gefragt werden, "Demokratie" für wen, für welche Klasse? Zur Zeit herrscht das Finanzkapital und dieses bestimmt, welche Teile des Volkes herrschen und welche ausgebeutet und unterdrückt werden. Diktatur des Finanzkapitals ist auch Demokratie des Finanzkapitals. Die Worthülse füllt sich mit Inhalt. Der Sozialismus schafft durch veränderte Machtstrukturen eine andere Volksherrschaft (Demokratie), nämlich, die Herrschaft der Arbeitenden und Schaffenden mit Hilfe der Diktatur gegen die ehemaligen Ausbeuter und Unterdrücker, welche im Kommunismus gänzlich abstirbt. Wenn es keine Klassen mehr gibt, sind auch Begriffe, wie "Demokratie" oder " Diktatur" hinfällig.
30 Jahre Parteivorsitz ist kein Widerspruch zur marxistischen/ leninistischen Demokratie sondern gerade ihr höchster Ausdruck, weil die Mehrheit der Leute sich für diese Person als Vorsitzenden entschieden hat und zwar aus objektiven und subjektiven Gründen und damit dem Mehrheitswillen ( dem demokratischen Willen) genüge getan ist. Die Anzahl der Jahre des Vorsitzes ist kein Argument um undemokratisch zu begründen, höchstens um die Stabilität des Mehrheitswillens innerhalb der Partei zu beweisen.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Alexander am 11.06.2012 01:35
@ Bernd
Ich geh genauso vor wie du:

"Die Diktatur des Proletariats" ist keine Phrase. Karl Marx und Friedrich Engels entwickelten die Lehre der Diktatur des Proletariats in der sozialistischen Gesellschaft als notwendige Antwort auf die Diktatur der Bourgeoisie im Kapitalismus. Der Grundgedanke ist einfach und wurde von Lenin in "Staat und Revolution" auf den Punkt gebracht:

"In Wirklichkeit ist diese Periode unvermeidlich eine Periode unerhört erbitterten Klassenkampfes, unerhört scharfer Form dieses Kampfes, und folglich muß auch der Staat dieser Periode unvermeidlich auf neue Art demokratisch (für die Proletarier und überhaupt für die Besitzlosen) und auf neue Art diktatorisch (gegen die Bourgeoisie) sein.""

--> Nur weil das jemand sagt (auch wenn es Lenin war) sagt das nichts über seine richtigkeit aus.
Wenn etwas angeblich wissenschaftlich ist und es deswegen sein muss, die große mehrheit des Proleteriat es aber nicht will, willst du es dann trotzdem durchsetzen? Faktisch legitimiert die BEHAUPTUNG es gäbe eine objektive gesellschaftliche Wahrheit JEDES Vorgehen!

"1. Nur die Theorie und Methode des dialektischen und historischen Materialismus versetzen die Arbeiterklasse und ihre Verbündeten in die Lage, die Erscheinungen und Entwicklungen der objektiven Wirklichkeit zu analysieren und daraus Schlußfolgerungen für den Klassenkampf zu ziehen."

--> Möglicherweise lernst du das in euren Seminaren,sagt aber nichts über die Richtigkeit dieser Aussage aus. Außerdem bleibt hier der Vorwurf bestehen den ich schon vorher äußerte. Jener der BEHAUPTET nach den "Regeln" des dialektischen Materialismus analysiert zu haben hat praktisch die Legitimation für alles (da es ja angeblich wissenschaftlich ist)


Jetzt kommt aber mein liebstes^^
"Der demokratische Zentralismus vereinigt demokratische Initiative und einheitliche Führung, Freiheit und Disziplin. So geht die Vielfalt der praktischen Erfahrungen und theoretischen Erkenntnisse in die Festsetzung und Weiterentwicklung der ideologisch-politischen Linie der Partei ein. Die einheitliche ideologisch-politische Linie wird wiederum entsprechend den unterschiedlichen Verhältnissen durch die jeweiligen Organisationseinheiten schöpferisch in die Praxis umgesetzt."

--> blanke Partei-phrasen-rhetorik die man aus praktisch allen vulgärmarxistischen Staaten und organissationen kennt.
Hier wird wieder über den Kern der "Bevormundung der Menschen" eine "Hülle der Demokratie" gelegt.
Demokratie und einheitliche Führung? Das gibt es vielleicht in deiner Theorie, vielleicht sogar in kleinen sich sehr einigen Gruppen in der Praxis, im großen Maßstab tendiert dieses Konzept aber immer zu einer pseudo-demokratie. (sowohl theoretisch nachweißbar als auch empirisch (historisch) unzählige male belegt)
Bei dieser Konzept kommt wieder der schon von mir angesprochene Punkt zum Ausdruck, im Zweifelsfall ist nur jener für entscheidungen legitimiert, welcher BEHAUPTET die wissenschaftliche Position einzunehmen. (Also nach dem Motto: ich weiß schon was gut für euch ist) das muss natürlich keine einzelne Person sein. In der Praxis sind es meist Personen gruppen welche über starke informelle Machtressourcen verfügen.
Außerdem gibt es bei diesem Konzept quasi keine Gewaltenteilung. Macht lässt sich aber nur durch Macht begrenzen und nicht durch schein-wahlen. Einmal in der Machtposition angekommen,kann eine bestimmte Institution in der Ausübung ihrer Macht nur durch eine "Gegenmacht" limitiert werden.
Da hilft auch kein Pyramidenhafter aufbau einzelner Segmente, da das oberste über die Machtressourcen verfügt, und wenn es sie einmal hat,dieser auch nutzen kann. (siehe stalinistische Säuberungen etc --> die definition was feind,was freund ist, obliegt dann ebenfalls dieser Machtinstanz)

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Bernd am 12.06.2012 16:18
@Alexander,

mir war bei meiner Antwort schon klar, dass du den Marxismus-Leninismus ablehnst. Das steht dir natürlich frei. Offensichtlich fürchtest du dich etwas vor der "Diktatur des Proletariats". Es ist aber gerade der Marxismus-Leninismus, der die Überlebtheit und Krisenhaftigkeit der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse am besten erhellt und vor allem die Triebkräfte einer höheren Gesellschaftsordnung enthüllt. Die Notwendigkeit der Diktatur des Proletariats ergibt sich aus der Erfahrung, dass er z.B. nach der Oktoberrevolution es zahlreiche Versuche gab, die Konterrevolution zu organisieren und zum Sieg zu führen.

Meine Ausführungen zum Demokratischen Zentralismus als Prinzip der innerparteilichen Organisation der MLPD sollten dir nur einen Einblick in die interne Arbeitsweise der MLPD geben. Eine Aussage, dass die MLPD die ganze Gesellschaft nach diesem Prinzip organisieren will, habe ich nicht getroffen. Gesamtgesellschaftlich wird es in der Diktatur des Proletariats vielmehr viele Elemente direkter Demokratie geben. Darauf orientiert die MLPD heute schon in vielen Volksbewegungen und Streiks, an denen sie mitwirkt.

Da du aber das Thema "Gegenmacht" ansprichst, möchte ich darauf hinweisen, dass sämtliche Leitungen innerhalb der MLPD durch unabhängige Kontrollkommissionen überprüft werden, und dass auch eine Kontrolle von unten durch die Basis stattfindet. Das wirkt der Bildung von Gruppen mit "informeller Machtressourcen" entgegen. Insoweit unterscheidet sich die MLPD erheblich von den alten kommunistischen Parteien.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Susanne Endershagen am 20.06.2012 11:07
Niemand bestreitet, dass Herr Engel das Amt des Parteivorsitzenden deshalb bekleidet, weil er auf demokratische Weise gewählt worden ist.
Nichtsdestotrotz bin ich der Ansicht, dass Stefan Engel der MLPD einen Gefallen täte, wenn er -nach immerhin 30 Jahren im Amt- allmählich mal Platz für eine(n) Nachfolger(in) machen würde. Es ist dem Ansehen einer Partei abträglich, wenn an ihrer Spitze immer nur das gleiche Gesicht zu sehen ist.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Martin Hennig am 21.06.2012 16:06
Was mir (und ich sage das ausdrücklich als jemand, der an Stefan Engel als MLPD-Vorsitzendem festhalten möchte) an der Diskussion in dieser Rubrik gefällt, ist die Tatsache, dass auch diejenigen, die sich für einen Wechsel im Amt des Parteichefs aussprechen, Stefan den nötigen Respekt für das, was er in den vergangenen 30 Jahren geleistet hat, nicht versagen.
Die Diskussion ist -bei allen gegensätzlichen Standpunkten- fair und frei von jeglicher Polemik. Es wäre zu wünschen, dass ein solcher Umgangston künftig auch bei anderen Themen im Sozialismus-Forum gepflegt wird.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Walter am 20.07.2012 14:53
Lieber Stefan, ergreife Du die Initiative und leg' den Parteivorsitz nieder! Du bist jetzt 30 Jahre lang im Amt; es soll nicht danach aussehen, als dass Du daran klebst.
Oder gibt es in Deutschland eine andere Partei, wo immer nur ein und dasselbe Gesicht den Ton angibt?

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Uwe am 24.07.2012 14:16
@ Hallo Alexander
Zu diesen Beiträgen, die meinen, Stefan Engel sollte nicht mehr Vorsitzender der MLPD sein. Ich glaube, diese Arbeit, die dort geleistet wir, z.B. mit der Herausgabe der politisch-ideologischen Line der MLPD, wird hier wohl etwas unterschätzt. Zum Verfahren der Wahlen innerhalb der MLPD haben ja schon einige Beiträge etwas ausgeführt.
Es ist mit ein Verdienst unserer Parteiführung, dass sich die MLPD in dieser Reihe von Jahren nicht gespalten hat oder in den bürgerlichen Parteienapparat, d.h. den Kapitalismus aufgesogen wurde, wie es so vielen kleinbürgerlichen ml-Strömungen passiert ist.
Weiter sollte man sich vielleicht mal, wenn auch nur in Auszügen, die Analysen, wie sie von der MLPD vorgelegt werden, z.B. in der "Morgenröte der internationalen Revolution" die Perspektive aus dem kapitalistischen und Umweltchaos, das weltweit herrscht, exemplarisch vorgelegt wurde. Immerhin arbeitet die MLPD seit etwa zwei Jahren in der ICOR, einer Vereinigung von über 40 revolutionären Parteien und Organisationen mit, die sich gemeinsam die Durchsetzung des Sozialismus zum Ziel gesetzt haben. Ich denke, solche Maßstäbe spre- chen erstmal für sich, wenn jemand es besser machen kann, bitte schnell den Mitglieds-antrag an die MLPD stellen und kandidieren, wenn die Baisorganisation das richtig findet, steht dem nichts im Wege. Alles andere ist doch eine ausgedehnte Mäkelei, statt mal prak- tisch die Sache auf die Probe zu stellen. Ich finde, du mäkelst ziemlich an vielen Sachen herum, sagst aber nie, wie du z.B. selbst unser wohl unabweislich verrottetes imerialistisches System überwinden wilst. vielleicht hältst du das ja auch gar nicht für nötig und bist ganz zufrieden damit. Spende doch mal etwas für die kämpdenden Kollegen der Firma Hallivourgou bei Athen. Das wäre doch mal ein Baustein für eine bessere Zukunft.
Die Arbeiter dort und ihre Familien weichen vor den Angriffen der Polizei und der bürger- lichen Parteien nicht zurück, sondern kämpfen um eine andere Zukunft. Das muss jeder aufrechte Mensch unterstützen. Und das zeigt auch den Weg in eine andere Zukunft als dies kaitalistische Krisenchaos.
Mao Tsetung:"Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit."
Schöne Grüße an Alexander

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Werner Rethmann am 01.08.2012 16:06
1998 hieß es, dass 16 Jahre Kanzlerschaft von Helmut Kohl genug seien (Bundesvorsitzender der CDU war der Mann übrigens 25 Jahre lang).
Heute heißt es, dass Kurt Beck (SPD) nach 18 Jahren im Amt des Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz zurücktreten solle.

Niemand bestreitet, dass beide Herren auf demokratische Weise in ihre Ämter gelangt sind. Niemand bestreitet, dass Stefan Engel auf der Basis demokratischer Wahlen den MLPD-Vorsitz innehat. Aber man muss doch nicht 30 Jahre lang Parteivorsitzender sein !
Es wäre gut, wenn Herr Engel in absehbarer Zeit von sich aus sein Amt in die Hände eines Nachfolgers / einer Nachfolgerin legen würde.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Uwe am 02.08.2012 16:34
Hallo Werner Rethmann, was bemängelst du denn an der politik der MLPD?
Irgend etwas am Inhalt scheint dich doch zu stören.
Schau dir mal das Interveiw an, was Stefan Engel jüngst zu den Verleumdungen durch den Verfassungsschutz gegeben hat. Da wird klar dar gelegt, für welche Politk wir eintreten und was z.B. den Verfassungsschutz, sprich Geheimdienst daran stört.
Der betreibt unter anderem seit etlichen Jahren eine Anti-Extremismmus-Kampagne,
die auf Beschlüssen des Europa-Rats beruhen, der immer mehr in eine Rolle hinein wächst, den einzelnen Ländern in der EU vorzuschreiben, was sie bis ins kleinste zu tun und zu lassen haben. Dies wird z.B. in der Studie "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution" auseinander genommen und auch aufgedeckt, im Interesse welche internationalen Monopole solche Politik gemacht wird. Es wir aber auch gezeigt, was der Ausweg hieraus ist.Wenn Stefan Engel hieran mit gerabeitet hat und als Herausgeber zeichnet, muss man ihn dagfür loben, dass er hier für die notwendige politische Klarheit sorgt.
Wenn du seinen Rücktritt als Parteivorsitzender forderst, bist du, falls du kein Mandat von irgendeiner Ebene der MLPD dazu hast, in keiner Weise dazu legitimiert. Das erst mal zum demokratischen Verfahren. Wie bei uns gewählt wird, erläutert Stefan Engel übrigens auch klar in dem Interview. Solche demokratischen Regeln können sich bürgerliche Parteien gar nicht erlauben, dann müssten sie nämlich ziemlich schnell einpacken.
Also leg doch die Karten auf den Tisch und sag klar, was anunserer Politik dir nicht schmeckt. Unsere Partei ist für jede sachliche Kritik offen und setzt sich damit auseinan- der. Mit irgendwie verbrämten Vorwürfen zu arbeiten, ohne klar zu werden, das ist in meinen Augen eine bürgerliche und nicht wirklich ehrliche Methode, eben nur Stimmungsmache.
Also, Karten auf den Tisch
Gruß Uwe

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Cornelia am 03.08.2012 17:57
eine partei, die dieses gesellschaftssystem verändern will, sollte sich nicht auf die existierende verfassung berufen; das ist ein widerspruch in sich; was erwartet man von einem kapitalistischen system (?); das dieses system wartet, dass es zerlegt wird? auch in einem sotzialistischen systemm würde man sogenannte "feinde" bekämpfen und verfolgen! ich kritisiere die partei nicht, dass sie dieses gesellschaftssystem verändern will, sondern die illusion, sich an gerichte zu wenden, die "kaptitalistische" Rechtssprechung soll die rechtsbrüche gegenüber fortschrittlichen parteien reparieren? das würde ja bedeuten, dass die justitz unabhängig von den herrschenden agieren würde(?!). das jetzige gesellschaftssystem zeigt bereits tiefe risse; durch die verbrechen der nsu schon eine ernsthafte krise der sicherheitsbehörden zeigt auf, wie tief verwurzelt misstrauen, korruption und unterdrückung von meinungen durch medien und auch den herrschenden politiker fortgeschritten ist;

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Werner Rethmann am 03.08.2012 19:04
Lieber Uwe,
wenn Du Dir die Mühe machst, meinen letzten Eintrag nochmal genau zu lesen, wirst Du feststellen, dass ich in keinster Weise Kritik an der Politik der MLPD übe oder an dieser Politik etwas bemängele.

Es steht mir auch nicht zu, den Rücktritt von Stefan Engel zu fordern - da gebe ich Dir völlig Recht. Nur: Das habe ich auch nicht getan !!!
Ich nehme mir allerdings das Recht, in einem Forum, das zum Zwecke der politischen Diskussion eingerichtet wurde, meine Meinung zu vertreten. Und meine Meinung ist, dass Demokratie innerhalb einer Partei auch von Wechsel lebt. Es wäre aus meiner Sicht dem Erscheinungsbild der MLPD förderlich, wenn im Amt des Parteichefs auch mal ein neues Gesicht zu sehen sein würde.
Gerade WEIL ich die MLPD schätze, bin ich sehr dafür, dass das Amt des Vorsitzenden in neue Hände gelegt wird.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Cornelia am 06.08.2012 13:15
habe deinen beitrag überhaupt nicht gemeint, sondern den leitartikel der letzten aktuellen roten fahne und scheine in die falsche rubrik gerutscht zu sein; soll vorkommen; beteilige mich sonst überhaupt nicht öffentlich an parteilichen debatten über die mlpd; also den beitrag vonm 3.08. in deinen bezug einfach ignorieren! C.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Horst Edler am 07.08.2012 12:52
In Anbetracht der Verdienste, die er sich um die MLPD und die Mobilisierung der Massen erworben hat, und einfach auch deshalb, weil ich davon überzeugt bin, dass unsere Partei einen so erfahrenen und kampferprobten Steuermann wie ihn braucht, schlage ich hiermit vor, Genossen Stefan Engel zu bitten, das Amt des Parteivorsitzenden auf Lebenszeit anzunehmen.
Dies soll kein Witz sein: Ich sehe einfach, dass Stefan Engel einen klaren Standpunkt vertritt, im Volk fest verwurzelt und auch international hervorragend vernetzt ist. Er ist nach meinem Dafürhalten der Mann, der die Geschlossenheit in unserer Partei wahren und mutige Schritte auf dem Weg zur Einheit der -leider nach wie vor äußerst zersplitterten- linken Bewegung in Deutschland unternehmen kann.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von rene am 08.08.2012 18:38
@ Horst
Wie ich Stefan Engel einschätze dürfte er wohl der erste sein, der es ablehnen würde, das Amt des Parteivorsitzenden auf Lebenszeit anzunehmen.
Niemand kann wissen, ob er irgendwann durch gesundheitliche oder andere Gründe derart in seinem Lebensalltag eingeschränkt werden wird, dass er einmal angenommene Aufgaben nicht mehr erfüllen kann (und ich wünsche grundsätzlich allen Menschen, dass sie nie in diese Lage kommen, vielleicht auch deshalb, weil ich persönlich bereits in dieser Lage war/bin ...).
Das wäre bzw. ist schon in ganz einfachen Lebensfragen eine schwere Situation, wieviel mehr erst in solchen Funktionen wie die des Parteivorsitzenden auf Lebenszeit. Das könnte im schlimmsten Falle die ganze Partei lähmen.
Damit solls aber schon reichen, wielange Stefan Engel Parteivorsitzender bleiben will und kann, können nur er selbst und seine Partei entscheiden. Niemand sonst. Und das ist auch gut so.
Ich wünsche ihm und seiner Partei noch viel Erfolg in der weiteren Arbeit.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Uwe am 09.08.2012 10:34
Nochmal an Werner Rethman,
Habe deinen Beitrag gelesen. Das du keine konkreten GRünde nennst,überzeugt mich deine Antwort in kein keinster Weise. Nenne doch die Gründe, wieso du den Rücktritt, Ersetzung von Stefan für richtig hältst? Tust du bisher nicht und damit bleibt das für mich einfach Stimmungmache. Kann ich nicht ernst nehmen.
Stimmungmache ist keine seriöse und schon gar keine wissenschaftliche Methode. Sie kommt eher aus dem Arsenalk des Antikommunismus. Aber auf diesen Begriff wirst du wahrscheinlich lieber nicht eingehen. Gruß Uwe

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Werner am 10.08.2012 14:24
Lieber Uwe,

auf den von Dir ins Feld geführten Begriff des Antikommunismus werde ich in der Tat nicht eingehen, und zwar schon deshalb nicht, da ich mich selber als Kommunisten betrachte. Auch weise ich Deinen Vorwurf, ich würde Stimmungsmache betreiben, zurück: Ich habe nichts anderes getan, als in sachlicher Weise und ohne jede billige Polemik meiner Meinung frei Ausdruck zu verleihen. Überdies habe ich deutlich gemacht, dass ich die programmatische Ausrichtung sowie die Arbeit der MLPD schätze.
Ich füge noch hinzu, dass ich großen Respekt vor dem habe, was Stefan Engel in 30 Jahren Amtszeit geleistet hat.

Ich erachte einen Wechsel im Amt des MLPD-Bundesvorsitzenden nach 30 Jahren als angemessen. Mit dieser Ansicht stehe ich nicht allein auf weiter Flur - es gibt in der MLPD viele, die ganz ähnlich denken.
Mehr als 30 Jahre muss man nicht Parteivorsitzender sein. Amtszeiten von mehr als 30 Jahren haben in der Regel nur Despoten (Fidel Castro, Kim Il Sung, ...) oder Monarchen (Elisabeth II., Königin Beatrix der Niederlande, ...) - und zu beiden Personengruppen gehört Genosse Engel in keinster Weise.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Karl-Heinz Schulze am 10.08.2012 23:10
Liebe Diskutanten,
Um Was geht es hier in der Diskussion? Wer der Vorsitzende der MLPD ist, das entscheiden der Parteitag und die Mitglieder der Partei und kein Forum. Ich persönlich mag Steffan Engel, seine Art und Weise auf einfache Menschen einzugehen und vor allem seine Aufopferung für meine Partei. Ich kann das aus verschiedenen Gründen so nicht leisten. Das alles ist aber keine Huldigung von mir, sondern soll Respekt zollen, dem Respekt gebührt.
Revolutionen werden durch die Völker gemacht und nicht durch Einzelpersonen. Ebendso werden Revolutionen niedergeschlagen, nicht durch Einzelpersonen, sondern durch falsche Weichenstellungen bis hin zum Verrat einer angeblich unfehlbaren Führung. In der MLPD gibt es eine gesunde und reife Kollektive Führung, welche sich auf das Wort und die Mitbestimmung ihrer Massenbasis in und ausserhalb der Partei verlassen kann. Natürlich quackt der Klassenfeind ständig gegen stabile Führungen in den Arbeiterparteien. Das ist ja bei den Zeitwertverfallsdaten der bürgerlichen Parteien nicht verwunderlich. Doch wie kann Steffan Engel der Arbeiterbewegung, der MLPD und der ICOR am Besten Nutzen? Diese Frage stellt die Partei an ihn und er muss sie für sich und der Partei beantworten. In der Partei haben wir sehr viele gebildete und kluge Köpfe für die Führung der Partei ohne befürchten zu müssen im bürgerlichen Sumpf landen zu müssen. In den dreizig Jahren MLPD hat sich in Deutschland eine Partei entwickelt, welche den bürgerlichen Parteien in den Fragen der Demokratie, der Parteikultur, der Solidarität und der Aussenwirkung bei weitem übertrifft. Dabei darf man nicht vergessen, die MLPD wirkt in einem Umfeld des aggressiven Antikommunismus und anderer Anfeindungen für einen neuen Anlauf dés Sozialismus in Europa.
Kapitalismus bedeutet Armut, Knechtschaft und in der Endkonsequenz Babarei durch die Kapitaleigner.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Uwe am 11.08.2012 09:16
An Cornelia
Du meinst also, es nütze nichts, sich an Gerichte zu wenden.
Das würde gelichbedeutend sein, nicht um irgend eine Verbesserung in diesem System zu kämpfen. Das ist sehr ehrenvoll, aber in meinen Augen auch sehr unpraktisch. Die Gesetze wurden natürlich von den Herrschnden gemacht. Aber Lenin vertrat zu seinen Zeiten schon, und das halte ich immer noch für richtig, dass die Arbeiter und andere Unterdrückte natürlich auch, sich in die Staatsangelegenheiten einmischen müssen und Forderungen hieran richten sollen. Es wird natürlich kleinkariert, wenn man deswegen das Ziel, eine Gesell-schaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung zu erreichen, aufgeben würde. Dazu muss man aber Leute sammeln und mit diesen Leuten Erfahrungen sammeln. Auseinandersetzungen führen, in denen sie ihre Kräfte sammeln können. In diesem Sinne. Gruß Uwe

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Lars am 12.08.2012 20:49
Die Kritiker von "Stefan Engel 30 Jahre im Amt" liefern hier im Forum kaum Argumente, außer dass es komisch erscheint. Wechselt man wegen "komisch" denjenigen aus, den man über Jahrzehnte bis heute für den Fähigsten hält?
"Ein Wechsel täte gut" wird gesagt. Stimmt manchmal, manchmal nicht; siehe Trainerwechsel im Fußball. Wer aber solches meint, sollte vielleicht ach mal untersuchen, wie sich Stefan Engel in den 30 Jahren verändert hat, nicht nur altersmäßig. Mit der Zeit zu gehen, zu lernen, aber auch prinzipienfest zu bleiben, zeichnet ihn aus.
Die Vorschläge der Kritiker hier, sind dagegen selbst von einer undemokratischen Methode gekennzeichnet:
"Stefan Engel soll den Vorsitz in andere Hände legen" wird vorgeschlagen. Mit Verlaub: Diese undemokratische Methode ist laut MLPD-Statut nicht erlaubt. Das ZK wird vom Parteitag gewählt. Aus seiner Mitte wählt das ZK geheim den Vorsitzenden. Eine Nachfolge-Benennung im Königs-Stil oder die in bürgerlichen Parteien so beliebten "designierten Nachfolger" gibt es in der demokratischen MLPD nicht.
Der ironische Vorschlag "Parteivorsitzender auf Lebenszeit" ist in der MLPD ebenso unmöglich. Jährlich schätzt die Basisgruppe die ZK-Mitglieder ein und prüft ihre politische Praxis und vorbildiche Lebensweise. Deswegen gibt es auch keine Ehrenvorsitzende o.ä. Das hatte schon Willi Dickhut abgelehnt.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Brigitte Hollweger am 14.08.2012 09:15
Verehrter Lars, mit allem Verlaub, aber denjenigen, die sich für einen Wechsel in der Parteispitze aussprechen, undemokratische Gesinnung vorzuwerfen, ist schon ein ziemlich starkes Stück.
Man kann zu Stefan Engel stehen , wie man will, aber wahrscheinlich würde noch nicht mal er selber Dir in dieser Sicht der Dinge beipflichten.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Bernd am 14.08.2012 10:39
"Verehrter Lars, mit allem Verlaub, aber denjenigen, die sich für einen Wechsel in der Parteispitze aussprechen, undemokratische Gesinnung vorzuwerfen, ist schon ein ziemlich starkes Stück."

Nö. Es ist schlicht undemokratisch und erinnert an eine Monarchie, wenn ein Parteivorsitzender einfach einen Nachfolger inthronisiert. Die MLPD ist aber keine Monarchie, sondern eine demokratische Partei.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Uwe am 14.08.2012 11:26
Hallo Werner,
falls ich das für enrst nehmen soll, was du dort schreibst, schätzt die MLPD, schätzt den Stefan Engel usw., da bleibt die Forderung, die du aufstellst, vollends unverstädlich.
Du gibst außer der Zeit keinen Grund an. Der Vergleich mit Elizabeth II. oder Betrix. Seit wann ist Stefan denn ein König. Habe ich mich im Jahrhundert geirrt? Solche Vergleiche entbehren jeder sachlichen Grundlage und stellen eine persönlich Stimmungsmache dar, wenn kein inhaltlicher Grund für deinen Voschlag genannt wird.
Ich denke, das ist Formalismus, was du betreibst.
Oder du nennst die wirklich inhaltlichen Gründe nicht. So etwas ist in der MLPD nicht üblich. W.Dickhut meinte, wenn man etwas zu kritisieren habe, solle man Ross und Reiter nennen. Also seine Beweggründe offen darlegen und ich dnke, das tust du nicht.
Daher sage ich nochmals, so etwas ist Stimmungsmache.
Sachliche Kritik ist uns immer willkommen, von welcher Seite sie auch kommen mag. Dann sollte sie aber auch genannt werden, ansonsten wird diese Debatte zu einer Zeitver-schwendung ohne positives Ziel.
Gruß Uwe

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Karl-Heinz Schulze am 14.08.2012 19:51
Was soll diese Diskussion bewirken?
Schon in der SED hatte ich mir die Frage gestellt, warum blieben Generalsekretäre meist bis zum biologischen Verfall Parteichefs? Ich konnte mir damals keine Antwort darauf geben. 1986 war der letzte reguläre Parteitag der SED und die parteibasis wurde darauf vorbereitet, dass es einen neuen Generalsekrtär geben wird. zu guter letzt wurde es wieder Erich Honecker.
Doch was ist oder soll das Kriterium sein? Das Kriterium kann und darf nur sein, ist Derjenige wirklich der geeigneste, die Person welche in Wort und Tat, in Denkweise, Organisieren und Handeln der Richtige auf diesen Posten ist? Lenin hatte sich auch Gedanken zu möglichen Nachfolgern gemacht und einen entscheidenden wichtigen Aspekt aufgeworfen. Dieser Aspekt berührt die menschliche Größe, den Charakter und seine Verbindung zu den einfachen Menschen.
In der MLPD gibt es viele Funktionäre, welche diese menschlichen Qualitäten aufweisen. Alle arbeiten mit Stefan Engel vertrauensvoll und freundschaftlich zusammen, sie sind eben "freunde fürs Leben" und keine Konkurrenten. Das kürzlich neu aufgenommende Parteimitglied steht hier auf gleicher Augenhöhe mit dem Parteivorsitzenden. Frauen sind ebenfalls geachtete gleichrangige parteimitglieder. man stell sich das einmal in der CDU vor, selbst wenn eine Frau Parteicheffin ist.

Um es auf den Punkt zu bringen. Die Delegierten des Parteitages der MLPD wählen aus einem Überangebot von Kandidaten die Mitglieder des ZK. Es sind die Besten und die Bewärtesten. Diese wiederum wählen den Vorsitzenden aus ihren Reihen und da kann es auch mehrere Bewerber geben. in der MLPD ist das aber keine Alibikandidatur, sondern auch das ZK soll die demokratische Möglichkeit haben, den Geeignesten aus ihren Reihen das Vertrauen auszusprechen. Das Stefan Engel bisher immer diese Funktion zugesprochen wurde zeugt von seiner Persönlichkeit als auch von seiner Qualität. In welcher bürgerlichen Partei gibt es diese qualitativen Anforderungen? Die Mitglieder der MLPD verfügen über eine ausgesprochene politische Reife und müssen sich nicht Bange machen lassen wegen ihres Vorsitzenden.

Re: Herzlichen Glückwunsch: Stefan Engel ist seit 30 Jahren Parteivorsitzender !

Abgeschickt von Werner Rethmann am 15.08.2012 14:39
("Amtszeiten von mehr als 30 Jahren haben in der Regel nur Despoten (Fidel Castro, Kim Il Sung, ...) oder Monarchen (Elisabeth II., Königin Beatrix der Niederlande, ...) - und zu beiden Personengruppen gehört Genosse Engel in keinster Weise.")

Lieber Uwe, dies ist ein Zitat aus meinem letzten Eintrag. Wenn Du Dir insbesondere den letzten Halbsatz darin nochmal aufmerksam durchliest, ist Deine Bemerkung, seit wann Stefan Engel König ist, vollkommen überflüssig.

Dass eine Partei mehr als 30 Jahre lang die gleiche Person im Amt des Vorsitzenden hat, empfinde ich als befremdlich. Das ist meine persönliche, völlig unmaßgebliche Meinung, mit der ich niemanden beeinflussen und schon gar nicht auch nur den Anflug von Stimmungsmache betreiben möchte. Im Übrigen stehe ich mit dieser Meinung nicht allein - ich kenne zahlreiche Freunde, Wähler und Mitglieder der MLPD, die genauso denken.
Ich respektiere selbstverständlich, dass Du das anders siehst, ich respektiere ebenso, dass -sofern sich an der Basis eine Mehrheit für ihn findet- Stefan Engel noch viele Jahre lang Parteivorsitzender bleibt.
Aber ich denke schon, dass ich das Recht habe, in einem Forum, in dem unterschiedliche Ansichten ausgetauscht werden können, in sachlicher Form das sagen zu dürfen, was ich denke.
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