Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

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Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Werner am 07.01.2012 13:17

„Ein gesundes Selbstwertgefühl ist ein tief verwurzeltes, gleich bleibendes Gefühl, dass man selbst grundsätzlich wertvoll ist. Schamzustände oder Störungen des Selbstwertgefühls vermitteln das Gefühl, unzulänglich und unwichtig zu sein, man spürt eine innere Leere, Angst oder Machtlosigkeit. Deshalb ist Unterdrückung eine grundsätzlich beschämende Erfahrung. Scham kann in einem Menschen, der sich machtlos und unterdrückt fühlt, sehr leicht ausgelöst werden. Das Unbehagen der Scham bereitet den Boden für offene Depressionen…“

„…Ein gesundes Selbstwertgefühl besteht in der Fähigkeit, sich selbst trotz aller Unzulänglichkeit freundliche Gefühle entgegenzubringen. In unserer Kultur wird das keinem der beiden Geschlechter beigebracht…“

Quelle:
Real, Terence. Mir geht´s doch gut. Männliche Depressionen – warum sie so oft verborgen bleiben, woran man sie erkennt und wie man sie heilen kann. (Originaltitel: I don´t want to talk about it“, übersetzt von Christine Strüh), 2. Aufl., Bern, München, Wien 1999, S. 191 f.

Dieses Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen ist beide den Lohnarbeitern im kapitalistischen Wirtschaftssystem gering, weil man sie unterbezahlt und demütigt. Sie müssen tagein tagaus schuften und bekommen keinerlei Anerkennung. Wenn reflektiert sind seitens der Leitung dann negativ-abwertend. Kein Wunder dass allein in Europa ein Drittel der Arbeitskräfte psychisch angeschlagen ist. Denn Arbeiters wird beigebracht, dass sie unzulänglich und unwichtig sind, "nur kleine Lichter", während die Unternehmensleitung versucht auf Kosten der Arbeiter möglichst viel Geld für sich abzuschöpfen, sie prahlen und fühlen sich "superwichtig" in ihrer mit Titeln geschmückten Machtposition.

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Horst am 10.01.2012 11:24
Bedenke Genosse: Den Klassenkampf ausrufen, ist dabei auch nur eine stumpfsinnig-depressive Symptomatik des blödsinnigen Machtkampfes im "gesunden" Konkurrenzdenken für den "freiheitlichen" Wettbewerb um ..., in der die Suppenkaspermentalität auf stets zeitgeistlich-reformistischer Sündenbocksuche gebildet wird, für die "individualbewußte" und bewußtseinsbetäubte Hierarchie von und zu materialistischer "Absicherung" in "Arbeit macht frei" und "Wer soll das bezahlen?" - ergo muß eine ganz andere Kommunikation her!?

Geistig-heilendes Selbst- und Massenbewußtsein, anstatt teils LOGISCH brutal-egoisierendes "Individualbewußtsein", nur wenn den Menschen durch menschenwürdige Propaganda deutlich gemacht wurde, daß ein Zusammenleben OHNE Steuern zahlen, OHNE "Sozial"-Versicherungen, OHNE manipulativ-schwankende "Werte", usw. nicht nur absolut machbar, sondern für das Bewußtsein der Menschen oberste Grundbedingung ist - "der Mensch lebt nicht vom Brot allein"!?

Mit sozialistischem Gruß
Horst

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Jens-Uwe Springer am 11.01.2012 15:10
Lieber Horst,

ich lese sehr gern und oft auch wissenschaftliches, wie philosophisches, doch was du hier in immer gleicher Formulierung, fast gebetsmühlenartig, zum besten gibst, soll entweder keiner verstehen oder dieses Forum ist deinem von der Wirklichkeit entfremdeten Niveau einfach nicht gewachsen. Ich kann mir gut vorstellen, dass du genetisch dem Herrn Düring sehr verwand zu sein scheinst. Das wäre zumindest EINE logische Erklärung.
Wenn es dir in irgendeiner Weise möglich sein sollte, (ich weiß es ist schwierig sich von einer so hohen Warte aus ins niedere Dickicht des einfachen Bewusstseins zu begeben) würde ich gerne mehr über die "Suppenkaspermentalität" etc. auf Hochdeutsch erfahren.

Gruß vom Planet Erde
Jens-Uwe

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Horst am 12.01.2012 09:56
@Jens-Uwe Springer

Die Suppenkaspermentalität auf stets zeitgeistlich-reformistischer Sündenbocksuche, ist eine Bezeichnung der funktionalen Erziehung von Staat & Kirche, aus der sich der Sozialist besser so gut es geht befreien sollte, damit auch wirklich keine leichtfertig wie faulen Kompromisse eingegangen werden.

Ich danke dir, daß du gefragt hast. Allgemein ist es ja üblich nur verbal zu spucken, wenn ...

Ich lese nur sehr ungern, besonders weil das Wissenschaftliche offensichtlich ziemlich vom System ausgereizt ist, bzw. weil diese Publikationen immer nur das Ende des Verantwortungsbereiches markieren - Erich Fromm würde ich wohl noch gerne lesen, wenn dieser denn noch leben und womöglich handeln würde!?

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Horst am 12.01.2012 10:23
Ach ja, auch Rosa Luxemburg würde ich sicher gerne lesen, wenn sie denn noch leben würde, denn ich kann mir nicht vorstellen, daß sie so konfus, spalterisch und stumpfsinnig demonstrativ-mahnerisch im geistigen Stillstand einer "Übergangsprogrammatik" weiter machen würde wie die zeitgenössischen Sozialisten & Kommunisten!?

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Alexander am 13.01.2012 19:52
Erstmal zum Thema:

Ich glaub man müsste sich, wenn man schon sinnvolle Kapitalismuskritik entwickeln will(was auch nötig ist meiner meinung nach), nicht immer so undifferenziert daher schreiben.

Es sind nunmal NICHT im vollen Umfang die Arbeiterschaft welche tag-ein-tag-aus in schlimmster Form augebeutet wird.
Ich denke da nur mal an die Facharbeiter von Daimler oder Audi welche, trotz eines kürzeren und nicht so Arbeitsaufwendigen Bildungsweges, ein teilweise höheres Einkommen beziehen als der Kleinunternehmer auf dem Ostdeutschen Land welcher noch die Verantwortung für seine 8 Mitarbeiter trägt.
Ich selbst habe kurze Zeit für die Sparkasse(welche genau sag ich aus datenschutzgründen mal nicht^^) gearbeitet. (ich gesteh ein,die Angestellten dort sind nicht teil des klassischen Produktionsprozesses aber seis drum)
Hier wurde neben einer relativ guten Bezahlung (immerhin kaum körperliche anstrengung) auch verschiedene Freizeitaktivitäten,vergünstigungen etc durch den Sparkassenverbund angeboten. Natürlich haben Angestellte im Finanzsektor auch einen ziemlichen psychologischen Druck zu tragen, dennoch würd ich im Fall der Sparkasse in welcher ich arbeitete nicht unbedingt von einem "brutalen Ausbeutungsfall" sprechen. Genau genommen hat dort jeder Angestellte (Volkswirtschaftlich bedingt) ein höheres Wohlstandsniveau als er es jemals in einem real-existierenden sozialistischen Staat gehabt hätte.
So geht es nebenbei fast ALLEN arbeitenden Kräften in der BRD.

Die eigentliche Kritik am Kapitalismus ist also weniger in den Industrienationen zu suchen (wobei es natürlich auch hier millionen von prekären Arbeitsverhältnissen gibt) sondern in den Entwicklungsländern und es ist darauf aufmerksam zu machen, das der hier erzegte materielle Wohlstand, mit der Ausbeutung der dritten Welt einhergeht.


Jetzt @ Horst

Ich stimme dir in vielem zu(sofern ich es verstehe) vorallem in deinem letzten Post. Allerdings stört mich deine Schreibweise enorm und ich würde sogar die These aufstellen das bestimmte Abschnitte grade zu ad absurdum führen - auf deutsch: sinnlos sind.
Was sie aber auf jeden Fall sind: Sie haben einen übertriebenen pseudointellektuellen Klang und wenn dies als Satire beabsichtigt war, bitte ich dich darum dies in zukunft zu unterlassen. Der verständlichkeit halber.

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Werner am 14.01.2012 18:54
Dieses Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen ist beide den Lohnarbeitern im kapitalistischen Wirtschaftssystem gering, weil man sie unterbezahlt und demütigt. Sie müssen tagein tagaus schuften und bekommen keinerlei Anerkennung. Wenn reflektiert wird seitens der Leitung dann negativ-abwertend. Kein Wunder dass allein in Europa ein Drittel der Arbeitskräfte psychisch angeschlagen ist. Den Arbeitern wird beigebracht, dass sie unzulänglich und unwichtig sind, "nur kleine Lichter" und dumm obendrein. Während die akademisch gebildete Unternehmensleitung versucht auf Kosten der Arbeiter möglichst viel Geld für sich abzuschöpfen, sie prahlen und fühlen sich "superwichtig" und "superintelligent" in ihrer Machtposition. Vor 200 Jahren war es bei uns in Europa noch schlimmer. Nur wenige konnten lesen und schreiben, es hatte Vorteile, das Volk dumm zu halten. Heute findet in unserem Staat, unserer Gesellschaft eine andere Art der Manipulation der Volksmassen statt: Es dreht sich alles nur ums Geld. Dem Geld opfert man die Menschenwürde, die Menschenrechte.

Ähnliche Verhältnisse in Bezug auf unterdrückende Machtstrukturen haben wohl auch zuletzt in der UDSSR und DDR geherrscht. Manche einer mag meinen, dass die Menschen zu schlecht und noch nicht reif sind für den echten Sozialismus.

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Werner Hoffmann am 14.01.2012 19:18
Ich würde mich in einer Gesellschaft, in einem Staat wesentlich wohler fühlen, in dem das Geld eine reine Verrechnungsgrösse ist. In unserem Staat wächst die private Verschuldung der Haushalte ebenso an wie die Staatsverschuldung selbst - wie ein Luftballon, den man aufbläst bis er platzt. Die Mensche sind gezwungen, sich zu verschulden, um existenzielle Grundbedürfnisse wie Wohnen, Essen, Waschen, Einkleidung usw. zu befriedigen. Die Banken überreden Einzelfamilien sich für Jahrzehnte mit einem Hausbau "haushoch" zu verschulden - dann darf aber keine Arbeitslosigkeit oder längere krankheit dazwischen kommen, sonst könnne Tilgung und Zinsen nicht mehr bedient werden. Die Banken leiten gnadenlos die Zwangsvollstreckung ein. Kreditkarten, Dispokredite, Konsumkredite werden ständig angeboten, um sich "private Konsumwünsche" erfüllen zu können wie ein neuer PC, TV, eine neue Küche, neuen Wohnzimmerwandscharnk, neues Auto auf Pump usw. Der einzelne Arbeiter wird zum Sklaven des Geldes und rackert sich nur noch für die Banken und die Tilgung sowie Bedienung der Zinsen ab. Die Kinder werden früh zur anspruchsvollen Konsumtion "erzogen" wie neues möglichst teures Handy usw., was die Eltern zusätzlich unter Druck setzt, die Kinder zu finanzieren. Das Geld steht immer an erster Stelle. Der Mensch interessiert nicht. Wenn ich beispielsweise mit 20.000 Euro in der Tasche in eine Bankfiliale gehe, um ein neues Konto zu eröffnen, werde ich äusserst freundlich bedient, man bringt mir eine Tasse Kaffee mit zwei Keksen usw. Komme ich aber als schlecht angezogener mittelloser Hartz IV-Empfänger in die gleiche Bankfiliale, wird mich der Filialleiter "zum Teufel jagen" und "rausschmeissen". So läuft das. Haste was, biste was. Haben oder Sein ?
Im echten Sozialismus darf nicht das Geld an erster Stelle stehen, nein, die Würde des Menschen, seine Menschenrechte haben oberste Priorität. In unserem Staat ist dies leider nicht so auch wenn CDU/CSU usw, dies behaupten mögen.

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Horst am 16.01.2012 18:49
Wie ich schreibe ist scheissegal!!!

Welche Abschnitte sind sinnlos und warum - das ist so doch wohl ziemlich arrogant eine Satire zu vermuten???

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Bernd am 18.01.2012 16:23
"Wie ich schreibe ist scheissegal!!!"

Sehe ich nicht so. Deine Ausdrucksweise ist sektiererisch. Wenn du gelesen werden willst, dann mußt du schreiben wie ein normaler Mensch.

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Horst am 19.01.2012 09:53
@Bernd

Der "normale" Mensch dieser Interessen- und Wohlstands-Gesellschaften im "freiheitlichen" Wettbewerb um ..., schreibt Klageschriften, droht, fordert, mahnt, demonstriert hauptsächlich in Richtung der eigens dafür "demokratisch" delegierten "Treuhänder" durch Kreuzchen auf dem Blankoscheck, schenkt ihnen und somit dem entmenschlichenden System allzuviel Aufmerksamkeit / surft also immer stumpfsinnig und leichtfertig VERANTWORTUNGSLOS auf den jeweiligen Dogmen des Zeitgeistes, OHNE sich jemals sonderlich um Selbstkritik und daraus vorrangig resultierender Veränderung zu wirklich alternativer / eindeutiger Wahrhaftigkeit zu kümmern - wenn ich also nicht im Sinne dieser merkwürdig konditionierten Masse kommuniziere, dann bin ich es nicht wert, na da lasse ich mich doch gerne einen Sektierer nennen, auch wenn das sicher nicht passend ist!?


Welche Abschnitte sind sinnlos und warum???

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Lena am 20.01.2012 09:54
Kein Wunder, dass die Arbeiter psychisch leiden. Liest man von wem wir regiert werden, dann schauderst einen nur so. Der amerikanische Psychiater Hare hat in seinen Analysen diese Psychopathen mit sehr hohen intellektuellen Fähigkeiten, die sich in Chefetagen und an den Börsen tümmeln bis ins Detail analysiert. Es sind zerstörerische Kräfte, die ihren Erfolg ohne Erbarmen auf dem Rücken anderer erzielen. Übrigens war für mich neu, dass es so viele sind, denen man alltäglich auch begegnen kann und die so schwer erkennbar sind. Dabei spielt das Geschlecht keine Rolle. Es gibt sie auch unter Frauen. Drum schaut nicht nur auf das süße Lächeln und die schönen Augen ihr Männer, sondern seht, was sich hinter so mancher äusseren Hülle an Lieblosigkeit, innerer Leere, Machtgelüster und Kontrolle über andere verbirgt.

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Alexander^ am 22.01.2012 12:44
@ Horst

Ist eigentlich nicht das Thema hier aber auf meine Posts wird hier traditionell nur oberflächich eingegangen also hab ich auch Zeit dir zu antworten.

Was mich genau bei dir stört(die letzten 2 Posts waren übrigens etwas klarer ;) ) :

Du hast sehr fragwürdige Satzkonstrunktionen gepaart mit Anreicherungen an Elipsen so wie ebenso fragwürdige Satzzeichen die nur -so scheint es- selten die Intention des vorher verfassten Satzes unterstreichen, hier ein beispiel:

"Geistig-heilendes Selbst- und Massenbewußtsein, anstatt teils LOGISCH brutal-egoisierendes "Individualbewußtsein",[1] nur wenn den Menschen durch menschenwürdige Propaganda[2] deutlich gemacht wurde, daß ein Zusammenleben OHNE Steuern zahlen, OHNE "Sozial"-Versicherungen, OHNE manipulativ-schwankende "Werte", usw. nicht nur absolut machbar, sondern für das Bewußtsein der Menschen oberste Grundbedingung ist[3] - [4] "der Mensch lebt nicht vom Brot allein"!?[5]"

[1] ganz klarer Fall von Elipsenbildung die nur darauf aus ist dem Leser das lesen zu erschweren
[2] Der Begriff "menschenwürdige Propaganda" ist eine logisch falsche verknüpfung da du doch sicher für eine "Propaganda für die Menschenwürde" anstatt einer "Propaganda die die Menschenwürde wahrt" plädierst. (das ist aber nicht unbedingt ein problem..)
[3] Durch die vorangegangen Elipse in "1" tut sich nun hier dem Leser eine Lücke auf die ihn in seinem Lesefluss sehr stört
[4] Warum hier dieser Zusatz, bzw warum ist es nicht mölich ihn in einen neuen Satz zu packen?
(5] Die schon angesprochenen Satzzeichen

Um eine Alternative zu bieten:

Erst wenn den Menschen durch Propaganda für die Menschenwürde deutlich gemacht wurde, das ein Zusammenleben ohne Steuern,Sozialversicherungen,manipulativ schwankende Werte usw. nicht nur möglich, sondern auch oberste Grundlage für das Bewusstsein der Menschen ist, erst dann ist es möglich das sich statt einem egoisierenden Indvidualbewusstein ein "geistig-heilendes Selbst-und Massenbewusstsein" herausbildet.

--> Man könnte es nochmehr vereinfachen in dem man mehrere kurze sätze bildet.


Was ich hier mache soll nicht heißen das ich dir vorschreiben will wie du schreiben hast. Das könnte ich gar nicht. Meine Texte sind rhetorisch auch nicht grad ausgereift und voller rehctschreib-und grammatikfehler.(und auch fehlerhafter logischer Verknüpfungen)
Was ich hier mache ist deiner schreibweise einfach nur einer Kritik zu unterziehen die meiner Meinung nach notwendig ist.
Warum notwendig?

Du plädierst doch wie die meisten hier für eine Gesellschaft die ihr Ziel darin sieht die Ausbeutung zu beseitigen, soziale Gerechtigkeit und Gleichheit zu gewährleisten und herrschaftsverhältnisse immer weiter abzubauen.

Und dann frag ich mich was diese Schreibweise soll, immerhin ist sie ein wichtiger bestandteil der Intention des Autors?
Zwei möglichkeiten gibt es.
Entweder deine Texten sollen andere überzeugen,sie aufwecken etc. Dann sind sie sehr fehlerbehaftet weil für den Großteil der Menschen furchtbar unverständlich und wirr. Ich bezweifle stark das sich eine ausgebeute Masse (O-ton dieses Forums) lange daran aufhalten wird Textes eines Menschen zz lesen welche für sie auf den ersten blick kauderwelsch darstellen. Möglicherweise erreichst du damit den ein oder anderen intellektuellen oder sich interessierenden Kopf, die Masse aber sicher nicht. Und genau von dieser verlangst du ja die Veränderung.

Die zweite Möglichkeit wäre das du dieser Masse eh nichts zutraust und du diese Schreibweise um ihrer (und deiner) selbstwillen wählst um dich als "einzelner Aufgeklärter unter Vielen welcher das Licht geblickt hat" zu stilisieren.
Das diese Annahme womöglich richtig ist wird durch diese Passage unterstützt:
["wenn ich also nicht im Sinne dieser merkwürdig konditionierten Masse kommuniziere, dann bin ich es nicht wert, na da lasse ich mich doch gerne einen Sektierer nennen, auch wenn das sicher nicht passend ist!?"]

Ist Dies der Fall, so hast du deine eigenen Prinzipien schon im Ansatz über Bord geworfen und hast die kapitalistische Logik welche bestehende herrschaftsverhältnisse reproduziert auch nicht überwunden, sondern bist selbst mit deiner "Elitisierung"
nur ein weiteres Produkt dieser.


Ich hoffe ich konnte dir deine Frage ausführlich beantworten.
lg Alex

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Werner am 04.02.2012 12:17
"....Der amerikanische Psychiater Hare hat in seinen Analysen diese Psychopathen mit sehr hohen intellektuellen Fähigkeiten, die sich in Chefetagen und an den Börsen tümmeln bis ins Detail analysiert. Es sind zerstörerische Kräfte, die ihren Erfolg ohne Erbarmen auf dem Rücken anderer erzielen...." schreibt Lena und das stimmt. Die französsiche Autorin Marie-France Hirigoyen (Paris) kommt zu ähnlichen Ergebnissen und schreibt über das "Quälen" und "perverse Methoden" am Arbeitsplatz in ihrem Buch in deutscher Übersetzung: Hirigoyen, Marie-France. Die Masken der Niedertracht. Zweite Aufl. München 2003.

Der Arbeiter wird ausgepresst wie eine Zitrone und hat weggeworfen wie ein unnützer Gegenstand. Der Mensch ist egal, spielt keine Rolle. Der Arbeiter wird als manipulierbar, "doof", gedemütigt, schikaniert, fertig gemacht. Es gehr nur um maximal mögliche Ausplünderung der Lebens- und Arbeitskraft auch wenn die private Familie zuhause fast an die Grenze der Belastung beansprucht ist. Nach Ausplünderung wird der Arbeiter, der Proletarier zum Wegwerfartikel, dies bedeutet: Müll. Weil im Kapitalismus ohne alles und jedes monetarisiert und ökonomisiert wird, wird der Mensch, der Persönlichkeit uninteressant, es geht nur um ökonomische Verwertbarkeit. Alte und Kranke sind da nur Ballast. Insofern gibt es hier auch eine Tendenz zu faschistischem Denken.

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von sven am 07.02.2012 17:13
So,nun wissen wir alle wie es um die geistige Verfassung ,der Arbeiter bestellt ist.
In Europa scheint die der BRD-Arbeiter,kurz vor dem "gute Nacht"sagen zu sein.
Willenlos,kein Kampfwillen in seiner praktischen Form mehr,Lernunfähigkeit macht sich breit.Weder von unseren Vorgängern LLL,Thälmann und andere,sowie aus der Neuzeit.
Ein großes "Geschrei",entschuldigt Bitte,wenn heute da mal sich einige Arbeiter wehren
"wollen",morgen da mal einige Arbeiter.Heute mal die Ärzteschaft,morgen mal die Stahlarbeiter und übermorgen die anderen?Erstens sind es millionen Arbeiter und Bürger die das Elend,in seiner gesamten Form betrifft.
Einigkeit macht schon immer Stark.Nicht nur in seiner Theorie.Siehe unsere ausländischen Arbeiter/Gewerkschaften.Die erheben sich von ihren A---,gehen auf die Strasse und bleiben.Diese haben bestimmt nicht den ML so eingehend studiert,studieren müssen, wie wir Bürger aus den ehemaligen sozialistischen Ländern.Definitiv nicht aus Ländern von Asien,Afrika und andere.Die zeigen uns deutschen "Kampferprobten" Arbeitern wie man sich wehrt? Ausgerechnet uns Europäern? Das hat mit der "ach so neuen Zeit"überhaupt nichts zu tun!Warum wehren sich ausländische Arbeiter,mit Erfolg,so wie wir uns in der Geschichte,auch schon wehrten?Geht das wirklich nicht mehr in ein Arbeiterkopf rein? EINIGKEIT MACHT STARK!Wenn nicht? Dann noch fragen
wie es um die psyche unserer Arbeiter bestellt ist? Kann man sich diese Frage eigentlich ersparen?
Meine Folgerung/Antwort auf diese Frage.Hauptsächlich bei den BRD-Arbeitern,scheint sich die geistige Entwicklung zurück zu entwickeln.Hat etwas mit Evolution zu tun.
Begreift er noch das wir millionen Arbeiter sind! Und nicht nur einige Tausend!
Zum Erwachen,neu begreifen kann er doch mal einige Tage/Wochen streiken.Bis hin zum Landesweiten Generalstreik.In der Lage sind sie dazu.Nur so kann ich die Monopolisten/Kapitalisten in die Knie zwingen! Mit Aussicht ein Systemwechsel zu schaffen.

Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Werner Hoffmann am 09.02.2012 20:18
Bei rf-news heisst es:
07.02.12 - Mehr Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger

Wer als Hartz-IV-Empfänger den Auflagen bei der Arbeitssuche angeblich nicht nachkommt, muss nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" verstärkt mit einer Kürzung des Regelsatzes rechnen. Zwischen Januar und September 2011 wurde von den Jobcentern insgesamt 667.499 Sanktionen verhängt. Das waren neun Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2010. Das Blatt beruft sich bei seinen Angaben auf eine aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA). Von den rund 4,5 Millionen erwachsenen Beziehern der angeblichen "Grundsicherung" waren im September 2011 knapp 146.000 Menschen mit einer Strafe belegt.

Die Arbeiter müssen Angst vor Arbeitslosigkeit und nach einem Jahr vor Hartz IV haben. Die Arbeitslosigkeit an sich ist schon psychisch sehr belastend und dann kommen die miner Ansicht nach völlig unnnötigen Drangsalierungen und Schikanen der Hartz IV-Empfänger dazu - das reinste Spießrutenlaufen. Da wird im Grundgesetz der BRD großspurig von Menschenrechten und Menschenwürde geschrieben (Artikel 1) und in der Praxis handelt man entgegengesetzt und schikaniert Hundertausende arbeitslose Menschen. Dies sind unzumutbare Bedingungen, völlig unhaltbare, asoziale Zustände. Die BRD nennt sich "Soziale Marktwirtschaft" - inwiefern bitte schön ist unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem sozial ? Es geht nur ums Geld. Wer nicht ins System passt, dem wird der "Geldhahn" abgedreht. Nach meiner Überzeugung handelt es sich hier um faschistische Tendenzen des Verwaltungs- und Bürokratieapparates der BRD. Dies hat mit "freiheitlich-demokratischer Grundordnung" nichts mehr zu tun.


Re: Psychische Verfassung der Arbeiter im Kapitalismus

Abgeschickt von Ingo am 10.02.2012 13:06

Werner Hoffmann:

"....Dies hat mit "freiheitlich-demokratischer Grundordnung" nichts mehr zu tun."

Wieso? Das ist die freiheitlich demokratische Grundordnung!!!

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