Kampf der globalen Klimakatastrophe?
Hallo Dietmar,
ich finde deinen Beitrag zum Thema absolut in Ordnung und fachlich ausführlicher.
"ich habe dein Posting zum Anlass genommen, etwas ausführlicher auf die Methoden der Klimaleugner einzugehen. Das hat erst mal nicht unmittelbar mit deinen konkreten Ausführungen zu tun."
keine Sorge
ich nehme sowas nicht persönlich, im Gegenteil eher als hilfreich und anregend.
Beste Grüße
Jens-Uwe
ich finde deinen Beitrag zum Thema absolut in Ordnung und fachlich ausführlicher.
"ich habe dein Posting zum Anlass genommen, etwas ausführlicher auf die Methoden der Klimaleugner einzugehen. Das hat erst mal nicht unmittelbar mit deinen konkreten Ausführungen zu tun."
keine Sorge
ich nehme sowas nicht persönlich, im Gegenteil eher als hilfreich und anregend.
Beste Grüße
Jens-Uwe
Lieber Jürgen,
wir sollten das Kind doch nicht mit dem Bade ausschütten.
"Diese These (des Konsumboykotts) will eher davon ablenken, dass die Ausbeutung und Verschmutzung unserer Umwelt in unmittelbaren Kontext zu diesem menschenverachtenden System steht"
Das ist unleugbar richtig - doch in dieser Abstraktheit und für sich alleine genommen völlig sinnlos.
"Wieviele Bürgerinnen und Bürger aber auch nun ihr Leben aufgrund dieser These total umgekrempelt haben, ob sie sich nun vom Auto aufs Fahrrad umgestellt haben, ... Sie tun sich damit allenfalls selbst etwas Gutes, ihrer Gesundheit meine ich."
Lieber Jürgen, um die Haltlosigkeit dieser Theorie zu belegen, muss man den Konsum schon von einer ganz anderen Seite betrachten, nämlich dass die Menschen auf Grund der Marktgesetze früher oder später gar keine Möglichkeiten mehr haben, einen Konsumboykott überhaupt durchzuführen. Wieviele Millionen Menschen sind in der BRD heute schon so arm, dass sie beim Konsum gar keine Wahl mehr haben und einfach nur immer das Billigste kaufen müssen - wieviel Umwelt dadurch auch zerstört wird. Wer langfristig einen Boykott überhaupt für möglich hält, hat die Gesetze des kapitalistschen Marktes nicht verstanden.
"Aber ihr angeblicher "Beitrag" zur Rettung der Umwelt wird durch die Ölkatastrophe am Golf von Mexiko und die vielen anderen Umweltverbrechen eigentlich mehr als zunichte gemacht."
Willst du uns hier allen ernstes einreden, dass Ihr Kommunisten vor Unfällen und deren katastrophalen Folgen gefeit sind? Hast du wirklich Tschernobyl und die schwefelgetränkte Luft in Leipzig vergessen?
Nein, die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko war ein Unfall. Dass er durch das Profitstreben der Kapitalisten begünstigt wurde, ändert nichts an seinem Unfallcharakter. Ihn nun so hinzustellen, als ob er unter kommunistischer Führung undenkbar wäre, ist absolut lächerlich.
Also, bitte schütte das Kind nicht mit dem Bade aus. Du hast ja recht, dass der Kapitalismus als System die Umwelt zerstört. Aber diese Umweltzerstörung nun zum Anlass zu nehmen, zur Abschaffung des Kapitalismus und zur Vergesellschaftung der Produktionsmittel aufzurufen, weil nur die Kommunisten die Umwelt erhalten können und ihnen dabei keine unvorhergesehenen Unfälle passieren, ist blinder Eifer - der ja bekanntlich nur schadet. Wir wollen doch schließlich glaubwürdig bleiben.
viele Grüße,
Frank.
wir sollten das Kind doch nicht mit dem Bade ausschütten.
"Diese These (des Konsumboykotts) will eher davon ablenken, dass die Ausbeutung und Verschmutzung unserer Umwelt in unmittelbaren Kontext zu diesem menschenverachtenden System steht"
Das ist unleugbar richtig - doch in dieser Abstraktheit und für sich alleine genommen völlig sinnlos.
"Wieviele Bürgerinnen und Bürger aber auch nun ihr Leben aufgrund dieser These total umgekrempelt haben, ob sie sich nun vom Auto aufs Fahrrad umgestellt haben, ... Sie tun sich damit allenfalls selbst etwas Gutes, ihrer Gesundheit meine ich."
Lieber Jürgen, um die Haltlosigkeit dieser Theorie zu belegen, muss man den Konsum schon von einer ganz anderen Seite betrachten, nämlich dass die Menschen auf Grund der Marktgesetze früher oder später gar keine Möglichkeiten mehr haben, einen Konsumboykott überhaupt durchzuführen. Wieviele Millionen Menschen sind in der BRD heute schon so arm, dass sie beim Konsum gar keine Wahl mehr haben und einfach nur immer das Billigste kaufen müssen - wieviel Umwelt dadurch auch zerstört wird. Wer langfristig einen Boykott überhaupt für möglich hält, hat die Gesetze des kapitalistschen Marktes nicht verstanden.
"Aber ihr angeblicher "Beitrag" zur Rettung der Umwelt wird durch die Ölkatastrophe am Golf von Mexiko und die vielen anderen Umweltverbrechen eigentlich mehr als zunichte gemacht."
Willst du uns hier allen ernstes einreden, dass Ihr Kommunisten vor Unfällen und deren katastrophalen Folgen gefeit sind? Hast du wirklich Tschernobyl und die schwefelgetränkte Luft in Leipzig vergessen?
Nein, die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko war ein Unfall. Dass er durch das Profitstreben der Kapitalisten begünstigt wurde, ändert nichts an seinem Unfallcharakter. Ihn nun so hinzustellen, als ob er unter kommunistischer Führung undenkbar wäre, ist absolut lächerlich.
Also, bitte schütte das Kind nicht mit dem Bade aus. Du hast ja recht, dass der Kapitalismus als System die Umwelt zerstört. Aber diese Umweltzerstörung nun zum Anlass zu nehmen, zur Abschaffung des Kapitalismus und zur Vergesellschaftung der Produktionsmittel aufzurufen, weil nur die Kommunisten die Umwelt erhalten können und ihnen dabei keine unvorhergesehenen Unfälle passieren, ist blinder Eifer - der ja bekanntlich nur schadet. Wir wollen doch schließlich glaubwürdig bleiben.
viele Grüße,
Frank.
Hallo Frank,
es mag für dich abstrakt klingen, wenn ich erläutere dass die These des Konsumboykotts von den wahren Ursachen der Umweltzerstörung ablenkt. Dennoch habe ich für mich den Entschluss gefasst daran festzuhalten. Da werden wir wohl unterschiedlicher Meinung bleiben. Denn gerade gegenüber reformistischen Strömungen in der Umweltbewegung (Grüne, Greenpeace, attac etc.) ist es notwendig auf dieses Ablenkungsmanöver hinzuweisen.
Weiters ist es zwar richtig, wenn du bemerkst dass sich viele Bürgerinnen und Bürger aufgrund der um sich greifenden Massenarmut, es sich gar nicht leisten können, an einem langwierigen Konsumboykott mitzumachen (u.a. von der Verelendung, erlauben dies auch nicht die Marktgesetze), aber gegenüber dem Bildungsbürgertum innerhalb der Umweltbewegung gilt es meiner Meinung nach auch, diese These den Umweltverbrechen der Konzerne gegenüberzustellen.
Haben doch viele Bildungsbürger, kein Verständnis dafür wenn man ihnen erläutert, dass aufgrund der sozialen Armut es sich z.B. ein Hartz IV-Empfänger gerade nicht leisten kann, an einem aktuellen Boykott mitzuwirken. Aber gerade wenn ich mit der Gegenüberstellung anfange, gehen manchen von ihnen die Argumente aus.
Dann wolltest du noch wissen, ob wir Kommunisten vor solchen Katastrophen befreit sind, und kommst mit Tschernobyl. Nun gut, ich vertrete die Auffassung, dass in einer kommunitischen Gesellschaft die Ausbeutung von Mensch und Natur entgültig beseitigt und überwunden worden ist, wie es Karl Marx als Ziel des Kommunismus auch vorgegeben hat. Bei den Staaten, die du meinst handelte es sich um sozialistische Staaten und nicht etwa "kommunistische". Und wenn in einem "sozialistischen" Staat der Raubbau an der Natur seine Fortsetzung findet, dann muß man sich schon fragen, wieviel Kapitalismus dort in Wirklichkeit noch stattfindet. Und die ehemaligen realsozialistischen Staaten, in denen manche Waren nur noch für den Westen produziert wurden, und in denen auch Firmen aus dem Westen ihre Vertretungen hatten, waren ab 56 nicht nur sehr kapitalorientiert, sondern sie waren schlicht staatskapitalistische Gebilde. Und die Mehrung des Profits, spielte auch für diese Staaten eine immer größere Rolle.
Deshalb blieb auch der Umweltschutz eher auf der Strecke. Dies führte dann mitunter zu Tschernobyl. Wobei man Harrisburg nicht unterschlagen sollte.
Aber selbst im Vergleich zu diesen staatskapitalistischen Gebilden von damals, hat sich der Umweltschutz im heutigen Russland eher rapide verschlechtert. Ist doch z.B. der staatliche Waldschutz, den die revisionistische Sowjetunion immerhin bis zuletzt hatte, privatisiert worden. Dies führte unter anderem eben auch zu den Waldbränden. Und gerade an diesem Punkt kann man erkennen, wieviel die Umweltzerstörung mit dem Kapitalismus zu tun hat.
Und ich bin kein "blinder Eiferer" wenn ich nochmals betone, dass es in einer kommunistischen Gesellschaft solche Probleme nicht mehr geben wird.
Gruß
Jürgen Binder
es mag für dich abstrakt klingen, wenn ich erläutere dass die These des Konsumboykotts von den wahren Ursachen der Umweltzerstörung ablenkt. Dennoch habe ich für mich den Entschluss gefasst daran festzuhalten. Da werden wir wohl unterschiedlicher Meinung bleiben. Denn gerade gegenüber reformistischen Strömungen in der Umweltbewegung (Grüne, Greenpeace, attac etc.) ist es notwendig auf dieses Ablenkungsmanöver hinzuweisen.
Weiters ist es zwar richtig, wenn du bemerkst dass sich viele Bürgerinnen und Bürger aufgrund der um sich greifenden Massenarmut, es sich gar nicht leisten können, an einem langwierigen Konsumboykott mitzumachen (u.a. von der Verelendung, erlauben dies auch nicht die Marktgesetze), aber gegenüber dem Bildungsbürgertum innerhalb der Umweltbewegung gilt es meiner Meinung nach auch, diese These den Umweltverbrechen der Konzerne gegenüberzustellen.
Haben doch viele Bildungsbürger, kein Verständnis dafür wenn man ihnen erläutert, dass aufgrund der sozialen Armut es sich z.B. ein Hartz IV-Empfänger gerade nicht leisten kann, an einem aktuellen Boykott mitzuwirken. Aber gerade wenn ich mit der Gegenüberstellung anfange, gehen manchen von ihnen die Argumente aus.
Dann wolltest du noch wissen, ob wir Kommunisten vor solchen Katastrophen befreit sind, und kommst mit Tschernobyl. Nun gut, ich vertrete die Auffassung, dass in einer kommunitischen Gesellschaft die Ausbeutung von Mensch und Natur entgültig beseitigt und überwunden worden ist, wie es Karl Marx als Ziel des Kommunismus auch vorgegeben hat. Bei den Staaten, die du meinst handelte es sich um sozialistische Staaten und nicht etwa "kommunistische". Und wenn in einem "sozialistischen" Staat der Raubbau an der Natur seine Fortsetzung findet, dann muß man sich schon fragen, wieviel Kapitalismus dort in Wirklichkeit noch stattfindet. Und die ehemaligen realsozialistischen Staaten, in denen manche Waren nur noch für den Westen produziert wurden, und in denen auch Firmen aus dem Westen ihre Vertretungen hatten, waren ab 56 nicht nur sehr kapitalorientiert, sondern sie waren schlicht staatskapitalistische Gebilde. Und die Mehrung des Profits, spielte auch für diese Staaten eine immer größere Rolle.
Deshalb blieb auch der Umweltschutz eher auf der Strecke. Dies führte dann mitunter zu Tschernobyl. Wobei man Harrisburg nicht unterschlagen sollte.
Aber selbst im Vergleich zu diesen staatskapitalistischen Gebilden von damals, hat sich der Umweltschutz im heutigen Russland eher rapide verschlechtert. Ist doch z.B. der staatliche Waldschutz, den die revisionistische Sowjetunion immerhin bis zuletzt hatte, privatisiert worden. Dies führte unter anderem eben auch zu den Waldbränden. Und gerade an diesem Punkt kann man erkennen, wieviel die Umweltzerstörung mit dem Kapitalismus zu tun hat.
Und ich bin kein "blinder Eiferer" wenn ich nochmals betone, dass es in einer kommunistischen Gesellschaft solche Probleme nicht mehr geben wird.
Gruß
Jürgen Binder
>>Der Tabakmonopolist wird nicht gesättigt, weil es Raucher gibt die sich zum Genuss Zigaretten kaufen, sondern er sättigt sich durch Ausbeutung der Arbeitskraft der Lohnarbeiter die die Zigaretten herstellen.
Da kann man jeden Xbeliebigen Unternehmer nennen.<<
Ach Mario, warum versucht ihr ständig das Fehlverhalten Einzelner zu rechtfertigen? Kein Tabakmonopolist kann existieren wenn er seine Produkte nicht mehr verkaufen kann.
Übrigens, unter den Lohnarbeiter auf den Tabakfelder Malawis befinden sich 80.000 Kinder! Quelle: http://superkurz.de/1wX
Ich wünsche daher jeden einen Hustenanfall, der, aus niederen Beweggründen (zum Genuss), diese Ausbeutung weiterhin unterstützt!
>>Übrigens finde ich es zu langsam albern hier ständig die Raucher zu nennen im Zusammenhang mit das Thema um was es eigentlich geht.<<
So, so, du findest es also albern Mario, dass allein die deutsche Qualmerei für die tägliche Vernichtung von mindestens 200.000 Tropenbäume verantwortlich ist?
Quelle: http://www.regenwald.org/regenwaldreport.php?artid=24
Gut hust
Stefano
Da kann man jeden Xbeliebigen Unternehmer nennen.<<
Ach Mario, warum versucht ihr ständig das Fehlverhalten Einzelner zu rechtfertigen? Kein Tabakmonopolist kann existieren wenn er seine Produkte nicht mehr verkaufen kann.
Übrigens, unter den Lohnarbeiter auf den Tabakfelder Malawis befinden sich 80.000 Kinder! Quelle: http://superkurz.de/1wX
Ich wünsche daher jeden einen Hustenanfall, der, aus niederen Beweggründen (zum Genuss), diese Ausbeutung weiterhin unterstützt!
>>Übrigens finde ich es zu langsam albern hier ständig die Raucher zu nennen im Zusammenhang mit das Thema um was es eigentlich geht.<<
So, so, du findest es also albern Mario, dass allein die deutsche Qualmerei für die tägliche Vernichtung von mindestens 200.000 Tropenbäume verantwortlich ist?
Quelle: http://www.regenwald.org/regenwaldreport.php?artid=24
Gut hust
Stefano
Mit Deine Artikel die Du Lieferst, Haben ein Kleinen Fehler, die Autoren nehmen den Kapitalisten aus der Schusslinie und suchen die Schuld beim Endverbrauchen/Konsumenten. Genauso diskutieren auch anderen über KIK, ein Konzern der seine Textilien u.a in Bangladesh herstellen lässt wo die Arbeiter/rin ausgebeutet werden auch Kinder werden dort beschäftigt. Ach wenn doch nicht jeder bei KIK kaufen würde, wäre Tengelmann nicht so Reich, weil ja der Konsument daran schuld ist nicht war Stefano? Nein Stefano nicht der Raucher/Konsument ist dartan schuld das Arbeiter und Kinder ausgebeutet werden sondern die Kapitalisten weil sie sich die Arbeitskraft(Ware) aneignet, die er billig Kauft.
übrigens gibt es auch Kaffee-Kakao-Plantagenbesitzer die Kinder für sich arbeiten lassen, also ausbeutet.
Anstatt den Kapitalismus anzugreifen, machst Du Stefan aus einer nebensache ein Hauptproblem, wirklich sehr einfach.
übrigens gibt es auch Kaffee-Kakao-Plantagenbesitzer die Kinder für sich arbeiten lassen, also ausbeutet.
Anstatt den Kapitalismus anzugreifen, machst Du Stefan aus einer nebensache ein Hauptproblem, wirklich sehr einfach.
Auf Basis von Ploneboard
- Historie
-
Aktivieren durch mkoeln um 02.04.2010 14:34
