Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

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Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von Hermann Rupp am 10.02.2010 13:54
Ich habe mir heute im Fernsehen die Bundestagsdebatte über den angeblichen Abzugsplan der Bundeswehr und der anderen Besatzungstruppen aus Afghanistan angesehen. Es ist doch immer wieder erstaunlich mit welcher Dreistigkeit versucht wird, die Bevölkerung zu verarschen und die wahren Ziele der Imperialisten so lange wie möglich zu verschleiern! Außenminister Westerwelle gibt eine Regierungserklärung ab und erklärt in aller epischen Breite den üblichen Schmus: hunderttausende von afghanischen Soldaten und Polizisten (Dr. Matin Baraki vom Institut für Politische Wissenschaften, am Zentrum Naher und Mittlerer Osten und dem Zentrum für Konfliktforschung an der Phillips-Universität Marburg nennt sie "Paramilitärs") ausbilden, Taliban-Mitläufer bestechen, "ziviler Aufbau"; Karsai soll mit den Taliban über eine Regierungsbeteiligung verhandeln (als ob dort nicht schon genügend reaktionäre Warlords, korrupte Elemente aus der herrschenden Klasse, Drogendealer etc., versammelt wären) und (sinngemäß) die "neue Phase auf dem Weg zu völliger afghanischer Eigenverantwortung" werde jetzt eingeleitet. In Wirklichkeit besteht der militärische Kern des am 28. Januar auf der "Afghanistan-Konferenz" in London verabredeten Vorgehens der 43-Länder-Besatzerkoalition in einer massiven Intensivierung der Aufstandsbekämpfung. "Die Besatzungstruppen der ISAF ("Internationale Sicherheits-Unterstützungs-Truppe") waren bereits von 2003 bis 2009 von 5.500 auf zirka 85.000 Soldaten erhöht worden. Jetzt soll erneut aufgestockt werden - allein 30.000 Mann mehr aus den USA. Mit 135.000 Soldaten wird sogar die Maximalstärke der Besatzung der sozialimperialistischen Sowjetunion von bis zu 120.000 übertroffen." (Rote Fahne Nr.5, 2010) Militärisch macht die Modifizierung der Taktik nur Sinn, wenn damit die Liquidierung all der Widerstandsgruppen erfolgen soll, die sich nicht in die Marionetten-Regierung von Karsai kaufen lassen. Was die sogenannte "Aufbauhilfe" betrifft, beklagen selbst UN-nahe Hilfsorganisationen, dass von der gleichzeitig aufgestockten "Entwicklungshilfe" schon heute "kaum etwas beim Volk" ankommt (Hilfs-Koordinator Sayed Jawad Jawad zur "NRZ").

Ein Hintergrund solcher Entwicklungen ist die "zivil-militärische Zusammenarbeit" (CIMIC = Civil-Military Cooperation), ein Konzept, das maßgeblich von der EU ausgearbeitet wurde.
Es geht um eine Strategie zur Organisierung der internationalen Konterrevolution gegen alle Bestrebungen zur Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung. Auf dem NATO-Gipfel im April 2009 wurde ein neues Konzept in Auftrag gegeben, in dem CIVIC zur Aufstandsbekämpfung weltweit eine zentrale Rolle spielen soll: "Die Absicherung der Finanz-, Handels- und Warenströme wird eine Kapazität für globale ordnungspolitische Polizeieinsätze (policing) erfordern." ("Institute for Security Studies" der Europäischen Union, ISS 2020, S.

Die Rote Fahne Nr.5 schreibt unter der Überschrift "So trainiert die Bundeswehr für Auslandseinsätze":
Ganz offen sagt Generalleutnant Rainer Glatz, Befehlshaber des "Einsatzführungskommandos" auf die Frage, ob die Entwicklung der Bundeswehr zu einer "Einsatzarmee" abgeschlossen sei: 'Man muss berücksichtigen, dass sich die Bundeswehr weiterhin in der Transformation befindet. Somit sind zwangsläufig noch nicht alle Fähigkeiten für die neue Schwerpunktaufgabe der Streitkräfte, nämlich den Auslandseinsatz, voll ausgeprägt."
Die Auslandseinsätze beinhalten wesentlich die Unterdrückung von Aufständen und Revolutionen. Beim Manöver 'Grüner Luchs 2009' wurde ausdrücklich die Niederschlagung so genannter 'irregulärer Kräfte" trainiert. 'Bekämpfung irregulärer Kräfte' ist die Hauptaufgabe der Luftlandebrigade 31 aus dem niedersächsischen Oldenburg. Inzwischen erfolgt das Training für den Kriegseinsatz im Ausland vorwiegend im Gefechtsübungszentrum auf dem Truppenübungsplatz Altmark (nördlich Magdeburg), das seit 2004 zu 100 Prozent ausgelastet ist. ..."
In einem Interview in der og. RF erklärt der besagte Dr. Matin Baraki auf die Frage, wie ehrlich das Versprechen der "Abzugsperspektive" sei: "Das ist eher an die Innenpolitik adressiert, an die Bevölkerung der NATO-Länder, weil inzwischen bis zu 80 Prozent der Bevölkerung nicht mehr die Fortsetzung des Krieges wollen. Deswegen will man den eigenen Menschen, wie es die bürgerlichen Politiker immer machen, Lügen und Märchen erzählen. Ein Abzug ist überhaupt nicht beabsichtigt, Afghanistan dient weiterhin als ein unsinkbarer Flugzeugträger für die NATO und auch für die Bundesrepublik Deutschland. Wie ein Berichterstatter gerade sagte, 'wir werden mindestens 50 bis 60 Jahre in Afghanistan bleiben'. Realistischerweise dürfte das eher die Absicht sein."

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von barney am 11.02.2010 12:46
Ich schalte beim Thema "Afghanistan" mittlerweile ab, weil ich das dümmliche Geschwätz unserer "Politiker" nicht mehr hören kann...

Selbst der Dümmste im Land müßte(!) mittlerweile gemerkt haben, worum es hier eigentlich geht.

Ich selbst hoffe nur, daß sich der Imperialismus an den einheimischen Fanatikern, diversen Warlords und Drogenbaronen die Zähne ausbeißt.

England und die Sowjetunion sind schon gescheitert - und ob es der US-Imperialist schafft das Land zu "befrieden", sei dahingestellt ;)

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von Wolfgang am 12.02.2010 19:53
Abschalten bei den brennensten Themen der Gegenwart. TOLL !! Genau die Stoßrichtung wo die Profiteure hinwollen. Eine grobe Unterschätzung von Politik, Kapital und Medien ist der Glaube Politiker würden dümmlich scwätzen. Nein sie reden wohlüberlegt über ihre Ziele die sie im Überschwang manchmal offen darlegen. Nach Offenheit kommt der Rüffel und das Zurückrudern. Ja das Volk soll in Unwissenheit gelassen werden-nicht in Dummheit, denn dieser Zug ist abgefahren und der Schuß würde nach hinten losgehen.
Der Teufel liegt oft im Detail Barney, es regt dich schon auf, nur der Weg zum Ziel, zur Lösung des Problems ist dir im Moment jedenfalls noch, verschlossen.
Afghanistan soll nicht befriedet werden, die internationalen Monopole wollen die Reichtümer und die Menschen gnadenlos ausbeuten. Terrorismus ist Vorwand, wie der "Sender Gleiwitz", wie der Angriff im "Golf von Tongking" und viele andere sog. "Terroristische Aktionen". Hier heiligt das Ziel die Mittel, die Wahrheit ist für Träumer. Am, 20.03.2010 findet am Bebelplatz ( dem Platz der Bücherverbrennungen 1933 )die nächste große Kundgebung gegen den Krieg statt, soll heißen : "Die das Geschwätz verstanden haben protestieren gegen die imperialistischen Kriege." Die Fortsetzung dieses Protestes, wäre der Protest gegen Ausbeutung, die Mutter (Vater)der meisten Kriege.

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von barney am 13.02.2010 09:12

Ich versteh dich schon - und kenne auch die Hintergründe des Krieges in Afghanistan - aber:
glaubst du wirklich die Interessen des Imperialismus/Kapitalismus geraten durch Demonstrationen/Protest etc. ins wanken!?

Der Krieg wird meiner Meinung nach nur beendet, wenn es:
a) finanziell ZU teuer wird
b) es zuviele Opfer gibt, die man nicht mehr "erklären" kann
c. das Ziel der Begierede uninteressant wird, weil man neue "Ideen" hat

Ich würde mich nur zu gerne irren!

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von Stefan am 14.02.2010 12:55
@ barney

deine Antwort(en) hier und deine Antwort(en) an anderer Stelle (u.a. an Albert) sind für mich mehrere Seiten einer Medaille bei dir:

- anarchistisches, geheimnisvolles... Abenteurertum ("wir sind wohl die einzigen die sich über technische Seiten Gedanken machen..."), vielleicht sogar Sympathie für individuellen Terror?...für Putschistengequatsche?

- keinererlei Vertrauen in die Massen, in die Kraft der einzig fortschrittlichen Klasse = in das Proletariat

- Ablehnung von Disziplin und Organisiertheit: grundsätzlich gegen Überzeugungsarbeit z.B. innerhalb der Gewerkschaften (weil der Apparat abgelehnt wird...)

was den Afghanistankrieg betrifft so sind die von dir aufgeführten Punkte schon mitentscheidend ob die Imperialisten die Ziele weiterverfolgen, nur sollen wir darauf warten? Nebenbei, die nächste Demo findet, mit organisiert von der bundesweiten Friedensbewegung, bereits am 20.02. in Berlin statt. Der Widerstand der breiten Volksmassen im eigenen Land, auch gegen den Krieg, wird sehr wohl von den Imperialisten gefürchtet! Warum setzten sie sonst ihren riesigen Betrugs- und Manipulationsapparat (Medien) in Bewegung, das wäre deiner Meinung nach ja gar nicht notwendig? Und wer hat zum Beispiel den 1. Weltkrieg beendet? Was zur Zeit dem Widerstand fehlt ist die noch unzulängliche Verbindung zu den Streiks und Protesten der Arbeiterschaft, das heißt die Führung durch die Arbeiterklasse. Daran müssen wir arbeiten! (Schein-)radikale Phrasendrescherei ist oft nur ein Ausdruck von fehlender Verbindung zu den Massen, Zurückweichen vor den Konsequenzen einer disziplinierten Kleinarbeit mit all ihren Verpflichtungen. Und zu guter Letzt, nehmen wir das Beispiel Vietnam: sicherlich wurde die Niederlage des US-Imperialismus in Vietnam selbst besiegelt (in Afghanistan wird es genau so sein), aber die internationale Unterstützung des vietnamesischen Volkes hat den Imperialisten in ihren eigenen Ländern enorme Probleme bereitet! Allein schon daraus ergibt sich die Notwendigkeit/die Pflicht zum Protest und zur Organisierung der internationalen Solidarität!

"das Volk, und nur das Volk macht die Geschichte!"

Gruß
Stefan H.

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von karl am 15.02.2010 22:45

Hallo barney,

eigentlich wollte ich Feierabend machen.
Aber wie das so ist....treibt die Neugier,ob es hier im Forum etwas Neues gibt.

Afghanistan:
..."ich schalte immer ab..."nun gut,manch einem ,DIR ,hängt es zum "Halse raus".
Zumal wenn man sich Berichte über Afghanistan auf Sat 1,RTL u. Co anschaut,bzw. sich auch noch den imperialistischen Blätterwald zu Gemüte führt.-das ist eine Vermutung,keine Behauptung von mir.Leider fangen ARD u.ZDZ auch an,mehr und mehr der
DEUTSCHEN POLITIK -POLITER zu folgen,und dem DIKTAT der Mächtigen im Land Gehorsam
zu leisten,soll heißen,die wahrheitsgemäße Berichterstattung geht dem Bach runter.
Seit einigen jahren läuft die geistige Umnachtung.DAS VOLK SOLL WIEDER EINMAL REIF
GEMACHT WERDEN.RÜR AGRESSION UND KRIEG.Jeden Tag neue LÜGEN,um diesen und jenen Krieg
mit DEUTSCHER BETEILIGUNG zu rechtfertigen!
Jeden Tag neue Lügen gegen sozialistische/kommunistische Weltanschauung!

ICH schließ mich hier Stefan H.an,wenn er Dir schreibt,deine Ansichten sind mehrere Seiten einer Medaille.Ich gehe noch (in Anlehnung des Kommentars von Hermann Rupp)weiter.Ich behaupte,das du die weltpolitischen -einschließlich der sich daraus entwickelden militärischen Aktivitäten AMERIKAS u.DEUTSCHLAND -(noch) nicht durchschaust.Oder in der Lage dazu bist.Warum auch immer.Setz Dich mal mit den Zielen des Imperialismu richtig auseinander.
Ursache der Kriege ist- mit -die ökonomische/militärische Anarchie der kapitalistischen-imperialistischen Gesellschaft.Die "räuberische Phase der menschlichen Entwicklung,die noch nicht überwunden ist.
Dem Imperialismus sind OPFER für die Durchsetzung seiner Interessen NIE zu viel!!
Für 300 Prozent geht ER über Leichen!!!!Der Beispiele gibt es genug dafür.Und! ,die BEGIERDE ist immer die gleiche!Deutsche Soldaten des ehem.Kaiserreiches haben in AFRIKA gemordet...Kolonien erobert- unter der Losung"DEUTSCHLAND BRAUCHT EINEN PLATZ AN DER SONNE". KOLONIEN,wollte ja der Weltmacht England nicht hinterher stehen Da gibt es heute noch eine Lotterie........unter dem Motto..... kennst Du vielleicht.
Ich mache mal einen Sprung.
Ohne den 30. Jahnuar 1933 kein zweiter Weltkrieg,ohne Krieg keine Spaltung (Deutschlands),
ohne Gründung der BRD keine DDR,ohne Beitritt zur NATO kein Warschauer Vertrag,ohne Militärbündnisse keine Mauer zwischen ihnen -
das ist die geschichtliche Logik,die verdrängt werden soll.!!!!!!
Die Annexion der DDR (für mich war es keine Vereinigung)bedeutet ein Wiedererstarken des deutschen IMPERIALISMUS u. NATIONALISMUS.Da Deutschland wieder zu spät kommt,ist SEIN IMPERIALISMUS aggressiver als der seiner Konkurrenten !!Deutschland steht in seiner imperialistischen Strategie in der Tradition des 3.Reiches!
(übrigens,die SU wurde damals von Afghanistan um Hilfe gebeten-die "Drogenbarone"wie Du sie benennst, wurden von den USA-damals im Kampf gegen die SU
miliär.finanz.u.logist.unterstützt,-auch etwas,was unter den Deckmantel der Verschwiegenheit -objekt.Berichterstattung fällt-)
barney,
deshalb!jeder kleine Schritt,jedes Aufbegehren,jede Stimme,jeder Protest,jede Kundgebung,jeder Widerstand gegen die von der BRD betriebene imperialistische Politik,gegen die Beteiligung der BRD an diesen Krieg (an Kriege überhaupt),ist wichtig und macht Sinn!
Und die Menschen,da schließe ich Dich ein,müßen wachgerüttelt,aufgeklärt werden und sein!
Das Grundgesetz der BRD sieht ein Recht auf VOLKSABSTIMMUNG nicht vor-bewußt so 1949 festgeschrieben.....das gibt zu denken.(!)
Darum !Die Mächtigen dieser unfreien Republik müssen die Stimme des Volkes hören,den Widerstand sehen und merken...immer mehr, und immer mehr Menschen müssen sich an diesen Widerstand beteiligen,müßen sich dieser gefährlichen deutschen Politik bewußt werden.
Wir dürfen nicht zulassen,das uns Medien,Wirtschaft und Politik weiterhin für dumm verkaufen!
Um diesen Kampf zu führen,bedarf es Mut,Beharlichkeit ,Zielstrebigkeit - müssen die Massen an diesen Kampf,letztendlich an das Ziel:die Errichtung einer sozial.Gesellschaft- geeint herangeführt werden.Die Massen,die AK muß organisiert sein!
Dieser Weg wird lang u. sicher nicht ohne Schwierigkeiten zu gehen sein.MILITANTES ABENDTEUERTUM !,TERROR FÜHRT INS ABSEITS!!
Nun bin ich mit meinem"Geschwätz"am Ende
Gruß ........auch an Stefan H. u.Rermann Rupp

karl , kein Miglied der MLPD

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von Wolfgang Graupner am 16.02.2010 17:16
Danke Stefan, hatte mich beim Datum unentschuldbar vertippt. Antikriegsdemo ist , am 20.02.2010 Bebelplatz, Berlin 13.00 Uhr.
Nun zur Frage des Protestes. Er ist ein wichtiges Instrument der Menschen , von Entscheidungen die gegen ihren ausdrücklichen Willen getroffen werden. So auch die Entscheidung über Krieg und Frieden. Wer hat sie ,wo, wann, warum und zu wessen Gunsten getroffen? Wer ist betroffen, gegen wen richtet sich dieser Terror und wer zieht die Waffenröcke an und verliert hauptsächlich sein Leben? Sind Soldaten nicht hauptsächlich Frauen und Söhne der jeweiligen nationalen Arbeiterklasse? Also auch die meisten Opfer.
Arbeiter töten Arbeiter. Krieg ein Instrument der internationelen Monopole zur Durschsetzung
von Profitinteressen im Ausland und zur Niederhaltung von Aufständen im Inneren. Krieg verschärft auch immer die sozialen Disproportionen, Vorher und Nachher.
So ist der Protest gegen Krieg ein sehr wichtiger und richtiger Protest. Die sozialen Wurzeln und Auswirkungen finden meist wenig Beachtung.
Ich vertrete die Ansicht, der wirkungsvollste Protest gegen Kriege ist die Verknüpfung des Kampfes mit den Protesten der Sozalen Bewegungen, der Antiatombewegung, der generellen Umweltbewegung, der Arbeiterkämpfe und des Antifaschistischen Kampfes. All diese Protestbewegungen haben ihre Wurzeln, und das verbindet sie miteinander, in der Ausbeutung, ob Mensch durch Mensch oder Natur durch Mensch und der entartesten Form des Kapitalismus den Faschismus. Dresden war ein Fingerzeig, wie einer Staatsmacht mit noch so vielen Drohgebärden entgegnet werden kann und muß. Ich weiß sehr wohl, nicht immer wird die Macht derart friedlich bleiben. Trotz Alledem, es war eine erzwungene Zurückhaltung der Staatsmacht durch enschlossenes Handeln der Menschen mit antifaschistischen Geist. Die Erzwingung der Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr erfordert ein noch höheres Bewußtsein, eine noch größere Mobilisierung der Massen, Vertrauen in den gesunden Geist der Menschen, die Klarheit wo Kriege ihre Wurzeln haben und Mut dem geschlossen und entschlossen zu entgegnen. Die Wurzeln der ungerechten Kriege liegen im Profitstreben ebenso begründet, wie die der gerechten Kriege
-Revolutionen- , die Ausbeutung der Brunnen der sclimmsten Geisel der Menschheit.

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von barney am 17.02.2010 10:54
Leider etwas verspätet - hatte viel zu tun - ihr wißt, mein "Abenteurertum" treibt mich ständig um ;)

@Stefan
Als "revolutionär gesinnter" Menschen, halte ich es geradezu für meine Pflicht, mich mit allen möglichen technischen Aspekten, Möglichkeiten und Gefahren auseinanderszusetzen.
Aber letztendlich kann das jeder halten wie er will - ich persönlich achte eben auf meine "Datensicherheit".

Meine Sympathien beziehen sich auf individuelle Formen des Protestes, bzw. des zivilen Ungehorsams. Zu nennen wäre hier z.B. die Möglichkeit der flashmobs (die "Yeah-Aktion" bei Frau Merkel in Hamburg fand ich prima), oder Massenaufläufe in Arbeitsämtern, usw....
Von Terror hat hier niemand gesprochen - und Putsch? Wer soll mit wem denn "putschen"?!

Mein Vertrauen in die "Massen" ist allerdings ein wenig erschüttert - die Massen, die ich so kenne (ich komme viel rum - und kenne wirklich viel Menschen) - geben mir keinen Grund, optimistisch zu sein. In vielen Teilen der Bevölkerung herrscht entweder Resignation, oder eine Art "Saturiertheit"....man ballt evtl. die Faust in der Tasche - und das wars.
Natürlich darf man nicht verallgemeinern - aber das ist zumindest mein Eindruck.
Hier fruchtet der von dir oben erwähnte "Manipulationsapparat".

Bezüglich dem 1.WKs und Vietnam würde ich sagen, daß man dies mit der heutigen Zeit nicht vergleichen kann - man war politischer & engagierter. Heutzutage ergeht man sich in Jammerei und Nichtstun! Ziviler Protest kann natürlich beeinflussen - aber letztendlich entscheidet nur das Kapital, bzw. die militärische Lage.

Kleinarbeit leistet jeder politisch denkende Mensch in seinem Freundes/Bekannten/Arbeits-kreis - das ist doch eine Selbstverständlichkeit?

Ich selbst bin ein asketisch und sehr diszipliniert lebender Mensch - aber einen Apparat wie den "DGB" lehne ich ab - das leugne ich nicht. Obs ein Fehler ist?
Ansonsten bin ich durchaus ein Freund der Organisation!

@karl
Natürlich manipulieren uns die "Hauptmedien" bezüglich Krieg - kann da gar nicht widersprechen. Mich persönlich regt die manipulierte Berichterstattung dermaßen auf, daß ich abschalte. Natürlich kann man sich auch in gewissen Maß "alternativ" informieren - was ich mache. Welcher denkende Mensch glaubt denn noch den Medien? - wer glaubt das wir einen Aufschwung haben, die Arbeitslosenzahlen zurückgehen, oder das in Afghanistan kein Krieg ist?

Ich durchschaue durchaus die Geschichte und Gegenwart des Imperialismus (bzw. des Krieges), und bin mit militärischen Dingen sehr vertraut.
Ich kann dir ja nicht widersprechen.

Wie schon oben geschrieben - ziviler Ungehorsam, bzw. neu Formen des Protestes müssen genauso angewendet werden - wie die "klassische Demonstration".
Kreativität ist gefragt!

@Wolfgang
Ich gebe dir Recht - Widerstand sollte die verschiedensten Gruppen vereinen!

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von Lauro am 18.02.2010 23:54
Hier tummeln sich ja jede Menge roter Revolutionäre. Wenn alles so einfach wäre, hätten wir dieses System schon lange gestürtzt. Ist es aber nicht doch bin ich bestimmt einer der an vorderster Front oder vielleicht auch etwas weiter dahinter mitkämpft. Solange ich noch gehen, laufen, sehen und zielen kann bin ich dabei. Doch mit dem Mobilisieren dieser dekadenten Massen sehe ich eher dunkelschwarz, wir können und dürfen uns nur auf uns verlassen wie Barney schon richtig bemerkte.

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von Stefan am 19.02.2010 13:09
@ Lauro

völlig falsch!!!

- wir sind, wenn wir Revolutionäre sein wollen, Teil der Massen, nicht mehr und nicht weniger! Deine Beschimpfung dieser "dekadenten" Massen zeigt deine Unkenntnis kommunistischer Arbeit und ist Ausdruck eines überheblichen Führungsanspruchs. Auf solche "Führer" kann und wird die Arbeiterklasse verzichten!

- wir haben Vertrauen und verlassen uns auf das Proletariat!

Gruß
Stefan H.

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von Hermann Rupp am 19.02.2010 19:47
Hier halten sich mittlerweile ultralinke Phantasten und Marxisten-Leninisten scheinbar die Waage. Dieses kleinbürgerliche Gefasel von den "dekadenten" Massen geht mir allmählich gewaltig auf den Zeiger! "Wir können und dürfen uns nur auf uns verlassen".
Soll heißen "wir" Putschisten und "wir" Politabenteurer. Denn auf etwas anderes läuft das nicht hinaus. Was wollt ihr eigentlich? Etwa eine Neuauflage des RAF-Irrsinns? Das einzige was beim individuellen Terror herauskommt sind höchstwillkommene Vorwände für den monopolkapitalistischen Staat, den letzten Rest bürgerlich-demokratischer Rechte auch noch abzuschaffen, natürlich nur zum Schutz der Bevölkerung vor Terrorismus. Wo der Terrorismus zukünftig anfängt definieren dann die Juristen der Herrschenden. Die warten z.B. nur auf einen Anlass, endlich den Einsatz der Bundeswehr gegen das eigene Volk rechtfertigen zu können. Falls ihr die faschistoide Entwicklung im juristischen Überbau beschleunigen wollt - nur zu! Dass das aber keineswegs automatisch zu einer revolutionären Situation führt, hat die Arbeiterklasse in Deutschland 1933 erfahren müssen. Und heute ist die Schlagkraft des staatlichen Gewaltapparats ungleich größer als die der Nazis. Mit diesem Gewaltapparat können nur die revolutionären Massen fertig werden. Wir brauchen keine Märtyrer - was wir brauchen sind Revolutionäre!

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von Stefan am 21.02.2010 10:52
Hallo Herrmann,

dass mich auch so manche Äußerung aufregt brauche ich dir nicht weiter zu erklären...

- nur die Folgerung "hier halten sich mittlerweile ultralinke Phantasten und Marxisten-Leninisten scheinbar die Waage" halte ich nicht für richtig!

hier gibt es doch einige, ehrliche nach Lösungen suchende Diskussionsteilnehmer, denen vielleicht auch nur deine Klarheit fehlt, dass nur die an den Massen angelehnte revolutionäre Arbeit zum Erfolg führen wird: man sollte sie nicht mit denen gleichsetzen (die gibt es auch, da gebe ich dir vollkommen Recht) die sich hier mit kleinbürgerlichen, wortradikalen Phrasen wichtig machen wollen und die Massen im Grunde verachten. Das Gute daran ist nur, die melden sich ein bis zweimal um "vom Leder zu lassen" danach ist meistens Schluss, da sie gar nicht bereit und fähig sind eine disziplinierte an Argumenten orientierte Diskussion zu führen...

wollte nur sagen, Überzeugungsarbeit ist weiterhin das Wichtigste genau so wie du es zum Beispiel mit dem Hinweis auf die Lage 1933 getan hast. Und wenn es dazu jetzt, von den wissbegierigen, ehrlichen Diskussionsteilnehmern, Fragen und Kommentare gibt, dann musst du meiner Meinung nach geduldig und überzeugend darauf eingehen!?

Solidarischen Gruß

Stefan H.

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von barney am 21.02.2010 10:54
@Hermann

Als "ultralinker Phantast" bin wohl unter anderem ich gemeint - ich selbst sehe mich allerdings nicht so.

Mich verwundert ja fast schon eine gewisse Art "Hysterie", wenn man gedanklich den Kopf über den Tellerrand hinausstreckt!?

Was ist denn so dramatisch daran, wenn man sich an der momentan bestehenden Realität orientiert? Die hier beschworenen "Massen" sind wohl momentan nicht ganz so "revolutionär", wie man es gerne hätte? Das ist doch nicht meine Schuld!
Ich wäre der Letzte, der sich nicht über ein politisches Bewußtsein der Massen freuen würde!

Wer hat hier eigentlich etwas von der RAF geschrieben? DAS war "Abenteurertum" vom Feinsten!

Willkommene Vorwände, um den "bürgelichen Rechtsstaat" zu demontieren, schafft sich der Staat schon selbst - dazu braucht er uns alle nicht.

@Stefan

Lauro hat nicht beschimpft - er hat lediglich "festgestellt". Außerdem denke ich, daß er kein "Führer" sein will (und ich schon gar nicht).

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von Jürgen Binder am 22.02.2010 12:08
Hallo barney und lauro,

keiner hier in diesem Forum, hat von derzeitigen revolutionären Massen gesprochen, außer euch selbst. Dennoch bleibt festzuhalten: Der Kampf um eine sozialistische Gesellschaftsordnung, funktioniert nur in Verbindung mit den Massen, und nicht gegen sie.

Beispiel Afghanistan: Auch die moskautreuen Kommunisten dieses Landes, hatten (wie barney und lauro) keinerlei Vertrauen, in die Massen. Deshalb wurde die dortige Monarchie, einfach mit einem Putsch beseitigt. Diese gesellschaftliche Veränderung, traf aber nicht auf die Zustimmung der Massen. Ja, ohne die sowjetischen Truppen, hätten die moskautreuen Kommunisten nicht über einen längeren Zeitraum hinweg behaupten können.

Will heißen: Schon in euren Ansichten über die Massen, ist das Scheitern eures Vorhabens gleich mitinbegriffen. Ich kann nur hoffen, dass eure massenfeindlichen Meinungen, nicht bei weiten Teilen der organisierten Linken Anhänger gefunden hat. Denn jeder weiß, wie das putschistische Abenteuer der moskautreuen Kommunisten endete, mit der Herrschaft der Taliban, und mit der öffentlichen Hinrichtung von Nadschibullah.

Nun zum derzeitigen Krieg des afghanischen Volks gegen die westlichen Besatzungsmächte. Frägst du doch, ob Demonstrationen und Proteste auf der Straße zum Ende dieses Krieges führen könnten. In Verbindung mit den Massen schon.

Will heißen, schon jetzt bezieht die Mehrheit der Bevölkerung eindeutig Stellung gegen den Afghanistan-Krieg. Und dennoch, sind die Massen derzeit eher inaktiv.

Aber das Beispiel des Vietnam-Krieges, belegt eindeutig wie inaktive Massen zu reaktivieren sind. Haben doch die Zusendung immer mehr toter US-Soldaten nicht nur trauernde Witwen hinterlassen, sondern trugen die Wut über diesen Krieg auch in die inaktiven Massen. Der Protest vermehrte sich, und es waren nicht nur organisierte Linke auf der Straße, sondern auch ehemalige US-Soldaten, die in Vietnam selbst iheren Dienst absolviert hatten.

Und diese damals aktivierten Massen trugen zum Ende des Vietnam-Krieges bei.

Diese Bindung zum Beispiel, zu ehemaligen Soldaten die in Afghansitan gedient haben, fehlt der derzeitigen Bewegung gegen diesen Krieg noch. Hier sehe ich noch Nachholbedarf.

Aber auch, wenn ihr euch eine Liste erstellt, von den bisher gescheiterten und gelungenen Revolutionen, kannst du eindeutig feststellen, dass die fehlende Bindung zu den Massen selbst immer zum Scheitern von Revolutionen führte.

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von Matthias am 22.02.2010 17:14
1. Der Ton macht die Musik
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Ein paar weniger !-Zeichen und ein wenig freundlicher Umgangston wäre angebracht. Meinungen werden dadurch nicht richtiger, je mehr man versucht, es besonders laut oder krass zu äußern. Damit meine ich alle in diesem Forum


2. Einzelaktionen vs. Volkswiderstand gegen Krieg
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Ich denke schon, dass man ausschließlich mit der Masse was bewegen kann und wird. Klar kann es die ein oder andere nette Aktion geben von der ultralinken Seite. Aber den Krieg kann doch nur die Bevölkerung beenden. RAF-Aktionen, möge man meinen, haben eine Wirkung. Sicherlich. Und zwar solche: Der Staat verschärft die Gesetze, RAF-Terror wird von oben (Medien) als Kommunismus deklariert. Das ist nicht wirklich produktiv.

Wenn aber Hunderttausende auf die Straße gehen, erregt das unmittelbar Aufsehen. Ergo: Viele werden aufwachen. Auf den Demos kommt man dann mit den Leuten ins Gespräch, einige werden sogar politisch -organisiert- aktiv werden. Exakt da sehe ich Chancen.

Wenn man sich die Umfragen anschaut (ok, davon bin ich nicht wirklich ein Freund, weil diese sich ändern können - sie sind nur ein relativer Gradmesser), ist die Bevölkerung schon gegen die Kriegseinsätze. Man muss die Menschen versuchen zu aktivieren. Darin sehe ich die schwierige Aufgabe.

Klar gibt es da noch Genossen von der [mg] (Militante Gruppe) -> müsst ihr mal googlen, die mal das ein oder andere Fahrzeug der Bundeswehr in Brand setzen, damit dieses Kriegsspielzeug nicht mehr woanders in der Welt (oder im Innern gegen die deutsche Bevölkerung) Mord anrichten kann. Ich sehe das vor allem als einzelne Puzzleteilchen.

Die meisten und größten Puzzleteilchen sind aber meiner Ansicht nach die Bevölkerung. Ich selber mache oftmals den Fehler und reagiere sehr oft "volksfeindlich". Stichwort "das dumme Volk". Das Problem an der Sache ist einfach, dass man dann so auch auf die Menschen zu geht - die man ja eigentlich gewinnen will. Dieses Verhalten abzulegen, damit habe ich nach wie vor zu kämpfen. Aber ich bekomme das schon noch gebacken.

Das ist wie bei den Autonomen der Antifa: Alles gut gemeint. Aber mit Parolen wie "Deutschland muss sterben, damit wir leben müssen" oder "Nie wieder Deutschland" wird man unter der Bevölkerung wenig Sympathie ernten.

Ich bin da ehrlich: Auf den Begriff "Volk" reagiere ich ein wenig allergisch. Ich nenne das daher Bevölkerung.

:)

PS.: Mir hat man mal gesagt, dass man sich das "Volk" nicht aussuchen kann. Entweder man macht unter jenem marxistische Arbeit gegen Krieg oder man lässt es.


MrG Matze

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von Hermann Rupp am 22.02.2010 17:22
Mein lieber Barney,

du versuchst jetzt deine und die Aussagen Lauros zu relativieren. Wenn Lauro schreibt, er sehe "dunkelschwarz" was die Mobilisierbarkeit "der dekadenten Massen"
angeht und uns zum Schluß mit dem Apell kommt: "Wir können und dürfen uns nur auf uns verlassen, wie Barney schon richtig bemerkte", dann kannst du mir sicher erklären wer WIR und UNS denn sein soll! Wer soll denn - sozusagen stellvertretend - für die "dekadenten" Massen WAS bitte unternehmen? Den individuellen Terror a la RAF lehnst du ab! Du trittst für "zivilen Ungehorsam" und "individuelle Formen" des Protests ein. OK! Grundsätzlich nichts daran auszusetzen. In den "flashmobs" sehe ich eine sehr kreative, ausbaufähige neue Methode des Widerstands. WENN - ja wenn sie nicht verabsolutiert werden und in Aktionismus ausarten! Diese Formen des Widerstands können eine sinnvolle Ergänzung des Massenwiderstands wie selbständige, will heißen: auch ohne offizielle Beteiligung des reformistischen Gewerkschaftsapparats - wenns sein muß auch gegen dessen ausdrücklichen Widerstand - geführte Streiks, Massenstreiks (auf Konzernebene, konzernübergreifend und als Generalstreiks) also auch und zunehmend auf internationaler Ebene geführte kämpferische Aktionen. Wichtig dabei ist, die Solidarität großer Teile der Bevölkerung zu organisieren und ökonomische zu politischen Streiks höherzuentwickeln! Die organisierte Arbeiterklasse muß die Führung in diesen Kämpfen übernehmen. Daran führt kein Weg vorbei.
"Ich wäre der Letzte, der sich nicht über ein politisches Bewußtsein der Massen freuen würde." Das ist doch ein Wort! Dann hilf uns dabei, die ideologische Auseinandersetzung (den Kampf um die Köpfe und Herzen der Menschen) zu führen und zu gewinnen!

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von Hermann Rupp am 22.02.2010 18:17
Hallo Stefan H.!

Du hast Recht. Das mit dem "die Waage halten" ist unangebracht! Man kann die Polemik auch übertreiben. Hin und wieder gehen "die Pferdchen" mit mir durch. Das ist auch eine Frage des Temperaments. Aber zum Glück gibt es besonnene Genossen (wie dich!) die einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen! Im Grunde genommen bin ich anderen gegenüber wesentlich geduldiger als mit mir selbst.
Dem letzten Absatz deines Beitrags kann ich nur zustimmen.

Mit herzlichem Gruß

Hermann

Re: scheinheiliges Geschwätz - Beispiel Afghanistan!

Abgeschickt von barney am 23.02.2010 19:12
@Jürgen und Herrmann

Es ist mir völlig klar, daß man ohne das Volk gar nichts erreichen kann - und wenn doch, ist dies nicht von Dauer.
Da hier immer von den Massen gesprochen wird, nahm ich an, man meint das "real existierende Volk" im Lande - und diesbezüglich bleibe ich auch bei meiner pessimistischen Einschätzung. Es bleibt zu hoffen, daß irgendwann wieder eine Phase der "Politisierung" des Volkes eintritt!
Ich stehe der Masse nicht feindlich gegenüber - ich sehe aber die bestehenden Realitäten - aber dies muß ja kein Zustand auf Dauer sein.

Zum Thema Afghanistan:
Ob wirkliche Massenproteste aller Kriegsgegner zum Erfolg führen würden? - ich kann mir das schwerlich vorstellen - aber ich will mir auch kann abschließendes Urteil anmaßen.
Allerdings gebe ich zu bedenken: Die Welt war zu Zeiten des Vietnamkrieges eine andere - und die Opferzahlen nicht mit denen aus Afghanistan vergleichbar.

Was den "alternativen Widerstand" betrifft - dieser steckt meiner Meinung nach noch in den "Kinderschuhen" - die Zeit wird Zeigen, in welche Richtung sich das entwickelt.
Auch hier ist mir völlig klar - ohne Volk geht da nichts - aber: es muß irgendwann ein Anfang gemacht werden.

Über das Thema Gewerkschaft will ich mich nur soweit äußern: IG Metall!

Der Krieg um die Köpfe wird hier schon immer intensiv geführt - ich habe 15! Jahre gebraucht, um meine Eltern davon abzubringen, die CSU zu wählen ;)


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