Ausländerfeindlichkeit und Rassismus

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Ausländerfeindlichkeit und Rassismus

Abgeschickt von Frank Angerstein aus Braunschweig am 19.08.2010 01:23
Und wieder einmal stellt
sich die Frage;
In wie weit ist der Deutsche
Ausländerfeindlich?
Ich sehe es leider hier in
der Realitàt
Nach wie vor erleben wir Tag
täglich den Vorbehalt gegen
unsere ausländischen Mitbürger
Ich erlebe es in der Nachbarschaft,
daß Ausländer für alles verantwortlich
gemacht werden
Ein Nachbar erzählte mir kürzlich,daß
die Kanaken hier ihren Sperrmüll
entsorgen
Dies gibt es nicht unter uns
Deutschen,sagte man mir
Überall wo man hinsieht,nur
noch ausländisches Volk zu
beobachten
Warum machen sie dies nicht
in ihrer Heimat,wurde mir
gesagt
Wir sind ja bald Gäste im eigendem
Land,so bekomme ich es zu hören
Ein Deutscher spuckt nicht auf
die Straße,daß machen nur Türken
Es reicht!
In wie weit soll man sich diese
auslànderfeindlichen Sprüche
noch gefallen lassen?
Ist es in Deutschland wieder
so weit,daß Minderheiten und
Migranten für alles verantwortlich
gemacht werden?
Hat denn Ausschwitz nicht gereicht,
um zu begreifen,was Faschismus
bedeutet?
Ich schäme mich manchmal ein
Deutscher zu sein
Wo kommt von meinen Landsleuten
dieser Haß her?
Verteidigst du unsere auslàndischen
Mitbùrger,bist du ein Kanakenfreund
Gut,ich schreibe hier mal etwas
emotional
Aber,ich denke,daß wir uns
dieser Thematik stellen sollten
Faschismus ist keine Meinung,
sondern ein Verbrechen
Eine Disput darüber sollte
jeder führen,der bereit ist
dies nicht lànger zu dulden
Nicht mehr und nicht weniger

Re: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus

Abgeschickt von Stefan am 20.08.2010 11:22
Hallo Frank,

okay, die Situaition ist teilweise vielleicht so wie du sie schilderst (ich kann dies für unsere Region nicht bestätigen), aber dies generell so zu verallgemeinern völlig falsch!

ich will nichts unterstellen, aber erlebst du, da wo du aktiv bist, wenn du es denn bist, nicht die gelebte Solidarität, egal ob Deutscher oder Ausländer?

Beispiele:

- "Fass`meinen Kumpel nicht an!"
- "Aktionen in Schulen gegen Ausländerfeindlichkeit und Gewalt"
- "Bürgeraktionen gegen Abschiebungen"
- "Bündnis(se) gegen rechts"
- "Demos/Blokaden gegen Nazi-Aufmärsche"....

darüber hinaus hast du natürlich völlig Recht, dass wir bei jedem Anlass solchen Sprüchen (Kanaken...) entgegentreten müssen und oft sind dies auch nur Sprüche = ein Ventil um seine Wut über die politischen Verhältnisse loszuwerden. Ja, da müssen wir aktiv sein und aufpaasen, dass die Wut auch in die richtige Richtung gelenkt wird!

Gruß

Stefan H.

Re: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus

Abgeschickt von Steffen Stein am 27.08.2010 07:37
Hallo Stefan,
ich sehe Franks Beitrag ganz und gar nicht als Verallgemeinerung, sondern als MAHNUNG und DENKANSTOSS!
(Siehe Frankreich - Ausweisung von Roma)
Die von dir angeführten positiven Beispiele sind nicht in dem Maße verankert, wie wir es gern hätten!
Das zu behaupten wäre schlichtweg Schönfärberei, und birgt die Gefahr der Verharmlosung der Problematik!
Offene und unterschwellige Ausländerfeindlichkeit sind weiter verbreitet, als wir es wahr haben wollen!

Ich bemerke eher eine Erstarkung der faschistischen Bewegung!

Was dieses Jahr an GENEHMIGTEN Naziaufmärschen stattfindet und wie der "Gesetzgeber" mit Gegenveranstaltungen umgeht, spottet jeder Beschreibung.
Schon einmal sind Warnungen als Panikmache relativiert worden, das Ergebnis war das "dritte Reich" mit allen seinen Auswüchsen!

Re: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus

Abgeschickt von Stefan am 28.08.2010 03:05
Tut mir leid Steffen, das sehe ich anders!

Bis auf Frank`s letzten Satz, da bin ich mit ihm einig!, ist der Bericht/Beitrag völlig undifferenziert und verallgemeinernd. "Der" Deutsche ist ausländerfeindlich und zum Beispiel "ich schäme mich manchmal ein Deutscher zu sein" "verteidigst du unsere ausländischen Mitbürger bist du ein Kanakenfreund"....

das hat auch überhaupt nichts mit Verharmlosung zu tun oder Warnungen vor der Faschismusgefahr als Panikmache zu bewerten. Es ist unsere Aufgabe zu entlarven was und wer dahinter steckt wenn Naziaufmärsche genehmigt werden UND uns dem auch ganz praktisch entgegenzustellen und zwar mit all denen, die eine antifaschistische Grundeinstellung haben. Und das sind eben, deshalb auch die Erfolge!, nicht wenige!!! Nur eine Beschimpfung "der" Deutschen als Ausländerfeinde (du bringst ja auch zu recht das Beispiel Frankreich) halte ich weiterhin für völlig falsch und läuft auch einer breiten Bündnisarbeit gerade gegen Neo- und Altnazis zuwider!?

und genauso wenig wie alle(!) deutschen Ausländerfeinde sind, genauso wenig sind alle Ausländer generell "Opfer" und zu verteidigen, auch hier gilt es zu differenzieren, auch hier gibt es faschisten, wenn man vom Klassenstandpunkt und nicht von der Nationalität ausgeht...dann kann man nicht allzuviel falsch machen!?

Re: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus

Abgeschickt von stefan am 29.08.2010 14:42
In Wien sind im Oktober Landtagswahlen. Man denkt sich, die FPÖ kann ihre rassistischen Wahlplakatparolen , die sie bei jeder Wahl bringen, nicht überbieten, aber es ist möglich.

" Die Kritik an der neuen Plakat-Kampagne der Wiener FPÖ mit dem Slogan "Mehr Mut für unser 'Wiener Blut' - Zu viel Fremdes tut niemandem gut" reißt weiterhin nicht ab. "

http://diepresse.com/home/politik/wienwahl/588609/index.do?direct=588737&_vl_backlink=/home/politik/index.do&selChannel=733

Erst provozieren und dann auf verfolgte Unschuld machen, ist ein ewiger Trick der FPÖ. Fpö meinte dann "Wiener Blut" ist ein Lied von Falco.

LG

Stefan K.

Re: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus

Abgeschickt von Hermann Rupp am 31.08.2010 02:39
Dieses Geschwafel klingt verdächtig nach Thilo Sarrazin, dieser rassistischen Revolverschnauze der SPD! (Obwohl es denen wohl auch langsam reicht!) Der würde in der FPÖ überhaupt nicht auffallen.

Hermann R.

Re: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus

Abgeschickt von Giuseppe Bottazzi am 12.01.2011 20:20
Aus hr-online vom 11.01.2011 ist zu entnehmen, dass den Vorsitzenden der Fraktion Die Linke im Landtag, Janine Wissler und Willi van Ooyen, sich möglicherweise vor Gericht verantworten müssen, weil sie im Februar 2010 in Dresden mit anderen einen Neonazi-Aufmarsch blockiert hätten.

Janine Wissler spricht Zurecht von einem Skandal. Eine friedliche Demonstration "derart zu kriminalisieren" sei unglaublich, fügt sie folgerichtig hinzu! http://skjt.de/1Aw

Ich bin empört, dass faschistische Aktionen polizeilich geschützt, antifaschistischer Widerstand aber als "Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung" kriminalisiert wird!

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
Martin Niemöller:

Das sollte die Dresdner Staatsanwaltschaft vor Augen haben, anstatt sich von faschistoide Hetzkampagnen leiten zu lassen. In Anbetracht also wie US-amerikanische Neonazis durch Hass auf Schwarze, Asiaten und Juden gekennzeichnet sind und die Ansicht vertreten, die „weiße Rasse“ der „Arier“ müsse „rein“ erhalten werden. http://de.wikipedia.org/wiki/Neonazismus , lässt dieser juristischer Skandal schon etwas gruselige Gefühle aufkommen.
Daher, Verbot aller faschistische Organisationen und dessen Propaganda! http://skjt.de/1Ax
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