Protest gegen Abschiebungen

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Protest gegen Abschiebungen

Abgeschickt von rene am 19.08.2010 11:07
Untenstehenden Artikel heute (19.08.2010) auf yahoo-Text gelesen.
Eine erschreckende Nachricht, was das Vorgehen der französischen Regierung betrifft. Das Vorgehen erinnert fatal die jüngere deutsche Geschichte - zumindest,was das Vorgehen gegen nationale Minderheiten wie die Roma betrifft - wenn es in letzterer auch weitaus extremer vonstatten ging, wie bekannt sein dürfte.
Heute sind es "nur" Abschiebungen". Was kommt morgen?
Und wo bleiben die internationalen Proteste gegen das Vorgehen der Sarkozy-Regierung?


"Frankreich schiebt dutzende Roma nach Rumänien ab
Frankreich schiebt heute mehrere dutzend Roma nach Rumänien ab. Nach Angaben der rumänischen Regierung werden 79 Roma in der Hauptstadt Bukarest erwartet. Weitere 132 Roma sollen am Freitag im westrumänischen Timisoara eintreffen. Die französische Polizei hat in den vergangenen zwei Wochen mehr als fünfzig illegale Roma-Siedlungen aufgelöst, nachdem Staatschef Nicolas Sarkozy nach Ausschreitungen im Juli ein hartes Durchgreifen angekündigt hatte.
Bis Ende des Monats will Frankreich rund 700 Roma ausweisen. Rumänien zeigte sich "beunruhigt" über das Vorgehen. Außenminister Teodor Baconschi warnte vor "populistischen Entgleisungen". In Frankreich leben schätzungsweise rund 15.000 Roma."

Re: Protest gegen Abschiebungen

Abgeschickt von rene am 23.08.2010 17:59
Heute (23.08.), ebenfalls auf yahoo-Text, dieser Artikel zum selben Thema:

"Priester entschuldigt sich für Gebet für Sarkozy-Herzinfarkt

Ein katholischer Priester, der im Streit um die Massenabschiebung von Roma in Frankreich für einen Herzinfarkt von Staatschef Nicolas Sarkozy gebetet hatte, hat sich für sein Verhalten entschuldigt. "Ich bedauere meine Äußerungen", erklärte Pater Arthur. Er wolle nicht Sarkozys Tod, er wolle lediglich, "dass Gott zu seinem Herzen spricht".

Arthur Hervet, der sich in der nordfranzösischen Stadt Lille für die Roma-Minderheit engagiert, hatte sein Gebet für einen Herzinfarkt Sarkozys so begründet: "Ich weiß sonst auch nicht mehr, was ich machen soll." Die französische Regierung führe seit Monaten einen "Krieg" gegen die Roma. Aus Protest hatte der 71-Jährige daher dem ihn verliehenen nationalen Verdienstorden an Innenminister Brice Hortefeux zurückgeschickt. Weder der Elyséepalast noch die katholische Kirche in Frankreich wollten sich zu dem Fall äußern.

Sarkozy hatte im Juli nach Ausschreitungen von Roma gegen die Polizei in der Bretagne gesagt, das Verhalten mancher Angehöriger der Minderheit sei "problematisch". Deshalb werde er wilde Lager auflösen und die Betroffenen nach Rumänien und Bulgarien abschieben lassen. Am Donnerstag nahm Frankreich die erste Gruppenabschiebung seit der Ankündigung Sarkozys vor, 86 Menschen wurden nach französischen Angaben von Lyon und Paris aus nach Rumänien geflogen. Am Freitag schickte Frankreich mehr als hundert weitere Roma zurück in ihre Heimat."

Nun ist das Vorgehen dieses priesters zwar sicher nicht die geeignetste Lösung, gegen die Abschiebung der Roma vorzugehen, aber immerhin die erste bei uns zu lesende Meldung, dass es dagegen überhaupt offenen Widerstand gibt. Dafür gebührt diesem Priester Anerkennung.

Und wenn wir ebenfalls heute auf rf-news lesen, dass auch in Deutschland Roma abgeschoben werden (sollen), dann muss man sich auch fragen, ob ein international abgestimmtes Vorgehen westeuropäischer Industriestaaten gegen eine Volksgruppe praktiziert wird und vor allem, mit welchem Zweck.
Wenn sie damit durchkommen, welche Menschengruppen sind die nächsten?
Auch hier gilt: Wehret den Anfängen!

"23.08.10 - Bremen: keine Abschiebung von Roma nach Kosovo
Rund 500 Menschen haben am Samstag vor der Bremer Ausländerbehörde gegen die geplante Abschiebung von Roma in den Kosovo protestiert. Die Bremer Ausländerbehörde will von den 349 in Bremen lebenden Roma jährlich rund 25 abschieben. Das betrifft auch Familien mit Kindern, die hier geboren wurden. Im Kosovo erwartet die Roma absolutes Elend und auch rassistische Verfolgung."

Re: Protest gegen Abschiebungen

Abgeschickt von Frank Liesche am 25.08.2010 09:56
Wenn es sich um Wirtschaftsflüchtlinge,Kriminelle und andere Asoziale(Gesellschaft Schädigende) Menschen/Menschengruppen handelt,ist gegen eine Rückführung in Ihr Heimatland nichts einzuwenden.Dann noch illegal?Das ist ja mit einer,wenn auch
örtlich begrenzt,wiederrechtlichen Besetzung zu vergleichen.Wieviel Elend ist hierzulande schon entstanden durch "Russenmafia" u.a.Banden,aus dem Ausland.Auch Terroristen wandern hier in Deutschland ein und aus.Das hat alles nichts mehr mit "Multikuli" zu tun.Ich vergaß noch faschistische Elemente,die auch in Rumänien existieren.Die sich ungehindert hier sammeln oder den schon existierenden Gruppen anschließen können und werden.Werden solche Fragen einfach ignoriert?Bei der Beantwortung/Befürwortung der Abschiebeproblematik?Das kann es ja wohl nicht geben!
Mit"ach die armen Ausländer müssen geholfen werden",in Deutschland,ist es nicht so einfach abgetan.Wo es definitiv angebracht ist,ist es auch in Ordnung.Das dürften aber Einzelfälle sein.Nicht gleich ganze Volksgruppen!Jetzt in der Wirtschaftskrise?Wie sollen/können wir noch helfen?Im Gegenteil.Es schürt die Wut unter den unschuldigen verarmten Bürger,der BRD.Die Kriminalität untereinander/gegenseitig steigert sich.
Wenn diese Flüchtlinge dann noch unsere Grundgesetze/Verfassung nicht kennen,nicht anerkennen wollen!Siehe andere eingewanderten Volksgruppen?Auf eine "Mitleidstour"
mit diese Menschen,sollten sie nicht immer hoffen.Das muß den illegalen auch mal erklärt werden.Wir sind kein "Wohltätigkeits Land"!In heutiger Zeit schon gar nicht.
So Arm können die meisten Einwanderer gar nicht sein.Weiß einer was es kostet,auf welch einem Wege auch immer,wie auch immer bezahlt wird.Die "Reisekosten!Ich muß schon rechnen,wenn ich mal ein Bus brauche.Um von einem Ort in den anliegenden komme.Die Wandern gleich von einem Land in das nächste!Wohlgemerkt für die meisten "armen".
Die Einwanderer schädigen zudem ihr Heimatland.Wer soll es Aufbauen/Verbessern?Ihr
Lebensdasein verbessern?Wir BRD-Bürger?Die selber verarmt sind und weiter ärmer werden?
Wenn wir die Regierung abgelöst haben,das Hauptwerkzeug von eine handvoll Monopolkapitalisten,und eine wahre sozialistische Regierung haben,wäre ich der erste der helfen würde.Nur muß ich erst einmal etwas haben um helfen zu können.
Mein Text scheint ziemlich hart zu klingen.Vielen womöglich unbegreifbar.Muß auch nicht jeder begreifen.Es sind aber millionenfache Gedanken/Aussagen/Meinungen von BRD-Bürgern.Das hat insgesamt nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun.Bin selbst Internationalist.Ich sehe diese Problematik nur Realistisch.Beführworten/Helfen ja.Aber nur wenn ich dazu in der Lage bin.Alles andere ist im Moment "Phantasie".
Nicht nur das Frankreich jetzt so handeln will.Auch die BRD-Regierung sollte sich dieses Problem mal ernsthaft annehmen.Mit menschlicher Nachhaltigkeit.So das die Meinung,Deutschland sei ein Sammelbecken/Auffangland für jegliche "Schmarotzer",nicht nur aus Europa,aus der Welt geschaffen wird.An die innerdeutsche Sicherheit scheint auch keiner zu denken.Wehret den Anfängen. Ja.Ist so richtig.Aber mit Sorgfalt und bedacht.Ohne ein ganzes Volk zu schädigen,wegen Ausnahmen!Wirtschaftlich wie politisch.
Mit sozialistischen Gruß

Re: Protest gegen Abschiebungen

Abgeschickt von rene am 25.08.2010 20:08
sorry, habe den Artikel in rf-news vom 21.08. über Proteste gegen Sarkozys Abschiebungen von Roma erst heute gesehen, also neulich wohl übersehen. Demnach ist der Bericht über den französischen Priester doch nicht der einzige zu dem Thema

Dennoch bleibt die Frage: Gibt es Verbindungen zwischen den gegen die Roma gerichteten Abschiebungen in Frankreich und denen in Deutschland und wenn ja, welche und auf welcher Ebene?

Re: Protest gegen Abschiebungen

Abgeschickt von rene am 04.09.2010 20:57
heute (4.9.) auf rf-news zu lesen der nächste Fall von Abschiebung von Roma, diesmal aus Bochum.
Laut dem Artikel unter brutaler Vorgehensweise der Polizei:

"...Nach Zeugenaussagen fuhren gegen sechs Uhr morgens drei Polizeiautos in der Krachtstraße vor. Bewaffnete Polizisten samt Hunden verschafften sich Zutritt zur Wohnung der Familie und verbrachten diese zum Flughafen nach Düsseldorf. Die Abschiebung erfolgte ohne vorherige Ankündigung. ..."

So werden nicht einmal Schwerverbrecher behandelt wie diese Menschen.
Wie lange wird dazu noch geschwiegen, wie lange zugeschaut, wie lange das Vorgehen des Staates (egal ob nun Deutschland oder Frankreich oder sonstwer) gerechtfertigt ???

Die von mir weiter oben gestellte Frageist für mich nach diesem erneuten Fall beantwortet. Ja, das ist ein koordiniertes Vorgehen verschiedener Staaten gegen eine Volksgruppe!

Re: Protest gegen Abschiebungen

Abgeschickt von Stefan am 05.09.2010 10:13
Richtig, Frank !!!

= dein Beitrag, unfassbar !!!

du willst Internationalist sein??? ist ja nicht das erste Mal, dass du solchen Nonsens von dir gibst. Es gab schon `mal einen Tipp, dich mit dieser Frage an deine MLPD-Genossen zu wenden und dies mit ihnen zu diskutieren, und ist was draus geworden? oder interessiert dich das nicht?

Stefan H.

Re: Protest gegen Abschiebungen

Abgeschickt von rene am 07.09.2010 18:47
... auch Dänemark schiebt Roma ab. Und auch in Italien sind Roma rassistischen Angriffen augesetzt (siehe untenstehender Link)
Wer da jetzt noch der Meinung ist, hier gäbe es KEIN international koordiniertes Vorgehen verschiedener Staaten, sollte sich überlegen, ob er Realist ist oder nicht.
In dem auf folgendem Link zu findenden Artikel finden sich auch wichtige, vielen wahrscheinlich unbekannte Informationen über die Volksgruppe der Roma:
http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/zero-tolerance-fuer-roma/

„Anders als der Antisemitismus wurde der Antiziganismus jedoch nie grundsätzlich in Frage gestellt, geschweige denn in irgendeiner Form bekämpft. (…) Der Holocaust an den europäischen Roma stellt nach wie vor nur eine Fußnote in der Geschichtsschreibung dar.” schreibt der Präsident des European Roma and Travellers Forum Rudko Kawczynski in „Antiziganistische Zustände” (entnommen aus dem verlinkten Text)
Und er hat leider recht.
Das Vorgehen der Faschisten gegen Roma scheint heute weitgehend vergessen zu sein. Bis in linke Kreise und Organisationen hinein, anders ist das weitgehende Schweigen, das auch als Desinteresse bezeichnet werden könnte, (abgesehen von ein paar kurzen rf-news-Artikeln ohne grundsätzliche Bewertung des Ganzen) auch unter Linken in diesem Staat kaum erklärbar.

Vielleicht an dieser Stelle mal noch der Satz hier:
"Mit geschätzten zehn bis zwölf Millionen Menschen stellen Roma die größte (...) Minderheit in Europa dar." (Zitat aus dem verlinkten Artikel)

Re: Protest gegen Abschiebungen

Abgeschickt von rene am 16.09.2010 23:34
Hier der nächste Artikel zum Thema, wieder von yahoo-nachrichten. Ich tu mal den link hier rein und den Wortlaut des Artikels dazu.
Eine Information, die (angeblich) nicht stimmt. Aber wer weiß, irgendwas Wahres wird schon dran sein :(


http://de.news.yahoo.com/2/20100916/tts-verwirrung-um-sarkozy-aussagen-ueber-c1b2fc3.html

„Verwirrung um Sarkozy-Aussagen über deutsche Roma-Lager

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat mit Äußerungen, wonach auch Deutschland in den nächsten Wochen Roma-Lager räumen lassen will, für Verwirrung gesorgt. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte am Abend in Berlin, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich nicht zu Roma-Lagern in Deutschland oder gar zu deren Räumung geäußert. Auch EU-Diplomaten wiesen Sarkozys Darstellung zurück. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos Paris und Brüssel streiten bei EU-Gipfel über Roma Bild vergrößern Sarkozy hatte seine Äußerungen beim EU-Gipfel in Brüssel gemacht: "Frau Merkel hat mir ihre Absicht signalisiert, in den nächsten Wochen (Roma-)Lager räumen zu lassen. Dann werden wir sehen, welche Ruhe im politischen Leben in Deutschland herrschen wird." Merkel habe ihm zudem ihre "totale und vollständige Unterstützung" bei der Frage der Roma-Abschiebungen signalisiert. Zuvor hatte sich Sarkozy jede Kritik der EU-Kommission an den Gruppenabschiebungen von Roma und der Auflösung dutzender Roma-Lager in Frankreich verbeten.

Seibert wies Sarkozys Darstellung umgehend zurück: Merkel habe "weder im Europäischen Rat noch bei Gesprächen mit dem französischen Staatspräsidenten Sarkozy am Rande des Rates über vermeintliche Roma-Lager in Deutschland, geschweige denn deren Räumung gesprochen". Er sagte aber, die Bundesregierung unterstütze Frankreich "bezüglich der Kritik an Form und Ton der Stellungnahme von EU-Kommissarin Reding".

Der Streit entzündete sich an Äußerungen von EU-Justizkommissarin Viviane Reding, welche das Vorgehen mit der Nazi-Zeit verglichen hatte. Merkel hatte die Position der Kommission am Mittwochabend zwar in der Sache verteidigt. Zugleich kritisierte sie jedoch die Wortwahl Redings als unpassend.

EU-Diplomaten wiesen ebenfalls Sarkozys Aussage zurück, es stehe die Räumung von Roma-Lagern auch in Deutschland bevor. Aus Deutschland werden ebenfalls Roma zurück in ihre Heimat geschickt, vor allem aber in das Kosovo, mit dem im April ein Abkommen unterzeichnet wurde. Darin werden Abschiebungen geregelt, so dass der Weg für die so genannte "Rückführung" von rund 12.000 Angehörigen der Minderheiten der Roma, Ashkali und Kosovo-Ägypter frei ist, die keinen gültigen Aufenthaltstitel haben.

Aus Frankreich werden Roma vor allem in deren Heimatländer Rumänien und Bulgarien geschickt, die EU-Mitglieder sind. Die Kommission sieht darin einen möglichen Verstoß gegen das EU-Recht auf Niederlassungsfreiheit und droht Paris deshalb mit einem Verfahren.“
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