Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

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Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von heinz ehemaliges Parteimitglied am 14.01.2010 10:48
Menschen bleiben auf der Strecke,nur weil DIE Partei im Vordergrund steht.Privatleben und Emotionen haben keinen Freiraum in der MLPD.Nur Partei,die Partei !!!

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Hermann Rupp am 15.01.2010 15:30
Ich habe die MLPD so nicht erlebt und ich bin seit 1974 Mitglied! Wenn das deine Erfahrungen sind, ist in deiner Umgebung einiges entschieden falsch gelaufen und müßte untersucht werden. Trotz der Verbitterung, die aus deinen Worten spricht, kann man diese pauschale Verurteilung nicht so stehen lassen. Solch einen Arbeitsstil bzw. Umgangsformen hätte sich von den Genossen die ich kenne - und das sind einige - niemand gefallen lassen.
Und: in der MLPD bestimmen die Mitglieder!

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von fritz am 15.01.2010 16:34
Klingt nach knallharter Unternehmermoral

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von sven am 16.01.2010 20:29
Haben Sie sich Intensiv mit dem Programm der MLPD befasst?Wie lange waren Sie denn Mitglied?Reichte die Zeit,für eine solche Kritk, schon aus?Hängt es vieleicht an Ihrer
Denkweise und oder Ihr Alter,an solch einer oberflächlichen Verurteilung?An beides kann, muss es aber nicht liegen.Solch eine "Wutaussage",hat doch einen Grund/Ursache.
Auch hier in Sa.-Anhalt bestimmt das Parteimitglied.
Mit freundlichen Grüssen

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Srefan am 16.01.2010 23:04
Kenn mich intern über die MLPD Null komma Null aus.

Aber immerhin hat sie ein Forum und läßt sich auch kritsieren, obwohl das von heinz nicht unbedingt genau ausgeführt ist.

Wieviele linke deutschsprachige Parteien haben denn ein Forum, bei der KPÖ wurde auf BuVO-Beschluß das Forum auf der KPÖ- Seite schon vor vielen Jahren abgeschafft.

Ganz zu schweigen von den braven "superdemokratischen" trotzkistischen Gruppen, ich kenn zuminderst von denen kein Forum.

LG

Stefan K

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von barney am 17.01.2010 17:41
Ich war noch nie Mitglied einer Partei, und werds wohl auch nicht werden...
(allerdings hege ich Sympathien für die MLPD & hab diese auch schon gewählt *g*)

Um auf den Vorwurf von Heinz einzugehen:
Niemand kann dich zu etwas zwingen. Wenn dir Privatleben und Emotionen wichtig sind, dann solltest du das auch "leben".

Oder mach ich es mir bezüglich dieser Problematik zu leicht, da ich mich selbst als "Freigeist" verstehe - der sich ungern "verbiegen" läßt?!

P.S. Wie schon erwähnt: als PG bist du die Partei!

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Stefan am 17.01.2010 22:33
Es ist schon lange, sehr lange her... deshalb kann ich mir kein AKTUELLES Urteil erlauben!

Nur so viel: ich würde nicht so weit wie Heinz gehen, aber ich hatte schon erhebliche Widersprüche zum Anspruchsdenken. Nicht jedes Parteimitglied kann ein Berufsrevolutionär sein, auf Verpflichtungen gegenüber des Partners, der Kinder, Freunden/Bekannten außerhalb der Partei, Terminen in z.B. Sportverein (man soll ja schließlich mit den Massen verschmelzen und das geht nur wenn man zuverlässig ist) usw. muss Rücksicht genommen werden. Zig-Kilometer weite Fahrten zu Sitzungs- und Besprechungsterminen sind auch nicht für jeden, gerade wenn man berufstätig ist, eine Selbstverständlichkeit...

Emotionen haben (hatten) keinen Freiraum, dies halte ich jedoch für totalen Blödsinn, damals, wie gesagt sehr lange her, ging es oft sachlich aber auch oft sehr emotional her und da dies kameradschaftlich war, war dies auch kein Problem!

Gruß
Stefan H.

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Uwe am 01.02.2010 13:48
Hallo Heinz, 01.02.2010
auch die MLPD besteht aus Menschen und Menschen sind keine Götter, die es bekanntlich auch gibt. Also werden auch die Mitglieder der MLPD von Gedanken, Gefühlen usw. die es in der umgebenden kapitalisitsichen Gesellschaft gbit, ständig beeinflusst. Das wird von Seiten der MLPD als das Problem der Denkweise bezeichnet. Dies wurde zum ersten Mal in systematischer Form im RW 26 von vielen verschiedenen Seiten beleuchtet.
Eine konkrete Weiteentwicklung gab es dann im RW 28, wo es um die Frage der proletarischen Streitkultur und insbesondere die unterschiedliche Behandlung von Widersprüchen geht. Das
es 'den Menschen' so nicht gibt und auf Gefühle keine Rücksicht genommen wird, kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Im Gegenteil, in der überwiegenden Zahl jeder Aus- einandersetzung wurden diese auf gleicher Augenhöhe gemacht. Eine verletzende Art als System konnte ich vielmehr schon in frühen Jahren in der kleinbürgerlichen Linken fest- stellen, wo die Genossen mit einfachen Funktionenm mit einer überheblichen Arroganz behandelt wurden. Du sprichst da sehr verbittert und formulierst es als eine Ablehnung überhaupt. Das bedauere ich sehr. Trotzdem finde ich eine solche Verbitterung entschieden falsch, weil sie auch dir selbst nicht weiter hilft.
Die Probleme in der Gesellschaft, wie sie heute existiert, können viele Menschen alleine nicht lösen. Der Kapitalismus bietet ihnen dann massenhaft Scheinlösungen an, die allesamt in die individuelle Sackgasse führen. Das hat System und ist auch so gewollt, um einen ge-
meinsamen Widerstand und Kampf für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung zu verhindern. Um welche Positionen deinerseits es sich handelt, kann ich nicht sagen. Ich finde für einen gemeinsamen Kampf ein solidarisches Umgehen untereinander sehr wichtig und habe auch überwiegend die Erfahrung gemacht, dass dies in der MLPD so gehandhabt wird.
Dies hängt auch eng mit der Frage der Kultur zusammen, weil die bürgerliche Massenkultur am meisten mit den Fragen der Gefühle arbeitet und über diesen Weg bestimmte Niederla- genstimmung, Desorientierung und Pessimismus verbreitet. Man soll dabei möglichst nur an sich selbst denken, sich um seine eigenen Probleme kümmern und vergessen, dass man die nur gemeinsam mit anderen Menschen lösen kann.
Wer sich dann ins Fäustchen lacht, sind dann natürlich die bürgerlichen Politiker und ihre Auftraggeber, die Kapitalisten. Also, dass du diese Frage ansprichst, finde ich sehr wichtig. Es geht uns schließlich darum, eine Gesellschaft zu erreichen, in der es weder Ausbeutung noch Unterdrückung gibt und wo auch die Individualität des Einzelnen geachtet wird, um die Kultur höher zu entwickeln. Dies steht aber im engen Zusammenhang mit der Förderung des gemeinsamen, solidarischen Handelns. In diesem Sinne

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Uwe am 01.02.2010 14:03
Lieber Stefan H.,
Ich finde es einigermaßen oberflächlich, wie z.T. mit der Frage der Gefühle umgegangen wird.
Es gibt eben sowohl proletarische Gefühle, nicht nur Gedanken, wie auch kleinbürgerliche,
durch die umgebende bürgerliche Massenklutur ist es nicht so leicht, dies immer zu durch- schauen.Der Kern der kleinbürgerlichen Gefühle, die zum großen Teil ständig über die bür- gerliche Massenkultur reproduziert werden, ist es ja gerade, einem vom gmeinsamen, solida- rischen Handeln abzuhalten. Dies Prinzip der Soliadarität beruht auch auf Klassengefühlen, die sich auf die Ablehnung des Klassengegners und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Ausge-beuteten und Unterdrückten beziehen. Die Ausbeuter und ihre verschiedenen Agenturen wie bürgerliche Parteien und die Massenmedien und die Massenkultur betreiben heute einen immensen Aufwand, um auf das Denkne, Fühlen und Handeln der Massen Einfluss zu nehmen. Al- lerdings gelingt es ihnnen immer weniger und unter einem erheblichen Teil der Bevölkerung herrscht schon eine gefühlsmäßige Ablehnung der Regierungspolitik vor, wenn dies auch noch nicht von sich aus in selbständige Aktion übergeht. Das ist auch so gar nicht möglich.
Was du anführst als wichtig, sich mit den Massen zu verbinden, was ich keineswegs in Anfüh- rungszeichen setzen möchte, ist doch dies, dass auch gar nicht jeder Funktionär sein muss.
In der MLPD haben die Mitglieder das Sagen. Es geht dort nicht zu wie bei den Revisionisten, die mit Plattitüden wie "die Partei hat immer Recht", (gab's als Lied) lästigen Kritikern in den eigenen Reihen den Mund stopfen wollten.
Also, ich mache die Erfahrung, dass die MLPD auch auf die revolutionäre Kultur und Tradition der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung durchaus Wert legt und diese handhabt.
Dies könnte durchaus mehr sein. Aber man kann nicht davon sprechen, dass die Gefühle hier keine Rolle spielen.
herzliche Grüße

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von stefan am 03.02.2010 18:44
Ist immer die Frage, was eine Partei von Mitgliedern erwartet und umgekehrt.

Zum Beispiel:

Die SPÖ ( bei der christlich-konservativen ÖVP war die Mitgliederzahl ähnlich) hatte in den 70 Jahren über 700 000 Mitlieder ( in Österreich gab es damals etwas über 7 Millionen Einwohner). War das Proporzsystem, ( für Jobs, für Gemeindewohnungen, usw) in der Form gab es sowas in der BRD nie.

Ich nehme an die MLPD erwartet von ihren Mitgliedern aktive Mitarbeit.

Ist ja keine BP ( Bayernpartei) , dort wird man fleißiger Aktivist sein, wenn man 3-mal in der Woche am Stammtisch sitzt, viel Bier trinkt und auf die "Preißen" schimpft.

Gruß

Stefan K

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Hermann Rupp am 04.02.2010 02:27
Eines ist sicher: "Karteileichen" gibt es in der MLPD nicht! Jedes Mitglied ist gefordert, an der Weiterentwicklung der politischen Linie mitzuarbeiten. Statt Kadavergehorsam wird Eigeninitiative erwartet. Funktonäre werden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützt, müssen sich aber auch der Kritik der Genossen stellen die sie gewählt haben. Es ist für viele nicht leicht, sich offen zu Fehlern zu bekennen und selbstkritisch mit daran zu arbeiten, dass Fehler aufgedeckt werden bzw. möglichst vermieden werden. Es geht aber nicht um Selbstzerfleischung und "mea culpa"- "mea maxima culpa", sondern um die Verbesserung der Praxis des Einzelnen und der gesamten Partei. Bei aller geforderten Offenheit und auch, falls erforderlich einer gewissen Härte, darf Kritik nicht persönlich werden. Einheit-Kritik-Selbstkritik-Einheit ist das Entwicklungsprinzip der Partei und die Genossen sind keine unmündigen Kinder die man herunterputzen kann. Zu einem, wie wir sagen, proletarischen Arbeitsstil gehört die Einsicht, dass Theorie und Praxis als Einheit gesehen werden müssen, wobei die Theorie der Verbesserung der Praxis dient; also ist Dogmatismus verpönt. Das kann und muß jedes Mitglied anhand eigener Erfahrungen und durch die kameradschaftliche Hilfe seiner Genossen lernen. Es ist aber auch eine ständige Aufgabe und liegt in der Verantwortung aller, dass das einzelne Mitglied nicht überfordert bzw. herzlos behandelt wird, sondern unter Berücksichtigung seiner gesundheitlichen und familiären Möglichkeiten aktiv mitarbeitet. Nach Möglichkeit werden die besonderen Talente und Fähigkeiten die jeder Mensch besitzt, von der Partei gefördert. Dazu gehört Ausbildung und die Bereitschaft, an entsprechenden Maßnahmen teilzunehmen. Wer von uns wußte denn, bevor er die MLPD kennen lernte weshalb es wichtig ist, die "Dialektische Methode" beherrschen zu lernen und die Welt mit einer "proletarischen Denkweise" im Kampf gegen die allgegenwärtige kleinbürgerliche Denkweise zu betrachten? Was "demokratischer Zentralismus" ist und vieles mehr? Ja, dein Leben verändert sich -DU mußt dich verändern und das ist ein nie endender Prozess. Du lernst aber auch die Wertschätzung und Anerkennung deiner Genossen kennen. Du lernst, dass du als Mensch willkommen bist und ernst genommen wirst. Deine Meinung und deine Erfahrungen sind genauso viel wert wie die aller anderen. Mit diesem Bewußtsein ist es möglich, Widersprüche, Meinungsverschiedenheiten als etwas normales und unter Genossen lösbares zu akzeptieren.

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von karl am 04.02.2010 20:09


An Hermann Rupp ,und den Moderator


eigentlich wollte ich hier nicht mehr schreiben.
Ich finde aber persönlich keine innere Ruhe mit der Auseinandersetzung der MLPD,
und der Suche nach einer echten deutschen kommun.Partei.
Ich denke nur,es wird höchste Zeit,das sich die zersplitterten kommun.Parteien
endlich zusammenraufen und eine Einheit bilden.(EINHEITSFRONT)Wenn das nicht gelingt,werden wir Kommunisten,Sozialisten ja und echte Sozialdemokraten und Demokraten den Kampf verlieren!
Vielleicht ein Fehler von mir.(?)
Warum ich auch schreibe?Mir geht es um Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit eines jeden Kommun.
Egal,ob MLPD, DKP,KPD u. DIE Linke!
Aber wie kann ich an die Ehrlichkeit,Aufrichtigkeit der MLPD und ihrer Mitglieder(Genossen)glauben.....wenn ich folgendes lese.(Antwort an Heinz)-von Hermann Rupp-
".....ich habe die MLPD so noch nicht erlebt und bin seit 1974 Mitglied!"
Nun, Hermann wie denn....seit 1974 Mitglied,wenn die Partei sich doch erst 1982 gegründet hat.....
nachzulesen in.." wir(MLPD) über uns ...in über 450 Städte Deutschlands vertreten.
Sie,die (MLPD)gründete sich 1982"
Da ist doch wohl etwas falsch gelaufen,oder?Ich kann mich nicht erinnern,das es 1974 in der BRD schon eine MLPD gegeben hat.Das wäre auch in der ehemal. DDR bekannt gewesen,zumindest in der Partei(SED).Dann hätten wir gewiss (vielleicht) auch diese Partei polit./finanz.unterstützt.Wie die KPD.Nun aber noch etwas anderes.
Als MLPD wie ihr Euch bezeichnet vermisse ich seit geraumer Zeit etwas ganz WICHTIGES
hoch AKTUELLES.Der 13.Februar rückt näher!Wo sind Eure Aufrufe zu Aktionen /Beteiligung,Proteste ,Handlung gegen den NAZIAUFMARSCH in DRESDEN ? !Ich vermisse EURE Proteste gegen die Hausdurchsuchungen in Dresden u.Berlin,gegen das Verbot
der GEGENDEMO durch die Dresdener JUSTIZ,Sperrung der Internetseite,Vernichtung der Plakate u.v.mehr.
Wo seid IHR KOMMUNISTEN der MLPD. Wer fährt nach Dresden von EUCH.Keine Meldung,keine Notiz bisher.(Warum handelt ihr nicht im Sinne von Liebknecht, Thälmann ,Lenin(Stalin ?)?
Auch nicht auf eure Internetseite.Ich frage mich warum schweigt IHR?Habt ihr Angst,weil EUCH das LKA u.das BKA ,BND beobachtet?Lacht.....ich werde als Angeh.des öfftl.Dienstes jeden Tag belauscht.(Telefon,PC,Arbeit) ..sitze mit dem Arsch drauf....
Das ist keine Anschuldigung,nein(!) nur eine ganz offene u.ehrliche Frage.Die Frage eines Kommunisten,der Deutschland mit RIESENSCHRITTEN auf die WEIMAER-REPUBLIK marschieren sieht.!!!!Lasst uns endlich gemeinsam handeln (!),Schluß mit den gegenseitigen Vorwürfen,WUNDENLECKEN !Lasst uns endlich gemeinsam handeln im Interesse unserer Kinder,Enkel,im Intresse der folgenden Generationen,für ein schönes in Einheit und friedliches DEUTSCHLAND.Vorwärts zur EINHEITSFRONT!
...O du höfliche deutsche Revolution;
Du verkanntest damals den Sinn der Laternen!" .....

(Erich Weinert,aber der war ja im bundesdeutschen Unterricht nicht gefragt)....

Mit freundlichen Gruß für die einen u.kommun.Gruß für die anderen

Karl

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Moderatorenteam am 04.02.2010 23:12

Lieber Karl Vinzelberg,

zunächst um ein Missverständnis aufzuklären: die MLPD wurde 1982 gegründet. Es gab aber Vorläuferorganisationen wie den Kommunistischen Arbeiterbund Deutschlands (KABD) seit 1972, mit gegründet übrigens - genauso wie die MLPD - von einem aus der KPD ausgeschlossenen Funktionär, dem Solinger Willi Dickhut (ausführlich nachzulesen in dem dreibändigen Buch "Geschichte der MLPD", das beim Verlag Neuer Weg bestellt werden kann). Dass davon in der DDR bzw. der SED wenig bis nichts bekannt wurde, liegt vor allem daran, dass solche Informationen gegenüber der Masse der Bevölkerung unterdrückt wurden, weil der DDR-Führung nicht daran gelegen war, dass eine offene Auseinandersetzung mit den westdeutschen Marxisten-Leninisten statt fand.

Die MLPD unterstützt durchaus aktiv die Mobilisierung zur antifaschistischen Demonstration am 12. Februar in Dresden und auch den Protest gegen die Kriminalisierung dieser Aktivitäten. Kann es sein, dass Du nur auf unserer Website www.mlpd.de danach gesucht hast? Dort sind tatsächlich keine Aufrufe und Artikel dazu bisher veröffentlicht. Auf unserer Internet-Ausgabe der "Roten Fahne" unter www.rf-news.de haben wir in den letzten Wochen laufend dazu etwas gebracht. Gib dort das Suchwort Dresden ein und Du wirst fündig werden.

Dein Wunsch nach einer Vereinigung der Linken ist verständlich. Die MLPD hat dazu aber einen klaren Standpunkt - getreu Lenins Motto, dass eine prinzipienlose Vereinigung nur im Opportunismus endet. Wo würde wohl eine Vereinigung mit der Linkspartei enden, deren Führung bisher jeder grundsätzliche Aufarbeitung der Geschichte der DDR verweigert und sich mehr und mehr daran orientiert, in Regierungen zumindest auf Landesebene zu gelangen? Etwas anderes ist natürlich die Zusammenarbeit auf der Grundlage des Kampfes, der konkreten Aktionseinheit, sei es im Friedenskampf, im antifaschistischen Kampf, bei den Montagsdemos gegen Hartz IV usw. Dort arbeiten MLPD-Genossen in vielen Orten mit Mitgliedern der Linkspartei oder anderen linken Organisationen gleichberechtigt zusammen. Das muss auch unbedingt ausgebaut werden. Die gemeinsamen Erfahrungen im Kampf werden dazu beitragen, die prinzipiellen Differenzen auszutragen.

Herzliche Grüße

Das Moderatorenteam

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von barney am 04.02.2010 23:14

Ich möchte mich hier eigentlich nicht weiter einmischen....aber:

Der Karl hat einen Punkt aufgegriffen, der mir auch aufgefallen ist - das Thema: "Naziaufmarsch in Dresden".
Fast schon "inflationär" wird überall darauf hingewiesen - nur hier nicht?!

Allerdings glaube ich kaum, daß sich die MLPD vor einer drohende "Beobachtung" durch diverse bundesrepublikanische Organe fürchtet - sie wird wohl schon lange damit leben! ;)


P.S. Das Thema "Einheit aller Kommunisten, Sozialisten, usw." kann man wirklich abhaken - ich glaube da nicht dran.

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von stefan am 05.02.2010 01:50
Eine peinliche Parole von der MLPD war " Neue Politiker braucht das Land" nicht nur das das völlig inhaltsleer ist, die MLPD war noch stolz drauf, sonst wäre das nicht monatelang ihre Parole gewesen.

Das hat Jörg Haider 1986 überall plaktiert , wie er seinen Vorgänger als FPÖ -Chef und Vizekanzler Steger gestürzt hat, damals gab es eine SPÖ/FPÖ Regierung. Es gab sofort Neuwahlen.

Ina Deter brachte 1982: "Neue Männer braucht das Land"


http://www.youtube.com/watch?v=puVQMH7Aago

Hat die Parole die MLPD von der FPÖ gestohlen oder die FPÖ fast von Ina Deter.



Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Hermann Rupp am 05.02.2010 15:57
Lieber Karl,

für einen Menschen der eine derart dezidierte (überwiegend negative) Meinung zur MLPD vetritt bist du, was die Geschichte unserer Partei betrifft, erstaunlich ahnungslos!
Die MLPD ist 1982 nicht "aus dem Stand heraus" gegründet worden, sondern dem ging eine Periode als "Bund", (noch nicht als Partei) dem 1972 gegründeten KABD voraus. Für uns bedeuteten diese 10 Jahre "Vorlauf", dass die politischen und organisatorischen Voraussetzungen für die Gründung der revolutionären Arbeiterpartei erst geschaffen werden mußten. Diese 10 Jahre waren sozusagen unsere "Lehrzeit".

"... Bereits die Gründung des KABD im August 1972 war das Ergebnis der Vereinigung zweier marxistisch-leninistischer Organisationen auf prinzipieller Grundlage, was in der Geschichte der "marxistisch-leninistischen Bewegung" Westdeutschlands einmalig blieb. Diese Gründung des KABD bedeutete einen Schritt aus dem Zirkelzustand in den marxistisch-leninistischen Organisationszustand. Es war erst der Anfang eines zähen, durch Rückschläge unterbrochenen Kampfes zur Schaffung der wesentlichen ideologischen, politischen und organisatorischen Voraussetzungen zur Gründung der MLPD. ..."
(Zitat aus: "Geschichte der MLPD", II. Teil, 1. Halbband. Parteiaufbau vom KABD zur MLPD, Vorwort)

Es wäre nützlich, in Zukunft die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit der MLPD-Genossen nicht mehr in Zweifel zu ziehen!!! (Das hat bisher von uns auch keiner mit dir gemacht!)

Mit revolutionärem Gruß

Hermann

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Stefan am 05.02.2010 21:56
@ Stefan (ohne H.)

was ist das denn für ein Beitrag???

ich bin parteilos, dürfte mich also nicht direkt angegriffen fühlen, aber so einen inhaltsleeren Kommentar habe ich hier noch nicht gefunden!

hast du dich auch mit den Argumenten und den Inhalten zu "Neue Politiker braucht das Land" auseinandergesetzt? Wohl kaum, sonst würdest du die Punkte ja kennen, wurden übrigens mehrfach unter anderem in der "Roten Fahne" veröffentlicht (durchschnittlicher Arbeiterlohn, Rechenschaftspflicht, abwählbar usw. usw.) gibt`s übrigens auch ein gutes Lied von "Nümmes" (wer ist das denn?) hierzu. ein bischen Werbung muss auch mal sein :)

Peinlich ist nur deine mehr als oberflächliche Kritik und auf den Vergleich zu Haider oder Ina Deter gehe besser nicht ein, sonst wirft mir jemand wie Holger wieder fehlendes "Fingerspitzengefühl" (oder so ähnlich) vor...

Stefan H.

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Stefan am 05.02.2010 22:23
@ barney

wie und wo informierst du dich über eine Partei? doch, wie es bei einer kommunistischen Partei üblich sein sollte, in erster Linie durch Veröffentlichungen in ihrem Zentralorgan also z.B. bei der MLPD durch Artikel in der "Roten Fahne" (oder auch unter RF-news). Wenn ich mich dann weiter/tiefer über deren Arbeit informieren will, dann muss ich mir natürlich die Praxis anschauen: wo und wie ist die Mitarbeit in Bündnissen, Aktionseinheiten....

und wenn ich das getan habe, dann kann ich mir vielleicht als "Außenstehender" ein Urteil erlauben und dann kommst du auch, da bin ich mir sehr sicher, zu einem ganz anderen Ergebnis!?

Viele Grüße

Stefan H.


Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Silvio Kreis am 06.02.2010 08:33
@Stefan was ist an der Parole "Neue Politiker braucht das Land" peinlich?

Ich finde es eben nicht peinlich, es soll nicht mehr oder weniger bedeuten,
das das einfache Volk (Arbeiter und Arbeitslose) ihre geschicke selber in die Hand nehmen sollten und kann, Es sind dann solche Politiker die sich nicht kaufen und bestechen lassen von den finanz-und Wirtschaftbossen die das Ruder in der Hand haben. Es müssen auch dann solche Politiker sein die die Interessen des einfachen Volkes vertreten, aber auch von ihren Wählern kontrolliert werden und rechenschaft ablegen müssen. Das Stefan wären die Neuen Politiker die das Land braucht

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von jan am 06.02.2010 22:22
Herlich. Entweder ist der Forumbaum falsch, ansonsten bestätigen aber auch alle Antworten die Auffassungn des Eröffners Heinz.
Ein selbstherrliches darstellen von eigenen theoretischen Ideen, welche nichts mit dem Sachverhalt zu tun haben. Am Ende wird auf Heinz gar nicht mher eingegangen.
Daraus folgt ---- Der Heinz hat mit seiner Auffassung recht, Diese Auffassung wurde von den Folgenden Schreibern immer mehr bestätigt und somit unter realen Bedingungen bewiesen. Kein Einziger hat am Ende überhaupt auch einen Gedanken am Heinz verschwendet.
Was zu beweisen war.

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von rene am 06.02.2010 22:31
als ein ebenfalls "ehemaliges Parteimitglied" möchte ich mich nun doch mal hier zu Wort melden.

Zunächst das aktuellste Thema: Dresden am 13. Februar. Dass die MLPD dazu nicht ganz klar Stellung beziehen würde, ist Unsinn. Damit meine ich nicht nur die Artikel in den rf-news sondern z.B. auch die Sonderausgabe der regionalen MLPD-Zeitung "Stimme für Elbe-Saale", wo auch ganz klar und unmissverständlich zu Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden aufgerufen wird.

Was nun die konkreten Erfahrungen mit bzw. in der MLPD angeht: natürlich hat jede/r seine eignen Erfahrungen gemacht und jede/r Ausgetretene hat auch ganz konkrete Gründe dafür. Die in meinem persönlichen Fall dagewesenen Gründe für meinen Austritt hier darzulegen, hat keinen Sinn und ich mach das auch nicht.
Allerdings möchte ich betonen, dass es fehlende Emotionen nicht gab. Sicher, das Privatleben war nicht mehr so ausgeprägt, wie bei parteilosen Leuten, nämlich, wenn man Privatleben damit gleichsetzt, für sich selber Zeit ohne Ende zu haben. Aber das hängt damit zusammen, dass eben in der MLPD tatsächlich jede/r praktisch mit anpacken muss.
In meiner Zeit in dieser Partei hatten sich auch einige wichtige und schöne persönliche Kontakte zu verschiedenen Menschen in dieser Partei gebildet; dass ein paar davon auch jetzt, ungefähr 5,5 Jahre nach meinem Austritt bestehen, ist mir und, wie ich zu wissen glaube, auch den betreffenden sehr wichtig.
Meine Erfahrungen in meiner einige Jahre währenden Zeit in der MLPD sind: politische Klarheit bei den Zielen der Partei, Kameradschaftlichkeit, gute Zusammenarbeit, weitestgehende gegenseitige Akzeptanz.
Bis heute besteht eine gute Zusammenarbeit, in einigen konkreten politischen Aufgaben und Aktivitäten. Dass ich ausgetreten war wurde zwar natürlich von den Mitgliedern bedauert und es wurde versucht, mich zurückzugewinnen, mittlerweile scheinen das aber zumindest die meisten akzeptiert zu haben, dass ich nicht erneut eintreten werde. Weil alle wissen, dass meine Unterstützung da ist, wenn es um konkretes Praktisches geht. Weil ich - denke ich - klar verdeutlicht habe, dass sie und ich nach wie vor "an einer Front" zusammen kämpfen, nur eben an verschiedenen Abschnitten derselben.
Und ganz wichtig für das bestehende gute Verhältnis zwischen uns:
Es gab von Anfang an keinerlei unfaires Handeln von mir ihnen gegenüber oder andersherum. Soll heißen, irgendwelche Behauptungen über dioe MLPD, wie schlimm usw sie doch wäre, wie es ihre Gegner oftmals gerne hören, gab es genauso wenig wie falsche Darstellungen über meine persönliche Zeit und meine persönlichen Erfahrungen in dieser Partei.

Und dieses faire Verhalten auch nach einem Austritt erwarte und fordere ich von jedem, der die Partei aus welchen Gründen auch immer verlässt.
Meine Kritikpunkte, die zu meinem Austritt führten, habe ich auch nach diesem Schritt streng intern gehandhabt, weil das ausserhalb derselben keinen etwas angeht und weil es nicht die grundsätzlichen Ziele der MLPD berührte.

Ebenso kritisiere ich den Haupttitel dieses Blogs ganz entschieden. Dass die Partei nur an sich selbst denkt, hält den praktischen Erfahrungen einfach nicht stand.

Übrigens, wenn ein Mitglied der MLPD auch die Zeit im KABD, der Vorläuferorganisation der MLPD, in die Dauer seiner Mitgliedschaft in seiner Partei mit einrechnet, ist das ja wohl völlig normal.

Rene G.
Dresden

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Hermann Rupp am 07.02.2010 16:42
@Jan

deinen Kommentar kann ich nur als ignorant und gehässig bezeichnen! Hier ist nichts anderes getan worden, als auf die pauschale Kritik von Heinz zu antworten.
Selbstherrlich sind Leute wie du, die mit einem vorgefassten Bild der MLPD durch die Gegend laufen und differenziertere Meinungen als die von Heinz vertretene nicht akzeptieren, weil sie nicht in dein verquastes Bild von der MLPD hineinpassen.
Dein herablassender Ton zeigt im übrigen nur, dass du nichts Besseres zu bieten hast!

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von jan am 08.02.2010 23:27
@Hermann Rupp

deinen Kommentar kann ich nur als ignorant und gehässig bezeichnen! Hier ist nichts anderes getan worden, als den Ablauf der Antworten zu beurteilen.(nach den ersten 2-3)
Selbstherrlich sind Leute wie du, die mit einem vorgefassten Bild vom normalen Basismenschen, durch die Gegend laufen und differenziertere Meinungen nicht akzeptieren, weil sie nicht in dein Weltfremden Bild von der Menschheit hineinpassen.

Merkstes ne :)

Dein herablassender Ton zeigt im übrigen nur, dass du kein Plan von Selbstkritik und Höherentwicklung hast.

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von karl am 09.02.2010 23:13

Lieber Hermann,

(auch für Holger,Heinz..Herrn o.Gen.Binder u.alle die es lesen wollen,
die bisher auf meine Kommentare geantwortet haben,die positiv,negativ reagiert,vielleicht
sich sogar beleidigt gefühlt haben...u.a.

zuerst danke für Deine Antwort.
Es ist nicht meine Absicht Euch,die MLPD nur (oder überhaubt)negativ zu sehen.
Wenn es so wär,hätte ich schon längst "das Handtuch"geworfen.Ich möchte wirklich
nur hinterfragen,wen habe ich vor mir.(ich wiederhole mich hier,-sicher etwas provokant)
Der eine und andere von Euch wird mit meiner Art u.Weise zu shreiben u.Gedanken darzulegen Probleme haben.(siehe Papiertiger,u.anderes)
Dafür sind wir alle doch "nur"Menschen",mit positiven,sowie auch negetiven Eigenschaften.



Schließlich haben wir die gleiche Weltanschauung und Gesinnung.
Und das sollte doch der Ausschlag unseres Gedankenaustausches sein.

Wenn ich auch nicht all Euren Theorien folgen kann,bzw.die Ansichten und Beurteilungen und Auslegungen der Klassiker auf beiden Seiten etwas auseinandergehen und ich da gegenüber Euch Differenzen habe.
Das ist -natürlich (deutsch) - geschichtlich bedingt.So jedenfalls sehe ich das.Uns trennen 40 Jahre-unterschiedliche politsch,ideologische persönliche (auch ganz private ) Entwicklung,GELEBTES u. ERLEBTES.Vielleicht stimmst Du diesen Gedanken im Inneren zu.


Ich zweifle auch nicht an die Aufrichtig-u.Ehrlichkeit der MLPD-Genossen.Dann brauchte ich hier nicht zu antworten bzw.Kommentare zu schreiben.
Für mich sind diese beiden Eigenschaften eine Grundvoaussetzung für Mitglieder einer kommun.Partei!Was ohne diese Eigenschaften passiert,habe ich und viele andere Genossen
1989 erleben müssen!



Der Graben ist bestimmt nicht so breit,das man nicht an des Anderen Ufer gelangt,und sich die Hand reicht.Es bringt UNS nichts,weiterhin gegenseitig Wunden zuzufügen,und diese dann in SELBSTMITLEID zu lecken.(!)
Was meine Unkenntnis über Eure Entwicklung (z.B. Gründung,1974 o.1982),ja,was entspricht denn nun der Wahrheit,wenn man auf der MLPD-Seite diese zwei Daten liest.Muß man da nicht stolpern,bzw. zweifeln?Ich bitte im Zweifel zu Gunsten des Angeklagten zu entscheiden.Man kann nicht von 11.00 - 12.00 Uhr geschichtliche Lücken nachholen.Dazu fehlt die Zeit,zumal man (ich) noch in Arbeit stehe.Euer Parteiogan hatte ich bis Dato
außer Acht gelassen.Das war für mich bis dahin (meine Meinung zu Dresden) nicht relevant.
Mich interessierten hier zu allererst(ich wollte die Poster kennenlernen) die Kommentare und Meinungen.Wenn man ein Haus bauen möchte,kommt auch zuerst das Fundemant.Und das Fundament ist wichtig.Es muß später das ganze Haus tragen.Es muß fest und stabiel sein,darf nicht in den Boden sinken. Auch politisch nicht.Es muß auch einem polit.Beben standhalten.Aber wem sage ich das.

Lieber Hermann,
wundere Dich also nicht mehr über meine Ahnungslosigkeit,was Euch,die MLPD anbelangt.Sie ist von meiner Seite aus ebenfalls geschichtlich gegeben und bedingt.

Nach der Wende, eine Wahl stand an,(Bundestag glaube ich,ist lange her),da habt Ihr in S.A.Wahlmampf betrieben und Foren angeboten.Aus diesen Foren heraus bildete sich eine kleine Gruppe,die sich damals mit Euren Genossen zu Gesprächen getroffen hatte.Ich war auch dabei.(!)Wir fuhren sogar nach Magdeburg zur einer Gtoßveranstaltung von Euch.(!)
Damals (an diesen Abend in Magdeburg) hatte ich wieder Gänsehaut.Die Gruppe zerfiel.
Das hatte seine objektiven ( sie lagen bei Euch u. uns)Ursachen.Darüber heute nachzusinnen hat keinen Sinn,ich wollte es nur mal erwähnt haben.Es ist danach auch sehr
still geworden-um EUCH.Ich war zu der Zeit arbeitslos- für den "Osten" überqualifiziert.
Maschinenbaumeister - Lehrmeister brauchte man nicht mehr!Es wurde ja alles (vor allem das Gute der ehem.DDR)in Grund u. Boden gestampft.Oder verhökert.Ja,ich mußte Arbeit suchen.Fand auch welche (bis heute) im "Westen".Hier wurden wir Hochqualifierten mit Kußhand genommen.Als Hilfsarbeiter.Mein Meister, Lehrmeister wurde nicht anerkannt-aber meine Qualifikation,mein Wissen und Können.....vereinnahmt!Ich mußte mich umstellen,einstellen,lernen, mich den neuen Bedigungen anzupassen....im Interesse meiner Familie.Mit 41 Jahren Jahren noch einen 2.Facharbeiter vor der (HWK-Niedersachsen).
Da war nichts mit polit.Arbeit oder Organisiertheit.Geschweige denn, die Klassiker
wie Mao oder Stalin zu lesen.Wobei ja das Lesen nicht reicht.Studieren.(!)
Und dann in die Praxis umsetzen.Den jeweiligen Bedingungen anpassen!
Als diese beiden aktuell waren, war ich noch Schuljunge.Später sind sie aus den Bücherregalen gefallen.(!,?)
Auf Grund meiner Lebensjahre, also eine Menge Erfahrungen (praxisnah),die ich gemacht habe,Höhen u. Tiefen erlebt,Höhen u.Tiefen im beruflichen,wie auch im polit.Leben(!), weiß ich, wo es langgeht,worauf es ankommt.(Ich laufe auch nicht mit dem Buch untern Arm rum,wie mir hier schon jemand wissen wollte.)!!!!!!
Was einige hier nicht(!) wissen können,weil die Lebenserfahrung,das Wissen,die Praxis fehlt,...oder sie einfach nicht wollen.Auf Grund ihres jungen Lebens,mit theoretischen Wissen ausgerüstet,meinen den Ton angeben zu können.Der polit.Kampf im Leben sieht ganz anderst aus,als hier von einigen in Worte gefaßt, dargelegt.( Für die Jüngeren!!!...Nach dem Motto :
"Man kann noch so dumm sein,man muß nur wissen wo - (KlasikerdesMarxismus/Leninismus) - es steht".
Es funktioniert im polit.Klassenkampf nicht.
Das gibt bestimmt wieder Kontra von Euch.
Aber,ich kann mit gesunder Kritik leben und umgehen!.....was sicher der eine oder andere noch lernen muß...und wird...

Klassenkampf verlangt auch Verzicht-auf das
Private-..(!).,ohne Emotionen funktioniert,bewegt sich nichts im Leben,keine Partei,keine Tätigkeit,kein Privatleben....einfach nichts-diese Worte mal an Heinz gerichtet....( wo ist das Bewußtsein Heinz?..ich muß mich dessen ..bewußt-sein...)

Lieber Hermann,
vielleicht bekommst Du (nicht nur allein) nun einen anderen Blickwinkel für meine Gedanken...Emotioen...Widersprüche,die ich vielleicht geweckt habe.

"Menschen ich hatte Euch lieb,Seid wachsam!Ein Mensch wird nicht kleiner,
auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht"
J.Fucik ...8.9.1943 ermordet

mit revolutionären Grüßen

Karl

........................................................................................

P.S.
Das Wort -Platitüde von mir hier zynisch gedeutet-
(hier oft gelesen) vielleicht der Bedeutung unwissend.(?)..geschrieben
oder einfach nur nachgeplappert....
wie:
Weisheit von einer Millionen Idioten in der Formulierung eines Trottels.
Alles Sterbliche einer dahingeschiedenen Wahrheit.
Moral ohne Fabel.
Oder: Qualle,die am Gestade des Gedankenmeeres dahinsiecht.

..dürfte im Wortschatz der hier kommentierenden Poster nicht zu finden sein...man sollte sich bemühen, für alle verständlich und sauber auszudrücken, ..ist ein Vorschlag(?)





Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Stefan am 10.02.2010 21:50
@ jan

na ja, jetzt machst du dir es aber doch ein bischen einfach!

- du hast eben nicht nur den Ablauf der Antworten kritisiert, was immer du auch damit ausdrücken wolltest?

hast du etwa nicht geschrieben:
- alle Antworten bestätigen die Auffassungen von Heinz? dies ist grundfalsch, selbst meine etwas kritische Anmerkung bestätigt keinesfalls Heinz`Auffassung, ganz abgesehen von den anderen Beiträgen
- am Ende wird auf Heinz gar nicht mehr eingegangen? nur weil nicht jede(r) den Namen "Heinz" erwähnt, geht er/sie nicht auf die Argumente ein? ziemlich schwach als Begründung und auch nachweisbar falsch, lies doch einfach nochmal auch wenn es vielleicht nicht deinen Vorstellungen eines "Forumbaums" entspricht
- wo sollen die Bestätigungen für Heinz`Auffassungen sein?
- dein "Argumentenaufbau" kommt dann zu der völlig aus der Luft gegriffenen Schlußfolgerung: der Heinz hat mit seiner Auffassung recht???

Inhaltlich hast du anscheinend außer ein bischen versuchter Ironie gar nichts beizutragen oder kommt da noch was?

Dem ganzen die Krone setzt du dann noch selbst auf in dem du Herrman antwortest "...dass du keinen Plan von Selbstkritik und Höherentwicklung hast" wo hast du denn die Begriffe aufgeschnappt? deine Ausführungen belegen eindeutig, dass bei dir keinerlei Kritik ankommt, geschweige denn, dass du dich selbstkritisch äußerst. Höherentwicklung von was? vom Bewußtsein? oder doch nur vom "Forumbaum"?

ich zumindest würde mich freuen, wenn du wie die anderen Diskussionsteilnehmer auch zum Inhalt etwas beitragen würdest!

Anstatt sich ernsthaft mit Beiträgen zu beschäftigen, auf Argumente einzugehen ggf. versuchen sie zu entkräften, Kritik anzunehmen und auch hin und wieder Selbstkritik zu üben, geht es hier oft nur noch um "Befindlichkeitsstörungen" einiger Diskussionsteilnehmer, und dies ehrlich gesagt geht mir langsam auf die Nerven!

Stefan H.

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Hermann Rupp am 11.02.2010 15:50
Hallo Karl,

mir kam es darauf an, dass man mit der Beurteilung von Menschen, Organisationen, neuen Erscheinungen usw. zunächst etwas zurückhaltender sein sollte. Information ist alles in dem Zusammenhang. Von unüberwindlichen Gräben würde ich noch lange nicht sprechen.
Die Auseinandersetzung über den richtigen Weg zum Sozialismus ist von unserer Seite aus ausdrücklich erwünscht (sonst gäbe es dieses Forum nicht!) 1. behauptet die MLPD nicht, im Besitz der allein seligmachenden Wahrheit zu sein ("ewige Wahrheiten" und dialektischer Materialismus schließen einander per se aus!)und 2. Ist Kritik und Selbstkritik die beste Methode, Widersprüche aufzudecken. Es gibt allerdings auch immer wieder Zeitgenossen, die Kritik und ätzendes Herumgenöle nicht voneinander unterscheiden können. Du gehörst ausdrücklich NICHT dazu! Die 40 Jahre unterschiedlicher Sozialisation und Lebenserfahrung sehe ich sogar als einen unschätzbaren Vorteil, den wir Deutsche anderen Völkern bzw. deren Arbeiterklasse voraus haben. Wir im Westen haben - notgedrungen - den westlichen Privatkapitalismus seit unserer Geburt "geniessen" können und wissen gegen was wir kämpfen und ihr Ostdeutschen wisst aus eigener Anschauung, dass und wie man den Sozialismus auch vor die Wand fahren kann. Diese Erfahrungen zusammengenommen sollten es uns allen erleichtern, beim neuen (unvermeidlichen) Anlauf zum echten Sozialismus nicht die gleichen Fehler zu wiederholen! Ich bin übrigens Jahrgang 46 und denke, auch beurteilen zu können wo es im Leben lang geht. Ich habe Offsetdrucker gelernt und ca 44 Jahre lang in verschiedenen Druckereien gearbeitet. Ich bin seit 1969 gewerkschaftlich organisiert und habe seitdem aktiv als gewählter (ehrenamtlicher) Betriebsfunktionär (Vertrauensmann/ Mitglied verschiedener Betriebsräte, in Orts- und Bezirksvorständen usw. usw.) gewerkschaftliche Betriebsarbeit gemacht. Das ist übrigens unter MLPD-Mitgliedern der Normalfall und nicht die Ausnahme! Dass wir uns als Marxisten-Leninisten nicht auf das legal-reformistische "Nur-Gewerkschaftertum" beschränkt sondern als zuverlässige, kämpferische Leute, das Vertrauen vieler unserer Kollegen gewonnen und entsprechend agitiert haben (und das nicht ohne Erfolg!), ist selbstverständlich!
In diesem Sinne wende ich mich an den Genossen Karl und freue mich auf eine fruchtbare und rege (und hoffentlich für alle sinnvolle) Auseinandersetzung mit dir!

Mit revolutionären Grüßen
Hermann


P.S. Dir ist sicher bekannt, dass die MlPD - trotz aller Anfangsprobleme - u.a. auch in Sachsen-Anhalt gute Fortschritte im Parteiaufbau macht

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von jan am 12.03.2010 23:37
@ Stefan h
was soll aus der luft gegriffen sein, nur weil sich eien meinung nun nicht gerade mit deiner deckt? dann musst du das auch als subjektives empfinden beschreieben, weil mehr ist es eben nicht
und was sollen sie die aussagen ich habe was aufgeschnappt? so ein aggressives beleidigendes, narzistisches, willkürliches, am ende schon naives bis mitleiderregendes verhalten hab ich ja noch nie erlebt
gruß jan

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Stefan am 13.03.2010 09:52
Hallo Jan,

ach du meine Güte, so empfindlich? Du schlägst ja um dich, da kann man ja Angst bekommen oder einfach nur lachen.

Inhaltlich hast du leider nach wie vor nichts zu bieten. (auf irgendetwas muss deine Meinung ja doch auch aufgebaut sein? Oder? Sehr schwaches Geplärre!)

Bevor ich evt. weiter dein Mitleid errege = weiterer Kommentar überflüssig, es sei denn du hast außer Sprüchen auch ein paar Argumente

Zum "Umgangston", der auch anderer Stelle (von Matthias) als etwas rau moniert wurde (auf narzistisch, wilkürlich will ich nicht eingehen = ist zu lächerlich) kann ich nur meine Meinung wiedergeben: die Sprache der einfachen Leute ist halt mal so, manchmal hart und direkt, aber herzlich und kameradschaftlich, offen und nicht schleimig, auf Erfahrungen gestützt und kein Nachgeplappere (wenn vielleicht auch sehr "höflich" und "rücksichtsvoll") von Vorurteilen

Stefan H.

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von jan am 14.03.2010 12:24
@ stefan
ich bin bestimmt nicht empfindlich, dazu um längen offener als du
es geht darum das, jede meinung ausserhalb des horizontes den du deinen nennst, automatisch falsch ist.
und sowas hatten wir von 1933 an und im osten, ging es leider weiter
Was lächerlich erscheint ist deine meinung, da sie in bezug an der bevölkerungszahl so lächerlich klein, aber eben auch vom charackter, sehr gefährlich
Da deine meinung so unbedeutend ist, erklkärt sich meine, von den massen getragen, von selbst
der selbskritische sich stets höherentwickelnde mensch wird das auch ohne argumente aufzuschreiben, das wäre albern und kleinkarriert

Re: Die Partei denkt nur an sich selbst

Abgeschickt von Stefan am 15.03.2010 12:40
Bin ich der Einzige der Jan und seine Meinung "als völlig aus der Luft gegriffen" ansieht ohne dass ein einziges Argument diese Meinung untermauert?
Dann müßte ich mir wirklich Gedanken machen (na ja Herrmann hatte ja auch schon mal ne ähnliche Antwort geschrieben, wurde daraufhin genauso beschimpft wie ich...)

"Meine Meinung, von den Massen getragen (??), erklärt sich von selbst, dafür brauche ich keine Argumente aufzuschreiben (??)" Tut mir leid so einen Schwachsinn habe ich noch nirgends gelesen. Ist aber auch ne Vorgehensweise wenn man keine Argumente hat, dann stellt man einfach einige Behauptungen auf, vielleicht merkt`s ja keiner.

Ich suche und suche und suche...und ich finde nachwievor keine Argumente. Für mich ist die Sache erledigt, hab mir nichts vorzuwerfen! Wüßte auch gar nicht, auf was ich antworten sollte, es gibt ja überhaupt keinen Ansatzpunkt vom "sich höher entwickelnden Menschen" :)

Oha, mit was man sich alles auseinandersetzen muss

Stefan H.
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