Re: Internationaler Fernfahrer
Nabend zusammen
Ich hätte einmal eine Frage an Euch alle.
Könnt ihr Euch vorstellen wieviel Stunden ein
Fernfahrer im Monat durchscnittlich am arbeiten ist.
Und dafür wird er erstens schlecht bezahlt,
von der Polizei schickaniert und von den meisten anderen
Verkehrsteilnehmern gehaßt.
Von keiner Gewerkschaft und von keiner pol. Organisation
kommt irgendwelche Unterstützung.
Das wäre Frage an euch.
Zu meiner Person,
Ich fahre im intern. Fernverkehr.
War vor langer Zeit Mitglied in der MLPD.
Gruß Jürgen
Ich hätte einmal eine Frage an Euch alle.
Könnt ihr Euch vorstellen wieviel Stunden ein
Fernfahrer im Monat durchscnittlich am arbeiten ist.
Und dafür wird er erstens schlecht bezahlt,
von der Polizei schickaniert und von den meisten anderen
Verkehrsteilnehmern gehaßt.
Von keiner Gewerkschaft und von keiner pol. Organisation
kommt irgendwelche Unterstützung.
Das wäre Frage an euch.
Zu meiner Person,
Ich fahre im intern. Fernverkehr.
War vor langer Zeit Mitglied in der MLPD.
Gruß Jürgen
das können doch nur die Fernfahrer selbst ändern, indem sie sich organisieren.
Es ist klar, sie unterliegen einer ungeheuren Belastung, gerade in den heutigen
Zeiten, wo die Lager der Industrie auf der Straße liegen. Wenn sie sich nicht selbst
wehren, wird sich nichts ändern dort. An welche Gewerkschaften seid ihr oder bist du denn heran getreten. Eine Gewerkschaft kann immer nur auch das machen, was Mitglieder selbst dort tun. mit freundlichen Grüßen Uwe
Es ist klar, sie unterliegen einer ungeheuren Belastung, gerade in den heutigen
Zeiten, wo die Lager der Industrie auf der Straße liegen. Wenn sie sich nicht selbst
wehren, wird sich nichts ändern dort. An welche Gewerkschaften seid ihr oder bist du denn heran getreten. Eine Gewerkschaft kann immer nur auch das machen, was Mitglieder selbst dort tun. mit freundlichen Grüßen Uwe
Hallo Jürgen,
ich bin einer von den bösen Kapitalisten, die dich und deine Fernfahrerkollegen so schlecht bezahlen!
Also erste einmal gibt es rechtliche Vorschriften, die du kennen müsstest!
Des Weiteren muss man sagen, dass der Anteil der Personalkosten in einem Verkehrsbetrieb etwa 50% der Gesamtkosten einer Fahrt ausmacht.
Also wenn ein osteuropäisches Fuhrunternehmen ihren Fahrern weniger zahlt so kann man als deutscher Arbeitgeber die Preise kaum noch drücken.
Somit wird das osteuropäische Unternehmen bevorzugt und der AUftrag, der Umsatz fehlt dem deutschen Unternehmen. Wenn wir das konsequent fortsetzen, könnte man die Firma zumachen und etwa 20-50 Arbeitsplätze zerstören.
Also ich habe nichts gegen Mindestlöhne, jedoch bestehen die nur kurz, danach sind diejenigen Arbeitslos.
Gruß
ich bin einer von den bösen Kapitalisten, die dich und deine Fernfahrerkollegen so schlecht bezahlen!
Also erste einmal gibt es rechtliche Vorschriften, die du kennen müsstest!
Des Weiteren muss man sagen, dass der Anteil der Personalkosten in einem Verkehrsbetrieb etwa 50% der Gesamtkosten einer Fahrt ausmacht.
Also wenn ein osteuropäisches Fuhrunternehmen ihren Fahrern weniger zahlt so kann man als deutscher Arbeitgeber die Preise kaum noch drücken.
Somit wird das osteuropäische Unternehmen bevorzugt und der AUftrag, der Umsatz fehlt dem deutschen Unternehmen. Wenn wir das konsequent fortsetzen, könnte man die Firma zumachen und etwa 20-50 Arbeitsplätze zerstören.
Also ich habe nichts gegen Mindestlöhne, jedoch bestehen die nur kurz, danach sind diejenigen Arbeitslos.
Gruß
Es geht nicht um "böse oder "gute" Kapitalisten, sondern darum wie die kapitalische Ökonomie funktioniert! Das muß offensichtlich immer und immer wieder betont werden, weil Kapitalisten wie du sich persönlich angegriffen fühlen! Wenn du dich als Unternehmer an diesem Reigen der Marktwirtschaft beteiligst, tust du das indem du ihre Spielregeln einhälst oder mit deinem Laden untergehst. Das hat verdammt wenig mit Moral oder "gutem" oder "schlechtem" Willen zu tun. Du hast ne Menge Konkurrenten, gegen die du dich durchsetzen mußt, und sei es um den Preis, dass du dich, um Kosten zu sparen, von deinen "lieben" Mitarbeitern trennen mußt. Vielleicht tust du das sogar mit ehrlichem Bedauern, nur: dafür können sich die Kollegen nix kaufen! Ich war viele Jahre lang Mitglied in verschiedenen Betriebsräten und sage dir, dass ich als Marxist-Leninist KEINE personenbezogenen Feindbilder brauche. Mir ist aber klar, dass du als Chef den Zwang im Nacken hast, dein Geschäft so profitbringend wie möglich zu führen. Die zwangsläufigen Folgen dieser Art des Wirtschaftens haben aber "deine" Leute auszubaden. Deine Interesssen und Zwänge als Kapitalist können niemals die gleichen wie die deiner Belegschaft sein. Wir verkaufen dir zwangsläufig für Lohn unsere Arbeitskraft und du willst und "MUSST" dir den Mehrwert den wir erarbeiten, aneignen. Mir ist egal wie du das rechtfertigst - für mich steht fest, dass das nichts anderes als Ausbeutung ist. Und genau darauf basiert deine kapitalistische
Marktwirschaft. Auf Ausbeutung der menschliche Arbeitskraft! Ob dir das gefällt oder nicht! Allerdings hat die kapitalistische Produktionsweise abgewirtschaftet: schau dich um, dann weißt du was ich meine. Also verlange bitte nicht auch noch von uns Verständnis für deine "schwierige" Lage. Weil wir es sind, die schliesslich die Zeche zahlen.
Marktwirschaft. Auf Ausbeutung der menschliche Arbeitskraft! Ob dir das gefällt oder nicht! Allerdings hat die kapitalistische Produktionsweise abgewirtschaftet: schau dich um, dann weißt du was ich meine. Also verlange bitte nicht auch noch von uns Verständnis für deine "schwierige" Lage. Weil wir es sind, die schliesslich die Zeche zahlen.
Zu Dir Uwe.
Verdi heißt die Gewerkschaft,
Interessiert sich erfahtungsgemäß nur für den Öffentlichen Dienst.
Weil damit die beste Presse zu machen ist.
Ich war früher in der ÖTV,und dort musste ich feststellen
das dort nur noch das `Ö ' existiert.
Und zu Dir Hans Jürgen.
Wenn sich die Transportunternehmer nicht immer versuchen
würden sich gegenseitig zu unterbieten,
ginge es der Branche nicht so,wie es ihr im Moment ginge.
Und zum Thema osteuropäische Unternehmen,
zu 90 % sind es doch Niederlassungen westeuropäischer Unternehmen.
jürgen
Verdi heißt die Gewerkschaft,
Interessiert sich erfahtungsgemäß nur für den Öffentlichen Dienst.
Weil damit die beste Presse zu machen ist.
Ich war früher in der ÖTV,und dort musste ich feststellen
das dort nur noch das `Ö ' existiert.
Und zu Dir Hans Jürgen.
Wenn sich die Transportunternehmer nicht immer versuchen
würden sich gegenseitig zu unterbieten,
ginge es der Branche nicht so,wie es ihr im Moment ginge.
Und zum Thema osteuropäische Unternehmen,
zu 90 % sind es doch Niederlassungen westeuropäischer Unternehmen.
jürgen
kommentar von einem, der sich auskennt.
lieber uwe: die fernfahrer würden sich liebend gerne organisieren und mit dem rückhalt einer starken gewerkschaft gegen die machenschaften der internationalen transportmafia antreten.
aber...wo ist diese gewerkschaft???
es gab schon mehrere gründungsversuche, die sind jedoch allesamt im sande verlaufen.
gründe dafür gibt es viele.
als fernfahrer bist du eben immer unterwegs und nicht in der lage, mal rasch am abend nach der schicht zu einer gewerkschaftsversammlung gehen zu können.
das ist das hauptproblem meiner meinung nach. die fehlende möglichkeit, die leute zu organisieren,da sie immer an unterschiedlichen terminen an weit von einander entfernten orten sind.
lösungsmöglichkeit: das internet!
die andere gewerkschaft-verdi. die kümmern sich lieber um ihre stammkunden. da sind die anliegen von fernfahrern, so berechtigt sie auch sein mögen, nur im wege.
an hans-jürgen: was für rechtliche vorschriften meinst du bitte?
als transportunternehmer, der du bist (???), weisst du sicher sehr genau,das spricht auch aus deinen aussagen, dass es für den fahrer als arbeitnehmer so gut wie keine rechtlichen grundlagen gibt.
es dreht sich für die lkw-fahrer immer nur darum, sich in einem gesetzlich erlaubten rahmen zu bewegen. das heisst, die arbeits- und ruhezeitvorschriften einzuhalten. was aufgrund der dispositionsleistungen und vorgaben der transporteure und ihrer auftraggeber fast nicht mehr zu schaffen ist.
du redest davon, "die preise nicht mehr drücken zu können". hast du dir schon mal überlegt, dass diese elendige preisdrückerei mit die hauptursache für das ganze dilemma ist?
und immer und immer wieder wird dort gespart, wo der kleinste widerstand zu erwarten ist-nämlich am fahrer und seiner entlöhnung.
spesen runter, entlöhnung runter, prämien usw. werden ersatzlos gestrichen.
man stellt dafür lieber osteuropäische billiglöhner ein, die das gewerbe noch mehr unter druck setzen.
hast du dir schon mal überlegt, dass qualität auf längere frist mehr rendite bringt, als kurzfristige einsparmassnahmen bei leuten, die sich nicht wehren können?
dass natürlich mindestlöhne dann auf einem derartig niedrigen niveau diskutiert werden,war schon klar.
seit ihr euch eigentlich bewusst, dass es fahrer gibt, deutsche fahrer-innen auch, die für 1200 euro brutto!!!, internationalen fernverkehr mit zum teil gefahrgut-transportern durchführen? und das mittlerweile schon überwiegend sechs tage in der woche. die 40 stunden-woche ist ein fremdwort.
ist das zu verantworten und zu erklären damit, dass der fahrer ja 50% des kostenvolumens ausmacht?
ja und was ist dann? der fahrer ist schliesslich ein mensch und muss leben und soll deshalb auch anständig bezahlt werden für seine arbeit.
gruss
achim
lieber uwe: die fernfahrer würden sich liebend gerne organisieren und mit dem rückhalt einer starken gewerkschaft gegen die machenschaften der internationalen transportmafia antreten.
aber...wo ist diese gewerkschaft???
es gab schon mehrere gründungsversuche, die sind jedoch allesamt im sande verlaufen.
gründe dafür gibt es viele.
als fernfahrer bist du eben immer unterwegs und nicht in der lage, mal rasch am abend nach der schicht zu einer gewerkschaftsversammlung gehen zu können.
das ist das hauptproblem meiner meinung nach. die fehlende möglichkeit, die leute zu organisieren,da sie immer an unterschiedlichen terminen an weit von einander entfernten orten sind.
lösungsmöglichkeit: das internet!
die andere gewerkschaft-verdi. die kümmern sich lieber um ihre stammkunden. da sind die anliegen von fernfahrern, so berechtigt sie auch sein mögen, nur im wege.
an hans-jürgen: was für rechtliche vorschriften meinst du bitte?
als transportunternehmer, der du bist (???), weisst du sicher sehr genau,das spricht auch aus deinen aussagen, dass es für den fahrer als arbeitnehmer so gut wie keine rechtlichen grundlagen gibt.
es dreht sich für die lkw-fahrer immer nur darum, sich in einem gesetzlich erlaubten rahmen zu bewegen. das heisst, die arbeits- und ruhezeitvorschriften einzuhalten. was aufgrund der dispositionsleistungen und vorgaben der transporteure und ihrer auftraggeber fast nicht mehr zu schaffen ist.
du redest davon, "die preise nicht mehr drücken zu können". hast du dir schon mal überlegt, dass diese elendige preisdrückerei mit die hauptursache für das ganze dilemma ist?
und immer und immer wieder wird dort gespart, wo der kleinste widerstand zu erwarten ist-nämlich am fahrer und seiner entlöhnung.
spesen runter, entlöhnung runter, prämien usw. werden ersatzlos gestrichen.
man stellt dafür lieber osteuropäische billiglöhner ein, die das gewerbe noch mehr unter druck setzen.
hast du dir schon mal überlegt, dass qualität auf längere frist mehr rendite bringt, als kurzfristige einsparmassnahmen bei leuten, die sich nicht wehren können?
dass natürlich mindestlöhne dann auf einem derartig niedrigen niveau diskutiert werden,war schon klar.
seit ihr euch eigentlich bewusst, dass es fahrer gibt, deutsche fahrer-innen auch, die für 1200 euro brutto!!!, internationalen fernverkehr mit zum teil gefahrgut-transportern durchführen? und das mittlerweile schon überwiegend sechs tage in der woche. die 40 stunden-woche ist ein fremdwort.
ist das zu verantworten und zu erklären damit, dass der fahrer ja 50% des kostenvolumens ausmacht?
ja und was ist dann? der fahrer ist schliesslich ein mensch und muss leben und soll deshalb auch anständig bezahlt werden für seine arbeit.
gruss
achim
Hätte gern mal gewusst bzw. eine Analyse dazu wie das im echten gedachten oder auch gwünschten Sozialismus funktioniert. Entfallen da einige Kosten in der Kalkulation?
Oder Fallen da die Brummifahrer weg?, wegen "geplanten" Konsums? und den ganzen wegfall von Luxus(Exotischen) Konsumartikeln?
Fahren wir dann alle Porsche oder Dacia? Was ist mit den Arbeitern in den anderen Automobilwerken, technischen Spielerein, Modelabels?
Alles weg? und mit diesen auch das Problem von Fernfahren oder Personalkosteninetensiven Berufen (wie zb auch Marketing Werbung....)
Es können doch dann nicht alle in Stadtbädern und Stadtreinigung oder Kinderbetreuung... untergebracht sein?
Oder Fallen da die Brummifahrer weg?, wegen "geplanten" Konsums? und den ganzen wegfall von Luxus(Exotischen) Konsumartikeln?
Fahren wir dann alle Porsche oder Dacia? Was ist mit den Arbeitern in den anderen Automobilwerken, technischen Spielerein, Modelabels?
Alles weg? und mit diesen auch das Problem von Fernfahren oder Personalkosteninetensiven Berufen (wie zb auch Marketing Werbung....)
Es können doch dann nicht alle in Stadtbädern und Stadtreinigung oder Kinderbetreuung... untergebracht sein?
Hallo Jan,
Marx und Engels bezeichneten den Sozialismus auch als die "erste Phase der kommunistischen Gesellschaft", womit sie deutlich machten, dass der Sozialismus eine Übergangsphase zwischen dem Kapitalismus und der klassenlosen Gesellschaft ist.
"Womit wir es hier zu tun haben", schreibt Marx in seiner "Kritik des Gothaer Programms", "ist eine kommunistische Gesellschaft, nicht wie sie sich auf ihrer eigenen Grundlage e n t w i c k e l t hat, sondern umgekehrt, wie sie eben aus der kapitalistischen Gesellschaft h e r v o r g e h t; die also in jeder Beziehung, ökonomisch, sittlich, geistig, noch behaftet ist mit den Muttermalen der alten Gesellschaft, aus deren Schoß sie herkommt."
Wenn wir den Zustand der Gesellschaft unter dem heutigen staatsmonopolistischen Kapitalismus betrachten, dann wird schnell klar, dass der Sozialismus der dann ehemaligen BRD mit einer Reihe von "Altlasten" wird aufräumen müssen:
Der ausufernde PKW-Verkehr wird in der heutigen Form verschwinden; vielleicht werden modernste computergesteuerte Nahverkehrsanlagen entstehen? Der ebenso ausufernde LKW-Verkehr wird auf ein Mindestmaß reduziert werden, indem immer mehr Gütertransporte auf die Schiene verlegt werden.
In der Landwirtschaft sind Monokultur und kapitalistische Massentierhaltung mit allen schädlichen Folgen energisch zu beseitigen und die Betriebsgrößen den Erfordernissen des Umweltschutzes anzupassen.
Die oft extreme Trennung von Wohnung, Arbeit, Einkaufs- und Freizeitstätten muß überwunden werden; nicht zuletzt dadurch, dass die schädliche Konzentration von Betrieben aufgelöst und die Zersiedelung der Landschaft überwunden wird.
Komplizierter und langwieriger aber ist die Überwindung der "sittlichen" und "geistigen" Muttermale, wie sie sich in Kultur und Rechtswesen in Jahrhunderten kapitalistischer Entwicklung herangebildet haben. Ob im Dienstleistungsbereich vom TÜV bis zu Wohnungsbaugesellschaften: Überall gibt es Satzungen, Formulare mit unzähligen Ausführungen, Vorschriften, Anweisungen, Regeln für alle Sterbe- und Lebenslagen.
Die bürgerliche Moral hat ebenfalls tiefe Spuren hinterlassen, die nicht von heute auf morgen zu beseitigen sind. Die kapitalistische Modeindustrie hat das Ideal eingehämmert, dass nur der ewig junge, schön und teuer gekleidete Mensch einen besonderen Wert habe. Im Sport zählt nur die Vermarktung der Höchstleistung, die mit allen Mitteln erzwungen wird. Gewalt, Brutalität und Horror werden verherrlicht. Mit einer Flut von Pornographie versuchen die kapitalistischen Massenmedien, die Menschen untereinander zu verkrüppeln und gleichsam in Konsumartikel zu verwandeln.
Von entscheidender Bedeutung ist bei alledem die Wirkung des bürgerlichen Rechts, die noch für einen sehr langen Zeitraum Gültigkeit behält als Prinzip der Verteilung der Konsumtionsmittel. Das Verteilungsprinzip "jedem nach seiner Leistung" schafft zwar insofern Gleichheit, als jeder anhand seiner individuellen Arbeitsleistung gemessen wird. Aber selbst dieses Entlohnungsprinzip, das erstmals in der Geschichte gleiches Recht für alle schafft, ist ungerecht: Es berücksichtigt nur die Leistung des einzelnen, nicht aber seine unterschiedlichen natürlichen Voraussetzungen: dass zum Beispiel der eine schwächer ist als der andere, einer mit Kindern pro Nase weniger zum Leben hat als ein Junggeselle usw. Um alle diese Mißstände zu vermeiden, müßte das Recht statt gleich ungleich sein.
Deshalb wendet sich Lenin in seinem Werk "Staat und Revolution", anknüpfend an Karl Marx, gegen alle Phrasen von "Gleichheit und Gerechtigkeit schlechthin":
"Gerechtigkeit und Gleichheit kann also die erste Phase des Kommunismus noch nicht bringen: Unterschiede im Reichtum, und zwar ungerechte Unterschiede bleiben bestehen, unmöglich aber wird die AUSBEUTUNG des Menschen durch den Menschen sein, denn es wird nicht mehr möglich sein, die PRODUKTIONSMITTEL, die Fabriken, Maschinen, den Grund und Boden usw. als Privateigentum an sich zu reißen. Marx zerschlägt die kleinbürgerliche, unklare Phrase Lassalles von "Gleichheit" und "Gerechtigkeit" s c h l e c h t h i n und zeigt dabei den ENTWICKLUNGSGANG der kommunistischen Gesellschaft, die gezwungen ist, zunächst n u r die 'Ungerechtigkeit' zu beseitigen, dass die Produktionsmittel von einzelnen Personen angeeignet sind, und vorerst n i c h t i m s t a n d e ist, mit einem Schlag auch die Ungerechtigkeit zu beseitigen, die in der Verteilung der Konsumtionsmittel 'nach der Arbeitsleistung' (und nicht nach den Bedürfnissen) besteht." (Werke, Bd. 25, S. 480)
Deshalb können sich die Arbeiter mit der formalen Gleichheit im Sozialismus nicht zufrieden geben und müssen hinarbeiten zum Kommunismus, wo jeder ohne Einschränkung entsprechend seinen Bedürfnissen von dem gesellschaftlichen Reichtum erhält.
Der Übergang zur zweiten, höheren Phase des Kommunismus hat aber zwei elementare Voraussetzungen, die in enger gegenseitiger Abhängigkeit stehen: erstens ein sehr hohes Niveau der Entwicklumg der Produktivkräfte und des gesellschaftlichen Reichtums, zweitens ein hochentwickeltes sozialistisches Bewußtsein der Menschen, für die die Arbeit nicht nur Mittel zum Leben ist, sondern der bewußte Einsatz für das Gemeinwohl der ganzen Gesellschaft.
Marx und Engels bezeichneten den Sozialismus auch als die "erste Phase der kommunistischen Gesellschaft", womit sie deutlich machten, dass der Sozialismus eine Übergangsphase zwischen dem Kapitalismus und der klassenlosen Gesellschaft ist.
"Womit wir es hier zu tun haben", schreibt Marx in seiner "Kritik des Gothaer Programms", "ist eine kommunistische Gesellschaft, nicht wie sie sich auf ihrer eigenen Grundlage e n t w i c k e l t hat, sondern umgekehrt, wie sie eben aus der kapitalistischen Gesellschaft h e r v o r g e h t; die also in jeder Beziehung, ökonomisch, sittlich, geistig, noch behaftet ist mit den Muttermalen der alten Gesellschaft, aus deren Schoß sie herkommt."
Wenn wir den Zustand der Gesellschaft unter dem heutigen staatsmonopolistischen Kapitalismus betrachten, dann wird schnell klar, dass der Sozialismus der dann ehemaligen BRD mit einer Reihe von "Altlasten" wird aufräumen müssen:
Der ausufernde PKW-Verkehr wird in der heutigen Form verschwinden; vielleicht werden modernste computergesteuerte Nahverkehrsanlagen entstehen? Der ebenso ausufernde LKW-Verkehr wird auf ein Mindestmaß reduziert werden, indem immer mehr Gütertransporte auf die Schiene verlegt werden.
In der Landwirtschaft sind Monokultur und kapitalistische Massentierhaltung mit allen schädlichen Folgen energisch zu beseitigen und die Betriebsgrößen den Erfordernissen des Umweltschutzes anzupassen.
Die oft extreme Trennung von Wohnung, Arbeit, Einkaufs- und Freizeitstätten muß überwunden werden; nicht zuletzt dadurch, dass die schädliche Konzentration von Betrieben aufgelöst und die Zersiedelung der Landschaft überwunden wird.
Komplizierter und langwieriger aber ist die Überwindung der "sittlichen" und "geistigen" Muttermale, wie sie sich in Kultur und Rechtswesen in Jahrhunderten kapitalistischer Entwicklung herangebildet haben. Ob im Dienstleistungsbereich vom TÜV bis zu Wohnungsbaugesellschaften: Überall gibt es Satzungen, Formulare mit unzähligen Ausführungen, Vorschriften, Anweisungen, Regeln für alle Sterbe- und Lebenslagen.
Die bürgerliche Moral hat ebenfalls tiefe Spuren hinterlassen, die nicht von heute auf morgen zu beseitigen sind. Die kapitalistische Modeindustrie hat das Ideal eingehämmert, dass nur der ewig junge, schön und teuer gekleidete Mensch einen besonderen Wert habe. Im Sport zählt nur die Vermarktung der Höchstleistung, die mit allen Mitteln erzwungen wird. Gewalt, Brutalität und Horror werden verherrlicht. Mit einer Flut von Pornographie versuchen die kapitalistischen Massenmedien, die Menschen untereinander zu verkrüppeln und gleichsam in Konsumartikel zu verwandeln.
Von entscheidender Bedeutung ist bei alledem die Wirkung des bürgerlichen Rechts, die noch für einen sehr langen Zeitraum Gültigkeit behält als Prinzip der Verteilung der Konsumtionsmittel. Das Verteilungsprinzip "jedem nach seiner Leistung" schafft zwar insofern Gleichheit, als jeder anhand seiner individuellen Arbeitsleistung gemessen wird. Aber selbst dieses Entlohnungsprinzip, das erstmals in der Geschichte gleiches Recht für alle schafft, ist ungerecht: Es berücksichtigt nur die Leistung des einzelnen, nicht aber seine unterschiedlichen natürlichen Voraussetzungen: dass zum Beispiel der eine schwächer ist als der andere, einer mit Kindern pro Nase weniger zum Leben hat als ein Junggeselle usw. Um alle diese Mißstände zu vermeiden, müßte das Recht statt gleich ungleich sein.
Deshalb wendet sich Lenin in seinem Werk "Staat und Revolution", anknüpfend an Karl Marx, gegen alle Phrasen von "Gleichheit und Gerechtigkeit schlechthin":
"Gerechtigkeit und Gleichheit kann also die erste Phase des Kommunismus noch nicht bringen: Unterschiede im Reichtum, und zwar ungerechte Unterschiede bleiben bestehen, unmöglich aber wird die AUSBEUTUNG des Menschen durch den Menschen sein, denn es wird nicht mehr möglich sein, die PRODUKTIONSMITTEL, die Fabriken, Maschinen, den Grund und Boden usw. als Privateigentum an sich zu reißen. Marx zerschlägt die kleinbürgerliche, unklare Phrase Lassalles von "Gleichheit" und "Gerechtigkeit" s c h l e c h t h i n und zeigt dabei den ENTWICKLUNGSGANG der kommunistischen Gesellschaft, die gezwungen ist, zunächst n u r die 'Ungerechtigkeit' zu beseitigen, dass die Produktionsmittel von einzelnen Personen angeeignet sind, und vorerst n i c h t i m s t a n d e ist, mit einem Schlag auch die Ungerechtigkeit zu beseitigen, die in der Verteilung der Konsumtionsmittel 'nach der Arbeitsleistung' (und nicht nach den Bedürfnissen) besteht." (Werke, Bd. 25, S. 480)
Deshalb können sich die Arbeiter mit der formalen Gleichheit im Sozialismus nicht zufrieden geben und müssen hinarbeiten zum Kommunismus, wo jeder ohne Einschränkung entsprechend seinen Bedürfnissen von dem gesellschaftlichen Reichtum erhält.
Der Übergang zur zweiten, höheren Phase des Kommunismus hat aber zwei elementare Voraussetzungen, die in enger gegenseitiger Abhängigkeit stehen: erstens ein sehr hohes Niveau der Entwicklumg der Produktivkräfte und des gesellschaftlichen Reichtums, zweitens ein hochentwickeltes sozialistisches Bewußtsein der Menschen, für die die Arbeit nicht nur Mittel zum Leben ist, sondern der bewußte Einsatz für das Gemeinwohl der ganzen Gesellschaft.
Hört sich ja alles toll an in deinem Text.
Aber denkst du nicht du bist hier über das Thema ... Intern.Fernfahrer...
hinaus geschossen.
Wenn ich hier so lese was auf meine Frage für Antworten kommen,
muß ich außer beim ''Achim'' sagen, Thema verfehlt.
Wie steht ihr zum Berufsstand des Fernfahrer.
Sind wir für euch nur Mittel zum Zweck ?
In der ganzen linken Presse lese ich immer nur von
der werktätigen Bevölkerung in Betrieben,in Büros,usw.
Hand aufs Herz,
Habt ihr euch schon einmal Gedanken gemacht was unser
Berufsstand für euch leistet ?
Und unter welchen Bedingungen ?
Ich glaube nicht.
An jedem Infostand,an dem ich das Thema zur Sprache bringe,
zuckt man mit den Schultern.
Deshalb bin ich der Meinung,
es sollten alle LKW's nur 1 Woche nicht mehr fahren.
Und wenn das nicht reicht um eine Besserung und ein umdenken
zu erwirken,weiter streiken.
Aber spätestens nach 2 Tagen wären wir Fahrer nur noch der Bu-mann für die
ganze Nation.
jürgen
Aber denkst du nicht du bist hier über das Thema ... Intern.Fernfahrer...
hinaus geschossen.
Wenn ich hier so lese was auf meine Frage für Antworten kommen,
muß ich außer beim ''Achim'' sagen, Thema verfehlt.
Wie steht ihr zum Berufsstand des Fernfahrer.
Sind wir für euch nur Mittel zum Zweck ?
In der ganzen linken Presse lese ich immer nur von
der werktätigen Bevölkerung in Betrieben,in Büros,usw.
Hand aufs Herz,
Habt ihr euch schon einmal Gedanken gemacht was unser
Berufsstand für euch leistet ?
Und unter welchen Bedingungen ?
Ich glaube nicht.
An jedem Infostand,an dem ich das Thema zur Sprache bringe,
zuckt man mit den Schultern.
Deshalb bin ich der Meinung,
es sollten alle LKW's nur 1 Woche nicht mehr fahren.
Und wenn das nicht reicht um eine Besserung und ein umdenken
zu erwirken,weiter streiken.
Aber spätestens nach 2 Tagen wären wir Fahrer nur noch der Bu-mann für die
ganze Nation.
jürgen
@Jürgen,
Thema eben NICHT verfehlt! Jan Pjetrowski wollte wissen wie "das im Sozialismus funktioniert, und darauf bin ich eingegegangen. Was willst du denn hören? Das ihr Lkw-Fahrer ein besonders schweres Los habt und deswegen auch besonders "gehegt und gepflegt" werden müßt? Ihr werdet angetrieben; Euch sitzt die Zeit im Nacken weil das Zeug, das ihr transportiert unbedingt "just in time" geliefert werden muß. Glaubst du vielleicht, dass es den Malochern in der Industrie besser geht als Euch? Arbeitshetze, Antreiberei werden immer brutaler. Die werden genauso eingeschüchtert wie Ihr, ständige Verschlechterungen ihrer Bezahlung und ihrer Arbeitsbedingungen hinzunehmen. Weil angeblich "draußen" genügend andere nur darauf warten zu den beschisseneren Bedingungen zu schuften. Sie haben sich, dank des Einflusses der "Sozialpartner" in den Gewerkschaften, Manteltarifverträge reinwürgen lassen, welche durch spezielle Klauseln die Arbeitszeiten bis zum Exzess flexibilisiert haben. Überstunden werden nicht mehr bezahlt, sondern werden gesammelt und müssen "abgefeiert" werden - und zwar dann wenn es die "Auftragslage" zulässt. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen landen bei Zeitarbeitsfirmen, wo sie zu miserableren Löhnen und Gehältern als die "Stammbelegschaften" die gleiche Arbeit machen müssen und darüber hinaus die ersten sind die rausfliegen, wenn es wiederum die "Auftragslage" erfordert. Millionen von Arbeitern und Angestellten werden zur Manövriermasse degradiert, deren Einkommen permanent gekürzt wird. Wenn Ihr jahrelang gefahren seid, habt Ihr das Kreuz kaputt. Frag mal eine Druckerin oder einen Drucker wie es nach zig Jahren Wechselschicht und unter permanentem Zeitdruck mit seiner Gesundheit aussieht! Ihr seid nicht besser und nicht schlechter dran als die Malocher in den Betrieben. Klar ist, dass es für Euch schwieriger ist, Euch gewerkschaftlich zu organisieren; weil Ihr allein auf Euren Böcken sitzt und durch Europa oder noch weiter gurkt. Zur Organisierung gibt es aber keine Alternative. Wenn es anders wäre würdest du dich kaum hier eingeschaltet haben. Ich hoffe, dass du als Ex-MLPDler wenigstens darin mit mir übereinstimmst! Du bist der Meinung, dass Ihr Eure LKW "nur ne Woche nicht mehr fahren lassen" braucht und wenn das noch nicht reicht wird halt weiter gestreikt? Ja warum tut Ihr es dann nicht, verdammte Hacke? Scheiß auf "Buhmann" der Nation! Bei der großen Mehrheit der Arbeiter würdet Ihr auf mehr als nur Verständnis stoßen. Und bei der MLPD rennt Ihr damit offene Türen ein! Wenn du Ideen hast, wie die MLPD verstärkt an LKW-Fahrer herankommt, sind die hier mit Sicherheit willkommen. Ich weiß zwar nicht warum du nicht mehr Mitglied bei uns bist, aber eins weiß ich mit Sicherheit: es wäre wesentlich sinnvoller, sich in der Partei aktiv für eine Arbeit unter LKW-Fahrern zu engagieren als uns vorzuwerfen, wir ignorierten Euch?
Thema eben NICHT verfehlt! Jan Pjetrowski wollte wissen wie "das im Sozialismus funktioniert, und darauf bin ich eingegegangen. Was willst du denn hören? Das ihr Lkw-Fahrer ein besonders schweres Los habt und deswegen auch besonders "gehegt und gepflegt" werden müßt? Ihr werdet angetrieben; Euch sitzt die Zeit im Nacken weil das Zeug, das ihr transportiert unbedingt "just in time" geliefert werden muß. Glaubst du vielleicht, dass es den Malochern in der Industrie besser geht als Euch? Arbeitshetze, Antreiberei werden immer brutaler. Die werden genauso eingeschüchtert wie Ihr, ständige Verschlechterungen ihrer Bezahlung und ihrer Arbeitsbedingungen hinzunehmen. Weil angeblich "draußen" genügend andere nur darauf warten zu den beschisseneren Bedingungen zu schuften. Sie haben sich, dank des Einflusses der "Sozialpartner" in den Gewerkschaften, Manteltarifverträge reinwürgen lassen, welche durch spezielle Klauseln die Arbeitszeiten bis zum Exzess flexibilisiert haben. Überstunden werden nicht mehr bezahlt, sondern werden gesammelt und müssen "abgefeiert" werden - und zwar dann wenn es die "Auftragslage" zulässt. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen landen bei Zeitarbeitsfirmen, wo sie zu miserableren Löhnen und Gehältern als die "Stammbelegschaften" die gleiche Arbeit machen müssen und darüber hinaus die ersten sind die rausfliegen, wenn es wiederum die "Auftragslage" erfordert. Millionen von Arbeitern und Angestellten werden zur Manövriermasse degradiert, deren Einkommen permanent gekürzt wird. Wenn Ihr jahrelang gefahren seid, habt Ihr das Kreuz kaputt. Frag mal eine Druckerin oder einen Drucker wie es nach zig Jahren Wechselschicht und unter permanentem Zeitdruck mit seiner Gesundheit aussieht! Ihr seid nicht besser und nicht schlechter dran als die Malocher in den Betrieben. Klar ist, dass es für Euch schwieriger ist, Euch gewerkschaftlich zu organisieren; weil Ihr allein auf Euren Böcken sitzt und durch Europa oder noch weiter gurkt. Zur Organisierung gibt es aber keine Alternative. Wenn es anders wäre würdest du dich kaum hier eingeschaltet haben. Ich hoffe, dass du als Ex-MLPDler wenigstens darin mit mir übereinstimmst! Du bist der Meinung, dass Ihr Eure LKW "nur ne Woche nicht mehr fahren lassen" braucht und wenn das noch nicht reicht wird halt weiter gestreikt? Ja warum tut Ihr es dann nicht, verdammte Hacke? Scheiß auf "Buhmann" der Nation! Bei der großen Mehrheit der Arbeiter würdet Ihr auf mehr als nur Verständnis stoßen. Und bei der MLPD rennt Ihr damit offene Türen ein! Wenn du Ideen hast, wie die MLPD verstärkt an LKW-Fahrer herankommt, sind die hier mit Sicherheit willkommen. Ich weiß zwar nicht warum du nicht mehr Mitglied bei uns bist, aber eins weiß ich mit Sicherheit: es wäre wesentlich sinnvoller, sich in der Partei aktiv für eine Arbeit unter LKW-Fahrern zu engagieren als uns vorzuwerfen, wir ignorierten Euch?
ich mag mal darauf anworten, wenn du gestattest.
vielleicht kannst du dich noch an die grosse streikwelle der lkw-fahrerkollegen in frankreich vor etlichen jahren erinnern?
auch wenn du gewerkschaften und ihre seilschaften nicht magst (ich auch nicht), haben die sehr starken französischen lkw-fahrergewerkschaften fast das ganz land lahm gelegt.
es wurden nicht nur die auslieferungslager der grossen lebensmittelketten, warenhauslager und landwirtschaftliche zentrallager blockiert. sondern auch und vor allem die grossen treibstofflager der multinationalen erdölkonzerne, ihre raffinerien und verarbeitungsbetriebe oder die entsprechenden zufahrten.
sämtliche autobahnen, autobahnkreuzungen und die grossen nationalstrassen sind vollkommen für den transportverkehr dichtgemacht worden.
erst das gewaltsame eingreifen der staatlichen macht mithilfe militärischer mittel und bürgerkriegsähnlicher zustände hat den streik gebrochen. aber nicht das rückgrat der französischen lkw-fahrer.
das ganze hat auch etwas oder sogar sehr viel mit der landesmentalität zu tun. französische lkw-fahrer, auch schweizer, sitzen in ihrer routiers grundsätzlich zusammen an einem grossen tisch, während der typische deutsche fernfahrer immer sich nen platz alleine sucht. die franzosen halten da eher zusammen und organisieren sich auch. ich hab mal eine derartige aktion am grenzübergang schweiz-frankreich, st.louis miterlebt.
klar ist auf jeden fall:
wer es schafft, die lkw-fahrer in deutschland zu organisieren, ihre kampfbereitschaft zu wecken und in die richtigen wege zu leiten, der hat die ganze wirtschaft in der hand und kann die ganze kapitalistische saubande in geiselhaft nehmen.
nur scheint das keiner zu erkennen oder auch nur zu interessieren!
nur scheint das problem bei euch zum beispiel zu sein, dass immer alles und jedes mit der marx- und lenindoktrin erklärt werden muss.
die leute wollen keine kommunisten werden, sondern einfach nur in frieden und freiheit leben können, ihre brötchen unter menschenwürdigen umständen verdienen, ab und zu in urlaub gehen und ansonsten liebe machen. das gilt auch für fernfahrer!
schönen gruss
von einem der bescheid weiss
achim
vielleicht kannst du dich noch an die grosse streikwelle der lkw-fahrerkollegen in frankreich vor etlichen jahren erinnern?
auch wenn du gewerkschaften und ihre seilschaften nicht magst (ich auch nicht), haben die sehr starken französischen lkw-fahrergewerkschaften fast das ganz land lahm gelegt.
es wurden nicht nur die auslieferungslager der grossen lebensmittelketten, warenhauslager und landwirtschaftliche zentrallager blockiert. sondern auch und vor allem die grossen treibstofflager der multinationalen erdölkonzerne, ihre raffinerien und verarbeitungsbetriebe oder die entsprechenden zufahrten.
sämtliche autobahnen, autobahnkreuzungen und die grossen nationalstrassen sind vollkommen für den transportverkehr dichtgemacht worden.
erst das gewaltsame eingreifen der staatlichen macht mithilfe militärischer mittel und bürgerkriegsähnlicher zustände hat den streik gebrochen. aber nicht das rückgrat der französischen lkw-fahrer.
das ganze hat auch etwas oder sogar sehr viel mit der landesmentalität zu tun. französische lkw-fahrer, auch schweizer, sitzen in ihrer routiers grundsätzlich zusammen an einem grossen tisch, während der typische deutsche fernfahrer immer sich nen platz alleine sucht. die franzosen halten da eher zusammen und organisieren sich auch. ich hab mal eine derartige aktion am grenzübergang schweiz-frankreich, st.louis miterlebt.
klar ist auf jeden fall:
wer es schafft, die lkw-fahrer in deutschland zu organisieren, ihre kampfbereitschaft zu wecken und in die richtigen wege zu leiten, der hat die ganze wirtschaft in der hand und kann die ganze kapitalistische saubande in geiselhaft nehmen.
nur scheint das keiner zu erkennen oder auch nur zu interessieren!
nur scheint das problem bei euch zum beispiel zu sein, dass immer alles und jedes mit der marx- und lenindoktrin erklärt werden muss.
die leute wollen keine kommunisten werden, sondern einfach nur in frieden und freiheit leben können, ihre brötchen unter menschenwürdigen umständen verdienen, ab und zu in urlaub gehen und ansonsten liebe machen. das gilt auch für fernfahrer!
schönen gruss
von einem der bescheid weiss
achim
Also Jürgen,
du sagst, die Leute würden das nicht anerkennen, was Fernfahrer leisten.
Ich glaube, das siehst du nicht richtig. Auch deine Stellungnahmen zur Gewerkschaft.
Ich bleibe dabei. Eine Gewerkschaft kann nur das leisten, was ihre Mitglieder tun.
Ich könnte solche Überstunden, zu denen ihr teilweise gezwungen werdet, in meinem Alter nicht mehr bringen. Wozu sind Gewerkschaften da. Um die Befürfnisse der Bescvhäftigten, was Arbeitsbedingungen, Löhne usw. zur Sprache zu bringen. Das erfordert aber, dass man auch
als Fernfahrer selbst in der Gewerkschaft aktive wird. Alöles andere ist leider nur Lamento, wo nichts bei heraus kommt. Gewerkschaften, und zwar aktive, sind durchaus nötig,
um die Interessen der Beschäftigten zu verteidigen. Sie waren mit die ersten Organisatioen der Arbeiter, um ihre Löhne zu erhöhen und zu verhindern, dass sie sogar unter das notwen-
dige Überlebensniveau der Arbeiter herunter gedrückt werden. Sie abzulehnen, führt in die individuelle Sackgasse, bei der sich gar nichts ändert. Gruß U.
du sagst, die Leute würden das nicht anerkennen, was Fernfahrer leisten.
Ich glaube, das siehst du nicht richtig. Auch deine Stellungnahmen zur Gewerkschaft.
Ich bleibe dabei. Eine Gewerkschaft kann nur das leisten, was ihre Mitglieder tun.
Ich könnte solche Überstunden, zu denen ihr teilweise gezwungen werdet, in meinem Alter nicht mehr bringen. Wozu sind Gewerkschaften da. Um die Befürfnisse der Bescvhäftigten, was Arbeitsbedingungen, Löhne usw. zur Sprache zu bringen. Das erfordert aber, dass man auch
als Fernfahrer selbst in der Gewerkschaft aktive wird. Alöles andere ist leider nur Lamento, wo nichts bei heraus kommt. Gewerkschaften, und zwar aktive, sind durchaus nötig,
um die Interessen der Beschäftigten zu verteidigen. Sie waren mit die ersten Organisatioen der Arbeiter, um ihre Löhne zu erhöhen und zu verhindern, dass sie sogar unter das notwen-
dige Überlebensniveau der Arbeiter herunter gedrückt werden. Sie abzulehnen, führt in die individuelle Sackgasse, bei der sich gar nichts ändert. Gruß U.
Nochmal zu den Bedingungen als Fernfahrer. Jeder kann etwas tun, dort wo er ist.
Die Internationale formulierte es klar und eutlich so. Es rettet uns kein höheres Wesen, keine Gott, kein Kaiser noch Tribun, uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun. Klingt vielleicht etwas altbacken, wegen Kaiser und so. Aber der Kern trifft zu.
Die INternationalisierung der Produktion kann die internationale Arbeiterklasse dazu nützen, sich besser zu verbinden und auszutauschen. Wenn die Herrschenden uns durch ver-schiedene Tarife, Arbeitsbedingungen spalten, was sie noch tun, können wir es nur durch die gemeinsamen Aktionen übwerwinden. Nur das kann bis zu einem gewissen Maß der Ver-schlechterung der Lohn- und Arbeitsbedingungen entgegen wirken. Ohne diese internatio-
nale Koordinierung auf Gewerkschaftsebene. aber auch direkt mit Kollegen, die du kennen-lernst, passiert da gar nichts. Dass das anstrengend ist, weiß ich auch. Habe trotz akademischer Ausbildung in verschiedenen Berufen gearbeitet. Es ist überall "Teile und herrsche". Die einen kriegen ein Bröckchen mehr,damit sie sich etwas besser fühlen als die anderen Kollegen. Oder die deutschen Brummifahrer als die holländischen usw..
Wer lacht sich da am Ende ins Fäustchen. Eine Gewerkschaftsführung kann selbst in kleinen
Fragen garnichts bewirken, wenn die Kollegen nicht aktiv werden.
Diesen Kampf wird es im Kapitalismus immer geben. Die Gewerkschaften und zwar die Einheits-
gewerkschaften als starke Kampforganisationen müssen entwickelt und verteidigt werden.
Man kann von den Gewerkschaften als ganzen Körperschaften nicht erwarten, dass sie sich für den Sozialismus einsetzen, das ist nicht die gemeinsame Plattform dort, der Kern muss sein, dass es Demokratie und wirkliche Rechte für die Mitglieder gibt. Ein Stteikrecht gibt es bei und ja nur kastriert, auf dem Papier nur im Rahmen von Tarifverhandlungen. D.h. wenn Betriebsräte, auch ganz unabhängig von Gewerkschaft zu Streiks für Verteidigung von Ar-beitsplätzen aufrufen, können sie dafür haftbar gemacht werden. Es ist ein arbeiterfeind-liches Betriebsverfassungsgesetz. Daran kann nur die gemeinsame Aktion der Kollegen, ob in der Gewerkschaft oder nicht, etwas ändern. solidarische Grüße .Uwe
Die Internationale formulierte es klar und eutlich so. Es rettet uns kein höheres Wesen, keine Gott, kein Kaiser noch Tribun, uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun. Klingt vielleicht etwas altbacken, wegen Kaiser und so. Aber der Kern trifft zu.
Die INternationalisierung der Produktion kann die internationale Arbeiterklasse dazu nützen, sich besser zu verbinden und auszutauschen. Wenn die Herrschenden uns durch ver-schiedene Tarife, Arbeitsbedingungen spalten, was sie noch tun, können wir es nur durch die gemeinsamen Aktionen übwerwinden. Nur das kann bis zu einem gewissen Maß der Ver-schlechterung der Lohn- und Arbeitsbedingungen entgegen wirken. Ohne diese internatio-
nale Koordinierung auf Gewerkschaftsebene. aber auch direkt mit Kollegen, die du kennen-lernst, passiert da gar nichts. Dass das anstrengend ist, weiß ich auch. Habe trotz akademischer Ausbildung in verschiedenen Berufen gearbeitet. Es ist überall "Teile und herrsche". Die einen kriegen ein Bröckchen mehr,damit sie sich etwas besser fühlen als die anderen Kollegen. Oder die deutschen Brummifahrer als die holländischen usw..
Wer lacht sich da am Ende ins Fäustchen. Eine Gewerkschaftsführung kann selbst in kleinen
Fragen garnichts bewirken, wenn die Kollegen nicht aktiv werden.
Diesen Kampf wird es im Kapitalismus immer geben. Die Gewerkschaften und zwar die Einheits-
gewerkschaften als starke Kampforganisationen müssen entwickelt und verteidigt werden.
Man kann von den Gewerkschaften als ganzen Körperschaften nicht erwarten, dass sie sich für den Sozialismus einsetzen, das ist nicht die gemeinsame Plattform dort, der Kern muss sein, dass es Demokratie und wirkliche Rechte für die Mitglieder gibt. Ein Stteikrecht gibt es bei und ja nur kastriert, auf dem Papier nur im Rahmen von Tarifverhandlungen. D.h. wenn Betriebsräte, auch ganz unabhängig von Gewerkschaft zu Streiks für Verteidigung von Ar-beitsplätzen aufrufen, können sie dafür haftbar gemacht werden. Es ist ein arbeiterfeind-liches Betriebsverfassungsgesetz. Daran kann nur die gemeinsame Aktion der Kollegen, ob in der Gewerkschaft oder nicht, etwas ändern. solidarische Grüße .Uwe
Es geht mir hier nicht um Marx und Lenin,
zu der Zeit in der ihre Ideen geschrieben wurden,machten noch keine europ. Politiker,Fahrpersonal-gesetze,wieder dem Menschen.
Ich würde gerne mal,
Sesselfurzer in den verschiedenen Behörden,
mit auf die Reise in die korrupten Staaten Europas mitnehmen.
Auch all die Ahnungslosen die keinen Dunst haben,
wie käuflich und gierig sogenante (Kollegen) in
Betrieben hier und andestwo in Europa sind.
Schreiben sich SOLIDARITÄT auf ihre Fahnen,
und erpressen Fahrer um den Entladevorgang zu ermöglichen.
(Gib mir nen 50'er sonst kommst du am Wochenende nicht nachhause.ich sitze hier am längeren Hebel) O-Ton...
Und neben ihnen liegt die Gewerkschaftszeitung.
Und sagt jetzt nicht das wären Einzelfälle.
So sieht die Realität aus.
Und dann nennen sie sich Kollegen.
Und in solch einer Gewerkschaft sollen sich Fahrer organisieren ?
Für mich gibt es nur einen Weg,
Das ganze Europa blockieren,so lange,
bis sich die Situation ändert.
Egal ob die Regale in den Supermärkten leer sind.
Aber dazu bräuchten wir die Unterstützung aller
Werktätigen,aber die werden wir,sobald es keinen Sprit und
keine Lebensmittel mehr gibt,sofort verlieren.
Und wenn ihr ehrlich seit,
wenn es ums überleben geht,ist bei den meisten,
die Solidarität dahin.
hasta la victoria siempre... die Zeit wird kommen.
jürgen
hallo jürgen, schau mal in das chefduzen-forum, dort scheint was in richtung selbstorganisation von lkw-fahrerInnen zu gehen: http://www.chefduzen.de/index.php/board,139.0.html
libertär-kommunistische grüße
libertär-kommunistische grüße
Danke Jürgen für den Link zu dieser Seite.
Ich fahre jetzt seit fast 25 Jahren LKW. Ich war auch schon in der Gewerkschaft, damals noch ÖTV. Nur sind die Bonzen dort genau wie alle anderen. Wie kann ein Herr Bsirske als Arbeitnehmervertreter gleichzeitig im Vorstand der Lufthansa sitzen? Hauptsache diese Typen haben ihre Schäfchen trockenen. Denen geht es nicht um die Werktätgen, wir sind für die nur der Dreck unter den Fingernägeln.
Selbst auf unterster Ebene ist es so wie Jürgen es schrieb. Kohle oder stehen bleiben. Aber an der Wand hängen die Plakate der div. Gewerkschaften. Da könnte ich kot... und muß mich mühsam beherrschen denen nicht gewaltig in den Hintern zu treten.
Die Medien dürfen auf uns einprügeln wie sie lustig sind, RTL bezeichnete uns Fahrer einmal als drogensüchtige Alkoholiker die mit ihren Schrottlauben unschuldige töten! Auf Kabel1 läuft die nette Sendung "Achtung Kontrolle". Dort wird z.B. ein LKW, der gegen Genehmigungsauflagen verstoßen hatte, als rollende Zeitbombe bezeichnet! Und keiner erhebt sich und sagt so geht es aber nicht. Wo ist denn da diese tolle Verdi?
Im Gegenteil. Positive Beiträge über uns werden zensiert bzw die Verantwortlichen werden entlassen! So geschah es einer Reporterin die es gewagt hatte uns richtig zu zeigen! Sie wurde mundtot gemacht. Und der Vergleich mit den Werktätigen in den Fabriken hinkt. Immerhin haben die noch ein gewisses soziales Leben. Wir haben weniger Platz als es gesetzlich einem Schäferhund zusteht. Wir müssen mit sanitären Anlagen auskommen wo die meisten erbrechen müssten usw. Nein, meine Solidarität mit den Genossen in den Betrieben hält sich stark in Grenzen da die uns auch behandeln als seien wir der letzte Dreck.
Die Zeit ist reif!
Chris
Ich fahre jetzt seit fast 25 Jahren LKW. Ich war auch schon in der Gewerkschaft, damals noch ÖTV. Nur sind die Bonzen dort genau wie alle anderen. Wie kann ein Herr Bsirske als Arbeitnehmervertreter gleichzeitig im Vorstand der Lufthansa sitzen? Hauptsache diese Typen haben ihre Schäfchen trockenen. Denen geht es nicht um die Werktätgen, wir sind für die nur der Dreck unter den Fingernägeln.
Selbst auf unterster Ebene ist es so wie Jürgen es schrieb. Kohle oder stehen bleiben. Aber an der Wand hängen die Plakate der div. Gewerkschaften. Da könnte ich kot... und muß mich mühsam beherrschen denen nicht gewaltig in den Hintern zu treten.
Die Medien dürfen auf uns einprügeln wie sie lustig sind, RTL bezeichnete uns Fahrer einmal als drogensüchtige Alkoholiker die mit ihren Schrottlauben unschuldige töten! Auf Kabel1 läuft die nette Sendung "Achtung Kontrolle". Dort wird z.B. ein LKW, der gegen Genehmigungsauflagen verstoßen hatte, als rollende Zeitbombe bezeichnet! Und keiner erhebt sich und sagt so geht es aber nicht. Wo ist denn da diese tolle Verdi?
Im Gegenteil. Positive Beiträge über uns werden zensiert bzw die Verantwortlichen werden entlassen! So geschah es einer Reporterin die es gewagt hatte uns richtig zu zeigen! Sie wurde mundtot gemacht. Und der Vergleich mit den Werktätigen in den Fabriken hinkt. Immerhin haben die noch ein gewisses soziales Leben. Wir haben weniger Platz als es gesetzlich einem Schäferhund zusteht. Wir müssen mit sanitären Anlagen auskommen wo die meisten erbrechen müssten usw. Nein, meine Solidarität mit den Genossen in den Betrieben hält sich stark in Grenzen da die uns auch behandeln als seien wir der letzte Dreck.
Die Zeit ist reif!
Chris
Wie ihr seht,
bin ich nicht der Einzigste der solche Erfahrungen
mit den "Werktätigen Kollegen"in der
Industrie macht.
Meinungsmache ala` "Achtung Kontrolle" oder wie
im Moment im allen Medien ist an der Tagesordnung.
Wenn ihr euch an eurer eigenen Nase feszhaltet,
mal ehrlich,sind wir,eure Kollegen ?
Oder sind wir auch für euch nur Mittel zum Zweck ?
Jürgen
bin ich nicht der Einzigste der solche Erfahrungen
mit den "Werktätigen Kollegen"in der
Industrie macht.
Meinungsmache ala` "Achtung Kontrolle" oder wie
im Moment im allen Medien ist an der Tagesordnung.
Wenn ihr euch an eurer eigenen Nase feszhaltet,
mal ehrlich,sind wir,eure Kollegen ?
Oder sind wir auch für euch nur Mittel zum Zweck ?
Jürgen
Auf Basis von Ploneboard
- Historie
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Aktivieren durch mkoeln um 03.05.2010 00:01
