Re: Was versteht Ihr unter Sozialismus?
Hallo Kai,
die Frage könnte von einem Schüler stammen der kurz vor einer Klausurarbeit mit dem Thema "Sozialismus" steht. Dagegen ist nichts einzuwenden! Ich könnte mir vorstellen, dass sich unsere Moderatoren vor Freude über diese kurze, knackige Frage die Hände reiben. Das Witzige an dieser Situation besteht darin, dass hier im Forum genau darum gestritten wird. Diese Diskussionen haben aber die Tendenz, sich in äußerst komplizierte Einzelaspekte der Frage nach dem Sozialismus zu verlieren und jeder hat eine Meinung dazu. Und dann kommt jemand mit dieser verblüffend einfachen Frage und mein erster Reflex war: gibt es das? Wie soll man denn dieses "hochkomplizierte" Thema jemandem genauso einfach erklären wie die Frage gestellt wurde?
Tja, lieber Hermann! Was machste denn wenn du am Infostand stehst und genau diese Frage immer und immer wieder beantworten mußt? Genau darin besteht ja jedesmal die Herausforderung!
Nach dieser kurzen Einleitung werde ich den Versuch einer Antwort auf diese ganz normale Frage machen. Das wird mir hier (verbale) Prügel einbringen, weil die Antwort für die einen viel zu kompliziert ist und für andere viel zu verkürzt.
Der Sozialismus ist der nächste, unvermeidliche Schritt in der Entwicklung der Gesellschaft. Er ist die Gesellschaftsordnung in der die Ausbeutung und Unterdrückung des Menschen durch den Menschen abgeschafft wird. Im Kapitalismus ist die Produktivität der Menschen durch die ständige Höherentwicklung von Wissenschaft und Technik auf ein Niveau gehoben worden, das mit der kapitalistischen Produktionsweise nicht mehr beherrschbar ist. Einerseits sind die Produktionsmittel soweit entwickelt, dass es im Gegensatz zur Oktoberrevolution von 1917 in Russland ungleich leichter wäre, allen Menschen ein Leben in Würde ohne Zukunftsangst, in materieller Sicherheit und hohen kulturellen Ansprüchen (dazu gehören die beste Bildung für alle und - endlich - ein wirkungsvoller Umweltschutz!)zu gewährleisten. Andererseits ist längst der Punkt erreicht, wo sich im Kapitalismus jede weitere Steigerung der Produktivität (der einzige "Zweck" des Kapitalismus ist die Erzielung von Maximalprofit) von einem gesellschaftlichen Fortschritt immer tiefer in eine menschen- und naturfeindliche Richtung entwickelt. Der Kapitalismus ist zu einer existenziellen Bedrohung für die Menschheit geworden. "Erst durch den Sturz der kapitalistischen Herrschaft und den Aufbau der sozialistischen Gesellschaftsordnung werden alle Formen der Ausbeutung und Unterdrückung der werktätigen Massen abgeschafft. Die Wirtschaftskrisen und die Kriegstreiberei werden überwunden, die Produktivkräfte von den kapitalistischen Fesseln befreit und die Einheit von Mensch und Natur wiederhergestellt und höherentwickelt. Die Arbeiterklasse muss nach dem Sturz der Diktatur der Monopolkapitalisten und der Eroberung der Staatsmacht die Diktatur des Proletariats errichten und die Produktionsmittel in gemeinsames Eigentum des gesamten werktätigen Volkes überführen. Die alte Produktionsweise muß grundlegend umgestaltet werden. Jeder soll nach seinen Fähigkeiten an der gesellschaftlichen Arbeit teilnehmen und nach seiner Leistung an der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums teilhaben.
Durch die sozialistische Umwälzung der Wirtschaft können sich unter bewußter Anwendung aller Vorteile der internationalen Großproduktion, auf der Basis der fortgeschrittensten Technik, Produktion und Produktivkräfte uneingeschränkt entfalten. Im Sozialismus arbeiten die Völker gleichberechtigt und zum gegenseitigen Nutzen zusammen. Die stets wachsenden materiellen und kulturellen Bedürfnisse können in Einklang mit der natürlichen Umwelt immer besser befriedigt werden."
(Programm der Marxistisch-Leninistischen Partei, Kapitel D, S. 35/36)
Ich gehe aufgrund eigener Erfahrung davon aus, dass damit längst nicht alle Fragen deinerseit beantwortet sind (z.B. nach dem Verhältnis von Sozialismus und Kommunismus). Deswegen bist du herzlich eingeladen, hier mitzudiskutieren!
Mit freundlichem Gruß
Hermann
die Frage könnte von einem Schüler stammen der kurz vor einer Klausurarbeit mit dem Thema "Sozialismus" steht. Dagegen ist nichts einzuwenden! Ich könnte mir vorstellen, dass sich unsere Moderatoren vor Freude über diese kurze, knackige Frage die Hände reiben. Das Witzige an dieser Situation besteht darin, dass hier im Forum genau darum gestritten wird. Diese Diskussionen haben aber die Tendenz, sich in äußerst komplizierte Einzelaspekte der Frage nach dem Sozialismus zu verlieren und jeder hat eine Meinung dazu. Und dann kommt jemand mit dieser verblüffend einfachen Frage und mein erster Reflex war: gibt es das? Wie soll man denn dieses "hochkomplizierte" Thema jemandem genauso einfach erklären wie die Frage gestellt wurde?
Tja, lieber Hermann! Was machste denn wenn du am Infostand stehst und genau diese Frage immer und immer wieder beantworten mußt? Genau darin besteht ja jedesmal die Herausforderung!
Nach dieser kurzen Einleitung werde ich den Versuch einer Antwort auf diese ganz normale Frage machen. Das wird mir hier (verbale) Prügel einbringen, weil die Antwort für die einen viel zu kompliziert ist und für andere viel zu verkürzt.
Der Sozialismus ist der nächste, unvermeidliche Schritt in der Entwicklung der Gesellschaft. Er ist die Gesellschaftsordnung in der die Ausbeutung und Unterdrückung des Menschen durch den Menschen abgeschafft wird. Im Kapitalismus ist die Produktivität der Menschen durch die ständige Höherentwicklung von Wissenschaft und Technik auf ein Niveau gehoben worden, das mit der kapitalistischen Produktionsweise nicht mehr beherrschbar ist. Einerseits sind die Produktionsmittel soweit entwickelt, dass es im Gegensatz zur Oktoberrevolution von 1917 in Russland ungleich leichter wäre, allen Menschen ein Leben in Würde ohne Zukunftsangst, in materieller Sicherheit und hohen kulturellen Ansprüchen (dazu gehören die beste Bildung für alle und - endlich - ein wirkungsvoller Umweltschutz!)zu gewährleisten. Andererseits ist längst der Punkt erreicht, wo sich im Kapitalismus jede weitere Steigerung der Produktivität (der einzige "Zweck" des Kapitalismus ist die Erzielung von Maximalprofit) von einem gesellschaftlichen Fortschritt immer tiefer in eine menschen- und naturfeindliche Richtung entwickelt. Der Kapitalismus ist zu einer existenziellen Bedrohung für die Menschheit geworden. "Erst durch den Sturz der kapitalistischen Herrschaft und den Aufbau der sozialistischen Gesellschaftsordnung werden alle Formen der Ausbeutung und Unterdrückung der werktätigen Massen abgeschafft. Die Wirtschaftskrisen und die Kriegstreiberei werden überwunden, die Produktivkräfte von den kapitalistischen Fesseln befreit und die Einheit von Mensch und Natur wiederhergestellt und höherentwickelt. Die Arbeiterklasse muss nach dem Sturz der Diktatur der Monopolkapitalisten und der Eroberung der Staatsmacht die Diktatur des Proletariats errichten und die Produktionsmittel in gemeinsames Eigentum des gesamten werktätigen Volkes überführen. Die alte Produktionsweise muß grundlegend umgestaltet werden. Jeder soll nach seinen Fähigkeiten an der gesellschaftlichen Arbeit teilnehmen und nach seiner Leistung an der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums teilhaben.
Durch die sozialistische Umwälzung der Wirtschaft können sich unter bewußter Anwendung aller Vorteile der internationalen Großproduktion, auf der Basis der fortgeschrittensten Technik, Produktion und Produktivkräfte uneingeschränkt entfalten. Im Sozialismus arbeiten die Völker gleichberechtigt und zum gegenseitigen Nutzen zusammen. Die stets wachsenden materiellen und kulturellen Bedürfnisse können in Einklang mit der natürlichen Umwelt immer besser befriedigt werden."
(Programm der Marxistisch-Leninistischen Partei, Kapitel D, S. 35/36)
Ich gehe aufgrund eigener Erfahrung davon aus, dass damit längst nicht alle Fragen deinerseit beantwortet sind (z.B. nach dem Verhältnis von Sozialismus und Kommunismus). Deswegen bist du herzlich eingeladen, hier mitzudiskutieren!
Mit freundlichem Gruß
Hermann
Hallo Hermann
hallo Kai,
hier wird gestritten,freundschaftlich und fair.....
....diese Frage ist wirklich nicht einfach zu beantworten.
Ein richtiger Knaller.Ich reibe mir auch die Hände,und freue mich über diese einfache Frage.
Aber hatten wir nicht schon den Sozialismus auf deutschen Boden?
Ich habe bereits 40 Jahre Sozialismus erleben dürfen.Wenn auch nicht nach
Deinen-EUREN der MLPD- Vorstellungen.
-Produktionsmittel in den Händen der Arbeiterklasse
-keine Ausbeutung des Menschen durch den Menschen
-ein Leben in Würde und ohne Zukunftsangst
-materielle Sicherheit
-eine gute medizinische Betreuung...Vorsorge
-gute Kinderbetreuung
-sehr hohe kulturelle Ansprüche....auch im Sport
-eine sehr hohe, für ALLE, und allseitige Bildung (da zehre ich noch heute von )
-keine KRIEGSTREIBEREI!
-jeder war nach seinen Leistungen und Fähigkeiten an der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums beteiligt
...und die gleichberechtigte wirtschaftliche Zusammenarbeit in den Staaten des RGW gab es doch auch....
das sollen nur Beispiele sein....und wichtig!die Arbeiterklasse war bewaffnet..war(!)
Meine Aufzählung soll nicht als SCHÖNREDEN verstanden werden.Es sind Fakten,die ich erlebt und gelebt habe.Meine Empfindungen,mein Wissen u. Urteil über diesen gelebten und erlebten Sozialismus sind naturbedingt ganz andere als Deine aus der "Ferne"und der Theorie über den Sozialismus aus dem Lehrbuch von W.D.
Und ganz ehrlich,in den 40Jahren (DDR)fühlte ich mich (trotz Mauer) freier als heute.(!!)
Was ist Sozialismus Hermann? ....??????????....
Eine für die Menschheit gerechte Gesellschaftsordnung,wenn es gelingt diese Gesellschaftsordnung objektiv u. real zum Wohle Aller - Schichten der Gesellschaft, (es müssen auch die Bürgerlichen mitgezogen werden)
- als gleichberechtigte Mitglieder dieser sozial. Gesellschaftsordnung aus tiefster Überzeugung und festem BEWUßTSEIN (Ideologie ) zu errichten zu festigen und zu verteidigen.
Meine Beispiele sind nicht als Anreiz zu vestehen,über den DDR -Sozialismus zu diskutieren.Sie sollen nur zeigen,das wir schon einmal Sozialismus in "Deutschland"hatten.Ich finde,das gehört einfach dazu.
Freundschaftliche Grüße Hermann und Kai
Karl
Hallo Karl,
in Ordnung, du willst nicht über die Entwicklung der DDR (hier/jetzt) diskutieren...fällt mir zwar schwer, weil ich finde das gehört dazu, aber gut werde das akzeptieren!
Nur als Tipp: im Vergleich, nur so aus "der Ferne" (kleiner Scherz), schau dir doch mal die Auseinandersetzungen, die Lehren die gezogen wurden, die Mobilisierung der Massen, die Errungenschaften die erreicht wurden und wie sie erreicht wurden und und und, in China zu Zeiten Mao`s an. Und dann vergleiche dies mal mit deinen eigenen langjährigen Erfahrungen.
Und was die "gleichberechtigte wirtschaftliche Zusammenarbeit in den Staaten des RGW" betrifft, vergleiche auch dies mal mit der selbstlosen internationalen Hilfe die das damalige China geleistet hat. Bei "people to people" und/oder im Verlag Neuer Weg gibt es ausreichend Literatur hierzu. Wenn ich richtig informiert bin, bin zwar ein "Wessi" habe aber einige Verwandte in den neuen Bundesländern und selbst über zwei Jahre dort gearbeitet, wurde aus "gutem Grund" Band V der ausgewählten Werke von Mao in der DDR nie vertrieben, geschweige denn über die Proletarische Kulturrevolution authentisch berichtet.
Nur zu einer Aussage: Sozialismus "zum Wohle aller Schichten der Gesellschaft"? Das sehe ich aber ganz anders: Sozialismus, das ist die Diktatur des Proletariats, die Ausübung der Herrschaft der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung über eine verschwindende Minderheit: all jene, die als Konterrevolutionäre das alte Ausbeutersystem wieder errichten wollen und gegen jene muss auch mit aller Härte vorgegangen werden, auch das gehört zur Verteidigung des Sozialismus. Auch wenn es übergangsweise (!) noch privatkapitalistische Erscheinungen geben wird, werden die "Bürgerlichen" wie du sie nennst, sich entscheiden müssen: Mitarbeit beim Aufbau des Sozialismus - bewußter, freiwilliger Übergang zum Proletariat - oder Versuch der Restaurierung des Kapitalismus, ein "Mittelding" gibt es nicht! "Bürgerliche Schmarotzer" werden im Sozialismus nicht gleichberechtigt sein.
(vielleicht habe ich dich auch falsch verstanden und du meinst eigentlich den Weg ZUM Sozialismus, und damit verbunden die Bündnisfrage? Aber dies wäre dann ein ganz anderes Thema)
Viele Grüße
Stefan H.
in Ordnung, du willst nicht über die Entwicklung der DDR (hier/jetzt) diskutieren...fällt mir zwar schwer, weil ich finde das gehört dazu, aber gut werde das akzeptieren!
Nur als Tipp: im Vergleich, nur so aus "der Ferne" (kleiner Scherz), schau dir doch mal die Auseinandersetzungen, die Lehren die gezogen wurden, die Mobilisierung der Massen, die Errungenschaften die erreicht wurden und wie sie erreicht wurden und und und, in China zu Zeiten Mao`s an. Und dann vergleiche dies mal mit deinen eigenen langjährigen Erfahrungen.
Und was die "gleichberechtigte wirtschaftliche Zusammenarbeit in den Staaten des RGW" betrifft, vergleiche auch dies mal mit der selbstlosen internationalen Hilfe die das damalige China geleistet hat. Bei "people to people" und/oder im Verlag Neuer Weg gibt es ausreichend Literatur hierzu. Wenn ich richtig informiert bin, bin zwar ein "Wessi" habe aber einige Verwandte in den neuen Bundesländern und selbst über zwei Jahre dort gearbeitet, wurde aus "gutem Grund" Band V der ausgewählten Werke von Mao in der DDR nie vertrieben, geschweige denn über die Proletarische Kulturrevolution authentisch berichtet.
Nur zu einer Aussage: Sozialismus "zum Wohle aller Schichten der Gesellschaft"? Das sehe ich aber ganz anders: Sozialismus, das ist die Diktatur des Proletariats, die Ausübung der Herrschaft der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung über eine verschwindende Minderheit: all jene, die als Konterrevolutionäre das alte Ausbeutersystem wieder errichten wollen und gegen jene muss auch mit aller Härte vorgegangen werden, auch das gehört zur Verteidigung des Sozialismus. Auch wenn es übergangsweise (!) noch privatkapitalistische Erscheinungen geben wird, werden die "Bürgerlichen" wie du sie nennst, sich entscheiden müssen: Mitarbeit beim Aufbau des Sozialismus - bewußter, freiwilliger Übergang zum Proletariat - oder Versuch der Restaurierung des Kapitalismus, ein "Mittelding" gibt es nicht! "Bürgerliche Schmarotzer" werden im Sozialismus nicht gleichberechtigt sein.
(vielleicht habe ich dich auch falsch verstanden und du meinst eigentlich den Weg ZUM Sozialismus, und damit verbunden die Bündnisfrage? Aber dies wäre dann ein ganz anderes Thema)
Viele Grüße
Stefan H.
Lieber Kai,
Freund Herrmann hat dir bereits sehr wichtige Anhaltspunkte gegeben auf deine Frage.
Um die Frage, was Sozialismus bedeutet, gibt es seit bestehen des Kapitalismus eine ständige Auseinandersetzung. Anhand der Antwort von Karl kannst du erkennen, dass diese Auseinandersetzung noch längst nicht am Ende ist.
Du wirst auch nicht um die Mühe herumkommen dir selber die entscheidende Klarheit darüber zu verschaffen. Suche in der Gegenwart und in der Geschichte.
Die Antworten auf deine Frage können dir dabei allerdings behilflich sein.
Ich will dir beschreiben, wie ich selber die Überzeugung gewonnen habe dass der Sozialismus notwendig ist.
Seit meiner Jugend träume ich von einer Welt ohne Grenzen, wo alle Völker friedlich in Einklang miteinander leben ohne Ungerechtigkeit, Krieg und Armut.
Versuche es dir vorzustellen. Eine Welt OHNE Grenzen. Alle Völker friedlich in Einklang miteinander.
Ich war (und bin es noch immer) fest der Überzeugung das dies doch irgendwie möglich sein müsste.
Also fing ich an nach dem Weg zu suchen und fragte andere Menschen was sie davon halten.
Es gab Antworten wie: Das geht nicht, der Mensch ist zu egoistisch.
Und: so verschiedene Kulturen können nicht miteinander auskommen, die vertragen sich nie
Also fragte ich mich, was denn daran so schwierig ist und was die Menschen davon abhält.
Woher der Egoismus, der Neid und die Fremdenfeindlichkeit ? Es muss doch auch ohne dem gehen. Ich konnte mir nicht vorstellen dass das angeborene Eigenschaften sind.
Also suchte ich nach der Quelle für Neid und Egoismus und fand dies in der Geschichte der Gesellschaft.
Nun wurde und wird aber die Geschichte so oder so ausgelegt und gedeutet. Wem sollte ich da glauben oder vertrauen können ?
Ein guter Freund sagte mir dann, die Gesellschaft hätte sich zum einen gestzmäßig entwickelt und zum anderen durch das mehr oder weniger bewußte Handeln der Menschen.
Gesetzmäßig ? Welche Gesetze ?
Ein Buch und die Diskussion darüber verhalf mir dann klarer zu sehen.
Es war ein Buch von Friedrich Engels.
"Der Ursprung von Familie, Privateigentum und Staat"
So fand ich eine Antwort, woher der Egoismus und der Neid stammt, warum es Kriege gibt und weche Rolle dabei der Staat spielt.
Es gibt demnach Gesetzte, die wie Naturgesetze den Verlauf der Geschichte mitbestimmen. Mit Hilfe dieser Gesetze lässt sich erklären, warum sich die Gesellschaft gerade so und nicht anders entwickelt hat und welchen Verlauf sie notwendigerweise nehmen muss bzw. welchen Weg müssen wir gehen, um in der Menschheitsgeschichte vorwärts zu kommen.
Diese Gesetze fassen sich zusammen im dialektisch-historischen Materialismus. In der MLPD wird seit jeher sehr viel wert auf die Anwendung der dialektischen Methode gelegt, also die praktische Anwendung der erwähnten Gesetze. (Nebenbei bemerkt, gibt es dazu öffentliche Seminare, siehe unter ABZ)
Karl Marx und Friedrich Engels taten nichts anderes, als die dialektischen Gesetze auf die Analyse der Gesellschaft anzuwenden und kamen daher zu der Synthese, das der Sozialismus der Ausweg aus dem Kapitalismus ist als Übergang zur klassenlosen kommunistischen Gesellschaft.
Oder wie Herrmann es erwähnt.
"Der Sozialismus ist der nächste, unvermeidliche Schritt in der Entwicklung der Gesellschaft."
Der Kommunismus bedeutet für die Verwirklichung meines Traumes.
Einer Welt ohne Grenzen in der alle Völker friedlich in Einklang miteinander leben.
Wünsche dir viel Erfolg auf DEINER Suche nach der Antwort, was Sozialismus bedeutet.
Lieben Gruß
Jens-Uwe
Freund Herrmann hat dir bereits sehr wichtige Anhaltspunkte gegeben auf deine Frage.
Um die Frage, was Sozialismus bedeutet, gibt es seit bestehen des Kapitalismus eine ständige Auseinandersetzung. Anhand der Antwort von Karl kannst du erkennen, dass diese Auseinandersetzung noch längst nicht am Ende ist.
Du wirst auch nicht um die Mühe herumkommen dir selber die entscheidende Klarheit darüber zu verschaffen. Suche in der Gegenwart und in der Geschichte.
Die Antworten auf deine Frage können dir dabei allerdings behilflich sein.
Ich will dir beschreiben, wie ich selber die Überzeugung gewonnen habe dass der Sozialismus notwendig ist.
Seit meiner Jugend träume ich von einer Welt ohne Grenzen, wo alle Völker friedlich in Einklang miteinander leben ohne Ungerechtigkeit, Krieg und Armut.
Versuche es dir vorzustellen. Eine Welt OHNE Grenzen. Alle Völker friedlich in Einklang miteinander.
Ich war (und bin es noch immer) fest der Überzeugung das dies doch irgendwie möglich sein müsste.
Also fing ich an nach dem Weg zu suchen und fragte andere Menschen was sie davon halten.
Es gab Antworten wie: Das geht nicht, der Mensch ist zu egoistisch.
Und: so verschiedene Kulturen können nicht miteinander auskommen, die vertragen sich nie
Also fragte ich mich, was denn daran so schwierig ist und was die Menschen davon abhält.
Woher der Egoismus, der Neid und die Fremdenfeindlichkeit ? Es muss doch auch ohne dem gehen. Ich konnte mir nicht vorstellen dass das angeborene Eigenschaften sind.
Also suchte ich nach der Quelle für Neid und Egoismus und fand dies in der Geschichte der Gesellschaft.
Nun wurde und wird aber die Geschichte so oder so ausgelegt und gedeutet. Wem sollte ich da glauben oder vertrauen können ?
Ein guter Freund sagte mir dann, die Gesellschaft hätte sich zum einen gestzmäßig entwickelt und zum anderen durch das mehr oder weniger bewußte Handeln der Menschen.
Gesetzmäßig ? Welche Gesetze ?
Ein Buch und die Diskussion darüber verhalf mir dann klarer zu sehen.
Es war ein Buch von Friedrich Engels.
"Der Ursprung von Familie, Privateigentum und Staat"
So fand ich eine Antwort, woher der Egoismus und der Neid stammt, warum es Kriege gibt und weche Rolle dabei der Staat spielt.
Es gibt demnach Gesetzte, die wie Naturgesetze den Verlauf der Geschichte mitbestimmen. Mit Hilfe dieser Gesetze lässt sich erklären, warum sich die Gesellschaft gerade so und nicht anders entwickelt hat und welchen Verlauf sie notwendigerweise nehmen muss bzw. welchen Weg müssen wir gehen, um in der Menschheitsgeschichte vorwärts zu kommen.
Diese Gesetze fassen sich zusammen im dialektisch-historischen Materialismus. In der MLPD wird seit jeher sehr viel wert auf die Anwendung der dialektischen Methode gelegt, also die praktische Anwendung der erwähnten Gesetze. (Nebenbei bemerkt, gibt es dazu öffentliche Seminare, siehe unter ABZ)
Karl Marx und Friedrich Engels taten nichts anderes, als die dialektischen Gesetze auf die Analyse der Gesellschaft anzuwenden und kamen daher zu der Synthese, das der Sozialismus der Ausweg aus dem Kapitalismus ist als Übergang zur klassenlosen kommunistischen Gesellschaft.
Oder wie Herrmann es erwähnt.
"Der Sozialismus ist der nächste, unvermeidliche Schritt in der Entwicklung der Gesellschaft."
Der Kommunismus bedeutet für die Verwirklichung meines Traumes.
Einer Welt ohne Grenzen in der alle Völker friedlich in Einklang miteinander leben.
Wünsche dir viel Erfolg auf DEINER Suche nach der Antwort, was Sozialismus bedeutet.
Lieben Gruß
Jens-Uwe
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Aktivieren durch mkoeln um 28.02.2010 09:35
