Re: Solidarität mit Nordkorea!!!

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Re: Solidarität mit Nordkorea!!!

Abgeschickt von Andreas Friske am 22.08.2009 23:04
Daß den aggressivsten Kräften des internationalen Finanz- und Monopolkapitals die ganze Richtung nicht paßt - die innerkoreanische Entspannung, die Verbesserung der Beziehungen zwischen der KDVR und den westeuropäischen Ländern und der hochrangige Dialog zwischen der KDVR und den USA, ist allgemein bekannt. Mit den Mitteln der ideologischen Kriegsführung möchten sie die friedliche Wiedervereinigung beider Staaten und die Errichtung eines geeinten sozialistischen Koreas auf der asiatischen Halbinsel verhindern. Die verstärkte Anti-KDVR-Kampagne in den westlichen Medien macht dies deutlich. Da strahlte das Schweizer Fernsehen unter dem Titel "Nordkorea: Die hungernden Kinder der Diktatur" aus, die deutschen Medien berichten über Nahrungsmittelknappheit und eine Hungerkatastrophe im Norden der Halbinsel Koreas. Da werden Unterstellungen laut, daß die Regierung der KDVR das "nordkoreanische Volk" absichtlich verhungern läßt. Da tauchen illegal gedrehte Filmdokumente und Interviews von angeblichen "nordkoreanischen Flüchtlingen" aus der Volksrepublik China und aus der Republik Südkorea auf, die von ungläublichen Gräuelgeschichten über Kannibalismus, Verkauf von Menschenfleisch und von "Konzentrationslagern" berichten. Alles das dient der Verleumdung der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik, ihrer Regierung, der Partei der Arbeit Koreas und ihres Generalsekretärs Kim Jong Il. Inzwischen konnte aber nachgewiesen werden, daß es sich sowohl bei den "Flüchtlingen" wie auch bei dem angeblich illegal drehenden Kameramann um gedungene Elemente des südkoreanischen Geheimdienstes handelte. Diese benutzten in den ausgestrahlten Berichten einen südkoreanischen Dialekt und Formulierungen, die in der KDVR unbekannt sind.

Die zum Himmel stinkenden Berichte sind Machwerke übelster Sorte! Was soll damit bezweckt werden? Es geht darum, durch bewußte Irreführung der Öffentlichen Meinung die so hoffnungsvoll begonnene Entspannung zwischen Nord und Südkorea zu zerstören und den Dialog der KDVR mit den USA und dem Westen, auch mit Deutschland, die seit dem Frühjahr 2001 diplomatische Beziehungen zur KDVR aufgenommen hat, zu unterminieren. Das ist das eine Ziel. Weiterhin wurde die Absicht verfolgt, mit diesen Lügen die Weltöffentlichkeit dazu aufzurufen, ihre humanitäre Hilfe für die KDVR abzubrechen - was einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleichkommt.

Wir protestieren energisch gegen eine derartige die Wahrheit entstellende Berichterstattung in den kapitalistischen Medien. Wir fordern, auf solche Interviews zukünftig zu verzichten und wahrheitsgetreu zu berichten.

Re: Solidarität mit Nordkorea!!!

Abgeschickt von Guido am 08.09.2009 15:37
Na ja,warum lässt Nordkorea nicht einfach Berichterstattung zu, in dem die Bevolkerung und alle Verantwortlichen befragt werden können ? Schlimmer wie die jetztigen Berichte kann es ja nicht kommen. Oder ?

Re: Solidarität mit Nordkorea!!!

Abgeschickt von gianpaolo nogarole am 23.09.2009 12:39
Natürlich sind ja auch Kim Jong Il und seine Generäle Gutmenschen der besten Sorte, wahre Wohltäter für dieses Land...das wurde im ersten Beitrag noch vergessen zu erwähnen...
selten sowas unglaublich verblendetes gelesen!!! Mein Gott Leute, Betonkommunisten allerübelster Sorte werden hier mal wieder in den Himmel gelobt. Was hat Nordkorea bitte sehr mit dem Kommunismus in den letzten 60 Jahren erreicht???? Hunger, Umweltzerstörung, eines der grössten stehenden Heere der Welt (auf Kosten der Bevölkerung), eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten weltweit, eine machtbesessene und paranoide Familie und eine beispiellose Verfolgung Andersdenkender. Ich sehe Nordkorea nicht als leuchtenden Stern in allen gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen, aber wenn Dir dieses Land so gefällt, zieh doch hin, spätestens wenn Du nicht mehr eine Zeitung lesen kannst oder nicht das sagen kannst, was Du möchtest, wenn Du die Mangelernährung satt hast, dann würdest Du wieder nach Deutschland zurückkommen, immerhin kannst Du das, die Unterdrückten dort können das nicht!!!
Und warum schickt Kim Jong Il seinen Sohn auf eine englische Universität, die eigentlich nur von den Kapitalisten besucht wird, da sie sich ja sonst kein anderer leisten kann???
MACHT WAS ICH SAGE, ABER MACHT NICHT WAS ICH MACHE....Wasser predigen, aber Champagner saufen...es lebe der kommunistische Bigottismus...

Solidarität mit dem unterdrückten nordkoreanischen Volk (ohne seine politische Führung, wirklich nur die hungernden Menschen) würde ich sofort unterstützen...über alles andere diskutiere ich nicht, denn damit würde ich ja wieder einen Massenmörder ins Gespräch bringen, und zu dem Thema habe ich im Stalin-Forum schon genug gesagt!

Re: Solidarität mit Nordkorea!!!

Abgeschickt von Stefan am 24.09.2009 11:26
Hallo Andreas,

also da habe auch ich, ähnlich meinen Vorrednern, schon erhebliche Zweifel an deinen Ausführungen: willst du damit etwa behaupten, dass es sich bei Nordkorea um ein sozialistisches land, in dem die Diktatur des Proletariats herrscht, handelt?

ein sozialistisches Land hätte auch keine Probleme, siehe Anmerkung von Guido, freie Berichterstattung und Meinungsäußerung (außer von Konterrevolutionären) zuzulassen! Das China zu Zeiten Mao`s war hierfür ein hervorragendes Vorbild (Massenversammlungen, breiteste Diskussion, Wandzeitungen...). Soweit ich das beurteilen kann, gibt es dies alles in Nordkorea nicht, hier herrscht meines Erachtens eine korrupte Partei- und Bürokratenclique auf Kosten des Volkes und dies hat auch mit der Losung "auf die eigene Kraft bauen" nichts zu tun!

verurteilen muss man natürlich genauso die Machenschaften der Imperialisten und ihrer Medien, aber deshalb darf man nicht die Augen vor den herrschenden Verhältnissen verschließen...

auch das koreanische Volk muss sich meiner Meinung nach von seinen Unterdrückern in Nord und Süd befreien um für ein vereintes sozialistisches Korea zu kämpfen

du hast zwar einiges über die "manipulierte Berichterstattung" dargestellt aber wenig über die gesellschaftlichen Verhältnisse in Nordkorea! (für Argumente bin ich jederzeit offen und lasse mich auch gern überzeugen, aber das ist mir doch viel zu wenig!)

Viele Grüße

Re: Solidarität mit Nordkorea!!!

Abgeschickt von Gerhard am
Es ist unerträglich, in welch arroganter Weise sich Menchen in westlichen Ländern über Staats- und Kulturformen anderer Länder ausläßt. Jedes Volk kann seine Lebensform selbst bestimmen, das gilt auch für das kleine Nordkorea, das nichts weiter wünscht als in Frieden und Ruhe gelassen zu werden. Zum Glück hat es die Atombombe, sonst hätten die USA schon längst kassiert. Die USA sind feige, sie beginnen nur Kriege, bei denen sie wenig eigene Opfer zu erwarten haben. Aber auch da verrechnen sie sich, wie Afghanistan zeigt.
Ich unterstütze die Solidarität für Nordkorea, was nicht heißt, daß ich dort alles in Ordnung finden muß. Aber ich bin gegen diese Provokation der gemeinsamen Manöver der USA und Südkorea vor der Küste Nordkoreas.

Re: Solidarität mit Nordkorea!!!

Abgeschickt von Stefan am
Es ist leider wie so oft hier im Forum:

- auf kritische Fragen (von Guido und mir) wird einfach nicht geantwortet, nicht eingegangen

"Jedes Volk kann seine Lebensform selbst bestimmen"? - bestimmt das nordkoreanische Volk seine Lebensform selbst???

Solidarität mit Nordkorea gegen die imperialistische USA ist die eine Seite, die Befreiung des nordkoreanischen Volkes von seinen Unterdrückern die andere! (siehe Argumente/Hinweise oben!)

es wäre nicht schlecht, wenn Diskussionsteilnehmer, die andere Auffassungen haben, wie die, die bereits etwas zum Thema geschrieben haben erstmal versuchen diese Argumente zu entkräften bzw. überhaupt mal darauf eingehen!

Re: Solidarität mit Nordkorea!!!

Abgeschickt von Jürgen Binder am 13.08.2010 10:41
In einem Punkt kannst du dir sicher sein. Die MLPD steht nicht hinter dem nordkoreanischen Regime, und sicherlich auch nicht diejenigen, die sich mit diesem Land gegenüber den USA und ihren Kriegsdrohungen solidarisch erklären.

Dennoch wäre es fatal, den Einzug kapitalistischer Verhältnisse in Nordkorea, mit der Selbstbestimmung des nordkoreanischen Volkes zu verwechseln. Oder leben die Völker der ehemaligen realsozialistischen Staaten nun in Freiheit, und bestimmen ihr Leben selbst? - Wohl kaum, haben doch dort nur die Kapitaleigner selbst, die Freiheit nach eigenem Gutdünken zu verfahren. Und um die Erkämpfung der Freiheit des Kapitals, ging es während dem ganzen Kalten Krieg.

Was aber auf der anderen Seite nicht heißt, dass die MLPD hundertprozentig hinter diesen revisionistischen Regimen im Osten gestanden hätte. Im Gegenteil, hatte sie doch immer eine grundlegende Kritik an ihnen. Ob dies nun den Einzug sowjetischer Truppen in Afghanistan betraf, oder den Bau der Mauer. Diese Kritik ist u.a. auch im Parteiprogramm der MLPD nachzulesen.

Was aber nicht heißen muß, dass man die Restauration kapitalistischer Verhältnisse in den ehemaligen realsozialistischen Staaten, als enormen Fortschritt bezeichnen muß. War dies doch von unserem kommunistischen Standpunkt aus gesehen, eher eine Rückentwicklung in die Barbarei, wie es schon Rosa Luxemburg treffend formulierte.

Und es ist nicht auszumalen, was für Auswirkungen ein kapitalistisches Regime in Nordkorea für die dortige Bevölkerung haben würde. Es würde den totalen Kollaps für dieses Land und für dieses Volk bedeuten. Wenn ich nur daran denke, dass dann die internationalen Kreditinstitute, allen voran der IWF und die Weltbank die Privatisierung der verstaatlichten Industrie in diesem Land einfordern würden.

Und wenn du solche kapitalistischen Verhältnisse als "selbstbestimmtes Leben des nordkoreanischen Volkes" bezeichnest, dann bin ich tatsächlich dagegen. Denn für Nordkorea brauch wir eine andere Lösung.
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