Was kommt da auf uns zu?

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Was kommt da auf uns zu?

Abgeschickt von Schorschy am 05.06.2010 00:25
Was soll das eigentlich für eine Vorstellung werden?

Fassen wir doch mal zusammen:
- die Arbeitslosen zahlen die Krise
- die Arbeiter dürfen nicht mehr streiken
- die NPD und die DVU vereinen sich zu einer großen Nazipartei
- die Bundesrepublik wird jetzt zur "Gauck-Behörde" erklärt
Wenn es so weitergeht haben wir hier Zustände wie vor 80 Jahren!
Hat schon jemand gerufen: "Wollt ihr den totalen Krieg?"

Revolutionäre Grüsse
Schorschy

Re: Was kommt da auf uns zu?

Abgeschickt von Stefan am 05.06.2010 22:41
Hallo Schorschy,

"bei aller Liebe", vergleicht man deine bisherigen Beiträge mit diesem hier....so kann man kaum glauben, dass dies "aus der selben Feder" stammt.

was ist das denn für ein Durcheinander von Wahrheiten ( die Arbeitslosen und die Arbeiter...aber selbst das ist nicht die ganze Wahrheit), Halbwahrheiten (NPD und DVU - Vereinigung okay, aber deshalb schon große Nazipartei?) und Übertreibungen die keinem helfen (...wollt ihr den totalen Krieg?)

was willst du mit diesem "neuen Thema" bezwecken? die Bevölkerung wachrütteln? Panik und Untergangsstimmung verbreiten (sicher nicht, aber das könnte dabei herauskommen)?

ich weiß nicht wie es den anderen Diskussionsteilnehmern geht, aber damit kann ich nichts anfangen!
dass wir mittlerweile eine Politik der Abwälzung der Krisenlasten auf "die kleinen Leute" haben, kein politisches Streikrecht, die Gefahr der Aufpäppelung von Faschisten....all dies wurde in KONKRETEN Zusammenhängen auch hier im Forum schon oft aufgezeigt!

Es wurde und wird aber auch immer klar und deutlich über den wachsenden Widerstand, über die Perspektive, über die Schwäche der Herrschenden....berichtet und diskutiert und nur so macht es meines Erachtens auch Sinn!?

Stefan H.

Re: Was kommt da auf uns zu?

Abgeschickt von Schorschy am 06.06.2010 00:31
Hallo Stefan H.,

vielleicht ist es wirklich noch zu früh die Sturmglocken zu läuten. Wir sollten aber auf alle Fälle die Warnung beachten!

Stimmt es nicht, das die Arbeitgeber die Bundesregierung aufgefordert haben, bei ihrem Sparkurs auch die Arbeitslosen einzubeziehen? Der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeber (BDA) Dieter Hundt sieht ein Einsparpotenzial von bis zu 6 Milliarden Euro.

Stimmt es nicht, das der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, und der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberpräsident, Dieter Hundt, am Freitag in Berlin gemeinsame Eckpunkte für ein Tarifvertragsgesetz präsentierten? Demnach soll in einem Betrieb mit konkurrierenden Tarifverträgen nur derjenige der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern angewendet werden. Für die Dauer dieser vorrangigen Tarifvereinbarung bestünde für alle Gewerkschaften Friedenspflicht. Arbeitskämpfe wären Arbeitskämpfe in dieser Zeit ausgeschlossen.

Stimmt es nicht, das vieles dafür spricht, dass man derzeit auf dem Bundesparteitag 2010 in Bamberg darüber berät, ob die marode Deutsche Volksunion (ca. 4.500 Mitglieder) eher früher als später in der NPD (ca. 6.800 Mitglieder)aufgehen wird? Gemeinsam haben ihr Vorsitzender Matthias Faust und Voigt dafür bei der Auftaktpressekonferenz des Bamberger Parteitages geworben und bereits getroffene Absprachen bekanntgegeben. Bereits im Juni könnten sich die Leitungsgremien der Parteien über diesen Schritt verständigen. Fest steht, dass die Mitgliedschaft per Urabstimmung um ihr Votum gebeten werden soll. Die NPD könnte auf diesem Weg ihre Anhängerschaft schlagartig auf rund 11.300 Personen erhöhen.

Am heutigen Sonntag erwarten uns wahrscheinlich die nächsten Schläge.

Bitte berichtigt mich, wenn ich im Irrtum bin! Ich würde die Welt gern positiver betrachten, allein mir fehlt der Glaube. Es sind die Tatsachen die mich nicht glauben lassen, das es sich nur um eine Reihe rein zufälliger Geschehnisse handeln würde. Deshalb frage ich euch: Wo kann man in diesen Aussagen Übertreibenden und Halbwahrheiten finden?
Horst Köhler ist nicht zurückgetreten, weil er etwas gesagt hat, was er nicht verantworten könne. Wir alle wissen, er hat die Wahrheit gesagt. Horst Köhler ist zurückgetreten weil er nicht verantworten will, was da auf uns zukommt. Es sollte uns allen eine Warnung sein!

Ich bin und will ein Idealist bleiben.

Schorschy

Re: Was kommt da auf uns zu?

Abgeschickt von Frank am 06.06.2010 21:34
Hallo Stefan,
es hat alles mal "klein"angefangen.Nur haben wir den Vorteil,dass wir wissen wie es endet.Anhand der Geschichte.Speziell der deutschen.Eine andere Alternative,als die von "damals",strebt die NPD bekanntlich und beweislich,nicht an.Zugute und schneller zu
ihre angestrebte Ziele kommen diese durch,deutsches Jammertum,Jahrelange Wiederholungen
von Reden,bei allen Gegenaktionen.Alles bisher und wohl nie endend,ohne Nachhaltigkeit.
Im Gegenteil,diese NPD wird immer stärker.Da brauchen wir uns wohl nichts vormachen.
Es stellt sich eigentlich nur noch die Frage.Wann schlagen diese los.Können tun diese es.Nicht vergessen,es gibt auch polnische und russische Neofaschisten und andere gleichgesinnte/Anhänger.Diese werden sich wohl schneller vereinigen und aufstehen als
der deutsche Bürger.So ist es zu mindestens heutzutage festzustellen.Diese wissen das
eine Machtübernahme nur durch einen Krieg,zu erreichen ist.Dementsprechend bereiten sie sich vor.
Widerstand von uns Antifaschisten ist definitiv richtig.Nur müsste dieser Aktiv,mit allen mitteln geführt werden.Bis zum Ende.Des Verbotes der Neonazi mit all ihren Untergruppen.Mit Androhung von höchsten Strafen.Sowie deren Durchsetzung.Die Möglichkeit,durch Grundgesetzänderung,besteht.Warum besteht keine,ohne Pause,antifaschistische Partei,Organisation,Verein u.u.u. darauf.Es gibt soviel Möglichkeiten,National wie International,diese Forderung,durchzusetzen.Gerichtshöfe,Menschenrechtsorganisationen u.u.u..Das anprangern/Fragestellungen der befürwortenden NPD.Warum diese für die Faschisten sind.
Vor allem hier in der BRD,der christlich geführten Regierungparteien/Ministerien hauptsächlich.Übrigens wissen wir Antifaschisten auch,dass ohne ein Krieg,zur Zeit,keine Beseitigung solcher Neonazis,möglich ist .Durch die Befürwortung der Regierung.Nur Reden/Demos u.u.u.,also passives Verhalten,kommen wir nicht ans Ziel.
Mit freundlichen Gruß.

Re: Was kommt da auf uns zu?

Abgeschickt von Stefan am 09.06.2010 16:11
"-- die NPD und die DVU vereinen sich zu einer großen Nazipartei
"

Die DVU besteht doch zu 90% aus Karteileichen und hat 900 000 € Schulden bei Frey.

Was es geben wird, ist dass ein paar dutzend Mitglieder der DVU zur NPD übertreten werden und mehr schon nicht.

Nicht uninteressant ist die "2 Lager -Theorie" die seit kurzem von rechten "Vordenkern" verbreitet wird. Damit ist gemeint, dass es Platz rechts von der CDU/CSU bzw FDP gibt für 2 getrennte Lager, einem "national-sozialen" und einem "rechtspopulistischen", die beider erfolgreich sein können.
Naja theoretisch möglich, aber erfolgreiche Rechtspopulisten brauchen immer einen halbwegs "charismatischen" Anführer, wer sollte denn das in der BRD sein. Der Schill früher war ja unter den Rechtspopulisten in Europa ein peinlicher Amateur.

Und zum NS-Lager, also man kann nicht behaupten, dass die NPD in den letzten 2 oder 3 Jahren stärker geworden ist.

Liebe Grüße

Stefan K

Re: Was kommt da auf uns zu?

Abgeschickt von Schorschy am 11.06.2010 12:38
Hallo Stefan,
liebe Genossinnen, liebe Genossen,

das kleinste Signal einer Verschiebung nach rechts sollte für uns ein Warnsignal sein. Wir müssen immer bereit sein die Aufrichtung einer faschistischen Diktatur von Beginn an mit allen Mitteln des Klassenkampfes zu verhindern. Wir müssen den Kurs der Bourgeoisie nach rechts empfindlich stören. Wir sind die Einzigsten, die in der Lage sind sie aufzuhalten und immer wieder in ihren Plänen zurückwerfen. Angesichts unserer bisherigen Erfolge können wir unsere wachsende Kraft und damit die Kampfkraft der Arbeiterklasse Deutschlands positiv einschätzen. Dabei dürfen wir allerdings unsere Schwächen auf keinen Fall übersehen. Eine unsere Schwächen ist, das wir es bis zum heutigen Tag nicht vermocht haben eine Einheit aller linken Kräfte herzustellen.

Wenn wir Erfolg haben wollen im weiteren Kampf gegen die Nationalsozialisten, müssen wir unsere Arbeit in den Gewerkschaften und Betrieben unbedingt noch verbessern. Uns muß endlich gelingen eine starke und aktive Einheitsfront herzustellen.

Sollten sich die Rechtsradikalen mobilisieren und zu einer großen Partei vereinigen, müssen wir zum Generalstreik aufrufen. Auf keinen Fall dürfen wir die Arbeit der Nationalsozialisten unterschätzen. Da die Einheitsfront in diesen Fall unverzichtbar wäre müßten wir ein Einheitsfrontangebot an alle linken Parteien und Gewerkschaften richten. Aber auch an die Mitglieder der SPD und DGB wäre dann umumgänglich.

Genossen, müssen wir wegen des bisherigen Nicht-Zustandekommen einer Einheitsfront in einen tiefen Pessimismus verfallen? Keineswegs! Wenn die Erwartungen bisher auch größer waren als die Realität es zuließ, so gibt es doch keine Depressionsstimmungen, sondern vielmehr eine wachsende Kampfstimmung. Setzen wir also unsere ganze Kraft ein und konzentrieren uns auf eine erfolgreiche Arbeit, schaffen wir endlich eine starke Einheitfront!

Revolutionäre Grüsse
Schorschy
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