Sarah Wagenknecht und die neue Führungsriege der "Linken"
Wer kann mir weiterhelfen?
Am Dienstag nachmittags war ich mit dem Auto unterwegs und hörte "Bayern 5" den Nachrichtensender. Dort wurde über die neue Spitze der "Linken" informiert. Es wurde erwähnt, daß auch Sarah Wagenknecht für einen Stellvertreterposten kandidieren könne unter einer Voraussetzung: Sie müsse sich dafür von der kommunistischen Plattform, wo sie führend wirkt, lösen.
Am Abend in den ARD Nachrichten: Sarah Wagenknecht kandidiert für einen Stellvertreter.
Für mich ist es von Bedeutung: Stimmt es, daß sie sich von der kommunistischen Plattform lösen sollte? - Wenn, dann
1. fiunde ich es von einer sich als "Die Linke" bezeichnenden Partei furchtbar, soetwas zu fordern,
2. hätte Sarah die Konsequenz ziehen müssen, sich von "Der Linken" zu trennen, nicht von der kommunistischen Plattform.
3. Wenn sie das getan hat, habe ich dafür nur Verachtung übrig.
Weiß jemand von Euch Genaueres?
Petra
Am Dienstag nachmittags war ich mit dem Auto unterwegs und hörte "Bayern 5" den Nachrichtensender. Dort wurde über die neue Spitze der "Linken" informiert. Es wurde erwähnt, daß auch Sarah Wagenknecht für einen Stellvertreterposten kandidieren könne unter einer Voraussetzung: Sie müsse sich dafür von der kommunistischen Plattform, wo sie führend wirkt, lösen.
Am Abend in den ARD Nachrichten: Sarah Wagenknecht kandidiert für einen Stellvertreter.
Für mich ist es von Bedeutung: Stimmt es, daß sie sich von der kommunistischen Plattform lösen sollte? - Wenn, dann
1. fiunde ich es von einer sich als "Die Linke" bezeichnenden Partei furchtbar, soetwas zu fordern,
2. hätte Sarah die Konsequenz ziehen müssen, sich von "Der Linken" zu trennen, nicht von der kommunistischen Plattform.
3. Wenn sie das getan hat, habe ich dafür nur Verachtung übrig.
Weiß jemand von Euch Genaueres?
Petra
Hallo Petra,
aufschlußreich, ist folgendes Interview Sahra Wagenknechts mit der WAZ, dass ich hier bezüglich der Kommunistischen Plattform auszugsweise wiedergeben möchte:
In der neuen Führungsriege der Linkspartei sind alle parteipolitischen Strömungen vertreten. Sind Unstimmigkeiten da nicht vorprogrammiert?
Wagenknecht: Es gibt ja den Vorschlag, dass die Vertreter der Parteispitze eine ausdrückliche Tätigkeit für eine bestimmte Strömung aufgeben. Das ist vernünftig, ändert aber nichts daran, dass man seine inhaltlichen Positionen beibehält. Und natürlich gibt es da erhebliche Differenzen. Das sind aber Differenzen, die in der Partei insgesamt existieren. Und natürlich brächte es auch nichts, diese aus der Führung herauszuhalten.
Sie sind selbst die Wortführerin der „Kommunistischen Plattform“ der Linkspartei. Als stellvertretende Parteivorsitzende müssten Sie diese Arbeit jedoch ruhen lassen. Wird Ihnen das schwer fallen?
Wagenknecht: Meine inhaltlichen Positionen werde ich weiterhin vertreten. Aber es ist doch völlig klar: Wenn ich zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt werde, dann, um die gesamte Partei zu vertreten und nicht eine einzelne Strömung. Mein wichtigstes Anliegen ist, dass Die Linke den erfolgreichen Kurs der letzten Jahre, der von Oskar Lafontaine geprägt wurde, beibehält.
http://www.derwesten.de/nachrichten/Sahra-Wagenknecht-wirft-SPD-soziale-Untaten-vor-id2448904.html
Sie selbt findet also den Vorschlag, dass Vertreter der Parteispitze die Tätigkeit für eine politische Strömung aufgeben vernünftig. Ich selbst finde es mehr als traurig, dass so ein Posten, an eine solche Forderung geknüpft ist. Zu hoffen ist nur, dass sie ihren inhaltlichen Positionen treu bleibt.
Aber eine Trennung von der Partei "Die Linke" ist weder von Sahra, noch von der Kommunistischen Plattform zu erwarten. Wurde dies doch nie in Erwägung gezogen. Haben sie doch den Kampf, aus der sozialdemokratischen PdL zu einer sozialistischen Partei zu gestalten, noch nicht aufgegeben.
Gruß - Jürgen
aufschlußreich, ist folgendes Interview Sahra Wagenknechts mit der WAZ, dass ich hier bezüglich der Kommunistischen Plattform auszugsweise wiedergeben möchte:
In der neuen Führungsriege der Linkspartei sind alle parteipolitischen Strömungen vertreten. Sind Unstimmigkeiten da nicht vorprogrammiert?
Wagenknecht: Es gibt ja den Vorschlag, dass die Vertreter der Parteispitze eine ausdrückliche Tätigkeit für eine bestimmte Strömung aufgeben. Das ist vernünftig, ändert aber nichts daran, dass man seine inhaltlichen Positionen beibehält. Und natürlich gibt es da erhebliche Differenzen. Das sind aber Differenzen, die in der Partei insgesamt existieren. Und natürlich brächte es auch nichts, diese aus der Führung herauszuhalten.
Sie sind selbst die Wortführerin der „Kommunistischen Plattform“ der Linkspartei. Als stellvertretende Parteivorsitzende müssten Sie diese Arbeit jedoch ruhen lassen. Wird Ihnen das schwer fallen?
Wagenknecht: Meine inhaltlichen Positionen werde ich weiterhin vertreten. Aber es ist doch völlig klar: Wenn ich zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt werde, dann, um die gesamte Partei zu vertreten und nicht eine einzelne Strömung. Mein wichtigstes Anliegen ist, dass Die Linke den erfolgreichen Kurs der letzten Jahre, der von Oskar Lafontaine geprägt wurde, beibehält.
http://www.derwesten.de/nachrichten/Sahra-Wagenknecht-wirft-SPD-soziale-Untaten-vor-id2448904.html
Sie selbt findet also den Vorschlag, dass Vertreter der Parteispitze die Tätigkeit für eine politische Strömung aufgeben vernünftig. Ich selbst finde es mehr als traurig, dass so ein Posten, an eine solche Forderung geknüpft ist. Zu hoffen ist nur, dass sie ihren inhaltlichen Positionen treu bleibt.
Aber eine Trennung von der Partei "Die Linke" ist weder von Sahra, noch von der Kommunistischen Plattform zu erwarten. Wurde dies doch nie in Erwägung gezogen. Haben sie doch den Kampf, aus der sozialdemokratischen PdL zu einer sozialistischen Partei zu gestalten, noch nicht aufgegeben.
Gruß - Jürgen
Auf Basis von Ploneboard
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Aktivieren durch mkoeln um 29.01.2010 00:08
